Kirche wird strahlendes Faszinosum

Johannes-Kirchengemeinde

Foto: Johannes-Kirchengemeinde

Mit seiner Laser-Show zu meditativen Klängen verwandelt der Lichtkünstler Michael Ramjoué die Bad Godesberger Johanneskirche in ein strahlendes Faszinosum. Laser- Licht- Klang heißt es am Freitag, 6. November, jeweils um 20, 21 und 22 Uhr.

Zu den Klängen seiner Kompositionen „Heilsame Klänge“ und „Flugtraum“ bewegen sich vielfarbige Laserstrahlen in verblüffender Synchronisation durch das Kirchenschiff und formen phantastische „Lichtwelten“. Wie schon in der letzten Bonner Kirchennacht wird so die mystische Seite der Johanneskirche zur Geltung gebracht.

Der Strahleneffekt soll dauerhaft einsetzbar sein, so dass die Johanneskirche eine wärmere Ausstrahlung gewinnt. Mit den farbig-einstellbaren Leuchten können die kirchenjahreszeitlichen Farben aufgegriffen oder besondere Gottesdienste entsprechend ausgeleuchtet werden. Die Außenstrahler zeigen der direkten Umgebung: Hier brennt noch Licht, hier ist ein besonderer Ort.

Die Aufführungen beginnen am Freitag, 6. November, jeweils um 20, 21 und 22 Uhr in der Johanneskirche Bad Godesberg, Zanderstraße 51, statt. Der Eintritt ist frei, es werden Spenden für die LED-Strahler gesammelt.

Sammeln für die Zugabe

Wachtberger Konfis sammeln am 5. März haltbare Lebensmittel und Drogerieartikel für die Aktion „Zugabe“: Die Konfirmandinnen und Konfirmanden der Evangelischen Kirchengemeinde Wachtberg sind am Samstag, 5. März 2016, in der Zeit zwischen 10 und 14 Uhr am EDEKA in Wachtberg-Berkum präsent. Die Aktion „Zugabe“ ist eine Aktivität der Katholischen Kirchengemeinde Wachtberg, die von der evangelischen Kirchengemeinde unterstützt wird. Sie sammelt haltbares wie Mehl, Nudeln und Reis sowie Schampoo und andere Artikel des täglichen Bedarfs. Diese gibt sie an bedürftige Bewohner Wachtbergs weiter, unabhängig von Konfession oder Religion.

Im Rahmen der Themeneinheit Diakonie haben Diakon Ludger Roos und Andrea Neu von der Katholischen Pfarrgemeinde St. Marien Wachtberg diese Aktion im Konfirmandenunterricht vorgestellt. Das hat die Jugendlichen so beeindruckt, dass sie dem Vorschlag von Pfarrerin Kathrin Müller gefolgt sind und an diesem Samstag nun selbst eine Sammelaktion zu Gunsten der „Zugabe“ durchführen. Dazu hoffen sie natürlich auf reichlich Spenden.

Sankt Marien Wachtberg: Aktion Zugabe

EB/gar

Wir gehen neue Wege

Wer den Kirchenkreis hier im Netz besucht, hat es schon bemerkt: Wir kommen etwas anders daher. Die Seiten sind umgezogen und haben eine neue Optik. Gestaltet werden sie nunmehr mit WordPress. Eine Technik, die bereits mehrere Gemeinden im Kirchenkreis nutzen, ebenso wie der Präses-Blog der Landeskirche.

Die Vorteile sind die leichte Bedienbarkeit und eine ausgereifte Rechtevergabe. Verschiedene Benutzer können einfach angelegt und ihre Rechte entsprechend verwaltet werden. Das Responsive Design erlaubt es, die Seiten auch mit dem Smartphone oder Tablet gut anzusteuern. Eingebunden ist natürlich auch der Kalender termine.ekir.de. Die Seiten selbst liegen auf einem landeskirchlichen Server.

In diesem sogenannten Multisite-Projekt sitzen nicht nur der Kirchenkreis, die Jugendbildungsstätte Merzbach und das synodale Jugendreferat in einem Boot, sondern auch die Kirchengemeinden Zülpich, Swisttal und Meckenheim. Sie alle können Seiten gleichen Inhalts mit einem Klick übernehmen. Das ist zum Beispiel bei Synodenberichterstattung praktisch, aber auch im Fall von Veranstaltungen und Terminen, die übergemeindlich interessant sind.

Als Multisite ist unser Projekt jederzeit erweiterbar. Farblich und beim Aufbau sind Varianten möglich, das zeigt der Blick auf die einzelnen Projektpartner. Wer Interesse hat, sich anzuschließen, ist herzlich willkommen. Nähere Informationen gibt es beim Referat für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. Und natürlich sind wir froh, wenn Sie uns auf Fehler hinweisen oder etwas vermissen.

Weihnachtsgeschichte als Video

Die rheinische Kirche hat ein mehrsprachiges Weihnachtsvideo veröffentlicht. http://christmasstory.world/

Die biblische Botschaft spricht auch ins Zeitgeschehen, alte Texte wirken dann neu, so sagte der Theologe Karl Barth: „Wie man beten soll, das steht in der Bibel; und was man beten soll, das steht in der Zeitung.“ Für das Medienzeitalter muss man ergänzen: Was man beten soll, das steht in der Zeitung oder ist auf YouTube zu sehen. Mit einem Video interpretiert jetzt die Internetarbeit der Evangelischen Kirche im Rheinland die Weihnachtsgeschichte vor dem Hintergrund der Ereignisse der vergangenen Monate. Aktuelle YouTube-Filmdokumente unterlegt sie mit dem Text der Weihnachtsgeschichte aus dem Lukasevangelium und stellt so einen Bezug der Weihnachtsbotschaft zur Lage der Flüchtlinge her.

Vizepräsident Dr. Johann Weusmann beschreibt im Präsesblog unter praesesblog.ekir.de seine Reaktion: „Dieses Video geht mir unter die Haut, für mich gewinnt der biblische Text so Aktualität. Manche der Bilder sind verstörend, aber sie entstammen nur den Nachrichtensendungen, wie wir sie täglich sehen. Bei all den schlimmen Bildern zur Flüchtlingskrise gibt es aber auch Hoffnungsbilder im Video, ehrenamtliche Helferinnen und Helfer, die zupacken, Kinder, die lächeln, weil sie Zuflucht gefunden haben, Menschen, die wieder frei atmen können, weil sie nun in Sicherheit sind. Mit diesen Bildern schließt das Video, sie geben mir Hoffnung und einen Grund, Weihnachten zu feiern.“

Johann Weusmann würdigt im Blogpost das vielfältige ehrenamtliche Engagement für Flüchtlinge und erinnert daran, dass sich Christinnen und Christen für andere einsetzen, weil sie wissen, dass Gott uns in unseren Mitmenschen begegnet: „Ich wünsche Ihnen frohe Weihnachten auch in diesem Jahr und lassen Sie uns gemeinsam dafür arbeiten und beten, dass Friede auf Erden werde.“

Das Video ist unter www.ChristmasStory.world auf Deutsch, Englisch, Arabisch, Spanisch, Polnisch und Portugiesisch verfügbar. Es steht über YouTube zur Einbettung in andere Websites zur Verfügung und kann über soziale Netzwerke geteilt werden.
EKiR-Internetarbeit

Willkommen im Weihnachtsgottesdienst

Der Herrnhuter Stern: wie hier in der Bonner Kreuzkirche leuchtet er in vielen evangelischen Kirchen zur Weihnachszeit (Foto: Joachim Gerhardt).

Zu über 100 Gottesdiensten laden die 13 Gemeinden des Evangelischen Kirchenkreises Bad Godesberg-Voreifel an den kommenden Weihnachtstagen ein. 20 000 Menschen haben im letzten Jahr die Gottesdienste am Heiligen Abend besucht. Auch 2015 rechnen die Pfarrerinnen und Pfarrer wieder mit voll besetzten Kirchen, in denen es manchmal nur noch Stehplätze geben wird.

Die meisten Gemeinden beginnen den Heiligen Abend schon am frühen Nachmittag mit einem Gottesdienst für Familien mit kleinen Kindern. Am späteren Nachmittag folgt die „Christvesper“ für Erwachsene und ältere Kinder. Viele Gemeinden lassen den Heiligen Abend mit einer nächtlichen „Christmette“ ausklingen, die oft als meditativer Gottesdienst mit besonders festlicher Musik gestaltet wird. Superintendent Mathias Mölleken lädt zum Beispiel um 22 Uhr zum Heiligen Abend in die Christuskirche in Meckenheim ein.

Am Morgen des ersten Weihnachtstages feiert eine Vielzahl von Gemeinden einen Abendmahlsgottesdienst und am zweiten Weihnachtstag werden viele Singgottesdienste oder Gesprächsgottesdienste angeboten.

Für die bundesweite Suche nach Gottesdienstzeiten zu Weihnachten bietet der ökumenische Online-Dienst www.weihnachtsgottesdienste.de eine Hilfe an. Nach Postleitzahlen und Orten sortiert sind die Daten von über 40 000 Gottesdiensten der evangelischen und katholischen Kirche in Deutschland abrufbar.

Text: ekasur.de/gar

Regional-bgv Dezember 2015

Freifunk – was dies konkret bedeutet, stellt regional-bgv am Beispiel der Kirchengemeinde Rheinbach vor. Daneben geht es in der neuen Dezember-Ausgabe um das 25-jährige Jubiläum des Frauenfachausschusses und den Relaunch der Kirchenkreis-Webseite.

In der Andacht beschäftigt sich Pfarrer Markus Homann mit dem Fest der Liebe. Christoph Nikolai fragt im Standpunkt, was „Willkommenskultur“ ganz praktisch bedeutet. Der Brief des Superintendenten, Nachrichten und Termine aus den Kirchengemeinden runden die neue Ausgabe des Kirchenkreis-Newsletters ab.

Viel Spaß beim Lesen wünscht die Redaktion.

regional_bgv_Dezember_2015_web

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25 Jahre Frauennetzwerk

Ortrun Althof (Foto: Ulrich Zumbusch).

Der synodale Fachausschuss für Frauenfragen feiert in diesem Jahr 25-jähriges Jubiläum. Seine Vorsitzende Ortrun Althof blickt im Interview zurück und nach vorne.

Frauen haben viele Veränderungen bewirkt. Kann sich der Fachausschuss langsam zur Ruhe setzen?

Auf gar keinen Fall! Die innerkirchlichen Fachausschüsse für Frauenfragen haben tatsächlich in einem viertel Jahrhundert in der bis dato bestimmenden „Männerwelt“ sowohl in der gegenseitigen Wertschätzung als auch beim konkreten Miteinander in der alltäglichen Arbeit vieles bewirkt.

Traditionelle Positionen wurden hinterfragt, Frauen in ihrem Engagement bestärkt und die partnerschaftliche Gemeinschaft von Männern und Frauen nicht nur in kirchlichen Ämtern, sondern auch in den Gemeinden ist zunehmend selbstverständlicher geworden. Doch es ist ein weiter gehender Prozess, der nach wie vor viele neue Herausforderungen mit sich bringt.

Alte Themen, wie die Gewalt gegen Frauen oder ihre Benachteiligung in der Arbeitswelt, sind noch nicht vom Tisch. Die Verständigung und gute Zusammenarbeit mit Musliminnen zeigt erste Früchte. Aktuell geht es um die Situation von Flüchtlingsfrauen und –kindern.

Haben Sie selbst schon einmal/ in den letzten Jahren bei Kirche Diskriminierung als Frau erlebt?

Tatsächlich nur einmal – als ich mich 19-jährig zum Studium der Theologie entschloss und erfuhr, dass ich, falls ich heiraten sollte, das Amt einer Pfarrerin nicht mehr würde ausüben können. Dass diese Regelung mit Beginn der 70er Jahre in allen evangelischen Landeskirchen der Reihe nach gestrichen wurde, ist vor allem auch dem damaligen Engagement der Frauen zu verdanken. Später wurde ich im Rheinland als evangelische Religionslehrerin katholischerseits zunächst nicht wahrgenommen, doch das legte sich schnell. Längst arbeiten wir bei gemeinsamen Projekten vor Ort in den Gemeinden eng zusammen. Allerdings wird mir immer noch von neuen, manchmal versteckten Diskriminierungen berichtet, wenn betroffene Frauen Rat und Hilfe suchen.

Wie kann es gelingen, auch jüngere Frauen für die Arbeit des Fachausschusses zu gewinnen?

Was meinen Sie in diesem Zusammenhang mit „jünger“? Im Fachausschuss arbeiten wir seit jeher generationenübergreifend zusammen. Sie finden dort Frauen zwischen 40 und 70 Jahren, die alle an denselben Themen arbeiten. Mit Mitte 20 bis Mitte 30 sind zunächst andere Fragestellungen von Bedeutung, ob Ausbildung, der erste Job, Heirat oder Familiengründung. Das bindet viele Kapazitäten, es bleibt kaum noch Zeit für sich selber, geschweige denn ein Ehrenamt. Auch wir im Ausschuss sind oft Mehrfachbelastungen ausgesetzt.

Trotzdem engagieren wir uns und versuchen, ein offenes Ohr für aktuelle Probleme zu haben und darauf zu achten, wo immer Frauen, auch jüngere, Hilfe und Zuspruch brauchen und sie aktiv in die Überlegungen mit einzubeziehen. Wer einmal auf Missstände aufmerksam geworden ist; wer weiß, dass nur gegenseitige Unterstützung Veränderungen einleiten und Abhilfe schaffen kann, wird die Mitarbeit in einem Netzwerk nicht als zusätzlichen Stressfaktor, sondern eher als positive Verstärkung empfinden.

Der Fachausschuss als Kreis Ehrenamtlicher kann Anregungen – wie Arbeitspapiere und Handreichungen – an die Gemeinden und Presbyterien weitergeben, aber kaum im nötigen Umfang Angebote machen. Darum sind wir sehr froh um die Stelle der hauptamtlichen Frauenbeauftragten, die uns nicht nur unterstützt, sondern unsere Arbeit durch eigene Angebote voranbringt.

Vielen Dank!

Ortrun Althof ist pensionierte Lehrerin und lebt in Zülpich, wo sie sich als Presbyterin engagiert. Als stellvertretendes Mitglied gehört sie dem Kreissynodalvorstand des Kirchenkreises Bad Godesberg-Voreifel an.

Aus Anlass des Jubiläums haben der Frauenfachausschuss und die Frauenbeauftragte die Frühjahrssynode 2015 zum Thema „Sei Quelle und Brot in Wüstennot – Lebenskrisen – Lebensbrüche“ vorbereitet. Dazu ist eine Ergebnissammlung erschienen. Sie enthält das Einstiegsreferat von Prof. Dr. Cornelia Richter mit dem Titel „Glaubensreflexion und Lebenskrisen: Was die Dogmatik für das Leben zu sagen hat“. Außerdem enthält die 46-seitige Broschüre die Ergebnisse der damaligen fünf Arbeitsgruppen und einen Ausblick.

Ein gedrucktes Exemplar ist erhältlich bei der Frauenbeauftragten Sabine Cornelissen, Fon 0228 – 30 787 14, Mail frauenbeauftragte-bgv@ekir.de.

PROtestant testet „Willkommenskultur“

Für viele ist es bereits das Wort des Jahres: „Willkommenskultur“. PROtestant fragt nach und nicht nur bei Flüchtlingen: Wie werden Menschen in Bonn und der Region und auch in der Kirche empfangen und aufgenommen? Die PROtestant-Ausgabe 55 – Advent/Weihnachten 2015:

Eine Studentin berichtet von ihren Erfahrungen genauso wie ein syrischer Kurde, der schon vor mehr als zwanzig Jahren als Flüchtling nach Bonn gekommen. Zudem erzählen Menschen, warum und mit welchen Erfahrungen sie hier in Bonn wieder in die Kirche eingetreten sind. Es gibt Beispiele von Zülpich bis Troisdorf und Niederpleis. Experten der Landeskirche geben Tipps, was Kirchengemeinden vor Ort noch besser machen können und was sie von den fremdsprachigen Gemeinden, die es gerade im internationalen Bonn vielfach gibt, lernen können.

Der Bonner Superintendent Eckart Wüster erinnert daran, dass Advent und Weihnachten im Kern Willkommensfeste sind: Nicht nur für Maria und Josef, die Herberge suchten, und dabei erst einmal wenig Willkommen erfahren hätten. „Advent bedeutet Ankunft: Wir stimmen uns ein auf die Ankunft Gottes durch seinen Sohn Jesus Christus in unserer Welt.“

Die Zeitung PROtestant, die drei Mal im Jahr mit einer Auflage von 6.500 Exemplaren erscheint, kann kostenlos bezogen werden: Evangelischer Kirchenkreis Bonn, Adenauerallee 37, 53113 Bonn (Tel.: 0228 / 6880 300, presse@bonn-evangelisch.de). Herausgeber sind die Kirchenkreise An Sieg und Rhein, Bonn sowie Bad Godesberg-Voreifel.

Joachim Gerhardt / 23.11.2015

Hilfe für Flüchtlinge wird professionell ausgebaut

Herbstsynode in Euskirchen: Superintendent Mathias Mölleken gibt seinen ersten Tätigkeitsbericht (Foto: Uta Garbisch).

Bis zu 50.000 Euro wird der Evangelische Kirchenkreis Bad Godesberg-Voreifel im kommenden Jahr in die Koordination der Flüchtlingsarbeit investieren. Das beschloss die Herbstsynode am heutigen Samstag.

Der Kreissynodalvorstand wird dafür ein Konzept erarbeiten, so dass hauptamtliche Kräfte die Aufgabe übernehmen können. Im Kirchenkreis engagieren sich alle 13 Gemeinden mit vielfältigen Initiativen. Neben den Koordinationsaufgaben sind die Fort- und Weiterbildung Ehrenamtlicher wichtig, die sozialpädagogische Fachberatung sowie ein ortsnahes Betreuungs- und Hilfenetzwerk. All dies müsse wirklich vor Ort geschehen, so der Wunsch vieler Synodaler. Das Konzept soll dabei den unterschiedlichen Bedarf in den drei Regionen des Kirchenkreises berücksichtigen.

Flüchtlinge waren auch ein Hauptthema des Berichtes von Superintendent Mathias Mölleken vor der Synode. „Gott-sei-Dank erleben diese Menschen zurzeit bei uns und an vielen Orten in Deutschland ein von großem ehrenamtlichen Engagement getragenes Willkommen.“ Mölleken dankte allen Menschen, die dabei helfen.

Auch Thema der Beratungen: Martin Luther und das 500-jährige Jubiläum der Reformation im Jahr 2017 (Foto: Uta Garbisch)

Auch Thema der Beratungen: Martin Luther und das 500-jährige Jubiläum der Reformation im Jahr 2017 (Foto: Uta Garbisch)

Bonner Feier-Abend am Reformationstag 2017

Die Vorbereitungen für das Reformationsjubiläum 2017 nehmen deutlich Fahrt auf. „Feier-Abend – 500 Jahre Reformation – vergnügt – erlöst – befreit“, so werden wir zu einem großen Fest einladen“, versprach Superintendent Mölleken. Die evangelische Kirche will dieses am 31. Oktober 2017 im Bonner Telekom-Dome feiern. Geplant sind für den Abend Talk-Runden, ökumenische Zeitansagen, vielfältige musikalische Beiträge und Kabarett. Die Synodalen billigten das dafür vorgelegte Finanzierungskonzept, das von Einnahmen und Ausgaben von 120.000 Euro ausgeht. Ein großer Teil davon soll durch Eintrittskarten, Sponsoring und Zuschüsse finanziert werden.
Telefonseelsorge und Personalplanung

Bei der Telefonseelsorge beschäftigten sich die Abgeordneten mit der Frage, wie die ökumenisch und als Verein organisierte Arbeit im Bereich Bonn/Rhein-Sieg mit der geplanten Regionalstruktur der Rheinischen Landeskirche vereinbar ist. Mathias Mölleken und seine Superintendenten-Kollegen in der Region Mitte (An der Agger, Köln, Bonn und Region) haben der Landeskirche ein Konzept vorgelegt, das die bewährte ökumenische Struktur erhalten soll. Kirchenrat Jürgen Sohn aus Düsseldorf signalisierte eine positive Lösung. Die Kirchenleitung wird voraussichtlich in der kommenden Woche darüber beraten.

Die 72 Abgeordneten aus den 13 Kirchengemeinden berieten in Euskirchen außerdem über die Pfarrstellen- und Personalplanung. Derzeit ist bei den besetzten Pfarrstellen bis zum Jahr 2020 keine Veränderung absehbar. Die insgesamt 30,6 besetzten Pfarrstellen entsprechen nahezu dem von der rheinischen Kirchenleitung vorgegebenen Kontingent. Im Bereich Personal setzen die Kirchengemeinden und der Kirchenkreis auf Kooperation, um Personal und Arbeitsfelder zu erhalten.

KiBiz und Presbyteriumswahlen: Superintendentenbericht

In seinem ersten Tätigkeitsbericht kritisierte Mölleken das geltende Kinderbildungsgesetz (KiBiz). Es sei unter anderem dafür verantwortlich, dass immer mehr Kirchengemeinden ihre Kindertagesstätten an andere Träger abgeben oder sogar schließen. Von ehemals zwölf Einrichtungen im Kirchenkreis befinden sich nur noch fünf in gemeindlicher Trägerschaft. Er forderte daher eine siebenprozentige Erhöhung der Kindpauschalen und deren dynamische Anpassung an die Tarifabschlüsse. Gleichzeitig haben Mölleken und die Superintendenten der beiden Bonner Nachbarkirchenkreise die Gründung eines gemeinsamen Trägerverbandes angestoßen. Bis Februar 2016 werden die betroffenen Gemeinden dazu ein Entscheidung treffen.

Einen ersten Ausblick gab Mölleken auf die Presbyteriumswahlen im Februar kommenden Jahres. In allen 13 Kirchengemeinden haben sich genügend Kandidatinnen und Kandidaten für die Leitungsgremien der Kirchengemeinden gefunden, so dass „echte“ Wahlen stattfinden werden. Mölleken: „Sich für (weitere) vier Jahre der Verantwortung, der Freude und Last der Gemeindeleitung zu stellen, verdient großen Respekt und ebenso große Dankbarkeit.“

Haushalt 2016

Das Kirchenparlament verabschiedete den Haushalt für das Jahr 2016 mit einem Gesamtvolumen von 4,27 Millionen Euro. Bei den insgesamt sieben Handlungsfeldern bilden Erziehung und Bildung mit 1,4 Millionen Euro den größten Posten. Dieser dient vor allem der Finanzierung der für 2016 geplanten Sanierungsmaßnahmen der Jugendbildungsstätte Merzbach mit einem Gesamtvolumen von etwa 840.000 Euro. 659.000 Euro fließen in diakonische und soziale Arbeit, 585.000 Euro in Gemeindearbeit und Seelsorge. Vorgesehen ist eine Entnahme von etwa 315.000 Euro aus Rücklagen. Sie dienen der Finanzierung von Investitionen und Instandhaltung. Dort nimmt der Kirchenkreis außerdem Kredite in Form einer inneren Anleihe in Höhe von 420.000 Euro auf.

Gewählt, bestärkt und gegrüßt

Die Synodalen beriefen Michael Nikodemus (Bad Münstereifel) in den Fachausschuss für Kirchenmusik, Monica Schneider-Henseler (Swisttal) als stellvertretendes Mitglied. Neu gehört Anke Rauf (Swisttal) dem Ausschuss für Kinder- und Jugendarbeit an, ebenso wie Sandra Vogel stellvertretend (Flamersheim).

Die Synode traf sich zur diesjährigen Herbsttagung im Gemeindezentrum der Evangelischen Kirchengemeinde Euskirchen. Dankbar und froh zeigte sich Mathias Mölleken über den Verlauf und die Ergebnisse der Synode. „Wir haben mit den Flüchtlingen und dem Reformationsjubiläum aktuelle Fragestellungen aufgenommen.“ Die Synode sei in einem guten Miteinander verlaufen. Dies bestärke ihn auch in seinem Auftrag und der Funktion als neuer Superintendent.

Grüße überbrachten der katholische Pfarrer Peter Berg in Vertretung des Kreisdechanten, der stellvertretende Euskirchener Bürgermeister Horst Belter, Alt-Superintendent Dr. Eberhard Kenntner, Kirchenrat Jürgen Sohn von der Landeskirche und Superintendent Eckart Wüster vom Evangelischen Kirchenkreis Bonn.

„Soul-Preacher-Night“

Barbara Dennerlein gehört zu den besten Jazz-Musikern der Welt. Am Freitag, 11. Dezember 2015, ist sie unter dem Motto „Spiritual Movements – Hammond and Drums“ in der Pauluskirche Bad Godesberg zu Gast.

Die Hammondspielerin wird von ihrem Schlagzeuger begleitet. Die 8. „Soul-Preacher-Night“ beginnt um 20 Uhr (Einlass 19 Uhr) in der Pauluskirche Bonn-Friesdorf, In der Maar 7. Karten kosten 24 Euro und sind über BONNTICKET und die bekannten Vorverkaufsstellen erhältlich.

 

gar / 01.12.2015

Gedenkgottesdienst in Euskirchen

Am weltweiten Gedenktag für verstorbene Kinder am Sonntag, 13. Dezember, gibt es in Euskirchen einen ökumenischen Gottesdienst für Eltern, Geschwister und andere Angehörige verstorbener Kinder.

Der Gottesdienst beginnt am Sonntag, 13. Dezember, um 16 Uhr, in der katholischen Kirche St. Matthias, Franziskanerplatz 1, Euskirchen.

Nach dem Gottesdienst besteht die Möglichkeit zu Austausch und Begegnung bei Tee und Gebäck im Forum.

Jedes Jahr am 2. Sonntag im Dezember stellen Betroffene rund um die ganze Welt brennende Kerzen in die Fenster. Jedes Licht im Fenster steht für das Wissen, dass diese Kinder das Leben erhellt haben und sie nie vergessen werden. Das Licht steht auch für die Hoffnung, die das Leben der Angehörigen nicht für immer dunkel bleiben lässt. Das Licht schlägt Brücken von einem betroffenen Menschen zum anderen, von einer Familie zur anderen, von einem Haus zum anderen, von einer Stadt zur anderen, von einem Land zum anderen. Es versichert Betroffene der Solidarität untereinander.

Weitere Informationen bei der Klinikseelsorge des Marien-Hospitals in Euskirchen:

Pfarrerin Ursula Koch-Träger, Telefon 02251/ 90 – 1665
Kath. Klinikseelsorgerin Dorothea Grimm, Telefon 02251/ 90 – 1401

 

EB/gar / 03.12.2015

Neue Pfarrerin in Bad Münstereifel

Pfarrerin Judith Weichsel verstärkt Seelsorge in Bad Münstereifel

Mit der Stimme und den Händen gleichzeitig singen? Für Pfarrerin Judith Weichsel kein Problem. Denn Gebärdensprache und Gesang sind ihre große Leidenschaft. Am Sonntag, 6. Dezember, wird sie als Pfarrerin in Bad Münstereifel eingeführt.

Gehörlosenseelsorge und Familienkirche sind zwei neue Schwerpunkte, die die Theologin in Bad Münstereifel umsetzen wird. Schon als Kind in Essen hat sie die Gebärdensprache fasziniert. Dort gibt es eine große Schule für Gehörlose. Als Vikarin in Wuppertal hat sie die Sprache selbst gelernt. Und seit fast einem Jahr singt Weichsel in einem inklusiven Chor in Euskirchen-Stotzheim. „Wie schön die Gebärdenlyrik ist, kann man auch im Einführungsgottesdienst erleben“, freut sich die 38-Jährige. „Man sieht, was man singt.“ Zwei Mal pro Jahr sollen inklusive Gottesdienste mit Übersetzung in Bad Münstereifel unter Weichsels Regie zur Regel werden. Ebenso wie samstagnachmittags die Familienkirche. Hier kommen Kinder, Jugendliche und Erwachsene zusammen, verteilen sich dann auf verschiedene altersgerechte Gruppen, um sich später wieder zum Essen und Trinken zu treffen.

Judith Weichsel ist seit einem Jahr Pfarrerin mit besonderem Auftrag (mbA). Sie unterstützt jetzt mit ihrem Dienstumfang von 50 Prozent den langjährigen Gemeindepfarrer Frank Raschke. Seit 2011 hatte Pfarrerin Renate Kalteis diese Aufgabe übernommen. Sie wird nun verabschiedet, bleibt aber Pfarrerin in Weilerswist. Wie sie wird Judith Weichsel Schulgottesdienste, Altenheim-Gottesdienste und Kasualien übernehmen.

Judith Weichsel stammt aus Essen und ist mit dem Euskirchener Gemeindepfarrer Gregor Weichsel verheiratet. Sie haben drei Kinder im Schul- und Kindergartenalter. Als Pfarrerin zur Anstellung war die Theologin in Aachen und Zülpich tätig. Ihr Studium absolvierte sie in Wuppertal, Bochum und Heidelberg. Ihr größtes Hobby ist die Musik. Stellen als Pfarrer oder Pfarrerin mit besonderem Auftrag (mbA) sind zeitlich nicht befristet und werden von der Landeskirche auf Kirchenkreisebene eingerichtet und finanziert.

Weil sie bis zum Abitur einen Teil ihrer Jugend in Bad Münstereifel verbracht hat, ist ihr die Gegend nicht unbekannt. „Ich muss jetzt trotzdem viele Namen lernen, gucken und erklären lassen.“

Der Einführungsgottesdienst für Pfarrerin Judith Weichsel beginnt am zweiten Adventssonntag, 6. Dezember, um 14 Uhr, in der Evangelischen Kirche Bad Münstereifel, Langenhecke 33. Superintendent Mathias Mölleken leitet ihn.

 

Text und Foto: Uta Garbisch / 02.12.2015