Gottesdienst zur Einführung

Zur Einführung der neu gewählten Mitglieder des Kreissynodalvorstandes lädt der Evangelische Kirchenkreis Bad Godesberg-Voreifel ein. Der Gottesdienst beginnt am Samstag, 5. Januar, um 18 Uhr, in der Erlöserkirche Bad Godesberg, Rüngsdorfer Straße 43.

Eingeführt werden die Synodalältesten Juliane Kalinna (Bad Godesberg) und Friedrich Talmon (Schulreferatsleiter), sowie der Stellvertreter Wolfgang Budinger (Wachtberg) und Ortrun Althof (Zülpich). Außerdem werden Superintendent Dr. Eberhard Kenntner und Skriba Norbert Waschk, die im November wiedergewählt wurden, an ihre Verpflichtungen im Amt erinnert. Verabschiedet werden die bisherigen Mitglieder des Leitungsgremiums Dr. Wolfgang Osterhage, Magdalena Winchenbach-Georgi und Margret Tzschiesche.

Wie bisher möchte Superintendent Dr. Eberhard Kenntner (61) Transparenz und Beteilung ins Zentrum seines Handelns stellen. Hinzu komme „das wichtige Stichwort Solidarität“. Gerechtigkeit sei nicht nur eine globale Aufgabe. Der Rheinbacher Pfarrer wird den Kirchenkreis zwei weitere Jahre leiten, mit 63 Jahren aber vorzeitig in Ruhestand gehen. Kenntner ist seit 2001 Superintendent, bereits 2004 wurde er wieder gewählt.

 
 

 

Uta Garbisch / 18.12.2012

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Neue Gesichter

Am Samstag, 5. Januar, um 18 Uhr werden sie in der Godesberger Erlöserkirche eingeführt: die vier Neuen im Kreissynodalvorstand. Hier berichten sie kurz über ihre Person und die neue Aufgabe. Bereits seit Juniamtiert Marcus Lochte.

Juliane Kalinna (63), Synodalälteste. Die Juristin, Presbyterin in der Erlöserkirche, bringt Erfahrungen ein aus der Kommunalverwaltung und dem Bundesinnenministerium, wo sie für die Kirchen und Religionsgemeinschaften zuständig war. Ich möchte zunächst die Gemeinden unseres Kirchenkreises mit ihren Schwerpunkten, und Anliegen gut kennen lernen. Ich freue mich auf Begegnungen, die mir für das Wirken im KSV wichtige Anregungen geben werden.

Friedrich Talmon (49), Synodalältester. Als Leiter des Schulreferats ist es gut, aus meinem Berufsbild Wissen und Erfahrung einzubringen. Ich denke hierbei besonders an die Schnittstelle Kirche/säkularisierte Schule als Abbild der Gesellschaft. Im KSV möchte ich deshalb einbringen, was säkularisierte Gesellschaft von uns erwartet und erhofft und was dort funktionieren könnte und Erfolg hat. Natürlich möchte ich aber als Neuling auch ein Lernender sein und freue mich auch deshalb sehr auf die gemeinsame Arbeit.

Wolfgang Budinger (57), stellvertretender Synodalältester, seit 2004 im Presbyterium der Kirchengemeinde Wachtberg und dort als Finanzkirchmeister tätig. Tätigkeitsschwerpunkt rund um die Finanzen. Insbesondere das Thema NKF; zumal ich als Steuerberater bereits Buchhaltungen von der Kameralistik auf die doppelte Buchhaltung umgestellt habe.

Ortrun Althof (69), stellvertretende Synodalälteste. Seit 1981 lebe ich mit meiner Familie in Zülpich. Als Lehrerin und Religionspädagogin bin ich sowohl im Gemeindeleben stark engagiert als auch als Vorsitzende des Fachausschusses für Frauenfragen im Kirchenkreis. Aufgrund meiner langjährigen Lektorentätigkeit in Japan und daraus erwachsener enger Freundschaften liegt mir besonders der Dialog zwischen den Religionen und Kulturen am Herzen.

Marcus Lochte (48), stellvertretender Synodalältester. Der Jurist kommt aus der Thomas-Kirchengemeinde. Ich bin Kirchmeister, Vorsitzender im kreiskirchlichen Finanzausschuss und Landessynodaler. Mir ist es wichtig, dass der Kirchenkreises finanziell so ausgestattet ist, dass er seine Aufgaben wahrnehmen kann aber die kreiskirchlichen Gemeinden hierdurch nicht über Gebühr belastet werden. Für diese Arbeit ist es gut Kirche auf allen Ebenen zu kennen.

 
 

 

gar / 18.12.2012

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Weihnachtskollekte hebeln

Am Rande der Kabarettistischen Glaubenswoche in Bad Godesberg ereignete sich eine unglaubliche Spendenzusage. Ein großzügiger Spender hat sich zu einer „Hebelung“ der Weihnachtskollekten“ in der Thomas-Kirchengemeinde bereit erklärt.

Jeder Euro, der an Heiligabend, 24.Dezember, für Brot für die Welt in der Gemeinde gespendet wird, wird in gleicher Weise von einem ungenannten Spender für die Evangelische Thomasstiftung Bad Godesberg gegeben. „Was für ein großzügiges Angebot“, freut sich Pfarrer Siegfried Eckert. „Jetzt liegt es an jedem von uns, wie viel für Brot für die Welt und damit zugleich für die Thomasstiftung am 24.Dezember gespendet wird.“ Im letzten Jahr hatte die Thomas-Kirchengemeinde Bad Godesberg eine Weihnachtskollekte von nahezu 12.000 Euro.

Die Evangelische Kirche sammelt an Heiligabend in allen Kirchen für „Brot für die Welt“. Wie im Vorjahr bildet das Thema Landraub den Schwerpunkt der neuen 54. Aktion von „Brot für die Welt“, die traditionell am 1. Adventssonntag startet.

Mit dem bekannten Aktionsmotto „Land zum Leben – Grund zur Hoffnung“ möchte „Brot für die Welt“ daran erinnern, dass Gott den Menschen Land zum Leben schenkte und damit einen festen Grund für ein hoffnungsfrohes Dasein. Doch viele Menschen in den Ländern des Südens werden durch Investoren von ihrem Land vertrieben, ihnen wird damit ihre Lebensgrundlage entzogen. Dabei kann der Zugang zu einer kleinen Fläche Land schon die Ernährung einer kleinbäuerlichen Familie sichern.

 
Alle Heiligabend-Gottesdienste der Thomas-Kirchengemeinde mit „Hebel-Möglichkeit“
Evangelische Thomasstiftung
Alle Gottesdienste zu Weihnachten und zum Jahreswechsel der übrigen Kirchengemeinden finden Sie bei den jeweiligen Gemeinden.
Bundesweite Suche www.weihnachtsgottesdienste.de
Brot für die Welt
 

 

EB/gar / 18.12.2012

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Neues regional-bgv Dezember 2012 erschienen

“Kreuz und quer“, der ökumenische Kirchengarten auf der Landesgartenschau 2014 in Zülpich, die „Neuen“ im Kreissynodalvorstand und das Neue Kirchliche Finanzwesen (NKF) sind die Hauptthemen der neuen Dezember-Ausgabe von regional-bgv.

Pfarrer Ulrich Zumbusch wirbt für Beteiligung bei der Landesgartenschau, die ab Ostern 2014 für 181 Tage ihre Pforten öffnen wird. NKF-Projektleiter Martin Lindner erläutert, wie mittels der kaufmännischen Buchführung Haushalte besser dargestellt und gesteuert werden können. Außerdem gibt es im März zwei Schulungstermine.

In der Andacht beschäftigt sich Claudia Müller-Bück mit einem vorweihnachtlichen Flashmob. Ortrun Althof erklärt im Standpunkt, warum sich die Aufgabe einer Frauenbeauftragten noch lange nicht erledigt hat. Der Brief des Superintendenten, Nachrichten und Termine aus den Kirchengemeinden runden die neue Ausgabe des Kirchenkreis-Newsletters ab.

Viel Spaß beim Lesen wünscht die Redaktion.

 
regional-bgv Dezember 2012
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Uta Garbisch / 13.12.2012

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Anfang mit Adam und Eva

Ein Juwel unter den geschnitzten Krippen ist die große Eichenholzkrippe der Heiland-Kirchengemeinde. Sie ist noch bis Sonntag, 20. Januar, zu besichtigen. Außerdem gibt es wieder „Musik an der Krippe“ und Vorlesen für Jung und Alt.

Über 100 Figuren spannen den großen Bogen von Gottes Heilsbotschaft, angefangen von Adam und Eva im Paradies bis zum Jesuskind in der Krippe. Das Material, schwer zu bearbeitendes Eichenholz, gibt dem Ensemble des Schnitzers Albert Nadolle (1913-2003) seinen unverwechselbaren Charakter. Zu besichtigen ab 25. Dezember nach den Gottesdiensten, Domhofstraße, sowie an allen Freitagen, Samstagen und Sonntagen von 15 bis 18 Uhr, bis 20. Januar. Öffentliche Führungen jeweils samstags um 15 Uhr. Termine für Gruppen auch unter 0228-94744305.

Die Krippe enthält Figuren des Alten und Neuen Testaments sowie Figuren, die in anderen Krippen so nicht vorkommen, etwa König David, die Königin von Saba, Maria und Elisabeth, viele große und kleine Tiere und einen Juchheisser, eine Figur aus dem alpenländischen Raum. Eher eine Ausnahme als Krippenfigur ist auch die heidnische Seherin Sybille, die nach antiker Überlieferung eine Weissagung von der Geburt eines Knaben aus einer Götterwelt entstammenden Jungfrau gemacht hat.
Alle Figuren sind von Hand geschnitzt und aus Spenden anlässlich einer Trauung, Taufe oder eines Jubiläums finanziert worden. So haben viele Ungenannte dazu beigetragen, dass die Krippe in der Weihnachtszeit zu den Sehenswürdigkeiten weit über Bad Godesberg hinaus gehört.

Beliebt ist auch die seit über 20 Jahren bestehende musikalische Reihe „Musik an der Krippe“, die sowohl an Heiligabend, 24. Dezember, um 22.30 Uhr, am Ersten Weihnachtstag, 25. Dezember, um 10 Uhr, an Silvester, 31. Dezember, um 18 Uhr, sowie an den Sonntagen, 6., 13. und 20. Januar 2013, um 18 Uhr erklingen wird.

In der Ferienzeit gibt es Geschichten an der Krippe für jung und alt, und zwar am Dienstag, 27. Dezember, und am Mittwoch, 2. Januar, jeweils um 16 Uhr.

 
Mehr zur Krippe der Heiland-Kirchengemeinde
 

 

Heinrich Fleischer/gar / 18.12.2012

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Stephan Bitter zum 70.

Anlässlich seines 70. Geburtstags hat die Universität Bonn Alt-Superintendent Dr. Stephan Bitter mit einem Symposium zur Rheinischen Kirchengeschichte geehrt. Die Laudatio hielt sein Nachfolger Dr. Eberhard Kenntner.

Superintendent Kenntner würdigte seinen Vorgänger Stephan Bitter wegen seines Geschichtsbewusstseins, seines Leitens durch Schriftauslegung und der Bewahrung einer geschwisterlichen Gemeinschaft. Bitter hatte den Evangelischen Kirchenkreis Bad Godesberg-Voreifel 13 Jahre lang bis 2001 geleitet.

Weitere Themen des Symposiums am Dies Academicus Anfnag Dezember waren unter anderem ein Vortrag von Dr. Peter Schneemelcher über den evangelischen Godesberger Pfarrer Julius Axenfeld und dessen Kampf gegen die papsttreuen Ultramontanen sowie die Vorstellung der neuen Online-Ausstellung „Widerstand!? Evangelische Christinnen und Christen im Nationalsozialismus“ von Professor Dr. Siegfried Hermle.

 
www.stephanbitter.de
 

 

gar / 12.12.2012

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Bis zu 4.000 Menschen leben illegal in Bonn und der Region

Eine Weihnachtsausgabe zum Thema „Menschen auf der Flucht“? Aber sicher, sagte sich die Redaktion des PROtestant. Denn Flucht und Vertreibung gehören fest mit zur Geschichte in Bethlehem und sind zugleich bedrückend aktuell.

Bis zu 4.000 Menschen leben nach Einschätzung der Evangelischen Migrations- und Flüchtlingsarbeit Bonn (EMFA) ohne Papiere und damit quasi illegal in unserer Region. „Diese untergetauchten Menschen gehören zu unserer Gesellschaft“, sagt Superintendent Reinhard Bartha vom Kirchenkreis An Sieg und Rhein in der aktuellen Ausgabe der Kirchenzeitung PROtestant. „Um diesen Menschen eine legale Perspektive zu geben, macht sich die evangelische Kirche seit Jahren für ein Amnestie stark, die unter festgelegten Voraussetzungen gewährt werden soll“, sagt EMFA-Leiter Hidir Celik und verweist auf den Erfolg solcher Maßnahmen in anderen Ländern. „In Frankreich oder Spanien gibt es das bereits.“

„Menschen auf der Flucht“ ist als Schwerpunktthema des PROtestant bewusst zu Weihnachten gewählt. Denn auch die Weihnachtsgeschichte erzählt von Flucht und Vertreibung. PROtestant erinnert an aktuelle Christenverfolgungen in der Welt, gibt zugleich Beispiele für tatkräftige und phantasievolle Migrationshilfen in Bonn, in Troisdorf, in Wachtberg, in Euskichen und an vielen weiteren Orten in der Region und nennt Ansprechpartner.

Der PROtestant, die Zeitung der Evangelischen Kirche in Bonn und der Region für Menschen aus Gesellschaft und Kultur, Politik und Wirtschaft, erscheint drei Mal im Jahr mit einer Auflage von 6.600 Exemplaren. Er kann kostenlos bezogen werden: Evangelischer Kirchenkreis Bonn, Adenauerallee 37, 53113 Bonn (Tel.: 0228 / 6880 300, presse@bonn-evangelisch.de). Herausgeber sind die Kirchenkreise Bonn, Bad Godesberg-Voreifel sowie An Sieg und Rhein.

www.protestant-bonn.de

 
Hier die PROtestant-Ausgabe 46 (Dezember 2012) zum kostenlosen Download
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Joachim Gerhardt / Evangelischer Kirchenkreis Bonn – Ekir.de / 27.11.2012

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Der geborgte Stern

Am weltweiten Gedenktag für verstorbene Kinder am Sonntag, 9. Dezember, gibt es in Euskirchen einen ökumenischen Gottesdienst für Eltern, Geschwister und andere Angehörige verstorbener Kinder.

Der Gottesdienst beginnt am Sonntag, 9. Dezember, um 16 Uhr in der Evangelischen Kirche Euskirchen, Kölner Straße 41.

Nach dem Gottesdienst besteht die Möglichkeit zu Begegnung und Gespräch im benachbarten Gemeindezentrum.

Weitere Informationen bei der Klinikseelsorge des Marien-Hospitals:
Pfarrerin Sabine Hekmat, Telefon 02251/ 90 – 1665
Kath. Klinikseelsorgerin Dorothea Grimm, Telefon 02251/ 90 – 1401

 
Ankündigung als pdf
 

 

gar / 27.11.2012

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Was bedeutet die Schari’a – ursprünglich?

Als Synonym für härteste Strafen gilt oftmals die Schari’a. Was „der Weg, der zur Tränke führt“ – so eine Übersetzung – ursprünglich bedeutet, erläutert die islamische Theologin Hamideh Mohagheghi, am Freitag, 30. November, in Bad Godesberg.

Scharia – dieser Begriff ist in unserem Land vielfach negativ besetzt. „Die wollen die Scharia einführen“ ist daher weithin Synonym für: Kopf ab, Hand ab, härteste Strafen auch für geringfügige Vergehen und in jedem Fall gegen die Demokratie. Grund genug für die die Islambeauftragte im Bereich des Godesberger Konvents, Elisabeth Thissen, sich mit dem Thema zu beschäftigen.

Referentin Hamideh Mohagheghi aus Hannover wird einführen in die Frage nach den Quellen und der Entstehung der Schari’a und ihrer Anwendung heute. Sie ist wissenschaftliche Mitarbeiterin für Islamische Theologie an der Universität Paderborn und Mitglied der Islamkonferenz. Neben einem Jurastudium in Teheran hat sie in Hamburg eine islamische Theologieausbildung absolviert und an der Universität Hannover Religions- und Rechtswissenschaft studiert. Sie engagiert sich als freiberufliche Referentin im interreligiösen und interkulturellen Dialog und bei Fortbildungen für Religionslehrerinnen und -lehrer sowie im Bereich der kirchlichen Erwachsenenbildung.

In der Reihe „Koran für Christen von Muslimen erklärt“ werden muslimische IslamwissenschaftlerInnen und TheologInnen regelmäßig nach ihrem Verständnis des Koran gefragt.

Der Abend zur ursprünglichen Bedeutung der Scharia findet statt am Freitag, 30. November, von 19.30 bis 21 Uhr im Gemeindehaus der Johannes-Kirchengemeinde Bad Godesberg, Zanderstraße 51.

 
 

 

EB/gar / 22.11.2012

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Musikalische Schätze heben

Ein Kirchenlied als Rap, sich bewegen und klatschen, auch einmal schreien: Für Jens-Peter Enk gibt es viele Möglichkeiten, den Reichtum traditioneller Kirchenlieder neu zu entdecken.

Gut 70 Lehrerinnen und Lehrer waren am Mittwoch zur Jahrestagung des Evangelischen Schulreferats gekommen, um sich intensiv dem Thema „Religionsunterricht und Musik“ zu widmen.

Enk lässt Kinder viel ausprobieren, nutzt den Körper als „Transportmittel“, um etwas zu bewegen, singt vor statt zu erläutern. „Nutzen Sie den Spaßfaktor dabei“, riet der Wuppertaler Kirchenmusiker von der Arbeitsstelle Kirchenmusik der Rheinischen Landeskirche. Wenn es dann in Luthers Liedtext heißt, „aus tiefer Not schrei ich zu dir“, fordert er Schülerinnen und Schüler durchaus auf, die Not zu schreien. Zentral sei stets, einen anderen Zugang zum evangelischen Liedgut zu suchen und sich dabei „auf Schatzsuche bei sich selbst zu bewegen“ Viele Jugendliche fänden dann, „das ist ein cooles Lied“. Im besten Fall entstehe so ein „Liedgeländer“, das wieder ausgegraben werden kann, wenn das Stück in einem ganz anderen Zusammenhang gehört und gesungen werde.

Flashmob und Karaoke mit der Klasse

„Die Essenz des Bewährten für die Gegenwart zu transformieren“ ist auch das Ziel von Erhard Ufermann. Der Wuppertaler Theologe und Musiker ist sich sicher, dass „Events zur Motivation gebraucht werden“. Das könne ein Flashmob mit der Klasse sein, Bodypercussion und Karaoke im Unterricht. Oder er bietet „Singen mit Ungeborenen“ als Workshop an. Denn „Singen ist das Instrument des Menschen“. Singen heile und helfe, ein ausgeglichenes Leben zu führen. Für Ufermann ist Singen „wie Schokolade essen“, eine verbreitete und wirksame Eigentherapie. Zudem stärke es die soziale Kompetenz, fördere die kognitive Leistung, „indem es die Synapsen schmiert.

Lieder der Reformation sind nicht langweilig

Am Nachmittag bot das Evangelische Schulreferat unter der Regie von Friedrich Talmon und Beate Sträter drei Arbeitsgruppen für unterschiedliche Schulstufen an, um das Gehörte auch praktisch umsetzen zu können. Katharina Wulzinger, Kantorin der Bonner Friedenskirchengemeinde, demonstrierte, wie mit Pantomime und anderen peppigen Darstellungsformen Kinder in der Primarstufe oder im Schulgottesdienst begeistert werden können. Jens-Peter Enk und Erhard Ufermann probten mit den Lehrern eine Performance für Jugendliche, die glauben, die Lieder der Reformation seien langweilig. Inge Mosebach-Kaufmann vom Beethoven-Gymnasium Bonn und der Bonner Kreiskantor Stefan Pridik stellen eine Unterrichtssequenz für die Oberstufe vor, die Luther, Bach und Brahms als musikalische Ausleger der Bibel zum Thema hatte.

Das Evangelische Schulreferat der Kirchenkreise An Sieg und Rhein, Bad Godesberg-Voreifel und Bonn bietet Fort- und Weiterbildungen für evangelische Religionslehrerinnen und -lehrer an. Ferner berät das Team Eltern, Schulen und kirchliche Einrichtungen zu allen Fragen des Religionsunterrichts. Außerdem hält das Schulreferat den Kontakt zu Schulaufsichtsbehörden und Schulleitungen der 330 allgemein bildenden Schulen in der Stadt Bonn, dem östlichen Bereich des Kreises Euskirchen und im Rhein-Sieg-Kreis. Mediothek und Supervisionsangebote für Lehrkräfte runden das Angebot ab.

Kontakt
Evangelisches Schulreferat Bonn
Adenauerallee 37
53113 Bonn
Tel.: +49 228 6880 180
Fax: +49 228 6880 780 E-Mail: info[at]schulreferatbonn.de

 
 

 

Uta Garbisch / 22.11.2012

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Ein Tag der Besinnung

Ein evangelischer Feiertag aber kein freier Tag ist der Buß- und Bettag am Mittwoch, 21. November 2012. Er ist für evangelische Christen ein Tag der Besinnung und Neuorientierung im Leben.

Buß- und Bettage hatten nie die individuellen, sondern die kollektiven Verantwortlichkeiten im Blick, erläutert Superintendent Dr. Eberhard Kenntner vom Evangelischen Kirchenkreis Bad Godesberg-Voreifel. „Unter diesem Aspekt bewegen mich in diesem Jahr besonders die Fragen der Solidarität mit den Ländern und vor allem den Menschen, die von der Finanzkrise am härtesten getroffen sind“, so Kenntner, „aber auch die Frage, ob unsere an Rüstungsexporten gewonnenen Milliarden wirklich nur der Friedenssicherung dienen. Und natürlich der Dauerbrenner „Festung Europa“, deren Abschottung viele Menschenleben kostet.“ Diese Fragen gelte es vor Gott zu bedenken, der Buß- und Bettag gebe Gelegenheit dazu.

Der Feiertag, erstmals 1532 im mittelalterlichen Straßburg offiziell eingeführt, wurde 1995 zur Finanzierung der Pflegeversicherung in allen Bundesländern außer in Sachsen als gesetzlicher Feiertag ersatzlos gestrichen.

Im kirchlichen Festkalender hat der seinen festen Platz jedoch nicht verloren. Alle Kirchengemeinden in Bad Godesberg, dem Rhein-Sieg-Kreis und dem Kreis Euskirchen laden in den Abendstunden zwischen 18 und 19.30 Uhr zu Gottesdiensten ein, damit auch Berufstätige teilnehmen können. Meist feiern die Protestanten diesen an sich evangelischen Feiertag mit ihren katholischen Schwestergemeinden zusammen.

Gottesdienste in Bad Godesberg:
Traditionell treffen sich evangelische und katholische Christinnen und Christen des Rheinviertels am Buß- und Bettag. Der ökumenische Gottesdienst beginnt um 19 Uhr in der Christuskirche, Wurzerstraße. Zum anschließenden Empfang im Foyer wird herzlich eingeladen.
In Friesdorf wird der Buß- und Bettag ebenfalls ökumenische gefeiert. Beginn ist um 19 Uhr in der Pauluskirche, In der Maar 7. Die musikalische Gestaltung übernimmt der Friesdorfer Männerchor. Auf dem Heiderhof wird der Buß- und Bettags-Gottesdienst in ökumenischer Verbundenheit um 19 Uhr in der katholischen Nachbarkirche Frieden Christi, Tulpenbaumweg, gefeiert. Ebenfalls ökumenisch begehen die Protestanten in Pennenfeld den Buß- und Bettag. Der Abendmahlgottesdienst beginnt am 19 Uhr in der Johanneskirche, Zanderstraße. Zu Gast ist unter anderem der Chor der katholischen Nachbargemeinden. Im Anschluss findet das Lichteressen im Gemeindehaus statt. In Mehlem beginnt der Gottesdienst, der vom Männerkreis mitgestaltet wird, um 19 Uhr in der Heilandkirche, Domhofstraße.

Gottesdienste im Rhein-Sieg-Kreis:
Der zentrale Abendgottesdienst in Wachtberg beginnt um 19 Uhr in der Gnadenkirche Pech, Am Langenacker. Gesänge aus Taizé, unter der Mitwirkung des Chors „Cantate Domino“, verteilte Lesungen und eine Abendmahlsfeier sollen helfen, an diesem Werktag zur Ruhe zu kommen. Auch hier sind katholische Mitchristen herzlich willkommen.
Die Meckenheimer Gemeinde feiert ihren Buß- und Bettags-Gottesdienst um 18 Uhr in der Christuskirche, Dechant-Kreiten-Straße. In der Rheinbacher Kirchengemeinde feiert ökumenischen Gottesdienst in der katholischen Kirche St. Ägidius, Rheinbach-Oberdrees Oberdreeser Straße 30. Beginn ist um 19 Uhr. Der Posaunenchor musiziert. Christinnen und Christen aus Swisttal treffen sich jeweils um 19 Uhr zum ökumenischen Gottesdienst in der Versöhnungskirche in Buschhoven, Vogtstraße, oder zum Gottesdienst in der Maria-Magdalena-Kirche in Heimerzheim, Sebastianusweg.

Gottesdienste im Kreis Euskirchen:
Um 19.30 Uhr feiern Christinnen und Christen in der Evangelischen Kirche Bad Münstereifel, Langenhecke, den Buß- und Bettags-Gottesdienst. Mit dabei sind der ökumenische Friedenskreis sowie Konfirmandinnen und Konfirmanden. Bei dem meditativen Gottesdienst mit Taizéliedern wird es um die Frage nach dem inneren Frieden gehen. Ab 18 Uhr wird in der Evangelischen Kirche in Euskirchen-Flamersheim, Pützgasse, der traditionelle ökumenische Gottesdienst gefeiert. In der evangelischen Kirche Euskirchen, Kölner Straße 41, beginnt der ökumenische Gottesdienst um 19.30 Uhr. Die Kirchengemeinde Zülpich feiert ökumenischen Gottesdienst ab 19 Uhr in der Christuskirche, Frankengraben. Der ökumenische Gottesdienst in der Martin-Luther-Kirche Weilerswist, Martin-Luther-Straße, beginnt um 19 Uhr. Der Ökumenekreis hat einen Bittgottesdienst für den Frieden vorbereitet.

 
 

 

Uta Garbisch / 15.11.2012

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Eberhard Kenntner bleibt Superintendent

Der Alte ist der Neue: Mit überwältigender Mehrheit wählte die Synode des Evangelischen Kirchenkreises Bad Godesberg-Voreifel Dr. Eberhard Kenntner erneut zum Superintendenten. Er erhielt 60 Stimmen, bei nur einer Enthaltung und einer ungültigen Stimme.

Skriba Norbert Waschk, Pfarrer der Erlöser-Kirchengemeinde, wurde am Samstag ebenfalls wiedergewählt (56 Stimmen). Wie bisher möchte Kenntner (61) Transparenz und Beteilung ins Zentrum seines Handelns stellen. Hinzu komme „das wichtige Stichwort Solidarität“. Gerechtigkeit sei nicht nur eine globale Aufgabe.

Der Rheinbacher Pfarrer wird den Kirchenkreis zwei weitere Jahre leiten, mit 63 Jahren aber vorzeitig in Ruhestand gehen. Kenntner ist seit 2001 Superintendent, bereits 2004 wurde er wieder gewählt. Neu in den Kreissynodalvorstand entsandten die Synodalen Juliane Kalinna (Bad Godesberg) als erste und Schulreferatsleiter Friedrich Talmon als zweiten Synodalältesten. Zu ihren Stellvertretern bestimmten sie Wolfgang Budinger (Wachtberg) und die Vorsitzende des synodalen Fachausschusses für Frauenfragen Ortrun Althof (Zülpich).

Musik als Wesensäußerung der Kirche gestärkt

Das Amt des Kreiskantors wird in Zukunft hauptamtlich ausgeübt. Die Abgeordneten aus Bad Godesberg und der Voreifel beschlossen für 2013 eine Kantorenstelle mit 9,75 Wochenstunden einzurichten. Dies entspricht einer 25-Prozent-Stelle. Damit wird „Musik als Wesensäußerung der Kirche“ gestärkt, wie Norbert Waschk betonte. Zu den Aufgaben wird es gehören, Nachwuchs- und Aushilfekräfte zu gewinnen, schulen und zu fördern. Daneben berät der Kantor die Kirchengemeinden bei Fragen von Orgelrenovierungen oder Neueinstellungen von Musikern. Noch bis Ende des Jahres wird der langjährige Kreiskantor Hans-Peter Glimpf das Amt ehrenamtlich ausüben.

Hinschauen beim Kinderschutz

Sie wollen als Lotsen tätig sein und Netzwerke gestalten: Über ihre neue Aufgabe als „Vertrauensperson Kinderschutz“ berichtete Melanie Schmidt den Vertreterinnen und Vertretern der 13 Kirchengemeinden. Die Diplompädagogin und Meckenheimer Jugendleiterin wurde gemeinsam mit Stefanie Rieß (Euskirchen) und Rainer Steinbrecher (Bad Godesberg) für ihre jeweilige Region bereits benannt. Alle drei sind erste Ansprechpartner beim Verdacht auf Kindeswohlgefährdung und sexueller Gewalt. Durch Prävention und Fortbildungen soll „eine Kultur des Hinschauens und der Grenzachtung“ auf den Weg gebracht werden. Diese freiwillige Einrichtung wird ebenfalls vom Kirchenkreis finanziert.

Versöhnung mit früheren Kriegsgegnern

Die Bitte um Vergebung und Aussöhnung gegenüber und mit den Völkern der ehemaligen Sowjetunion für das im Zweiten Weltkrieg durch Deutschland erlittene Unrecht hat eine Initiative um den Meckenheimer Pfarrer Frank Ungerathen zum Ziel. Untersuchungen zeigten, dass jeder Dritte mit psychischen Spätfolgen belastet ist, der Kindheit oder Jugend im Krieg verbrachte. Dies gelte für Deutschland und sei auf die früheren Kriegsgegner übertragbar. Die Kreissynode möchte, dass sich die Kirchenleitung für Vergebung einsetzt und als praktischen Schritt eine Arbeitshilfe für die Seelsorge an der Generation der Kriegskinder und -enkel entwickelt.

Superintendentenbericht

Als „richtigen Schritt auf dem steinigen Weg der Integration“ würdigte Dr. Eberhard Kenntner in seinem jährlichen Bericht die Einführung des Islamischen Religionsunterreichtes. Er dankte der synodalen Islambeauftragten Elisabeth Thissen für ihr öffentliches Eintreten für Toleranz. Mit Sorge betrachtet der Superintendent die „weiter auseinander klaffende Schere zwischen arm und reich“. Gemeinden und Kirchenkreis seien gefragt, ob und wo sich kirchliche Beschäftigungsverhältnisse „zu nah am Niedriglohnsektor“ orientierten. Im Blick hat Kenntner zudem den Modus der Kirchensteuerverteilung im Kirchenkreis. Hier für einen deutlicheren Ausgleich zu sorgen, sei „nicht einfach eine Rechenaufgabe, sondern ein theologischer Auftrag“.

Haushalt 2013 und weitere Wahlen

Das Kirchenparlament verabschiedete den Haushalt für das Jahr 2013 mit einem Gesamtvolumen von 2,98 Millionen Euro. Damit liegen die geplanten Ausgaben 240.000 Euro über dem Ansatz des Vorjahres. Vorgesehen ist eine Entnahme von etwa 51.000 Euro aus Rücklagen. 510.000 Euro fließen in die Jugendarbeit.

Friederike Heiwolt (Euskirchen) ist neue Vorsitzende des Fachausschusses für Kirchenmusik, Christoph Müller (Wachtberg) ihr Stellvertreter. Als Vertreter Vorstand des regionalen Rechnungsprüfungsamtes Köln-Bonn-Wetzlar-Braunfelds bestätigten die Synodalen Christian Edelmann, Erlöser-Kirchengemeinde Bad Godesberg und dessen Stellvertreter Gernot Büchsenschütz (Swisttal).

Die Synode traf sich zur Herbsttagung im Gemeindesaal der Evangelischen Erlöser-Kirchengemeinde Bad Godesberg. Grüße der Landeskirche überbrachte der Personalchef der Evangelischen Kirche im Rheinland, Oberkirchenrat und Pfarrer Manfred Rekowski, Superintendent Eckart Wüster solche vom Kirchenkreis Bonn.

 
 

 

Uta Garbisch / 10.11.2012

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