Menschen für Kirche interessieren

Ehrenamtlich auf die Kanzel: Meike Bayer wird Prädikantin in Wachtberg. Foto: privat

Als neue Prädikantin wird Meike Bayer ordiniert. Der Gottesdienst findet am Sonntag, 16. Mai, um 10 Uhr, in Wachtberg-Niederbachem statt. Meike Bayer ist Payroll Specialist in einer IT-Firma, kümmert sich also um Lohn- und Gehaltsabrechnungen. Zahlen prägten auch ihre vorherigen Stationen als Einzelhandelskauffrau und Steuerfachangestellte, inklusive einer Weiterbildung zur Fachassistentin Lohn und Gehalt.

Die Aufgabe der Prädikantin reizt sie dennoch: „Mir gefällt, dass ich meinen Glauben weitergeben kann, eventuell den ein oder anderen für Kirche interessieren kann und Gottes Wort verkündigen darf“, so die 49-Jährige. Sie ist verheiratet und hat einen erwachsenen Sohn.

Meike Bayer übt die neue Aufgabe ehrenamtlich aus. Der Ordination ging eine fast dreijährige Ausbildung durch die Landeskirche voraus. Pfarrerin Kathrin Müller hat sie als Mentorin begleitet. Prädikantinnen und Prädikanten sind in der Evangelischen Kirche im Rheinland durch die Ordination den Pfarrern und Pfarrerinnen geistlich gleichgestellt. So können Gemeindemitglieder, die in anderen als theologischen Berufen tätig sind oder waren, die Vielfalt der Auslegung des Wortes Gottes gewährleisten und das gottesdienstliche Leben bereichern.

Der Ordinationsgottesdienst mit Superintendent Mathias Mölleken beginnt am Sonntag, 16. Mai 2021, um 10 Uhr, im Gemeindehaus Wachtberg-Niederbachem. Dazu ist eine Anmeldung erforderlich.

 

Jugendliche im Glauben begleiten

Wird Prädikant: Jugenddiakon Dennis Ronsdorf. Foto: privat

Als beruflich mitarbeitender Prädikant wird Dennis Ronsdorf ordiniert. Der Gottesdienst mit dem Bad Godesberger Jugenddiakon findet am Sonntag, 16. August, um 15 Uhr, in der Johanneskirche statt.

Dennis Ronsdorf hat Soziale Arbeit und Gemeindepädagogik / Diakonie an der Evangelischen Hochschule Rheinland-Westfalen-Lippe studiert. Der Doppelstudiengang qualifiziert für die Berufe des Gemeindepädagogen und des Diakons. 2016 wurde er in seiner Gemeinschaft „Martineum e.V.“ zum Diakon eingesegnet. Seit mehr als drei Jahren leitet er zusammen mit seiner Kollegin Inge Lissel-Gunnemann in der Johannes-Kirchengemeinde die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen.

Dabei ist sein großes Anliegen, gemeinsam mit den Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen den christlichen Glauben zu entdecken, zu vertiefen, ihn kritisch zu hinterfragen und zu leben. „Daher ist für mich vor allem eine Jugendarbeit wichtig, welche Jugendliche in ihren jeweiligen Lebenswegen und in ihrem selbstständigen Glauben begleitet.“  Durch die Ordination kann der Jugenddiakon zum Beispiel auf Freizeiten Gottesdienste mit Abendmahl feiern, Schulgottesdienste halten, taufen und auch Paare trauen.

Dennis Ronsdorf (30), aufgewachsen in Wuppertal, macht gern Sport wie Windsurfen und Handball spielen beim GTV Bad Godesberg. Er spielt Gitarre und kocht gerne. Zudem interessiert er sich für theologische und philosophische Themen.

Darf als Prädikant Abendmahl und Schulgottesdienst feiern, taufen und trauen: Dennis Ronsdorf. Foto: privat

Dennis Ronsdorf übt die neue Aufgabe in der Regel als Teil seines Dienstes aus. Natürlich kann er aber auch ehrenamtlich tätig sein. Der Ordination ging ein gut einjähriger Prädikantenkurs für Hauptamtliche durch die Landeskirche voraus, den Pfarrer Jan Gruzlak als Mentor begleitet hat. Prädikanten und Prädikantinnen sind in der Evangelischen Kirche im Rheinland durch die Ordination geistlich den Pfarrern und Pfarrerinnen gleichgestellt.

Der Ordinationsgottesdienst mit Superintendent Mathias Mölleken beginnt am Sonntag, 16. August, um 15 Uhr in der Evangelischen Johanneskirche Bad Godesberg, Zanderstraße 51.

Da aufgrund der derzeitigen Situation nur 110 Gemeindemitglieder an dem Ordinationsgottesdienst teilnehmen dürfen, bittet Dennis Ronsdorf vorab um eine Anmeldung, per E-Mail oder Telefon: dennis.ronsdorf@johannes-kirchengemeinde.de oder 0151 22 16 52 69.

Gemeinsam in Verschiedenheit

Foto: privat

Als neue Prädikantin wird Christina Mekelburger ordiniert. Der Gottesdienst findet am Sonntag, 27. Oktober, um 10 Uhr, in der Gnadenkirche Rheinbach statt. Christina Mekelburger ist Diplom-Chemikerin und arbeitet an der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg als wissenschaftliche Mitarbeiterin im Bereich Materialwissenschaften. Am Standort Rheinbach betreut sie Studierende im Laborpraktikum. Die 53-Jährige wurde in Kiel geboren und ist an der Ostsee aufgewachsen. Sie ist verheiratet, das Paar hat drei studierende Kinder und zwei Pflegekinder aus Syrien. Da ihr Mann der mennonitischen Freikirche angehört, die lutherische nordelbische Landeskirche sich doch von der unierten Rheinischen Kirche unterscheidet und die beiden Pflegekinder muslimisch sind, hat sie sich immer wieder intensiv mit dem Glauben auseinander gesetzt und Positionen neu überdacht: „Alles, was wir ‚schon immer so gemacht‘ haben, wurde von der einen oder anderen Seite schon mindestens einmal in Frage gestellt. Das habe ich als große Bereicherung empfunden.“

Im Spannungsfeld Naturwissenschaft und Glaube

Durch ihre große Familie und ihren Freundeskreis steht Christina Mekelburger in unmittelbarer Auseinandersetzung mit Kriegs- und Fluchterfahrungen verschiedener Generationen, mit psychischen Krankheiten und Behinderungen, mit Homosexualität und Patchworkfamilien. „Ich lebe im Spannungsfeld Naturwissenschaft und Glaube, und durch die vielen Konfessionen und Glaubensrichtungen in unserer Familie leben wir nach dem Motto ‚gemeinsam in Verschiedenheit‘.“ Vor diesem Hintergrund bringt sie durch ihre Predigten und Gottesdienste immer wieder neue Impulse in die Gemeinde. Sie freut sich sehr auf die neue und doch auch schon vertraute Aufgabe.

Vielfältiges Engagement

Breit gefächert ist auch ihr bisheriges gemeindliches Engagement. Mit den Rheinbacher Chormäusen singt Mekelburger seit 19 Jahren, außerdem singt sie im Kirchenchor und bläst im Posaunenchor. Darüber hinaus hat sie sich als Presbyterin, im Familienkreis, in der Gottesdienstwerkstatt und im Team der Regenbogengottesdienste engagiert.

Christina Mekelburger übt die neue Aufgabe ehrenamtlich aus. Der Ordination ging eine fast dreijährige Ausbildung durch die Landeskirche voraus. Pfarrerin Gudrun Schlösser hat sie als Mentorin begleitet. Prädikantinnen und Prädikanten sind in der Evangelischen Kirche im Rheinland durch die Ordination den Pfarrern und Pfarrerinnen geistlich gleichgestellt. So können Gemeindemitglieder, die in anderen als theologischen Berufen tätig sind oder waren, die Vielfalt der Auslegung des Wortes Gottes gewährleisten und das gottesdienstliche Leben bereichern.

Der Ordinationsgottesdienst mit Pfarrerin und Skriba Claudia Müller-Bück beginnt am Sonntag, 27. Oktober 2019, um 10 Uhr, in der Evangelischen Gnadenkirche Rheinbach, Ramershovener Straße 6.

Ordination von Rainer Grabowski

Rainer Grabowski (Foto: privat).

Rainer Grabowski wird am 21. Juli zum Pastor ordiniert. Der studierte Theologe ist seit knapp zwei Jahren als Jugendleiter in der Kirchengemeinde Bad Münstereifel beschäftigt. Er hat in Bayern Evangelische Theologie studiert, seine theologischen Examina abgelegt und die Vikarszeit in München absolviert. Nun wird er von Superintendent Mathias Mölleken ordiniert. Grabowski bleibt weiter als Gemeindepädagoge in der Gemeinde tätig.

Durch die Ordination erhält er zusätzlich die Berufung zum Predigtdienst sowie die Befähigung zur Erteilung der Kasualien  wie Taufe, Trauung und Beerdigung sowie zum Spenden des Abendmahls. Seine Schwerpunkte als Jugendleiter in Bad Münstereifel sind der sonntägliche Kindergottesdienst, Krabbelgruppenbegleitung und Schulgottesdienste. Er hat eine Pfadfindergruppe in Arloff aufgebaut, betreut Jugendgruppen und wirkt in der Konfirmandenarbeit mit.

Rainer Grabowski ist 48 Jahre alt, verheiratet und Vater einer Tochter. Er stammt aus Niederbayern, sein Theologie-Studium absolvierte er in Neuendettelsau und Erlangen. Gemeindepraktika führten ihn nach Windhuk in Namibia und zur Militärseelsorge der Marine in Wilhelmshaven. Nach dem zweiten Examen arbeitete er als Lehrer in München, Elmshorn und am Niederrhein, zuletzt als Gemeindepädagoge für Kinder und Jugendliche in einer Hamburger Kirchengemeinde. Seine Hobbies sind Sprachen, Tagesausflüge in Natur und Städte, Lesen, Joggen und Kampfsport. Eine Zeit lang war er für den Bastei-Verlag als Science-Fiction Schriftsteller tätig.

Der Ordinationsgottesdienst von Pastor Rainer Grabowski durch Superintendent Mathias Mölleken findet am Sonntag, 21. Juli 2019, statt. Beginn ist um 10 Uhr in der Evangelischen Kirche Bad Münstereifel, Langenhecke 33. Im Anschluss lädt das Presbyterium zu einem Empfang ein.

In der Gemeinschaft aktiv

Ein Bild sagt mehr als tausend Worte; visuelle Unterstützung beim Predigen zum Thema der gute Hirte“. Foto: privat

Als neuer Prädikant wird Marc-Jean Löwenstein am 17. März in Rheinbach ordiniert. 

Marc-Jean Löwenstein (47) ist Offizier bei der Bundeswehr, in Bonn tätig und verheiratet. Christ sein bedeutet für mich, sich auch aktiv in eine Gemeinschaft einzubringen“, so Löwenstein. Deshalb entschied er sich, in der Militärseelsorge aktiv mitzuarbeiten. Darüber hinaus engagierte er sich bei seiner damaligen Gemeinde in Koblenz und half Gottesdienstezu gestalten und durchzuführen. Dabei entstand der Wunsch, Gottes Wort selbst auszulegen und zu verkünden. Also bewarb er sich für das Ehrenamt des Prädikanten, begann die Ausbildung und setzte diese in der Kirchengemeinde Rheinbach fort. Seitdem ist er als Liturg in der Gnadenkirche aktiv. Auch wenn kein Gottesdienst dem anderen gleicht, so haben sie doch alle eines gemeinsam: Meine Freude an der Wortverkündung und die Bereitschaft der Gemeinde mich mit Ihrer unvoreingenommen Art zu unterstützen. Zu seinen Hobbies zählt Löwenstein die Auseinandersetzung mit Themen aus den Bereichen der Alten Geschichte, Theologie, Antiken Philosophie sowie der christlichen Sozialethik. Das waren auch seine Studienfächer: Geschichtswissenschaften, mit Schwerpunkt in Alte Geschichte, Pädagogik, Psychologie und Sozialkethik. Seine Magisterarbeit hat er über Christenverfolgungen im 1. Jahrhundert geschrieben.

Marc-Jean Löwenstein übt die neue Aufgabe ehrenamtlich aus. Der Ordination ging eine zweijährige Ausbildung durch die Landeskirche voraus. Pfarrer Diethard Römheld hat ihn als Mentor begleitet. Prädikantinnen und Prädikanten sind in der Evangelischen Kirche im Rheinland durch die Ordination den Pfarrern und Pfarrerinnen geistlich gleichgestellt. So können auch Gemeindemitglieder, die in anderen als theologischen Berufen tätig sind oder waren, die Vielfalt der Auslegung des Wortes Gottes gewährleisten und das gottesdienstliche Leben bereichern.

Der Ordinationsgottesdienst mit Superintendent Mathias Mölleken beginnt am Sonntag, 17. März 2019, um 10 Uhr, in der Evangelischen Gnadenkirche Rheinbach, Ramershovener Straße 6.

Talente und Begabungen einbringen

Ehrenamtlich auf die Kanzel: Regina Uhrig. Foto: privat

Als neue Prädikantin wird Regina Uhrig am 10. Februar ordiniert. Regina Uhrig, geboren 1954, leitet seit gut sieben Jahren das Haus der Familie in Bonn-Plittersdorf. Für die studierte Religionspädagogin, Supervisorin und Mediatorin schließt sich gegen Ende ihrer Erwerbstätigkeit ein Kreis. Bereits in den ersten 15 Jahren ihres Berufslebens war sie im Bistum Freiburg als katholische Gemeindereferentin in der Seelsorge tätig. Heute, an Alter und Erfahrung gereift, und als evangelische Christin in die Thomas-Kirchengemeinde hineingewachsen, wird sie als Prädikantin ihre Talente und Begabungen einbringen. „Bedingt durch meine eigene Lebensgeschichte sind mir die Entwicklung in der Ökumene und die Entfaltung einer heilsamen Spiritualität zentrale Anliegen“, so Uhrig. Regina Uhrig singt gerne, interessiert sich für alle Ballsportarten und spielt leidenschaftlich gern Tennis.

Der Dienst als Prädikantin ist ein ehrenamtlicher Dienst und für Regina Uhrig eine sinnvolle Tätigkeit für den künftigen Ruhestand. Der Ordination ging eine zweijährige Ausbildung durch die Landeskirche voraus. Pfarrer Oliver Ploch von der Thomas-Kirchengemeinde hat sie als Mentor begleitet. 

Prädikantinnen und Prädikanten sind in der Evangelischen Kirche im Rheinland durch die Ordination den Pfarrern und Pfarrerinnen geistlich gleichgestellt. So können auch Gemeindemitglieder, die in anderen als theologischen Berufen tätig sind oder waren, die Vielfalt der Auslegung des Wortes Gottes gewährleisten und das gottesdienstliche Leben bereichern.

Der Ordinationsgottesdienst mit Superintendent Mathias Mölleken beginnt am Sonntag, 10. Februar 2019, um 14 Uhr, in der Evangelischen Christuskirche Bad Godesberg, Wurzerstraße 31.

Pfarrer Jochen Flebbe wird ordiniert

Die Sprache, Worte und Texte der Bibel, vor allem des Neuen Testaments, sind sein Ding. Das merkt man sofort, wenn Jochen Flebbe darüber spricht. Jetzt wird der promovierte Theologe von Superintendent Mathias Mölleken ordiniert. Die Ordination ist die kirchliche Beauftragung zum öffentlichen Dienst an Wort und Sakrament und zur damit verbundenen Seelsorge. Sie erfolgt in der Regel im Anschluss an die Zweite Theologische Prüfung.

Seit 1. Mai arbeitet Jochen Flebbe mit 50 Prozent Dienstumfang als Pfarrer im Probedienst in der Thomas-Kirchengemeinde Bad Godesberg, mit je weiteren 25 Prozent in der Johannes-Kirchengemeinde und als Privatdozent an der Uni Bonn.

Bisher war Flebbe als Privatdozent an der Uni Bonn und als Vertretungsprofessor an der Uni Hamburg tätig. Dort hat er vor allem das Neue Testament erforscht und Theologiestudierende ausgebildet. „Dabei ist mir immer deutlicher geworden, dass diese fast zweitausend Jahre alten Texte weder verstaubt noch altmodisch sind“, erklärt Flebbe. „Vielmehr sind sie oft brandaktuell, verblüffend menschlich, tröstlich oder unbequem herausfordernd.“ Die biblischen Texte böten manchmal eine klarere und tiefere Analyse der Gegenwart als sie in den aktuellen Kommentaren zum Zeitgeschehen zu finden seien. Ob Trost, Ermutigung oder Stachel im Fleisch, stets drängten diese Worte zu einem Aufbruch, auch zu Neuem. Weil viele Bibeltexte nebenbei voll von Poesie und sprachlichem Glanz sind, plant Flebbe ganz besondere Formate. Die biblischen Schriften sollen durch Musik und Literatur zu Gehör und in Bildern, Tanz und Theater zur Anschauung gebracht werden. Ziel sei, Positionen des Glaubens zu benennen und gesellschaftlich Haltung zu zeigen.

Nach dem zweijährigen Probedienst, der verschiedene Ausbildungsmodule enthält, kann er sich auf eine Pfarrstelle in der Evangelischen Kirche im Rheinland bewerben. Dr. Jochen Flebbe (50) hat in Bochum, Göttingen und Bonn Evangelische Theologie und Germanistik studiert und war Vikar in Nienburg/Weser sowie Loccum. Er ist verheiratet, das Paar hat zwei Töchter. Zu seinen Hobbies zählen Oper, Theater, Literatur, Musik, der VfL Bochum sowie Volleyball in der Bonner Betriebssportgemeinschaft ‚Pastor Brandt‘. Diese ist nach dem früheren Superintendenten Theo Brandt benannt.

Der Ordinationsgottesdienst von Pfarrer Jochen Flebbe durch Superintendent Mathias Mölleken findet am Sonntag, 15. Juli 2018, statt. Beginn ist um 14 Uhr in der Pauluskirche in Bonn-Friesdorf, In der Maar 7. Im Anschluss findet ein Empfang statt.

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Pfarrerin Franziska Hageloch wird ordiniert

Theologin arbeitet künftig in Swisttal und Weilerswist

Sie hat sich für das Rheinland entschieden und nun wird Franziska Hageloch in Swisttal ordiniert. Als Pfarrerin im Probedienst wird sie in den nächsten anderthalb Jahren in den evangelischen Kirchengemeinden Swisttal und Weilerswist tätig sein. „Ich mag die Region, habe Freunde hier und schätze die Offenheit der Landeskirche“, sagt die 29-jährige Theologin.

Konkret wird Franziska Hageloch mit halber Stelle ihre bisherige Mentorin Claudia Müller-Bück entlasten. Die Swisttaler Pfarrerin ist Skriba und damit Mitglied im Vorstand des Kirchenkreises Bad Godesberg-Voreifel. Mit der zweiten Hälfte wird Hageloch die Weilerswister Pfarrerin Renate Kalteis unterstützen. Dazu gehören Gottesdienste, ein neuer Glaubenskurs und weitere Aktivitäten in der alltäglichen Gemeindearbeit. Darum geht es schwerpunktmäßig auch in Swisttal. Angedacht ist, dass Franziska Hageloch im ersten Pfarrbezirk kirchliche Amtshandlungen und Besuche in den Ortsteilen rund um Heimerzheim herum übernimmt. Außerdem betreut sie die neue Webseite der Kirchengemeinde.

Franziska Hageloch ist eine von nur neun Theologinnen und Theologen, die in diesem Jahr das zweite Examen im Rheinland abgelegt haben. „Es ist spürbar, dass es nicht so viel Nachwuchs gibt. Aber es ist eben auch kein alltäglicher Beruf.“ In ihrem Umfeld erlebt sie daher umso mehr interessierte Rückmeldungen und Gespräche.

Studiert hat Hageloch in Heidelberg, Basel und dem württembergischen Tübingen, wo sie ihr erstes theologisches Examen und auch einen Bachelor in Geschichte abgelegt hat. „Der Liebe wegen“ kam sie 2014 als Gastvikarin nach Swisttal und hat nun auch offiziell in die rheinische Landeskirche gewechselt. In ihrer Freizeit ist die Morenhovenerin gerne draußen in der Natur, trifft Freunde oder besucht Kino und Theater.

Pfarrerin Franziska Hageloch wird von Superintendent Mathias Mölleken ordiniert. Die Ordination ist die kirchliche Beauftragung zum öffentlichen Dienst an Wort und Sakrament und zur damit verbundenen Seelsorge. Sie erfolgt in der Regel im Anschluss an die Zweite Theologische Prüfung.

Der Festgottesdienst beginnt am Sonntag, 11. Dezember 2016, um 14.30 Uhr, in der Maria-Magdalena-Kirche Swisttal- Heimerzheim, Sebastianusweg 5-7. Im Anschluss gibt es einen Empfang und Gelegenheit zum Gespräch.

Ehrenamtlich auf die Kanzel

Seelsorge und Verkündigung sind sein besonderes Anliegen: Klaus Graf. Foto: Kerstin Rüttgerodt

Nach gut zweijähriger Ausbildung wird Klaus Graf am Sonntag, 18. September 2016, ordiniert. Er wird fortan in der Gemeinde den Dienst eines Prädikanten versehen.

Der Sozialpädagoge und promovierte Theologe ist seit vielen Jahren Leiter und einer von zwei Geschäftsführern der evangelischen Bonner Jugendhilfe-Einrichtung Godesheim. Im Raum Bonn ist er im Verbund der Julius-Axenfeld-Stiftung auch verantwortlich für Kindergärten und medizinische Versorgungszentren. Seit mehr als dreißig Jahren arbeitet er in unterschiedlichen Funktionen innerhalb der Diakonie. In dieser Zeit machte er auch die Erfahrung, dass sich nicht alle Fragen und Probleme der Menschen alleine mit sozialarbeiterischen oder auch therapeutischen Mitteln lösen lassen. Darum sind ihm neben der Diakonie zunehmend auch die Seelsorge und die Verkündigung der Kirche zu einem Anliegen geworden, so der 58-Jährige zu seiner Motivation.

Klaus Graf ist verheiratet und Vater zweier erwachsener Söhne. In seiner Freizeit versucht er so viel Zeit wie möglich mit seiner Frau und seiner Familie zu verbringen. Er liebt Bücher und Musik und bewegt sich sehr gerne. Ehrenamtlich gehört er außerdem seit 2014 dem Kreissynodalvorstand des Evangelischen Kirchenkreises Bad Godesberg an.

Prädikanten sind in der Evangelischen Kirche im Rheinland durch die Ordination geistlich den Pfarrern und Pfarrerinnen gleichgestellt. Sie sollen als Gemeindeglieder, die in anderen als theologischen Berufen tätig sind oder waren, die Vielfalt der Auslegung des Wortes Gottes gewährleisten und das gottesdienstliche Leben bereichern.

Der Ordinationsgottesdienst mit Superintendent Mathias Mölleken beginnt am Sonntag, 18. September 2016, um 10.30 Uhr, in der Pauluskirche Bad Godesberg, In der Maar 7. Chor und Kammerorchester der Thomas-Kirchengemeinde sorgen für die musikalische Gestaltung.

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