Jan Simons wird Prädikant
Foto: Kirchengemeinde
Diakon Jan Simons von der Sophiengemeinde in Euskirchen und Weilerswist wird im Gottesdienst am 24. Mai zum beruflich mitarbeitenden Prädikanten ordiniert. Er ist nun auch berechtigt, im Gottesdienst das Abendmahl einzusetzen und zu taufen. Kirchliche Bestattungen und Trauungen kann er ebenfalls übernehmen. Als Diakon zählt Jan Simons zu den beruflich mitarbeitenden Prädikant:innen. Sei Dienst als Prädikant ist Teil seine Beschäftigungsverhältnisses. Voraus ging eine einjährige Vorbereitungsphase, die sogenannte Prädikantenzurüstung. In Kursphasen mit Praxisbegleitung hat Simons Predigten vorbereitet und sich die Kenntnis der liturgischen Ordnungen von Kasualgottesdiensten (Taufe, Hochzeit, Beerdigung) angeeignet.
Jan Simons (32) arbeitet seit 2023 als Diakon in der Evangelische Sophiengemeinde. Der Kern seines diakonischen Auftrags ist die Begegnung mit Menschen in unterschiedlichen Lebenslagen, aus unterschiedlichen Strukturen und Altersgruppen.
Jan Simons sagt: „Die Menschen, die in die Kirchengemeinde kommen, kommen dorthin, weil sie wissen: Hier bin ich willkommen. Hier wird mir geholfen, wenn ich Hilfe benötige. Hier leben wir Gemeinschaft. Hier kann ich sein, wer und wie ich bin.“
In der Ordination sieht er den Auftrag, den Menschen die Botschaft von Gottes Liebe zu verkündigen. „Ich freue mich darauf, die Botschaft des Evangeliums zu erforschen, mich mit dem Wort Gottes auseinander zu setzen und mir Gedanken dazu zu machen, die ich dann den Menschen weitergebe. Ich freue mich, die Menschen in Lebensübergängen zu begleiten und ihnen durch Taufen, Trauungen und Beerdigungen zu ermöglichen, Gott in ihrem Leben zu spüren und zu erfahren.“
In der Bibel zu lesen und mit Menschen, auch in Kasualgesprächen, über ihren Glauben ins Gespräch zu kommen, sich darüber auszutauschen, wie Gott im Leben der Menschen wirkt und was es bedeutet, als Christ:in den Alltag zu gestalten, bereite ihm viel Freude. „An solchen Tagen bin ich dankbar, dass meine Arbeit aus solchen Gesprächen und der Auseinandersetzung mit dem Wort Gottes besteht.“
Mit seiner Arbeit schafft er Räume für Menschen, in denen sie ihre Lebensthemen, ihren Glauben und ihre Ansichten einbringen können. Bereits mit der Einsegnung zum Diakon wurde Jan Simons zur „liebenden Tat“ an den Menschen beauftragt. Für ihn bedeutet dies, dort hinzugehen, wo Menschen Unterstützung benötigen. „Gemeinsam mit diesen Menschen zu schauen, was sie brauchen um am Leben der Gesellschaft teilhaben zu können und sie darin zu unterstützen, die für sie nötigen Angebote zu finden.“ Als Prädikat will Simons seine eigene diakonische Perspektive in die Gottesdienstlandschaft der Sophiengemeinde ein einbringen.
Nach der Schulzeit leistete Jan Simons seinen Bundesfreiwilligendienst in der Diakoniestation in Euskirchen. Die Erfahrungen, die er dort in der Arbeit mit Menschen machte, bewegten ihn dazu, Soziale Arbeit und Diakonik an der Fachhochschule der Diakonie in Bethel zu studieren. Als Diakon arbeitete er zunächst in der stationären Altenhilfe und betreute die dort lebenden Menschen auch seelsorgerlich. 2023 zog es ihn zurück in die „Voreifel“. Angebote für Menschen der „mittleren Generation“ und für Familien zu schaffen, sind seitdem seine Aufgaben in der Sophiengemeinde. Im vergangenen Jahr startete er in die Zurüstung zum beruflich mitarbeitenden Prädikanten der Evangelischen Kirche im Rheinland.
Der Ordinationsgottesdienst mit mit dem stellvertretenden Superintendenten und Pfarrer Gregor Weichsel beginnt am Pfingstsonntag, 24. Mai 2026, um 15 Uhr in der Hoffnungskirche Euskirchen Kölner Straße 41. Im Anschluss gibt es einen Empfang.
Uta Garbisch