Mittwoch ist Tag der Umkehr und Erneuerung

Der Buß- und Bettag ist für evangelische Christen ein Tag der Besinnung und Neuorientierung im Leben.

Der Gedenktag dient dem Nachdenken über persönliche und gesellschaftliche Irrtümer wie zum Beispiel Umweltzerstörung und die Ausgrenzung von Armen und Obdachlosen.

Zum diesjährigen Buß- und Bettag am Mittwoch, 17. November 2004, finden wieder in allen evangelischen Gemeinden des Kirchenkreises Gottesdienste statt. Für Superintendent Dr. Eberhard Kenntner hat der Buß- und Bettag „nichts von seiner Aktualität verloren“. Der Tag erinnere daran, „dass Menschen Fehler machen und der Vergebung bedürfen“. Zugleich lädt er „zu Umkehr und Erneuerung ein“. Auch ohne gesetzlichen Feiertag will die evangelische Kirche dies im Bewusstsein halten.

Der protestantische Buß- und Bettag, erstmals 1532 im mittelalterlichen Straßburg offiziell eingeführt, wurde 1995 zur Finanzierung der Pflegeversicherung in allen Bundesländern außer in Sachsen als gesetzlicher Feiertag ersatzlos gestrichen.

Dennoch hat der Bußtag seinen festen Platz im kirchlichen Festkalender nicht verloren. Viele Gemeinden laden meist am frühen Abend zu Andachten ein, um so auch Berufstätigen die Teilnahme zu ermöglichen. Immer mehr Gemeinden feiern diesen an sich evangelischen Tag gemeinsam mit der katholischen Partnergemeinde. Die hohe Resonanz auf dieses Angebot belegt, dass der Bußtag im Leben vieler Menschen nach wie vor tief verwurzelt ist.

Bonn-Bad Godesberg:
„Das Recht ströme wie Wasser“ heißt es im ökumenischen Gottesdienst in der Christuskirche, Wurzerstraße, ab 19 Uhr. Ein Team von evangelischen und katholischen Gemeindegliedern hat das Thema mit Pfarrer Ernst F. Jochum vorbereitet. Die Predigt hält der katholische Pfarrer Dr. Ronald Klein.
In der Erlöserkirche, Rüngsdorfer Straße, in der Heilandkirche, Domhofstraße, und in der Pauluskirche, In der Maar 7, beginnen die Gottesdienste mit Abendmahl jeweils um 19 Uhr. Christinnen und Christen der Johannes-Kirchengemeinde feiern ihren Abendmahlsgottesdienst um 10.30 Uhr in der katholischen Frieden Christi-Kirche, Tulpenbaumweg, mit Pfarrer Christian Werner.

Rhein-Sieg-Kreis:
Im zentralen Meckenheimer Gottesdienst hält Pfarrerin Angelika Zädow eine Bildpredigt zur aktuellen Ausstellung „Emil Schumacher – Das Buch Genesis“. Beginn ist um 19 Uhr im Kirchenzentrum „Die Arche“ in Merl, Akazienstraße. In der Rheinbacher Gnadenkirche, Ramershovener Straße wird ab 19 Uhr Gottesdienst mit Abendmahl gefeiert.
Christinnen und Christen aus Swisttal treffen sich zum ökumenischen Gottesdienst in der Versöhnungskirche in Buschhofen, Voigtstraße, sowie zum Gottesdienst in der Maria-Magdalena-Kirche in Heimerzheim, Sebastianusweg. Beginn ist jeweils 19 Uhr.
Der zentrale Wachtberger Abendgottesdienst wird, wie schon in den letzten Jahren, nach der Ordnung der Andachten von Taizé gefeiert. Beginn ist um 18 Uhr in der Alten Kirche St. Gereon in Berkum.

Kreis Euskirchen:
In der evangelischen Kirche Euskirchen, Kölner Straße, beginnt der ökumenische Gottesdienst um 19.30 Uhr. Die Predigt hält Monsignore Bernhard Auel, Pfarrer z.A. Sven Waske die Liturgie. Ab 19 Uhr wird in der Evangelischen Kirche in Euskirchen-Flamersheim, Pützgasse, ein ökumenischer Gottesdienst gefeiert. Um 19.30 Uhr feiern Christinnen und Christen in der Evangelischen Kirche Bad Münstereifel, Langenhecke. Den Gottesdienst in der Martin-Luther-Kirche Weilerswist, Martin-Luther-Straße, gestalten die Katechumenen und Katechumeninnen mit. Beginn ist um 19 Uhr. Die Kirchengemeinde Zülpich feiert um 19 Uhr in der Christuskirche, Frankengraben.

 

 

 
 

 

Uta Garbisch / 12.11.2004

 

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Offene Kirche ausgezeichnet

Am Erntedanktag erhielt die Evangelische Kirche Bad Münstereifel das Signet „Offene Kirche“. Die Tafel mit den stilisierten offenen Pforten wird künftig am Eingang der Kirche hängen und damit Interessierten signalisieren: Diese Kirche ist offen!

Offen für eine Auszeit oder für eine kurze Besinnung, auch außerhalb des Gottesdienstes. Das Gotteshaus ist das erste im Kirchenkreis Bad Godesberg-Voreifel, das die Auszeichnung erhält. „Für uns ist das fast ein Jubiläum“, meint Pfarrer Frank Raschke. Denn auch ohne Signet steht die Kirche bereits seit 30 Jahren Interessierten offen. Täglich nutzen Menschen die Außentreppe an der linken Seite des Kirchengebäudes, um durch den Nebeneingang in die Kirche zu gelangen. Diese Offenheit entspricht dem Konzept der evangelischen Kirchengemeinde. „Wir wollen als Kirchengemeinde offen sein“, betont Gemeindepfarrer Raschke. Zur Unterstützung solcher einladenden Angebote verleihen die Evangelischen Kirchen im Rheinland und von Westfalen und die Lippische Landeskirche seit kurzem Signets für „verlässlich geöffnete Kirchen“. Bad Münstereifel ist die 20. Kirche im Rheinland, die das Abzeichen erhielt. Pastorin Bianca Neuhaus vom Amt für Gemeindeentwicklung und Missionarische Dienste überreichte die Plakette im Namen der Evangelischen Kirche im Rheinland.

Die Kirche ist montags bis freitags von 10 bis 16 Uhr geöffnet, sonntags von 9 bis 12 Uhr. Wer mag, kann nachlesen, was es in der Kirche alles zu entdecken gibt: Etwa die Skulptur eines guten Hirten vor der Kanzel oder ein Fisch, der das Taufbecken schmückt. Für die Kirchengemeinde Bad Münstereifel ist das offene Kirchengebäude „so etwas wie ein äußeres Zeichen für die innere Bereitschaft, Menschen verschiedenster Prägung in unserer Kirche willkommen zu heißen“, so Frank Raschke. „Zwischenfälle“ gab es in den letzten drei Jahrzehnten übrigens nur einen: Unbeobachtet huschte eine kleine Katze in das Gebäude und verbrachte dort die Nacht. Am nächsten Morgen konnte das fauchende Kätzchen befreit werden.

 

 

 
 

 

Uta Garbisch / 29.09.2004

 

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Verantwortung wahrnehmen

Der Kirchenkreis Bad Godesberg-Voreifel ruft zur Beteiligung an der Kommunalwahl am 26. September auf.

Das Wahlrecht zu nutzen und so aktiv an der politischen Meinungsbildung mitzuwirken, gehört für Superintendent Dr. Eberhard Kenntner zum Christ-Sein dazu. Der Repräsentant der evangelischen Kirche in den Regionen Bad Godesberg, Euskirchen und linksrheinischer Rhein-Sieg-Kreis appelliert daher an alle Bürgerinnen und Bürger, ihre Verantwortung für die Gesellschaft wahrzunehmen.

„Unsere Demokratie funktioniert nur, wenn Menschen ihr Recht auf Meinungsäußerung und Mitbestimmung ausüben.“ Die Kommunalwahl am kommenden Sonntag biete den Bürgerinnen und Bürger die Chance, Einfluss auf die Politik vor Ort zu nehmen. „In der eigenen Stadt oder Gemeinde erfährt man die Auswirkungen der Kommunalpolitik sehr direkt, wenn zum Beispiel ein Jugendzentrum geschlossen wird oder Fördermaßnahmen in sozialen Brennpunkten entfallen,“ ist Eberhard Kenntner überzeugt. Zugleich sei es aber leichter als bei landes- oder bundespolitischen Themen, Politiker auf diese Entscheidungen direkt anzusprechen. „Mit Ratsmitgliedern kann ich ein persönliches Gespräch führen, sie auf die Auswirkungen ihrer Beschlüsse ansprechen, Alternativ-Vorschläge unterbreiten oder meine Kritik äußern,“ ist der evangelische Pfarrer überzeugt.

DIALOGANGEBOTE NUTZEN

Diesen Dialog mit den Wählerinnen und Wählern zu suchen, fordert der Superintendent des Kirchenkreises Bad Godesberg-Voreifel von Politikerinnen und Politikern. Mit Blick auf die Reform von Arbeitslosen- und Sozialhilfe betont er: „Auf die jetzt diskutierten Probleme mit der Hartz-IV-Reform hat nicht nur unsere dritte Diakonische Konferenz bereits im Frühjahr deutlich hingewiesen.“ In der kritischen Phase der beginnenden Umsetzung der Reformen seien die Kommunen mehr denn je auf verlässliche Partner in der Sozialarbeit angewiesen. Die evangelische Kirche sei zu solcher Partnerschaft weiterhin bereit, werde dabei aber ihre Maßstäbe, zum Beispiel an die Frage der Menschenwürde deutlich mit einbringen.

DRÄNGENDE PROBLEME

Vor allem im sozial- und bildungspolitischen Bereich sieht der Kirchenkreis Bad Godesberg-Voreifel drängende Probleme in den Städten und Gemeinden: Neben den Auswirkung von Hartz IV ist nach Ansicht der evangelischen Kirche die Betreuung und Versorgung von alten Menschen ein zentrales Thema. „Auch am Ende des Lebens muss die Würde des Menschen unantastbar bleiben. Satt und sauber darf uns da nicht genug sein,“ fordert Eberhard Kenntner. Durch die verstärkte Einführung von Ganztagsschulen gäbe es zudem Anlass zur Sorge, dass die außerschulische Jugendarbeit zunehmend an den Rand gedrängt werde. „Aber gerade die Vielfalt bei Angeboten und Trägern müssen wir in einem von Pluralität geprägten Staat erhalten.“

DANK AN POLITIKER

Nicht zuletzt ist die bevorstehende Kommunalwahl für den Superintendenten Anlass, den Frauen und Männern zu danken, die ihre Kraft und freie Zeit in den Dienst der Kommunalpolitik stellen. Es sei nicht mehr selbstverständlich, dass Menschen für Gemeinschaftsaufgaben zur Verfügung stehen. „Da machen wir in Kirche und Kommune die gleichen Erfahrungen.“ Wenn Bürgerinnen und Bürger nicht mehr zur Wahl gehen, müssten sie sich auch nicht wundern, wenn die Motivation der politisch Aktiven nachlasse. „Politikverdrossenheit und verdrossene Politik bedingen sich gegenseitig“, so Kenntner. Gründe also genug, am Sonntag das Kommunalwahlrecht auszuüben. 

Der Aufruf zur Beteiligung an der Kommunalwahl ist eine gemeinsame Initiative der drei evangelischen Superintendenten der Region, Eckart Wüster (Kirchenkreis Bonn) Hans Joachim Corts (An Sieg und Rhein) und Eberhard Kenntner (Bad Godesberg-Voreifel).

 

 

 

 
 

 

20.09.2004

 

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AIDS-Bekämpfung in der afrikanischen Partner-Kirche

Mit 10.000 Euro unterstützt der Evangelische Kirchenkreis Bad Godesberg-Voreifel das kirchenweite Anti-Aids-Programm in der Demokratischen Republik Kongo.

Als Anschubfinanzierung werden über die Vereinte Evangelische Mission (VEM) Aids-Projekte im Kirchenkreis Mbandaka gefördert. Dort in den Westen der Republik Kongo, nahe am Äquator, unterhalten Kirchengemeinden aus dem Euskirchner Raum, dem Rhein-Sieg-Kreis und aus Bonn seit 1986 eine Partnerschaft. Zur Zeit werden im Kongo Pilotprojekte erarbeitet, die auf virushemmende Medikamente setzen. Sie sollen als kostengünstige Präparate, für die kein Patentschutz besteht, im Land hergestellt werden. Seit 1998 arbeitet die VEM schwerpunktmäßig in der AIDS-Bekämpfung in ihren Mitgliedskirchen. Häusliche Krankenpflege, Information und Aufklärung, Beratungsmöglichkeiten und freiwillige Tests gehören zum übergreifenden Anti-Aids-Programm der Baptistischen Kirche in Zentralafrika.

 

 

 
 

 

gar/wsk / 31.08.2004

 

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Offenes Ohr und sachkundiger Rat

Mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande wurde der Euskirchener Werner Biedermann (73) heute durch Landrat Günter Rosenke für sein ehrenamtliches Engagement ausgezeichnet. „Solche Vorbilder brauchen wir immer mehr“, betonte der Euskirchener Landrat.

Werner Biedermann habe immer ein offenes Ohr für die Sorgen und Nöte seiner Mitmenschen. Sein sachkundiger Rat sei gefragt.

Der ehemalige Rheinbacher Amtgerichtsdirektor gehört seit 1972 ununterbrochen der Leitung der Evangelischen Kirchengemeinde Euskirchen an. Im Kuratorium des Diakonischen Werkes Euskirchen war er Mitglied von 1976 bis 1998, derzeit gehört er dem Gremium als Stellvertreter an. Bis 2002 engagierte sich Werner Biedermann auch als Vorsitzender des Vereins für Vormundschaften und Betreuungen. Auch im TV Euenheim und im Orts- und Kreisverband des Bundes der Vertriebenen hat Werner Biedermann leitende Aufgaben ehrenamtlich übernommen.

 

„Was soll das denn!“ So beschrieb Werner Biedermann seine erste Reaktion, als er von dem Vorhaben der Ehrung erfuhr. Schließlich habe er seinen freiwilligen Einsatz für die evangelische Kirche und seine Vereine immer als vollkommen selbstverständlich erachtet. Und ohne seine Frau, Else Biedermann, wäre all das gar nicht möglich gewesen. Sie sei beispielsweise mit dem Ökumenischen Seniorentanzkreis und dem Ökumenischen Seniorenfrühstück mindestens genauso aktiv wie er. „Und so sehe ich die Auszeichnung als Anerkennung für unsere gemeinsame Tätigkeit.“

 

 
 

 

wsk / 16.08.2004

 

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Informationen für Haupt- und Ehrenamtliche in Kirche und Diakonie

Mit dem Newsletter „EKiR regional“ bieten die Öffentlichkeitsreferate der Evangelischen Kirchenkreise An Sieg und Rhein, Bonn und Bad Godesberg-Voreifel gemeinsam regionale Informationen aus Kirche und Diakonie an.

Offene Kirchen oder neue Entwicklungen in der Kinder- und Jugendarbeit sind genauso Thema wie Neuigkeiten aus den diakonischen Einrichtungen. Das aktuelle Service-Angebot richtet sich an haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Bonner Region. „EKiR regional“ erscheint fünf mal im Jahr. Außerdem steht der Newsletter im Internet als pdf-Datei zum Download zur Verfügung.

 

 

„kontrovers“ heißt das Angebot der rheinischen Landeskirche. Die überregionalen Themen kommen aus den Bereichen Erziehung und Bildung, Diakonie und Soziales, Theologie und Ökumene, Glauben und Gemeindeleben, Jugend und Gender sowie Service und Recht. Alle 14 Tage kommt der digitale Newsletter mit Informationen für Mitarbeitende in Kirche und Diakonie. Weiterhin erscheint auch ein Druck-Ausgabe, die über die Kirchengemeinden, Einrichtung sowie das Monatsmagazin „Chrismon plus Rheinland“ vertrieben wird.

 

 
Regionales Service-Angebot „EKiR regional“
Überregionaler Newsletter „kontrovers“
 

 

wsk / 13.08.2004

 

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Betreuungsleistungen offiziell anerkannt

Spielen, Basteln und gemeinsam einen Ausflug machen: Diese Leistungen des Diakonischen Werkes Euskirchen für junge Menschen mit Behinderung wurden nun vom Versorgungsamt Düsseldorf anerkannt.

Dies bedeute vor allem für die Familien eine große Entlastung, betont Diakon Walter Steinberger. „Unser Familienunterstützender Dienst ist der erste, der diese Anerkennung erhielt“, freut er sich.

 

Der Familienunterstüzende Dienst (FUD) des Diakonischen Werkes Euskirchen bietet seit 1987 Tagesbetreuungen und mehrtägige Freizeiten an. Geschulte ehrenamtliche Betreuer assistieren und begleiten die Kinder und Jugendlichen bei den Aktivitäten. Ziel ist eine Entlastung der Familien und eine Integration der Kinder und Jugendlichen mit Behinderung in die Gesellschaft.

 

Informationen und Anmeldungen: Monika Speichert, Familienunterstützender Dienst des Diakonischen Werks Euskirchen, Kaplan-Kellermann-Straße 12 , 53879 Euskirchen, Telefon (02251) 929015.

 
 

 

wsk / 06.08.2004

 

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Verwaltungsamt hat neues Domizil

Das Evangelische Verwaltungsamt Bonn befindet sich ab heute in der Adenauerallee 37.

Mit etwas Wehmut haben Amtleiter Gernot Büchsenschütz, seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ihr altes Domizil in der Poppelsdorfer Allee aufgegeben. Büchsenschütz selbst ging dort seit 36 Jahren ein und aus. Die Immobilie steht nun zum Verkauf.

Die neue Adresse des Verwaltungsamtes lautet: Adenauerallee 37 in 53113 Bonn. Hier befinden sich bereits zahlreiche evangelische Einrichtungen, wie der Kirchenkreis Bonn, der Evangelische Gemeindeverband in Bonn, das Schulreferat und die Mediothek, Kindergartenfachberatung und das Evangelische Forum.

Telefonisch sind die Mitarbeitenden unter 02 28 – 68 80 – 131 (Zentrale) zu erreichen.

 

 

 
 

 

gar / 15.07.2004

 

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„Ein menschliches Abenteuer“

Ingeborg von Westerman (75) ist heute mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet worden. Die Rheinbacherin betreut seit 30 Jahren ehrenamtlich Strafgefangene in der Justizvollzugsanstalt (JVA) Rheinbach.

1978 zählte sie zu den Gründungsmitgliedern der Gesellschaft für soziale Eingliederung e.V. Rheinbach. Damals saßen vor allem vor allem lebenslängliche und langstrafige Täter in Rheinbach ein. Ein Pfarrer berichtete im Sommer 1974 im Frauenkreis der Kirchengemeinde von den Problemen der Insassen, die häufig keinerlei Kontakte nach draußen hatten. Er warb für Begegnungen mit diesen Menschen. „Könnten Sie es?“, überlegte Ingeborg von Westerman gemeinsam mit einer Nachbarin. „Die Frage hat mich nicht mehr losgelassen.“ Nach reiflicher Überlegung sagte die Offiziersgattin „ja“. Heiligabend bekam sie Kontakt zu „ihrem“ ersten Gefangenen.

Damals durfte jeder Insasse nur fünfzehn Minuten im Monat Besuch erhalten. „Das war schon hart“. Westerman kämpfte lange um eine Ausweitung der Besuchszeiten und dafür, dass die Besuche der Angehörigen und der Ehrenamtlichen nicht gegeneinander aufgerechnet wurden. Sie setzte sich für Gruppengespräche im Knast ein. Und verhinderte schließlich, dass die Gespräche von den zunächst stets anwesenden Sozialarbeitern für die Beurteilungen der Gefangenen genutzt wurden. 1984 folgte der Landeszusammenschluss der ehrenamtliche Tätigen in den Justizvollzugsanstalten. 1992 nahm der Entschuldungsfonds für Strafgefangene seine Arbeit auf. „Mami ist mal wieder nicht Zuhause, die ist wieder mal im Knast“, hat ihr damals elfjähriger Sohn Anrufern häufiger beschieden.

Die heute 75-Jährige wirkt noch immer kämpferisch, wenn sie über ihre Arbeit berichtet. „Das war ein menschliches Abenteuer. Man ahnte nicht, was auf einen zukommt.“ Dabei war ihr Engagement gewiss nicht selbstverständlich. Innerhalb der Bundeswehr galt ihre Arbeit als „nicht so ganz hoffähig“. Unter den Engagierten waren viele der 68er Generation, die staatlichen Institutionen äußerst kritisch gegenüber standen. Sowie der Beruf ihres Mannes bekannt war, „gehörten wir nicht mehr dazu“.  Als ihr Mann als Beiratsmitglied der JVA Missstände anprangerte, hatte sie in manchen Geschäften Probleme einzukaufen.

„Nächstenliebe erfahren“ sollen die Insassen, die an Gesprächsgruppen teilnehmen. Hier besteht ein großes Bedürfnis nach Kontakt. Die Themen und Inhalte werden nicht nach außen getragen. Das Angebot besteht auch nach der Entlassung. „Das schreckt viele ab“, weiß Westerman. „Aber wir können nicht Vertrauen fordern, wenn wir nicht selbst vertrauen.“ Nur so entstehe eine gleichberechtigte Ebene zwischen Häftling und Besucher – angesichts anderer Bildung, Erziehung und Herkunft. Natürlich sei auch schon mal etwas schief gegangen. Ein Lebenslänglicher blieb nach einem von einem Ehrenamtlichen begleiteten Ausflug einfach weg. Ein anderer griff kurzerhand zur Flasche. „Menschen mit Garantieschein gibt es nicht“, sagt Ingeborg von Westerman dazu.

Die „Gesellschaft für soziale Eingliederung e.V. Rheinbach“ bietet Gespräche an, begleitet Häftlinge bei Ausflügen und unterhält eine Wohnung für Strafentlassene.
Kontakt: Werner Faber, KAB-Ring 33, 53359 Rheinbach, Telefon 0 22 26 / 33 32.

 

 

 
 

 

Uta Garbisch / 15.07.2004

 

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Professionelle Unterstützung für Frauen bleibt bestehen – Fachberatung für Islamfragen in Vorbereitung

„Ein knappes Ergebnis und trotzdem ein Kompliment an Sabine Cornelissen.“ Freudig kommentierte Superintendent Dr. Eberhard Kenntner das Abstimmungsresultat.

Denn mit 27 Ja-Stimmen bei 23 Nein-Stimmen und zwei Enthaltungen votierte die Kreissynode des Evangelischen Kirchenkreises Bad Godesberg-Voreifel für die – letztlich unbefristete – Weiterführung der Stelle der Frauenbeauftragten. Die Delegierten aus den dreizehn Kirchengemeinden und zahlreiche Gäste hatten sich zur Sommersynode im Haus der Evangelischen Frauenhilfe in Bonn-Bad Godesberg versammelt.

„Ehrenamtlich tätige Frauen brauchen professionelle Unterstützung“, begründeten Befürworter wie Magdalena Winchenbach-Georgi aus Bad Godesberg die Fortsetzung der Frauenarbeit. „Wir erreichen Frauen, die wir sonst nicht erreichen würden“, unterstrich Pfarrerin Angelika Zädow aus Meckenheim, die den Antrag einbrachte. Kritiker argumentierten, die Hauptanliegen einer Frauenbeauftragten seien seit ihrer Einführung vor zwölf Jahren Wirklichkeit geworden. Sie bezogen sich auf die mittlerweile große Zahl von Pfarrerinnen im Kirchenkreis, auf die Verwendung der „gerechten“ Sprache und die gewachsene Anzahl von Presbyterinnen, die in den Kirchengemeinden Verantwortung tragen.

„Es wird zur Aufgabe der Frauenbeauftragten gehören, mit dafür zu sorgen, dass das Erreichte unter Sparzwängen und Wirtschaftlichkeitsaspekten nicht allzu schnell wieder verloren geht“, so Kenntner. Nicht zuletzt die Maßnahmen von Hartz IV seien „ein Damoklesschwert vor allem über den Rechten der Frauen“. Es sei gut, dass Frauen weiterhin eine spezielle Ansprechpartnerin im Kirchenkreis haben werden.

 

Vorbereiten wird der Kreissynodalvorstand bis zur Herbstsynode die Errichtung einer befristeten Stelle für einen Fachberater oder eine Fachberaterin für „Islamfragen und die Begegnung mit Muslimen“. Dies hatte Christian Werner gefordert. Er ist Pfarrer der Godesberger Johannes-Kirchengemeinde, auf deren Gebiet die umstrittene König-Fahd-Akademie liegt. „Den Kirchengemeinden des Kirchenkreises ist es nicht möglich, mit eigenen Kräften den Herausforderungen des Islam angemessen zu begegnen“, so Werner. Er betonte: „Dieser Antrag ist ein Hilferuf.“ Werner setzt darauf, mit Hilfe der Fachberatung „Muslime ganz neu für den Dialog zu gewinnen“.

Der thematische Schwerpunkt der Synode lautete „Älter werden, alt sein“. In acht Arbeitsgruppen tauschten die Delegierten ihre Erfahrungen zum Thema „Alter“ aus. Darunter Ortrun Althoff, deren Arbeitsgruppe das wohl persönlichste Thema zum Inhalt hatte: „Geboren zwischen 1930 und 1945 – Kriegskinder werden alt“. Sie forderte die Synodalen auf, „Zeitzeugen in die Gemeinden herbeizurufen, damit Geschichte weiter getragen wird“.
Als „Beitrag zur Alterspolitik“ schlug Magdalena Winchenbach-Georgi Großelternvermittlung, Kontaktbörsen oder offene Kirchencafés vor. Dass Senioren Kompetenz und Lebenserfahrung mitbringen, unterstrich Christine Rickert für den Bereich „Senioren im Ehrenamt“. Sie machte zugleich deutlich, dass hier keine Ausbeutung stattfinden dürfe. „Zufriedenheit, Spaß und Freude“ seien sehr wichtig.

 

Das Eingangsreferat hielt die leitende Pfarrerin der Evangelischen Frauenhilfe im Rheinland, Anke Kreutz. Ihr Thema lautete: „Nicht ohne uns – Gesellschaft und Kirche mit älteren Menschen“. Ihr Resümee: „Es gibt keine Überalterung.“ Die Behauptung des Gegenteils suggeriere, dass Alte überflüssig seien.

Auf die demographische Entwicklung bezog sich auch Oberkirchenrat Jürgen Dembek von der Rheinischen Landeskirche. Angesichts sinkender Mitgliederzahlen werde die Kirche „um einen Paradigmenwechsel nicht umhin kommen“. Er rechnet im Zuge der Prioritätendiskussion mit einschneidenden Maßnahmen. Auf der Landessynode 2006 könnten bisherige Arbeitsfelder reduziert oder ganz eingestellt werden.

Die Delegierten wählten zu Abgeordneten der Landessynode der Evangelischen Kirche im Rheinland: Pfarrer Christian Werner, Johannes-Kirchengemeinde Bad Godesberg, Brigitte Uhl, Kirchengemeinde Wachtberg, und Jutta Mack, Thomas-Kirchengemeinde. Pfarrer Dr. Eberhard Kenntner ist als Superintendent geborenes Mitglied. Die Synode verabschiedete zudem eine neue Satzung des Diakonischen Werkes der Kirchenkreise Bonn und Bad Godesberg-Voreifel, setzte einen Nominierungsausschuss für die Wahlen auf der Herbstsynode ein und berief die Mitglieder von drei Fachausschüssen.

 
 

 

gar / 10.07.2004

 

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Eko Fresh, Intention und Newcomer machen Musik in Rheinbach

„L.O.V.E“ heißt die aktuelle CD von Eko Fresh und Valezka. Eko Fresh zählt zu den meist diskutierten Acts auf deutschen HipHop-Foren.

Live zu sehen und zu hören ist der deutsch-türkische Rapper beim Jugend-Musikfestival in Rheinbach. Weitere Hauptacts sind die  Alternative-Rocker „Blind“ aus Koblenz sowie „Normal Generation?“. Dahinter stecken vier bekennende Christen, die seit ihrem dritten Platz beim deutschen Vorentscheiden zum Grand Prix D’Eurovision 2002 die Teenagerherzen erobern.

Mit dabei auch: „Maddest“, „Intention“, übrigens eine Rock- und Popgruppe, die vor 10 Jahren aus der Evangelischen Jugend Swisttal-Heimerzheim hervorging, sowie Newcomer- und Schülerbands und die Gospel-Company aus Euskirchen.

Das alkoholfreie Festival – ein Projekt der Evangelischen Jugend im Kirchenkreis Bad Godesberg-Voreifel – findet am Samstag, 17. Juli, von 14 bis 22 Uhr auf dem Gelände der Tomburg-Realschule in Rheinbach, Villeneuver Straße, statt.

Der Eintritt kostet 9 Euro (inklusive Shuttle-Bus vom Rheinbach bzw. Meckenheimer Bahnhof), Gruppen ab 15 Personen zahlen 6,50 pro Person. Karten gibt es in den Kirchengemeinden und über den Bonnticket.

 

 

 

 
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gar / 07.07.2004

 

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Das Alter im Fokus

„Älter werden, alt sein“ lautet das Schwerpunktthema der Sommersynode im Evangelischen Kirchenkreis Bad Godesberg-Voreifel.

„Älter werden, alt sein“ lautet das Schwerpunktthema der Sommersynode im Evangelischen Kirchenkreis Bad Godesberg-Voreifel. In acht Arbeitsgruppen wollen die nach den Presbyteriumswahlen neu gewählten 71 Vertreterinnen und Vertreter aus 13 Kirchengemeinden ihre Erfahrungen zum Thema „Alter“ austauschen. Dabei geht es um „Geboren zwischen 1930 und 1945 – Kriegskinder werden alt“, um „Lebensformen im Alter“ oder „Religiöse Sozialisation der heute Älteren“. Auch „Konflikte zwischen den Generationen“ werden nicht ausgespart. Die Arbeitsgruppen streben konkrete Empfehlungen für die kirchliche Gemeindearbeit an. Das Eingangsreferat hält die leitende Pfarrerin der Evangelischen Frauenhilfe im Rheinland, Anke Kreutz. Ihr Thema lautet: „Nicht ohne uns – Gesellschaft und Kirche mit älteren Menschen“.

Weitere Tagesordnungspunkte sind eine neue Satzung des Diakonischen Werks der Kirchenkreise Bonn und Bad Godesberg-Voreifel sowie die Fortführung der Stelle der Frauenbeauftragten. Die Stelle mit 50 Prozent Dienstumfang und Sekretariat ist bis Ende des Jahres 2004 befristet. Das Arbeitsgebiet wurde 1992 eingerichtet und seitdem mehrfach verlängert. Weitere Anträge beschäftigen sich mit der Verkürzung der Zeit des Probedienstes für Pfarrerinnen und Pfarrer zur Anstellung sowie der möglichen Einrichtung einer Stelle für Fachberatung für Islamfragen und die Begegnung mit Muslimen.

Die Synode beginnt mit einem Gottesdienst am Samstag, 10. Juli, um 9 Uhr,
im Haus der Evangelischen Frauenhilfe,
Ellesdorfer Straße 48, Bonn-Bad Godesberg.

Die Tagung ist wie immer öffentlich, Gäste sind herzlich willkommen.

 

 

 
 

 

gar / 01.07.2004

 

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