Klimawahlcheck

Foto: Klimawahlcheck.org - iStock/Pinkypills

Ob Energie, Mobilität oder Klimagerechtigkeit: Mit dem Klimawahlcheck können Interessierte überprüfen, welche der großen Parteien ihre Meinung am besten vertritt. Sabine Cornelissen von der Arbeitsgruppe Schöpfung und Klimaschutz hat es ausprobiert.

Können Sie das Tool empfehlen?

Sabine Cornelissen: Auf jeden Fall. Nicht zuletzt die schrecklichen Wetterereignisse im Juli zwingen uns dazu, darüber nachzudenken, welche Partei in Sachen Klimaschutz vertrauenswürdig ist.

Kirche hält sich ja gerne aus solchen Fragen raus, die eine persönliche politische Entscheidung treffen. Umso wichtiger finde ich es für Christen und Christinnen, das eigene Wahlverhalten zu prüfen, denn die Bewahrung der Schöpfung ist ein wesentlicher Bestandteil unseres Glaubens. Dazu geben diese Internetseiten Anregung.

Warum gerade dieser Check? Wer steckt dahinter?

Zum Beispiel unsere Landeskirche und die Diakonie Katastrophenhilfe. Denn sie sind Mitglieder der Klima-Allianz Deutschland. Diese hat den Wahlcheck zusammen mit dem Umweltverband NABU und der Initiative GermanZero initiiert. Rund 140 Mitgliedsorganisationen zählen zu dieser Allianz aus den Bereichen Umwelt, Kirche, Entwicklung, Bildung, Kultur, Gesundheit, Verbraucherschutz, Jugend und Gewerkschaften Sie setzen sich für eine ambitionierte Klimapolitik nationaler und internationaler Ebene ein.

Zurück in unseren Kirchenkreis. Welche Pläne hat denn die Arbeitsgruppe Klimaschutz?

In diesem Jahr stehen Information und Austausch im Mittelpunkt. Im Oktober ist eine Kooperation mit der Landjugendakademie in Altenkirchen zum Thema Biologische Vielfalt geplant. Und im November besucht uns der neue Klimaschutzmanager der Landeskirche zu den Themen Energieversorgung, Heizung, Stromverbrauch.

Zum klimawahlcheck.org

Info: Die Arbeitsgruppe Schöpfung und Klimaschutz trifft sich seit April 2021 einmal im Monat per Zoom. Teilnehmende aus 7 der 13 Kirchengemeinden in Bad Godesberg und der Voreifel sind dort vertreten.

Digitaler Austausch für Frauen ab 40

Foto: Uta Garbisch

Seit mehr als einem Jahr beeinflusst die Corona-Pandemie das Leben nachhaltig. Familie, Homeoffice, Home-Schooling beanspruchen gerade Frauen in besonderem Maße, weiß Sabine Cornelissen, Frauenbeauftragte im Evangelischen Kirchenkreis Bad Godesberg-Voreifel.

Die von ihr geleitete Gesprächsrunde findet erstmals am Donnerstag, 6. Mai 2021, von 19 bis 20.30 Uhr, als Videokonferenz statt. Das Treffen dient als kleine Auszeit und als Möglichkeit der Reflexion: Wo stehe ich gerade? Wie finde ich Entlastung? Diesem ersten Termin, der dem Kennenlernen dient, sollen weitere folgen.

Anmeldung per Mail bitte an: sabine.cornelissen@ekir.de.

Nach der Anmeldung erhalten die Angemeldeten zeitnah einen Link-Zugang.

Schöpfung und Klimaschutz

Klimaschutz heißt für Christ:innen Schöpfung bewahren. Foto: Uta Garbisch

Neue Arbeitsgruppe der Frauenbeauftragten startet am 29. April: Den Klimawandel begrenzen und gute Lebensbedingungen für alle auf der Erde schaffen, das ist die Herausforderung des 21. Jahrhunderts. Verantwortung gegenüber der Schöpfung ist nicht nur ein Thema von gesamtgesellschaftlicher Relevanz, sondern stellt für Christinnen und Christen eine Verpflichtung dar, die sich aus dem Glauben an Gott als den Schöpfer dieser Welt ergibt.

Die Dringlichkeit, in Fragen des Umweltschutzes und der Nachhaltigkeit aktiv zu werden, hat sich in den letzten Jahren verstärkt. Schöpfungsverantwortung und Nachhaltigkeit nehmen auch für die Kirche eine zentrale Stellung ein.

Die Frauenbeauftragte des Evangelischen Kirchenkreises Bad Godesberg-Voreifel fragt daher: Was können wir als Einzelne tun? Welche Projekte können wir in den Kirchengemeinden anregen?

Wer hier mitdenken und mitarbeiten will, ist zum ersten digitalen Planungstreffen am Donnerstag, 29. April 2021, von 19.30 bis 21 Uhr eingeladen. Die Leitung hat Frauenbeauftragte Sabine Cornelissen. Anmeldung per Mail bitte an: sabine.cornelissen@ekir.de oder sabine.cornelissen@ekbgv.de. Nach der Anmeldung folgt zeitnah einen Link-Zugang.

EB/gar

Gesprächsrunde für Alleinerziehende

Hat ein offenes Ohr für die Sorgen von Alleinerziehenden Frauen: Sabine Cornelissen

Frauen, die Kinder allein großziehen, haben viel zu tun. Weil Präsenztreffen zurzeit wegen Corona nicht möglich sind, bietet Sabine Cornelissen, Frauenbeauftragte des Evangelischen Kirchenkreises Bad Godesberg-Voreifel, regelmäßig Treffen per Videokonferenz an.

„Gerade diese Frauen sind durch die Pandemie übermäßig belastet und rund um die Uhr für das Gelingen verantwortlich. Und das bei Homeoffice und Phasen von Homeschooling“, berichtet Cornelissen. Die Gesprächsrunde soll etwas Entlastung bringen. Sie bietet die Möglichkeit zum Austausch und gegenseitiger Unterstützung.

Das nächste Treffen findet am Sonntag, 18. April 2021, von 15 bis 17 Uhr, statt.
Anmeldung über das Haus der Familie, Tel.: 0228 373660, info-hdf@ekir.de; Nach der Anmeldung erhalten die Teilnehmerinnen einen Zoom-Link und eine Anleitung zur Nutzung.

Frauengeschichte*n

Autorin Sabine Cornelissen (rechts) hat Frauengeschichte*n mitgeschrieben. Ihr Beitrag ist ab Seite 28 zu finden. Foto: Uta Garbisch

Der Beschluss 66 machte es möglich. Vor 30 Jahren hat die Landessynode die frauenpolitische Arbeit in der rheinischen Kirche stärken wollen. Vielerorts entstanden Frauenreferate, so 1992 auch im Kirchenkreis Bad Godesberg-Voreifel. Seitdem heißt es: „Frauen erheben ihre Stimme“.

In einem Beitrag für das Jubiläumsheft schildert Frauenbeauftragte Sabine Cornelissen, selbst seit 1999 hauptamtlich dabei, Arbeit, Projekte und Initiativen in diesen fast 30 Jahren.

Wer mal reinschauen möchte: Die Broschüre „Frauengeschichte*n“ von Irene Diller und Beate Ludwig steht unter  www.ekir.de/url/YrR  zum Download bereit, kann aber auch unter der Mailadresse gender@ekir.de oder Telefon 0211 4562-678 bestellt werden.

Neue Formate und Projekte

Hat ein offenes Ohr für die Sorgen von Alleinerziehenden Frauen: Sabine Cornelissen

Lange war sie weg, doch nun wieder da: Sabine Cornelissen. Die Frauenbeauftragte des Evangelischen Kirchenkreises Bad Godesberg-Voreifel hat ihre Arbeit nach einem schweren Unfall im Familienkreis wieder aufgenommen und erzählt im Interview, was sie anbietet und vorhat.

Sie haben mit der Arbeit wiederbegonnen, als gleichzeitig die Corona-Pandemie begann. Das hat den Beginn sicher nicht leicht gemacht. Was sind die Schwerpunkte in Ihrem Angebot?

Ich bin seit mehr als 20 Jahren Frauenbeauftragte. Und kann nun an vieles anknüpfen, was sich lange bewährt hat. Ebenso gibt es unzählige Kontakte auf kirchlicher und kommunaler Ebene. Da habe ich mich erst mal wieder gemeldet.

Natürlich machte mir dann die Corona-Pandemie gleich einen Strich durch die Rechnung. Die ersten Meetings mit dem synodalen Fachausschuss für Frauenfragen oder den Theologinnen konnten nur per Videokonferenz stattfinden. Ich berief den Vorbereitungskreis für den Internationalen Frauentag zusammen und wir planten – per Videoaustausch – die nächste Aktion. Es war schön zu sehen, wie die Frauen regelrecht darauf gewartet haben, wieder loslegen zu können. Der Internationale Frauentag 2020 findet nun statt am 21. November im Haus der Familie in Bad Godesberg zum Thema: Umbrüche – Aufbrüche. Vom Umgang mit Krisen. Wie viele Frauen teilnehmen können, werden die Corona-Bestimmungen zeigen, aber es fühlt sich gut an, so aktiv sein zu können.

An Veranstaltungen war zunächst gar nicht zu denken. Also mussten neue Formate her und Treffen nur in sehr kleinem Kreis. Ich bin froh, dass Kirche neue Formate gefunden hat, Menschen beizustehen und Risikopersonen zu schützen.

Mit den alleinerziehenden Frauen habe ich mich dann auch erst im August treffen können. Das war für sie eine lange Durststrecke, auch wenn ich versucht habe, während meiner Abwesenheit den Kontakt aufrecht zu erhalten.

Im letzten Jahr (2019) hatte eine Gruppe von Frauen weiter an der Konzertlesung zu den „Dichterinnen aus mehreren Jahrhunderten“ gearbeitet. Jetzt, Ende September 2020, werden wir uns erneut treffen und weiter planen.

Ich habe mich sehr gefreut, dass die im letzten Jahr von mir angekurbelten Veranstaltungen 2019 auch ohne mich noch stattgefunden haben. Ein großes Dankeschön an alle Beteiligten!

Sie haben die Arbeitszeit im Frauenreferat für ein halbes Jahr von 20 auf 15 Stunden gekürzt. Was liegt Ihnen besonders am Herzen?

Seelsorgliche Arbeit mit Frauen in Krisensituationen und die Alleinerziehendenarbeit.
Arbeit mit dem Frauenfachausschuss, gemeinsame Projekte, die in die Gemeinden getragen werden.
Internationaler Frauentag: wichtig zum Kennenlernen und zum Austausch.
Ansprechpartnerin sein für ehrenamtlich und hauptamtlich Mitarbeitende.
Veranstaltungen zur Stärkung von Frauen; Infoabende, Auszeiten für Frauen, die mehrfach belastet sind mit Arbeit, Familie, Ehrenamt, Betreuung der Kinder …

Märchenhaft schön und ein bisschen verwunschen: der Märchen-Wanderweg. Foto: privat

Zurzeit arbeite ich aufgrund der Corona-Einschränkungen testweise mit zwei neuen Formaten: mit einer neuen Gesprächsgruppe für Frauen per Videokonferenz sowie mit verschiedenen Wanderungen; in diesem September wird die erste in Rheinbach stattfinden zu „Märchen“, danach eine weitere zu „Leben und Werk der Theologin Dorothee Sölle“, die in diesem Jahr 90 Jahre alt geworden wäre. Wird das Wetter „usselig“, muss ich mir wieder ein neues Format überlegen.

Wo liegt die Zukunft der kirchlichen Frauenarbeit?

Es sind nach wie vor die Frauen, die die Arbeit unserer Gemeinden hauptsächlich ehrenamtlich unterstützen. Hier bin ich weiterhin eine Ansprechpartnerin, die Schulungen anbietet oder einfach Gespräche zur Orientierung.

Als Frauenbeauftragte werde ich in der Öffentlichkeit wahrgenommen mit Angeboten für Frauen, auch über Kirche hinaus und doch für Kirche; damit bin ich ein wichtiges Bindeglied zwischen Kirche und Gesellschaft.

Und ich sehe meine Aufgabe darin, über den kirchlichen Tellerrand zu gucken. Welche Themen liegen gesamtgesellschaftlich an? Welche Themen betreffen speziell Frauen und was brauchen sie?

Sabine Cornelissen (Jahrgang 1967) ist seit 1999 Frauenbeauftragte des Kirchenkreises Bad Godesberg-Voreifel. Nach einer Ausbildung zur Krankenschwester hat sie in Bonn Evangelische Theologie und Germanistik fürs Lehramt studiert. Nach dem Examen arbeitete sie zunächst zwei Jahre als Jugendleiterin in der Christus-Kirchengemeinde (jetzt Thomas-Kirchengemeinde) in Bad Godesberg und machte Frauenbildungsarbeit auf Honorarbasis. 2014 wurde sie zur Diakonin eingesegnet. Neben den 15 Wochenstunden im Kirchenkreis ist sie seit August 2020 im gleichen Umfang als Gemeindediakonin in Wachtberg unterwegs.

Rhythmokinetik – Verspannungen lösen, Beschwerden lindern und Wohlfühlen

Foto: privat

Rhythmokinetik ist eine effektive Selbsthilfemethode, um die Folgen von Stress wie Schlafstörungen, Kopf- und Rückenschmerzen und andere auszugleichen. Mit einer speziellen Atemtechnik und leichten Bewegungen führt diese Methode zu nachhaltiger Entspannung, die die Teilnehmerinnen geleitet von individuellem Wohlfühlen und Achtsamkeit erreichen können. Dr. Christine Richter stellt diese Methode vor und erläutert, wie sie zur Förderung eines besseren Schlafes genutzt werden kann. Die Referentin ist Heilpraktikerin und Diplombiologin.

Die Veranstaltung findet am Mittwoch, 21. November 2018, von 17.30 bis 20 Uhr, in der Superintendentur des Ev. Kirchenkreises Bad Godesberg-Voreifel, Akazienweg 6, in 53177 Bonn-Bad Godesberg statt. Sie ist ein Angebot von Sabine Cornelissen, der Frauenbeauftragten des Evangelischen Kirchenkreises Bad Godesberg-Voreifel.

Die Kosten betragen 12 Euro. Bitte bequeme Kleidung, warme Socken, eine Matte und bei Bedarf ein Kissen mitbringen. Anmeldung im Sekretariat der Frauenbeauftragten bei Marie Wicharz, Telefon 0228 / 30787-0, Mail: marie.wicharz@ekbgv.de.

 

Mitte und Quelle suchen

Foto: privat

Tänze und kurze Weisheitstexte aus jüdischer, christlicher und muslimischer Tradition erleben Frauen bei einem Seminar mit Tanzmeditation. Im Kreis bewegen sie sich zu ruhiger sowie lebendiger Musik. Diese Veranstaltung ermögliche es, „Kontakt zu seiner Mitte, zu seiner Quelle aufzunehmen und zu vertiefen“, heißt es von Veranstalterseite. Tanzpädagogin und Meditationslehrerin Chadigah Kissel hat die Leitung.

Die Tanz-Meditation ist ein Angebot von Sabine Cornelissen, Frauenbeauftragte des Evangelischen Kirchenkreises Bad Godesberg-Voreifel. Sie findet am Samstag, 17. Februar 2018, von 14 bis 18 Uhr, in der Immanuelkirche, Tulpenbaumweg 2, 53177 Bonn – Bad Godesberg statt.

Die Kosten betragen 18 Euro. Anmeldung unter 0228 / 30787-14 oder per Mail an frauenbeauftragte-bgv@ekir.de. Wer teilnimmt, bringt bitte eine Kleinigkeit für das gemeinsame Kaffeetrinken mit.

Harfe der Seele

Foto: privat

Tanz-Meditation für Frauen in Meckenheim

Spirituelle Lieder und Tanz-Meditationen aus der jüdischen, christlichen und der Sufi-Tradition lernen Frauen in einem Seminar kennen. Unter dem Titel „Euer Körper ist die Harfe eurer Seele“ geht es auch um Kraft und Heilung. Chadigah Kissel, Tanzpädagogin und Meditationslehrerin, und die Sängerin Konny Kurzmann haben die Leitung.

Die Tanz-Meditation ist ein Angebot von Sabine Cornelissen, Frauenbeauftragte des Evangelischen Kirchenkreises Bad Godesberg-Voreifel. Sie findet am Samstag, 14. Oktober 2017, von 14 bis 18 Uhr, im Meckenheimer Kirchenzentrum Die Arche, Akazienstraße 3, statt.

Die Kosten betragen 22 Euro. Anmeldung unter 0228 / 30787-14 oder per Mail an frauenbeauftragte-bgv@ekir.de. Wer teilnimmt, bringt bitte eine Kleinigkeit für das gemeinsame Kaffeetrinken mit.

Neue Frauentöne

Das neue Programm der Frauenbeauftragten des Kirchenkreises Bad Godesberg-Voreifel für das zweite Halbjahr 2017 ist soeben erschienen.

 

Ganz im Zeichen des Reformationsjubiläums stehen mehrere Theateraufführungen. Das „Festival der Reformatorinnen“ ist in den drei Bonner Kirchenkreisen zu sehen. 13 geistlich und politisch wirksame Frauen des 16. Jahrhunderts werden darin zu Wort kommen.

Sonntagscafé und Sonntagsbrunch für alleinerziehende Frauen werden fortgesetzt, ebenso die bewährten Informationsveranstaltungen zum Thema „Frauen zurück ins Berufsleben“.

Die Veranstaltung „Zeit für Dich“ gibt Gelegenheit, für eine kurze Zeit Alltagsstress und Sorgen hinter sich zu lassen. „Tänze und Weisheit aus christlicher, jüdischer und muslimischer Tradition“ bieten die Möglichkeit, Kontakt zu sich selbst zu finden. Eine Heilpflanzenexkursion zu den Blüten und Früchten des Spätsommers wird eine Fülle von grünen Kräutern vorstellen, die große Vitalstoffspender sein können.

Das Programmheft liegt in den Kirchengemeinden des Kirchenkreises aus oder kann im Büro der Frauenbeauftragten angefordert werden unter Tel. 0228 – 30 787 14.

Kostenlos herunterzuladen ist es unter „Frauentöne“ 2. Halbjahr 2017

Unterwegs in Berlin

Für viele der Einstieg in den (Kirchen)Tag. Jeden morgen 9.30 Uhr gibt es eine Reihe von Bibelarbeiten. Hier mit Eddi Hüneke 2015 in Stuttgart. Foto: kirchentag.de

Weit über 1.000 Menschen aus Bonn und der Region machen sich seit dem heutigen Mittwoch auf den Weg nach Berlin zum Deutschen Evangelischen Kirchentag.

Vom 24. Mai bis zum Abschlussgottesdienst am Sonntag, 28. Mai, am Elbufer in Wittenberg werden dort mehr als 100.000 Dauerteilnehmer erwartet. Nahezu 3.000 rheinische Mitwirkende verzeichnet das Programm und knapp 700 in der Organisation des Kirchentags.

Ganz früh am Mittwochmorgen, 6 Uhr, haben sich sich etwa 100 überwiegend Jugendliche in Sonderbussen im Rahmen der zentralen Fahrt des Jugendreferats des Kirchenkreises Bad Godesberg-Voreifel in die Hauptstadt aufgemacht. Ihre Route: Wachtberg – Rheinbach – Swisttal. In Berlin werden sie gemeinsam ein Gemeinschaftsquartier beziehen. „Reiseleiter“ und Jugendreferent Rainer Steinbrecher gibt ihnen eine besondere Aufgabe für die Tage in Berlin auf den Weg. Möglichst viele „Promis“, denen die Jugendlichen begegnen, sollen folgenden Satz vervollständigen: „Ich bin gerne evangelisch, weil …“. Festgehalten wird die Antwort in Bild und Ton auf dem Smartphone. Um solche O-Töne will sich auch Mathias Mölleken kümmern. Der Superintendent und Pfarrer reist mit einer Gruppe seiner Meckenheimer Gemeinde zum Kirchentag. Etliche andere Kirchengemeinden manchen es ebenso. Viele Besucher und Besucherinnen aller Generationen reisen zudem auf eigene Faust vom Rhein an die Spree.

Chöre, Posaunen und mehr – viele wirken mit

Viele Menschen aus Bonn und der Region gestalten den Kirchentag auch aktiv mit: als Sänger und Sängerin, mit Posaunen, als Pfadfinder beim Ordnerdienst oder mit eigenen, besonderen Veranstaltungen im Programm. Gleich zwei mal kommt das „Festival der Reformatorinnen“ auf die Bühne. Das Schauspiel über die besondere Rolle von 13 Frauen in der Reformationszeit entstand unter der Leitung von Sabine Cornelissen, Frauenbeauftragte im Kirchenkreis, und Pfarrerin Dagmar Gruß aus Bonn. Christoph Nicolai aus Bad Godesberg ist im Zentrum Bibliodrama/Bibliolog dabei. „Gunst finden – reicht das? Versöhnung brauche ich … “ lautet das Thema seiner Veranstaltung.

Der Friesdorfer Pfarrer Siegfried Eckert lädt zum feiern, diskutieren und träumen ein

In guter Tradition ist auch der Godesberger Pfarrer Siegfried Eckert mit herausragenden Veranstaltungen wieder auf dem Kirchentag präsent. Donnerstagabend hat er in der Berliner Messe einen „Feierabend“ mit dem bekannten Theologen und Autor Fulbert Steffensky und dem Jazz-Pianisten Michael Wollny organisiert zu dem Lutherlied „Verleih uns Frieden gnädiglich“. Freitagnachmittag diskutiert der Friesdorfer Pfarrer unter dem provokanten Motto „An einem Tisch!?“ bereits in Wittenberg mit anderen Theologen über ökumenische Träume und „Visionen für eine Ökumene nach 2017“.

Poetisches und Tanz mit Gotthard Fermor

Der Bonner Theologe Gotthard Fermor, auch seit Jahren ein beliebter Kirchentagsaktiver, präsentiert in Berlin sein einzigartiges, poetisch-musikalisches Rilke-Projekt zusammen mit dem Troisdorfer Saxofonisten Jürgen Hiekel und dem Pianisten Josef Marschall aus Remagen. Zudem lädt Fermor, Direktor des rheinischen PTIs in Godesberg, am Freitagmorgen in der Berliner Messe zu einer Bibelandacht zum Mittanzen.

#Fluchtgedenken: Schweigeminute für mehr als 10.000 Tote

Mit einer Gedenkveranstaltung am Berliner Hauptbahnhof und einer großen Plakatkampagne protestiert ein breites Bündnis von kirchlichen und nichtkirchlichen Organisationen gegen das Sterben im Mittelmeer. Sie schließen sich damit der Schweigeminute beim 36. Deutschen Evangelischen Kirchentag in Berlin an. Sie erinnern unter dem Motto ,Du siehst mich – Siehst du mich?‘ mit einer Schweigeminute in allen Kirchentagsveranstaltungen an mehr als 10.000 Menschen, die in den vergangenen drei Jahren auf der Flucht nach Europa ums Leben gekommen sind. Der Kirchentag unterbricht dafür sein gesamtes Programm für die Toten der europäischen Außengrenzen am Freitag, 26. Mai 2017, um 12 Uhr. Mit dabei im Programm von #Fluchtgedenken sind Präses Manfred Rekowski, Fulbert Steffensky, Eddi Hüneke, Judy Bailey und Christel Neudeck.

Viele Infos auch: https://www.kirchentag.de

ger/gar

Festival der Reformatorinnen

Uraufführung in Bonn

Gleich 13 Frauen schlüpfen am 11. März in die Rollen von historischen Geschlechtsgenossinnen, die die reformatorische Bewegung auf sehr unterschiedliche Weise in ihrer Ausbreitung vorangetrieben haben: als Regentin, Theologin, Pädagogin, Pfarrfrau, Liederdichterin oder Schriftstellerin. Dabei sind Katharina Schütz, eine frühe feministische Theologin, gespielt von Dagmar Gruß. Sabine Cornelissen übernimmt die Rolle von Katharina von Bora, die als entflohene Nonne großes ökonomisches Geschick und die Pfarrhauskultur entwickelte. An mehreren Abenden in Bonn und Umgebung möchten sie die historischen Personen lebendig werden lassen. „Ihre Hoffnungen, Ängste und das Ringen um ihren Glauben und die Kirche werden sichtbar“, sagt Cornelissen. „Die Reformation war eine Bewegung, zu der viele einfache und einflussreiche Menschen jeden Geschlechts und unterschiedlichster Herkunft gehörten.“

Alle Gruppenmitglieder haben die Darbietung gemeinsam entwickelt, professionell unterstützt durch die Kölner Theaterregisseurin Heike Werntgen. Die beteiligten Frauen kommen alle aus den drei Bonner Kirchenkreisen. Seit mehr als einem Jahr haben sie sich mit „ihrer“ Reformatorin intensiv auseinandergesetzt, Quellenstudien betrieben und beim Schreiben des Textbuches historische Fakten berücksichtigt. „Für die Geschichtsbücher der Zukunft wollen wir uns mehr als einen Namen merken“, hofft Dagmar Gruß.

Beim Festival treten alle in historischen Kostümen auf, begleitet von Renaissancemusik und unterbrochen von einem mittelalterlichen Büffet.

Die Uraufführung am Samstag, 11. März 2017, von 18 bis 21 Uhr, im Haus der Evangelischen Kirche Bonn, Adenauerallee 37, ist bereits ausverkauft.

Für die weiteren Aufführungstermine können Karten erworben werden. Die Kosten betragen 25 Euro (Vorstellung und Teilnahme am mittelalterlichen Speisentisch); ermäßigt 12,50 Euro. Für Kartenbestellung nutzen Sie das Bestellformular. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an: Sabine Cornelissen, Telefon: 0228 / 3078714; frauenbeauftragte-bgv@ekir.de

Weitere Aufführungstermine, jeweils 18 – 21 Uhr

Samstag, 24. Juni: Maria-Magdalena-Kirche, Sebastianusweg 5-7, 53913 Swisttal-Heimerzheim

Samstag, 2. September: Emmauskirche, Dollendorfer Straße 399, 53639 Königswinter – Heisterbacherrott

Samstag, 16. September: Johanneskirche Troisdorf, Viktoriastraße 1, 53840 Troisdorf

Samstag, 14. Oktober: Ev. Kirche Euskirchen, Kölner Straße 41, 53879 Euskirchen

EB/gar