EKD-Synode in Bonn

Präses Manfred Rekowski, hier interviewt von Sabine Scholt anlässlich der Reformationsgala, predigt im Eröffnungsgottesdienst. Foto: ekir.de/Meike Böschemeyer

Schlussgottesdienst in der Erlöserkirche Bad Godesberg, Andacht mit Dr. Beate Sträter, Schulreferentin in Bonn und früherer Islambeauftragten: Das sind aus Bad Godesberg-Voreifeler Perspektive zweie Höhepunkte der Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). Sie tagt vom 11. bis 15. November in Bonn. Das Schwerpunktthema der Synode lautet „Zukunft auf gutem Grund“. Neben dem Ratsvorsitzenden der EKD, Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm, sind Präses Manfred Rekowski und Ministerpräsident Armin Laschet mit Predigt beziehungsweise Grußwort dabei.

Die jährliche Tagung findet diesmal im Bonner Maritim-Hotel statt. Wer genauer wissen will, worin die gemeinsamen Überzeugungen der evangelischen Kirche liegen und wie sie sich in aktuellen Fragen positioniert und verständigt, besucht am besten die Tagung. Die Synode tagt öffentlich.

Neben der EKD-Synode treffen sich am Rande turnusmäßig auch die Generalsynode der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) und die Vollkonferenz der Union Evangelischen Kirchen (UEK). Allein zur EKD-Synode werden 120 Delegierte aus ganz Deutschland sowie viele Gäste aus dem In- und Ausland erwartet – zeitgleich zur großen Klimakonferenz der Vereinten Nationen, die in diesen Tagen Bonn mit vielen 1000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern besonders prägt.

Die Morgenandacht mit Dr. Beate Sträter findet am Dienstag, 14. November 2017, um 9 Uhr, im Plenum statt.

Der Schlussgottesdienst beginnt am Mittwoch, 15. November 2017, um 18.45 Uhr, in der Erlöserkirche, Bonn-Bad Godesberg, Rüngsdorfer Straße. Die Predigt hält Bischöfin Kirsten Fehrs.

Tagungsplan

Reformationsjubiläum – ein Erfolg

500 Jahre Reformation bewegen auch die Menschen in Bonn und der Region. PROtestant fragt nach.

Eckart von Hirschhausen, Anselm Grün und Präses Manfred Rekowski erklären, was Reformation bedeutet. Zugleich bietet PROtestant Hintergründe zum Reformationsjubiläum mit zwei großen Festen in St. Augustin und Bonn.

„Autoritäten hinterfragen, selber denken und sich öffentlich trauen, für etwas einzustehen. Das ist heute so aktuell wie vor 500 Jahren“ sagt Eckart von Hirschhausen, Reformationsbotschafter der Evangelischen Kirche in Deutschland und Moderator der Reformationsgala am 31.Oktober im Telekom Dome. Für den rheinischen Präses Manfred Rekowski ist der „gnädige Gott die zentrale Botschaft der Reformation“ und die sei lebenswichtig in einer heute so sehr von Konkurrenz geprägten Gesellschaft, die viele Menschen gnadenlos auf Hochleistung trimme. Der Benediktinerpater Anselm Grün sieht in der Reformation „die Herausforderung, einen persönlichen Weg des Glaubens zu gehen“ und der sollte von Luther angestoßen immer auch „ein Weg der inneren Freiheit“ sein.

Pater Grün wie Präses Rekowski wirken beide ebenfalls mit bei der vom WDR-Fernsehen übertragenen Reformationsgala „Luther – Teuflisch gut.“ am Abend des 500. Reformationstags im Telekom Dome. Veranstalter sind die Evangelischen Kirchenkreise Bad Godesberg-Voreifel und Bonn.

Ökumenischer Geist in Sankt Augustin

Der Kirchenkreis An Sieg und Rhein lädt bereits nachmittags unter dem Motto „AUFMACHEN“ zu einem Reformationsfest auf dem Gelände der Steyler Missionare in St. Augustin. Der dortige Leiter, Pater Piotr Adamek, erläutert, warum die Steyler gerne ökumenischer Gastgeber der evangelischen Feier sind. Beide Großveranstaltungen sind festlich geprägt von viel Musik. PROtestant bietet letzte Hintergrundinfos zum Programm und den vielen prominenten wie engagierten Mitwirkenden aus Kirche und Gesellschaft und erklärt, warum das Reformationsjubiläum trotz aller Bedenken auch in der Kirche selbst schon jetzt ein Erfolg ist.

Die Zeitung PROtestant erscheint drei Mal im Jahr mit einer Auflage von 6.500 Exemplaren. Sie kann kostenlos bezogen werden: Evangelischer Kirchenkreis Bonn, Adenauerallee 37, 53113 Bonn (Tel.: 0228 / 6880 300, presse@bonn-evangelisch.de). Herausgeber sind die Kirchenkreise An Sieg und Rhein, Bonn sowie Bad Godesberg-Voreifel.

Hier die PROtestant-Ausgabe 60 zur Ansicht und zum kostenlosen Download.

Joachim Gerhardt / 29.09.2017

2017: Jetzt Karten sichern

Suchen Sie noch ein schönes Geschenk? Ab sofort gibt es die Karten für die große Bonner Reformationsgala am Abend des 31. Oktober 2017 im Telekom Dome. Augenzwinkerndes Motto: „Luther -teuflisch gut“.

Einladung zur großen Bonner Reformationsgala ganz im rheinischen Motto "Vergnügt, erlöst, befreit" Lupe

Die beiden Kirchenkreise Bad Godesberg-Voreifel und Bonn laden ein, mit Gästen aus der gesamten Gesellschaft den 500. Geburtstag der Reformation mit viel Musik, Comedy, Talk und Kanzelrede zu feiern. Die bundesweit an diesem Abend größte Reformationsfeier will die kulturelle, gesellschaftliche und religiöse Relevanz der Reformation zeigen und feiern: niederschwellig, informativ, weltoffen und unterhaltsam mit Sabine Scholt, Eckart von Hirschhausen, Präses Manfred Rekowski, Anselm Grün, Judy Bailey & Band, dem Bonner Beethoven Orchester und vielen mehr. Ab 18.30 Uhr.

Feiern Sie mit!

Karten zu beziehen: Bonnticket

Eintritt: 19,70 Euro / 15,30 Euro inklusive Gebühren (Ermäßigung gelten für Schülerinnen, Schüler, Studierende (bis 30 Jahre), Auszubildende, Bundesfreiwilligendienstleistende, Erwerbsgeminderte ab 50% GdB, Arbeitslose und Empfänger von Sozialhilfe)

Außerdem haben viele Kirchengemeinden Eintrittskarten im Angebot. Fragen Sie dort nach.

ger/gar

Präses predigt

Für die Kreissynode eine Premiere: Eröffnet wird die Tagung mit einem Gottesdienst in der neugestalteten Heilandkirche. Foto: heilandkirche.de

Am Pfingstwochenende feiert die Heiland-Kirchengemeinde die Wiedereinweihung ihrer Kirche. Der Festgottesdienst beginnt am Sonntag 4. Juni, 2017, um 11 Uhr. Die Predigt hält Manfred Rekowski, Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland.

Nach dem Gottesdienst feiert die Gemeinde in Bonn-Mehlem bis 16 Uhr ein Gemeindefest mit Spiel und Spaß für Groß und Klein.

Das Programm
13:30 Uhr
Einweihung des Jugendtreffs “Lemon”

14:00 Uhr
Mitmach-Singen mit den Kinderchören in der Kirche

ab 14:30 Uhr
Bonner Saxophon-Ensemble vor der Kirche

14:30 Uhr
Start der Gemeinderallye in der Kirche

15:30 Uhr
Ersteigern Sie eine besondere Begegnung mit unserer Gemeinde,  in der Kirche

Während des ganzen Festes:

  • Kinderschminken, Bobbycar-Parcours, Jonglieren
    (vor dem “Lemon”/Friedrich-Bleek-Straße)
  • Hüpfburg  (in der Einfahrt)
  • alkoholfreie Cocktails (im Jugendtreff “Lemon”)
  • Fotoausstellung Kirchenrenovierung (in der Kirche)
  • Bücherflohmarkt (Weg Richtung Kindergarten)
  • auf dem Kirchenvorplatz:
    Gegrilltes, Kuchen, Waffeln und Getränke
    Infostände Diakonie und Orgelausschuss

Das Programm zum Download: 2017_Programm_Einweihung_Kirche

Bereits am Samstag, 3. Juni 2017, starten die Feierlichkeiten mit einem Konzert von YOUNG HOPE Chor und Band in der Heilandkirche. Beginn ist um 19 Uhr (Einlass 18.30 Uhr). Der Eintritt ist frei, für Getränke und Snacks ist gesorgt.

Young Hope ist ein gemischter Chor mit eigener Band. Das Repertoire besteht aus aktuellen Pop- und Rock-Stücken, aber auch Gospel und Musical.

Adresse: Evangelische Heiland-Kirchengemeinde, Domhofstraße 43, 53179 Bonn, http://www.heilandkirche.de/

„Kirchenleitung im Gespräch“ über das Verhältnis zum Islam und zu Muslimen

Manfred Rekowski, Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland, sucht den Austausch über das Diskussionspapier „Weggemeinschaft und Zeugnis im Dialog mit Muslimen“ Foto: ekir.de / Eric Lichtenscheidt

Vier regionale Gesprächsabende für Presbyterien und Mitarbeitende – unter anderem im Kölner Haus der Evangelischen Kirche

Die Kirchenleitung der Evangelischen Kirche im Rheinland lädt Presbyterien, beruflich und ehrenamtlich Mitarbeitende sowie engagierte Gemeindeglieder zu vier Diskussionsabenden über das Verhältnis zum Islam und zu Muslimen in deren Regionen ein.

Die Veranstaltungen unter der Überschrift „Kirchenleitung im Gespräch“ sind Stationen auf dem Weg zur Landessynode 2018: Das oberste Leitungsgremium der rheinischen Kirche wird sich dann mit dem Zusammenleben mit Muslimen und einer theologischen Standortbestimmung im Gespräch mit dem Islam beschäftigen.


Austausch steht im Zentrum

Angestoßen wurde der Beratungsprozess, der derzeit in den Gemeinden zwischen Niederrhein und Saarland läuft, vor einem Jahr durch das Diskussionspapier „Weggemeinschaft und Zeugnis im Dialog mit Muslimen“ . Im Zentrum der vier Abende stehen der Austausch mit Mitgliedern der Kirchenleitung über Erfahrungen mit Muslimen vor Ort und Ansichten zum Islam sowie ein Zwischenstand der Diskussion im Beratungsprozess.

Die Veranstaltungen im Einzelnen:

• 25. Oktober: Dinslaken, Gemeindehaus Duisburger Straße 72;

• 14. November: Köln, Haus der Evangelischen Kirche, Kartäusergasse 9-11;

• 21. November: Solingen, Stadtkirche Ohligs, Wittenbergstraße;

• 23. November: Saarbrücken, Lutherhaus Burbach, Noldplatz 5.

Beginn ist jeweils um 19 Uhr.

 

Text: EKiR/knap

Mitmachaktion „Wir sind MitMenschen“

„Die Kraft des Geistes Gottes macht uns Beine“, sagt Präses Manfred Rekowski, das Pfingstfest im Rücken. „Wir sind immer wieder gefragt, Gesicht zu zeigen für die Sache Gottes.“ Und so startete der Präses die Mitmachaktion „Wir sind MitMenschen – Christinnen und Christen zeigen Gesicht gegen Fremdenfeindlichkeit“.

 

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Präses Manfred Rekowski präsentiert die Mitmachaktion „Wir sind MitMenschen“.

Die Aktion richte sich gegen diejenigen, die die ausgrenzen wollen, die hier Zuflucht suchen, macht der leitende Geistliche der Evangelischen Kirche im Rheinland in der Pressekonferenz zum Start von „Wir sind MitMenschen“ deutlich. Ausgrenzung sei „nicht der Weg Gottes“. In den Kirchengemeinden setzten sich Christinnen und Christen auch ganz praktisch für Flüchtlinge ein, so Rekowski. „Dieser Einsatz beeindruckt mich sehr und ich bin dankbar dafür.“

Das haben die Ministerpräsidentinnen Hannelore Kraft (NRW), Malu Dreyer (Rheinland-Pfalz) und Annegret Kramp-Karrenbauer (Saarland) sowie ihr hessischer Amtskollege Volker Bouffier gemein, der Trierer Bischof Stephan Ackermann, Evonik-Chef Klaus Engel, die Erzieherin Temis Duarte-Niermann, die Rentnerin Margret Sohn und der Präses: Sie alle sind ab heute auf dem Plakat „Wir sind MitMenschen“ vereint.

Christinnen und Christen verschiedenen Alters und verschiedener Berufe, Mitmenschen über die Partei- und Konfessionsgrenzen hinweg, Prominente oder auch nicht unterstützen die Aktion. In mehr als hundert Orten vom Niederrhein bis ins Saarland und vom Aachener Land bis ins Oberbergische hängen ab heute entsprechende Großflächenplakate. Ihre Botschaft: „Gottes Wort lehrt Nächstenliebe, nicht Hass.“

Stichwort christliches Abendland: „Wir halten Kurs“, betont der Präses auch noch einmal auf Nachfrage. Und: „Das Eintreten für Fremde ist nicht verhandelbar.“ Er berichtet von einer Begegnung mit jungen Flüchtlingen in Wermelskirchen. Sie hätten „mit glänzenden Augen“ von dem Respekt und der Achtung gesprochen, den sich die Menschen hierzulande zollen. Diese jungen Menschen, geflüchtet aus Syrien, Irak, Eritrea, Bangladesh, erleben hier laut Rekowski: „Wir sind alle Mitmenschen.“

Bei den Mitmenschen auf den Plakaten bleibt es nicht. Der Mitmachaktion haben sich bereits mehr als hundert Menschen angeschlossen. Sie lassen sich fotografieren und bekennen sich über ein Bibelzitat oder einen denkwürdigen Satz als MitMensch. Präses Rekowski: „Wir wollen die Aktion breit streuen.“

Das funktioniert praktisch so: einfach bei wirsindmitmenschen.de/formular Name und Statement eintippen und das eigene Foto hochladen. Mitmachen können auch Gruppen – zum Beispiel eine Konfigruppe, ein Seniorenkreis, ein Männertreff. Sie laden dementsprechend ein Gruppenfoto hoch.

Mehr zum Thema:

http://www.wirsindmitmenschen.de/
https://www.facebook.com/wirsindmitmenschen
https://wirsindmitmenschen.tumblr.com/
https://www.instagram.com/wirsindmitmenschen
https://twitter.com/WirMitMenschen
http://praesesblog.ekir.de/2016/05/17/wir-sind-alle-mitmenschen/

Flüchtlingsprojekte in Griechenland unterstützen

Für die Flüchtlingshilfe der Griechischen Evangelischen Kirche startet die Evangelische Kirche im Rheinland eine Spendenaktion. „Wir müssen alles tun, was in unserer Macht steht, um die Situation der Menschen zu verbessern“, heißt es im Spendenaufruf von Präses Manfred Rekowski.

 

Der  Präses hatte Anfang des Monats mit weiteren hochrangigen Kirchenvertretern Flüchtlinge in Idomeni an der griechisch-mazedonischen Grenze besucht und sich mit ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern kirchlicher Flüchtlingsprojekte getroffen. Noch immer stehe er unter den Eindrücken dieses Besuchs, berichtet er im ekir.de-Video und schreibt er im Spendenaufruf an die 719 rheinischen Kirchengemeinden. „Die katastrophale Lage der Menschen – Männer, Frauen und vieler, vieler Kinder – können wir nicht hinnehmen.“

Die Evangelische Kirche im Rheinland hat bereits etliche Gelder bereit gestellt, stockt ihre finanzielle Hilfe für Flüchtlingsprojekte in Griechenland jetzt noch einmal auf. Eine Gottesdienstkollekte Anfang März hatte mehr als 100.000 Euro für Projekte von Partnern vor Ort erbracht. Außerdem hat die rheinische Kirche weitere 30.000 Euro aus Sondermitteln für Flüchtlingsarbeit bereitgestellt, so dass mehr als 130.000 zur Verfügungstehen.

Kollektengelder gehen am 8. Mai ebenfalls an die Flüchtlingsarbeit

Diese Gelder gehen nicht nur an die Flüchtlingsarbeit der Griechischen Evangelischen Kirche, sondern auch an das Projekt Naomi und die Evangelische Kirchengemeinde deutscher Sprache, an das Ökumenische Flüchtlingsprogramm der Orthodoxen Kirche von Griechenland und an die Hilfsorganisation des Erzbistums Athen „Apostoli“.

Die Kirchenleitung hat darüber hinaus beschlossen, die von der Landeskirche zu bestimmende Kollekte für den Sonntag Exaudi, 8. Mai, umzuwidmen und die Hälfte der eingesammelten Gelder für die Flüchtlingsarbeit der Griechischen Evangelischen Kirche zur Verfügung zu stellen. Die Mittel werden für Kleidung, Ernährung und Brennmaterial verwendet sowie für die Unterbringung traumatisierter Menschen.

Spenden für die Flüchtlingshilfe der Griechischen Evangelischen Kirche: Spendenkonto IBAN DE 56 3506 0190 0000 0241 20, BIC GENODED1DKD, mit dem Verwendungszweck „Flüchtlingshilfe Griechenland“. Online-Spenden: ekir.de/url/efb