Bonner Kirchennacht 2018

Das geistliche Großereignis für Bonn: die Bonner Kirchennacht. Sie steigt am Freitag, 8. Juni 2018 zum siebten Mal.

Viele haben schon gefragt, jetzt steht der Termin: die 7. Bonner Kirchennacht findet statt am Freitag, 8. Juni 2018. Stadtweit sind dann wieder alle Kirchen aus der Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen (ACK) zur Teilnahme herzlich eingeladen.

Es soll eine wunderbare sommerliche Nacht werden, die mit ansprechendem Programm in und vor den Kirchen wieder tausende Menschen zum Besuch locken möchten, auch Menschen, die schon länger nicht mehr in einer Kirche waren. Eine Abstimmung innerhalb der ACK und des Vorbereitungskreises der Kirchennacht hatte auch noch einmal den Rückkehr dieses geistlichen Großereignisses auf den Termin an den Freitag vor dem 1. Advent diskutiert, so wie bei den ersten Bonner Kirchennächten. Erfahrungen nicht zuletzt beim Besuch der Kirchennacht jüngst in Wien haben uns aber bestärkt, im Sommer zu bleiben.

Zur letzten Kirchennacht in Bonn 2014 kamen unter dem Motto „Feuer & Flamme“ rund 15.000 Menschen zu insgesamt 128 Angeboten an 42 Orten, verteilt über das ganze Stadtgebiet: Gottesdienste, Konzerte, Lesungen, Theater, Märchen, Kabarett, Klezmer oder Kino, gemeinsam Taizé-Lieder zu singen waren ebenso im Angebot wie die Möglichkeit,, nachts Kirchentürme besteigen oder einfach nur bei Kerzenschein die besondere Atmosphäre zu genießen.

Auch die 7. Bonner Kirchennacht wird an dem Konzept der stadtweiten Angebots festhalten und sich nicht wie andere Städte allein auf die Kirchen der Innenstadt beschränken. Denkbar ist es allerdings, gerade in den Außenbezirken in ökumenischer Gemeinschaft Zentren in einer Kirche zu schaffen und Veranstaltungen zu bündeln. Auch wird es wieder ein einladendes Motto der Kirchennacht geben.

Anmeldung ab August – Anmeldeschluss 31. Oktober 2017

Schauen, hören, staunen: die Kirchennacht in Bonn öffnet immer neue viele Perspektiven (Foto: Meike Böschemeyer)

 

Im Sommer geht ein Anmeldeformular an alle Kirchengemeinden und Pfarreien in Bonn. Anmeldeschluss ist der 31. Oktober, Abgabe des Programms vor Ort, das alle Kirchen wieder frei gestalten können, soll der 23. Februar 2018 sein. Auch die 7. Bonner Kirchennacht wird wieder regional weit beworben.

Kontakt:
Zentraler Koordination Bonner Kirchennacht
c/o Evangelischer Kirchenkreis Bonn
Referat für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Mail: j.gerhardt@bonn-evangelisch.de
Tel. 0228-6880 301

www.bonnerkirchennacht.de / www.ack-bonn.de

Dinner for two: „Sternstunden“ für Paare im Kirchenpavillon

Der Kirchenpavillon lädt Paare zu einem besonderen "Dinner for Two" ein: am Dienstag, 20. Februar 2018 (Foto: © www.istockphoto.com, settaphan)

Zu einem ganz besonderen Erlebnis-Dinner unter dem Titel „Dinner for two – Sternstunden für Paare“ laden erstmals der Evangelische Kirchenpavillon und die Evangelische Beratungsstelle Bonn am Dienstag, 20. Februar 2018, von 19.00 bis 22.00 Uhr Paare ein.

Im Rahmen eines festlichen Viergänge-Menüs am Zweiertisch bei Kerzenschein und Harfenmusik im Kirchenpavillon am Bonner Kaiserplatz gibt es immer wieder kleine Impulse von Fachleuten der evangelischen Beratungsstelle, wie ein wertschätzendes und liebevolles Zusammenleben auf Dauer gelingen kann.

„Der Abend ist ein Angebot an Paare, sich wieder einmal Zeit füreinander zu nehmen, nicht über alltägliche Dinge zu reden, sondern den gemeinsamen Beziehungs-Schatz zum Thema machen“, sagt Martina Baur-Schäfer vom Evangelischen Kirchenpavillon und ist überzeugt: „Genau das stärkt die Partnerschaft, und dann kann dieser Abend zu einer Sternstunde des Miteinanders werden.“

Musikalisch begleitet wird dieses einmalige Angebot von dem Bonner Kirchenmusiker Hubert Arnold, der die Gäste mit keltischer Harfenmusik verzaubert. Inhaltlich führen die Eheberater Marianne Leverenz und Thomas Dobbek durch den Abend. „Aus der Arbeit mit Paaren wissen wir, wie wichtig es neben dem Eingebundensein in die gemeinsamen Verpflichtungen ist, ungestört Zeit in atmosphärisch angenehmer Zweisamkeit zu verbringen“, sagt Paarberaterin Marianne Leverenz. Die Idee zu diesem „Dinner for Two“, das ähnlich gestaltet bereits in mehreren Städten Deutschlands auf großen Zuspruch traf, wird zum ersten Mal im Kirchenpavillon in Bonn realisiert.

Anmeldung vorab ist Voraussetzung. Die Platzzahl ist beschränkt.

Preis pro Paar (Menü inkl.)  75 €

Reservierung:

Evangelischer Kirchenpavillon,

Kaiserplatz 1a,  53111  Bonn,

Tel.: 0228/63 90 70

 

oder Evangelische Beratungsstelle Bonn,

Tel 0228/6880 150.

Werke von Dieter Rübsaamen

Besiedlung der Abwesenheit

Verlängert bis 15. März 2018: Die Untersuchung des prekären Orts menschlichen Seins ist das Lebensthema des in Bonn lebenden Künstlers Dieter Rübsaamen. Wegen des großen Interesses wurde die Werkschau, die PTI und CJD präsentieren, verlängert.

„Das Gefühl der Welt als begrenztes Ganzes ist das Mystische.“ (Wittgenstein, 6.45 T.L.P)

Dieter Rübsaamen stellt seit über 60 Jahren im In- und Ausland aus. Anlässlich seines 80. Geburtstages sind ausgewählte Bilder aus verschiedenen Zyklen zu sehen.

In thematischen Werkgruppen untersucht Dieter Rübsaamen die Vielschichtigkeit komplexer Systeme. Mit den Philosophen Ludwig Wittgenstein und Friedrich Nietzsche verweist er auf die Grenzen der Erkenntnis und der Sprache und interpretiert die Erfahrung des Ungewissen als eine Konstante der menschlichen Existenz.

Dieter Rübsaamen arbeitet interdisziplinär und nimmt auch Bezug auf Erkenntnisse der Teilchenphysik, der Hirnforschung und der Literatur. Dem Künstler geht es um die Bildmacht der Sprache und die Sprachkraft der Bilder. Viele Exponate weisen direkte oder indirekte Beziehungen zu Suchbewegungen der Religionen auf.

Dieter Rübsaamen, geboren 1937 in Wiesbaden, arbeitet seit 1957 künstlerisch. Der promovierte Jurist war jahrzehntelang in der Kulturverwaltung tätig. Als Künstler ist er bewusster Autodidakt. Seit 1962 hat er sein inzwischen weit über 3000 Bilder umfassendes Werk in über 100 Ausstellungen im In- und Ausland ausgestellt. 1990 erhielt er ein Kunststipendium der Stadt Bonn. Er ist Träger der August-Macke-Medaille.

Dieter Rübsaamen lebt seit 1967 in Bonn.

Ausstellungsdauer
September 2017 – 15. März 201

Öffnungszeiten
Mo – Do: 9.00 – 16.30 Uhr
Fr: 9.00 – 13.30 Uhr

 

Ort
Pädagogisch-Theologisches Institut der EKiR
Christliches Jugenddorfwerk Deutschlands e.V.
Mandelbaumweg 2
53177 Bonn
Zu dieser gemeinsamen Kunstausstellung von PTI und CJD möchten wir Sie, Ihre Freunde und Bekannten ganz herzlich einladen!

Kunstgruppe im PTI
Direktor Prof. Dr. Gotthard Fermor
Dozent Kai Steffen
Bibliotheks-/Mediotheksleiterin Astrid Weber

Kontakt
A. Weber, Tel.: 0228/9523-150, astrid.weber@pti.ekir.de

Mehr Informationen finden Sie auf der Einladungskarte.

100-fach Weihnachten

Zu über 100 Gottesdiensten laden alle 13 Gemeinden des Evangelischen Kirchenkreises Bad Godesberg-Voreifel an den kommenden Weihnachtstagen herzlich ein. Mehr als 20.000 Menschen haben 2016 die Gottesdienste allein am Heiligen Abend besucht.

Der vierte Advent und Heilig Abend fallen in diesem Jahr auf einen Tag. Die so verkürzte Adventszeit mache die Sehnsucht nach Einkehr und Ruhe aber umso deutlicher, unterstreicht Superintendent und Pfarrer Mathias Mölleken. „Wir freuen uns auf diese besondere Unterbrechung unseres Alltags und hören auf die weihnachtliche Botschaft: Gott wird Mensch und lädt durch die Geburt des Kindes in Bethlehem zum Frieden.“

Gerade in unserer unfriedlichen Welt suchten Menschen nach einem „Packende“, um den gehörten Ruf zur Versöhnung und zu einem guten Miteinander in die Welt zu tragen. „Weihnachten ist ein Plädoyer für die Hoffnung, dass Gott seine Welt nicht aufgibt“, so Mölleken. „Diesen Nachschub an Hoffnung holen wir uns auch in diesem Jahr mit einem erneuten Blick in die Krippe. Mache es wie Gott: Werde Mensch!“

Die meisten Gemeinden beginnen den Heiligen Abend schon am frühen Nachmittag mit einem Gottesdienst für Familien mit kleinen Kindern, oft mit einem Krippenspiel. Am späteren Nachmittag folgt die „Christvesper“ für Erwachsene und ältere Kinder. Viele Gemeinden lassen den Heiligen Abend mit einer nächtlichen „Christmette“ ausklingen, die oft als meditativer Gottesdienst mit besonders festlicher Musik gestaltet wird.

Am Morgen des ersten Weihnachtstages feiert eine Vielzahl von Gemeinden einen Abendmahlsgottesdienst und am zweiten Weihnachtstag werden häufig Singgottesdienste oder Gesprächsgottesdienste angeboten.

Viele Gottesdienste zu Weihnachten und zum Jahreswechsel finden Sie im Terminkalender dieser Website. Mit der Suchfunktion können Sie gezielt nach den Anfangszeiten der Gottesdienste in der gewünschten Kirchengemeinde suchen.

Für die bundesweite Suche nach Gottesdienstzeiten zu Weihnachten bietet der ökumenische Online-Dienst www.weihnachtsgottesdienste.de eine Hilfe an. Nach Postleitzahlen und Orten sortiert sind die Daten von über 40.000 Gottesdiensten der evangelischen und katholischen Kirche in Deutschland abrufbar.

Neue Vorstandsmitglieder werden eingeführt

Foto: Uta Garbisch

Zwei neue Mitglieder werden im Gottesdienst am 17. Dezember im Vorstand des Evangelischen Kirchenkreises Bad Godesberg – Voreifel eingeführt. Gerlinde Habenicht und Jens Schulz waren auf der letzten Kreissynode am 11. November als stellvertretende Mitglieder des Kreissynodalvorstandes (KSV) gewählt worden. Ihre Amtszeit läuft bis zum Jahr 2024.

Gerlinde Habenicht möchte im KSV Verantwortung übernehmen und Kirche als sichtbar gewordenes Christentum unterstützen. Als größte Herausforderung der Kirche heute betrachtet die Wachtberger Presbyterin und Diakonie-Kirchmeisterin die Themen Glaubwürdigkeit und Nachfolge. Christinnen und Christen sollten sagen, was sie glauben, dabei authentisch sein und trotzdem die Gottesleere in der Welt aushalten. Habenicht (62) ist selbstständige Sport- und Gesprächstherapeutin. Sie treibt selbst mit Vergnügen Sport, kennt nahezu alle Opernhäuser und beschäftigt sich gerne mit dem Gehirn, dem Denken und dem Lernen.

Jens Schulz sieht die besondere Rolle des Kirchenkreises in der Förderung der Gemeinschaft der Gemeinden und Sicherstellung von Qualität und Erfahrungsaustausch in den verschiedenen Arbeitsbereichen. Er möchte gerne daran mitwirken, in wechselseitiger und partnerschaftlicher Ergänzung der Gemeinden dem Auftrag der Kirche nachzukommen und eine Beteiligungskultur entwickeln, die es vielen Menschen ermöglicht, Gemeinde mitzugestalten. Der gelernte Jurist ist Geschäftsleiter des nordrhein-westfälischen Justizministeriums. Privat interessiert sich Schulz (51) für Geschichte, Politik, Musik und Motorsport, insbesondere der amerikanischen Indycar-Serie.

Der Gottesdienst zur Einführung beginnt am Sonntag, 17. Dezember 2017, um 10 Uhr, in der Evangelischen Kirche Euskirchen, Kölner Straße 41.

Der Kreissynodalvorstand (KSV) ist außerhalb der Synodentagungen das wichtigste Entscheidungsgremium im Kirchenkreis. Die Amtszeit der Mitglieder beträgt acht Jahre, alle vier Jahre wählt die Kreissynode die Hälfte der Mitglieder neu. Der KSV hat die Aufsichtsfunktion gegenüber den Gemeinden und tagt monatlich. Die Leitung hat der Superintendent. Ihm zur Seite stehen Assessor und Skriba (Protokoll). Ferner gehören dem Gremium vier Synodalälteste an, Frauen und Männer aus den Presbyterien des Kirchenkreises. Sie haben jeweils eine/n gewählten Stellvertreter/in.

Geburt und Leben

Weihnachtsausgabe: Kirchenzeitung PROtestant über Erfahrungen mit dem neuen Angebot einer „vertraulichen Geburt“

Die „vertrauliche Geburt“ ist Schwerpunkt der Weihnachtsausgabe des PROtestant. Ein Angebot, das Leben rettet, das aber noch viel zu wenig bekannt ist.

In Siegburg bietet das Diakonische Werk eine Anlaufstelle. Elke Hörmann berät dort, eigens dafür ausgebildet, Frauen in ihrer Notlage sowie rheinlandweit Kolleginnen in der Beratungsarbeit. Seit drei Jahren ist es in Deutschland möglich, dass Schwangere ihr Kind im Krankenhaus oder bei einer Hebamme medizinisch sicher auf die Welt bringen können und trotzdem vorerst anonym bleiben. Nach Sicht von Fachleuten eine gute Alternative auch zur Babyklappe. Mit 16 Jahren kann das Kind dann die eigene Herkunft erfahren. „Das Angebot muss noch viel mehr Frauen bekannt werden“, sagt Elke Hörmann.

40 Jahre „EVA“: Schwangerenberatung und mehr der Diakonie in Bonn und Region

Die Kirchenzeitung für Bonn und die Region widmet sich auch dem Jubiläum „40 Jahre Eva“, der Beratungsstelle des Diakonischen Werks Bonn und Region für Schwangerschaft, Sexualität und Pränataldiagnostik. In politisch aufgeheizten Zeiten begann die Arbeit vor 40 Jahren als Schwangerenkonfliktberatung mit evangelischem Profil nach dem Motto „Immer mit der Frau – nicht gegen sie“. Inzwischen ist viel Bedarf an Beratung dazugekommen, auch durch die immer differenziertere Diagnostik vor der Geburt. „Doch immer mehr Wissen führt auch zu immer neuen Fragen“, wissen die Beraterinnen der Diakonie in der Uniklinik auf dem Bonner Venusberg.

PROtestant fragt zudem nach den wichtigsten Gestalten und Details in der Weihnachtsgeschichte und macht Vorschläge. Sie reichen von Josef über den Esel bis zur Windel und der Frage: Wo bleibt eigentlich der Hund an der Krippe?

Die Zeitung PROtestant erscheint drei Mal im Jahr mit einer Auflage von 6.300 Exemplaren. Sie kann kostenlos bezogen werden: Evangelischer Kirchenkreis Bonn, Adenauerallee 37, 53113 Bonn (Tel.: 0228 / 6880 300, presse@bonn-evangelisch.de). Herausgeber sind die Kirchenkreise An Sieg und Rhein, Bonn sowie Bad Godesberg-Voreifel.

SERVICE: Hier die aktuelle Ausgabe Nr. 61 zum Nachlesen und kostenlosen Download

„Jedem Stern ein Engel“

Weltgedenktag für verstorbene Kinder am 10.12.

Der Tod eines Kindes tut weh. Eltern leiden, Geschwister leiden. „Es hatte doch sein ganzes Leben noch vor sich! Warum das Kind, warum nicht ich?“, fragen sich Mütter wie Väter.

Die Wunde bleibt.

„Das Herz schlägt nicht mehr“, sagte unser Frauenarzt. Beim letzten Mal hatten meine Frau und ich im Ultraschall das winzige schlagende Herz gesehen. Wir hatten Träume vom Leben mit diesem Kind. Wie so viele Männer habe ich das Ende damals eher nüchtern gesehen. Meine Frau hatte schon eine ganz andere Beziehung zum Leben, das da in ihr herangewachsen war. Männer und Frauen trauern unterschiedlich. Das belastet viele Paare.

Diese Not begegnet mir auch als Notfallseelsorger, wenn ich Eltern nach einem plötzlichen Tod betreue oder die Polizei begleite, die den Eltern die traurige Botschaft bringt. Eine ganze Welt bricht zusammen. Niemand will seine Kinder vergessen. Darum wird sich die Trauer verändern, aber sie kann kein Ende haben.

Orte für die Trauer

Unsere glücklose Schwangerschaft liegt jetzt 20 Jahre zurück. Inzwischen dürfen auch diese winzigen Fehlgeburten beerdigt werden. Können die Eltern dies nicht, sind die Krankenhäuser verpflichtet, eine gemeinsame Bestattung zu organisieren. In Euskirchen geschieht dies zweimal im Jahr. Es fließen Tränen, aber die Eltern haben einen Ort für ihre Trauer und für ihren Schmerz. Wir wussten damals gar nicht richtig, wohin damit.

Immer am zweiten Sonntag im Dezember, mitten in der Adventszeit und kurz vor dem Weihnachtsfest, liegt der Gedenktag für verstorbene Kinder. Abends um 19 Uhr stellen betroffene Eltern und Angehörige eine Kerze ins Fenster. So zieht eine weltweite Lichterkette um die ganze Welt. Alle, die mitmachen, wissen: „Wir sind nicht allein. Wir versuchen, unsere Leben zu meistern. Unsere Trauer gehört zu uns.“

Gedenkfeier am 10. Dezember

In Euskirchen wird dazu seit Jahren eine ökumenische Gedenkfeier von der Krankenhausseelsorge am Marien-Hospital gemeinsam mit betroffenen Familien vorbereitet. Dieses Jahr findet die Feier am 10. Dezember um 16 Uhr in der Neuapostolischen Kirche in der Unitasstr. 38 statt.

 

Sternenbaum erfüllt Wünsche

Foto: Kirchengemeinde Meckenheim

Alleinerziehende, Familien mit vielen Kindern, Menschen, die Arbeitslosengeld II (Hartz IV) beziehen, Flüchtlinge und verschiedene andere Personengruppen wenden sich regelmäßig hilfesuchend an die Sozialberatung in Meckenheim. Das Einkommen der Ratsuchenden ist gering, für Sonderwünsche fehlt häufig das Geld. In der Adventszeit werden jedoch viele Wünsche geweckt. Deshalb bittet Ralf Jeuschede vom Diakoniezentrum in der Meckenheimer Arche, die Weihnachtsaktion „Sternenbaum“ zu unterstützen.

Wie in den vergangenen Jahren werden in den drei Meckenheimer Gemeindezentren Weihnachtsbäume mit Wunschsternen aufgestellt. Wer sich beteiligen möchte, entnimmt dem Weihnachtsbaum einen Stern, um die Person mit einem Geschenk im Wert von etwa 25 Euro zu beschenken. Das verpackte Geschenk kann gemeinsam mit dem Stern bis Freitag, 15. Dezember 2017, in einem der drei Gemeindezentren oder bei der Sozialberatung in der Arche abgeben werden.

Hier die Adressen in Meckenheim:

Christuskirche, Dechant-Kreiten-Straße
Kirchenzentrum „Arche“, Akazienstraße 3, Merl
Friedenskirche, Kurt-Schumacher-Straße 22/Neue Mitte

Für Rückfragen steht Ralf Jeuschede unter Telefon (0 22 25) 38 10 zur Verfügung.

EB/gar

„Türckenbüchlein“

Um „Feindbilder – gestern und heute“ geht es am 15. Dezember in zwei Vorträgen mit Diskussion. Der in Göttingen lehrende protestantische Kirchenhistoriker Prof. Dr. Thomas Kaufmann hat in seinem „Türckenbüchlein“ die Deutungsmuster über die Türken und die „türkische Religion“ zur Zeit Luthers und hinsichtlich ihrer Wirkung auf die innerchristliche Auseinandersetzung untersucht. Er fragt in seinem Vortrag, wie sich diese auf das Selbstbild der Christen auswirkt.

Der Sozialpsychologe und wissenschaftlicher Leiter des Zentrums für Türkeistudien und Integrationsforschung Prof. Dr. Haci-Halil Uslucan in Essen referiert über den psychologischen Sinn und Unsinn von Feinbildern.

Im Podiumsgespräch mit weiteren Gästen aus Bad Godesberg und Umgebung wollen die Veranstalter „vergangene Feind-Bilder“ in Bezug zur Gegenwart setzen.

Die Veranstaltung findet am Freitag, 15. Dezember 2017, von 15 bis 18 Uhr, im Gemeindehaus der Johannes-Kirchengemeinde, Bonn-Bad Godesberg, Zanderstraße 51, statt.

Sie wird im Rahmen der Bildungsreihe „Deutsch-türkische Beziehungen gestern und heute“ organisiert von ANqA e.V. (Verein für transkulturelle Bildung) in Kooperation mit der Johannes-Kirchengemeinde, Bonn-Bad Godesberg

Literaturhinweis: Thomas Kaufmann, »Türckenbüchlein«, Zur christlichen Wahrnehmung »türkischer Religion« in Spätmittelalter und Reformation, 1. Auflage 2008, Vandenhoeck & Ruprecht.

Das Programm der Veranstaltung.

„Vergiss Dich nicht“ – Achtsamkeitsseminar für Frauen in Rheinbach

An alle Frauen, die auf der Suche nach innerer Ruhe und Gelassenheit sind, richtet sich das Seminar „Vergiss Dich nicht“. Die Teilnehmerinnen haben die Gelegenheit, sich mit Gleichgesinnten etwas Gutes zu tun, Stärkung zu finden oder sich einfach eine Auszeit zu nehmen.

Neben dem intensiven Austausch bietet Referentin Christiane Koreny Übungen aus der Achtsamkeitspraxis an. Sie ist Fachfrau für systemische Therapie und Beratung. Achtsam sein bedeutet: Sehr bewusst auf das zu achten, was man gerade tut, fühlt oder denkt. Eine achtsame Haltung im Alltag bewirkt Stressreduktion und führt zu mehr Gelassenheit, Klarheit und Präsenz. Die Wirksamkeit ist schnell spürbar und durch kleine Übungen im Alltag gut umsetzbar.

Der Achtsamkeits-Nachmittag findet am Samstag, 9. Dezember 2017, von 14 bis 18 Uhr, im Evangelischen Gemeindehaus Gnadenkirche, Ramershovener Straße 6, in Rheinbach statt. Die Kosten betragen 15 Euro (Ermäßigung möglich). Wer teilnehmen möchte, kommt am besten in lockerer, bequemer Kleidung und bringt eine Isomatte, eine Decke und ein Kissen mit.

Anmeldungen nimmt die Frauenbeauftragte des Evangelischen Kirchenkreises Bad Godesberg-Voreifel bis zum 4. Dezember unter Telefon 0228 / 30787-14 oder per Mail frauenbeauftragte-bgv@ekir.de entgegen.

 

Tanz-Meditation für Frauen

Foto: privat

Einen Tag der Meditation im Tanz, in der Stille und im Schweigen können Frauen gemeinsam erleben. Unter der Leitung der Tanzpädagogin und Meditationslehrerin Chadigah Kissel geht es darum, innezuhalten und ruhig zu werden, um den Einklang mit sich selbst zu finden. Der Tag soll so auf den Advent einstimmen.

Die Tanz-Meditation ist ein Angebot von Sabine Cornelissen, Frauenbeauftragte des Evangelischen Kirchenkreises Bad Godesberg-Voreifel. Sie findet am Samstag, 2. Dezember 2017, von 10 bis 17 Uhr, im Dietrich-Bonhoeffer-Haus, Bendenweg, Swisttal-Odendorf statt.

Die Kosten betragen 25 Euro. Anmeldung unter 0228 / 30787-14 oder per Mail an frauenbeauftragte-bgv@ekir.de. Wer teilnimmt, bringt bitte bequeme Kleidung, Decke, ein kleines Kissen und etwas Vegetarisches für das gemeinsame Mittagessen mit.

Luther vom Sockel geholt

Sie wollen, dass die Reformation weitergeht. Sie denken, Luther hatte viele gute Gedanken. Aber sie glauben, dass seine Gedanken zum Austausch mit Andersgläubigen reformbedürftig sind. Also haben sich Schülerinnen und Schülern der Oberstufe des Amos-Comenius-Gymnasiums mit dem Reformator auseinander gesetzt. Dazu haben sie die vorhandene Lutherbüste von ihrem Sockel geholt und diesen ganz neu gestaltet.

Ausgangspunkt war ein Zitat von Khalil Gibran (*1883 im Libanon; † 1931 in New York City). Er war ein libanesisch-amerikanischer Maler, Philosoph und Dichter christlichen Glaubens. Es lautet: Sagt nicht: „Ich habe die Wahrheit gefunden“, sagt lieber: „Ich habe eine Wahrheit gefunden“.

Die rund 15 Oberstufenschülerinnen und -schüler haben diese Worte in fast 40 Sprachen übersetzt, damit alle sie verstehen. Die Zitate schmücken nun den Luther-Sockel, der auch einen neuen Anstrich erhielt. Luther sitzt jetzt auf einer Bank daneben. Wer will, kann  sich dazu setzen. „Erst wenn man diesen Satz begriffen hat, kann man Dialog mit Andersgläubigen auf Augenhöhe erleben“, so das Resümee der Schüler und Schülerinnen.

Das Kunstwerk „Luther lernt noch etwas“ entstand am 13. Oktober unter der Anleitung von Helgard Rehders (Presbyterin der Johannes-Kirchengemeinde) und Marianne Horling (Leiterin des URI, United Religions Initiative, Bonn). An diesem Tag feierte das  Amos-Comenius-Gymnasium ein vorgezogenes Reformationsjubiläum, weil der der 31. Oktober ja Feiertag und damit schulfrei war. Aktuell kann die neu gestaltete Luther-Installation in der Johanneskirche Bad Godesberg, Zanderstraße 51, besichtigt werden. Im Dezember wird sie in der  Immanuelkirche Bad Godesberg, Tulpenbaumweg zu sehen sein.

Text: Jette Evers/Helgard Rehders/gar

Foto: Marianne Horling