In Himmelsenergie investiert

Engagiert für Solarenergie: Annette Unkelbach mit Reinhard Loch (von li.) und Manuel Esser auf dem Dach der Pauluskirche. Solarexperte Alexander Krieg sowie Stefan Haupt und Marius Rüddel von den Stadtwerken sorgen für die Technik. Foto: Uta Garbisch

„Wir können mehr, also machen wir mehr“, erklärt Annette Unkelbach das Großprojekt „Himmelsenergie“. Gemeint ist eine Solar-Anlage, die gerade auf dem Dach der Pauluskirche in Bonn-Friesdorf entsteht. 160 Solarmodule auf 400 Quadratmetern Dachfläche werden dann jährlich etwa 57.000 Kilowattstunden Strom produzieren. Das entspricht dem Stromverbrauch von 40 Ein-Personen-Haushalten. Ein Teil davon deckt den Eigenbedarf des Gemeindezentrums, der größere Teil wird ins öffentliche Stromnetz eingespeist. So spart die Thomas-Kirchengemeinde Strom und rund 23 Tonnen klimaschädliches CO2. Die Kosten betragen 72.000 Euro, die sich in 16 bis 20 Jahren amortisieren dürften. Ein echtes Vorzeigeprojekt also. Das bestätigt auch der landeskirchliche Klimaschutzmanager Waldemar Schutzki. Er kennt in der ganzen rheinischen Landeskirche kein größeres Photovoltaik-Projekt.

Wer, wenn nicht wir?

160 dieser Module kommen auf das Dach. Foto: Uta Garbisch

Für Umweltbeauftragte Annette Unkelbach ist die Himmelsenergie ein echtes Herzensanliegen. Zusammen mit Manuel Esser, Reinhard Loch, Susanne Walter und Stephan Ebeling hat sie den Bau vorangetrieben. Vor gut zwei Jahren haben sie mit 20 anderen Leuten „Paulus For Future“ (PFF) gegründet, quasi ein protestantischer Ableger der globalen Klimaschutzbewegung „Fridays For Future“. „Es kann so nicht weitergehen. Unsere Generation hat es verbockt“, sagt die 57-Jährige mit Blick auf die Klimakrise. „Ich muss in dieser Welt noch sehr lange leben“, begründet Manuel Esser (27) sein Engagement. So haben sich beide auch als Presbyteriumsmitglieder für die Nachhaltigkeitsziele eingesetzt. „Wer soll es denn tun, wenn nicht wir als Kirche“, betont Unkelbach. „Das eine echte Investition in die Zukunft und ein wichtiger Beitrag zur Bewahrung der Schöpfung.“

Perfekt geneigt und ausgerichtet, hier entsteht die Anlage. Foto: Uta Garbisch

Die Gemeindeleitung hat im letzten August den Kauf der 60 kWp-Anlage beschlossen. Eine halb so große Anlage hätte sich zwar wirtschaftlich eher gerechnet, aber die Gemeinde wollte mehr. Ihre Thomas-Stiftung sorgt für die Anschubfinanzierung, viele private Spenden und die Förderung durch die Stadt Bonn tragen ebenfalls zum Gelingen bei. Die Stadtwerke Bonn fungieren als Generalunternehmer und gewähren Rabatt. Im Mai soll die Anlage ans Netz gehen.

Schon seit Anfang 2021 hatte die Kirchengemeinde Solar-Erfahrung gemacht. Mit einer 600 Watt-Steckeranlage hat sie genug „Himmelsenergie“ gesammelt, um damit die drei Kühlschränke des Gemeindezentrums zu betreiben. Ein Repair-Café, Blühbeete und eine Pflanzentauschbörse gehören ebenso zum Angebot. Die Ideen gehen Annette Unkelbach und dem PFF-Team nicht aus. Da noch einige Dachflächen „frei“ sind, sollen sie begrünt werden.

Info-Veranstaltung am 17. Mai

Für das Photovoltaik-Vorzeigeprojekt sind Spenden der Gemeindemitglieder fest eingeplant. Ein Spendenbarometer im Kirchenvorraum zeigt symbolisch die 160 Module. Etliche sind schon vergeben, etwa 33.000 Euro kamen so zusammen. Spender:innen können ab 50 Euro für ein Achtel eines Moduls einsteigen.

Es sind noch Plätze frei: Annette Unkelbach vor dem Spendenbarometer. Foto: Uta Garbisch

Wer mehr über Solarenergie und ihre Einsatzmöglichkeiten wissen will, ist zu einem Infotermin eingeladen. Annette Unkelbach und Reinhard Loch informieren Interessierte über ihre Erfahrungen, Kosten, Möglichkeiten und Hindernisse auf dem Weg dorthin. Beginn ist am Dienstag, 17. Mai 2022, um 19 Uhr im Café Selig, In der Maar 7.

Spendenkonto:
Evangelische Thomas-Kirchengemeinde Godesberg
IBAN DE85 3705 0198 0020 0010 61
Betreff „Himmelsenergie“

Mehr über das Projekt auf der Webseite der Gemeinde

Rock + Pop + Cello

Eine ganz außergewöhnliche, aber absolut reizvolle musikalische Kombination ist am 18. September beim Kultur.Abend.Segen in der Pauluskirche zu erleben. Die Sängerin und Songwriterin Anja Lerch trifft mit Hits aus Pop und Rock und eigenen Liedern auf ein klassisches Cello, gespielt von Anja Schröder. Anja Lerch (WDR-Rockpalast, Voice of Germany) steht für starke Rhythmen und kraftvolle Töne, während Anja Schröder (Cellistin der Duisburger Symphoniker) den warmen Ton des Cellos und ruhige Momente einbringt. Keine der beiden Musikerinnen verleugnet sich dabei selbst, vielmehr behaupten beide in ihrer Musik: „I am, what I am.“

Rezitatorin Anja Martin und Pfarrer Dr. Jochen Flebbe nehmen das musikalische Programm in kleinen Texten auf und behaupten ebenso nachdenklich wie frech gegen alle Selbstoptimierung und überzogene Selbstzweifel: „Ich bin, was ich bin.“

Der Kultur.Abend.Segen „I am, what I am.“ beginnt am Freitag, 18. September 2020, um 18 Uhr, in Pauluskirche der Thomas-Kirchengemeinde in Bonn-Friesdorf, In der Maar 7. Eintritt frei,  Spende für die Künstlerinnen erbeten.

EB/gar

Himmelsenergie gewinnt

Hier kommt bald grüner Strom aus der Steckdose: Himmelenergie in der Pauluskirche. Foto: Kirchengemeinde

Über einen grandiosen fünften Platz freut sich Paulus.For.Future. Ihr Projekt „Himmelsenergie“ hat unter den zwölf Finalisten im VRK-Gemeindegrün-Wettbewerb diesen Rang erzielt. Der fünfte Platz ist mit 1.000 Euro Preisgeld dotiert. Damit lässt sich auf jeden Fall das erhoffte Solar-Panel umsetzen und bald können Besucher*innen die himmlische Energie vom Dach der Pauluskirche auch ganz praktisch ernten.

„Das wäre ohne das fleißige Abstimmen, Weiterverbreiten, Werben und Motivieren jedes und jeder Einzelnen von Euch nicht möglich gewesen. Deshalb wollen wir ganz groß DANKE sagen!“, schreiben Annette Unkelbach und Manuel Esser von Paulus.For.Future (PFF).

Das Team lädt zudem zum Erntedank-Gottesdienst am Sonntag, 27. September 2020, um 11 Uhr, ein, den PFF mitgestaltet. Der Gottesdienst findet passend dazu Open-Air am Annaberger Schloss statt. Im Anschluss erzählen die Verantwortlichen gerne, wie PFF das Gemeindeleben konkret nachhaltiger gestaltet.

Mit einer Steckersolaranlage will die Thomas-Kirchengemeinde Strom erzeugen und die Energie unmittelbar allen in der Gemeinde zur Verfügung stellen. Daher beteiligte sie dich an dem Wettbewerb, bei dem bis zu 3.000 Euro zu gewinnen waren. Die kleine Solaranlage soll auf dem Dach des Gemeindezentrums Pauluskirche installiert werden. Der Wettbewerb „Gemeindegrün“ wird vom VRK (Versicherer im Raum der Kirchen) ausgerichtet und fördert Umweltprojekte.

Im Finale!

Mit Solarstrom das E-Bike laden? Paulus For Future will dafür sorgen. Foto: Kirchengemeinde.

Platz 12 für die „Himmelsenergie“: Damit zieht das Projekt der Pauluskirche ins Finale des Wettbewerbs „Gemeindegrün“ wird vom VRK (Versicherer im Raum der Kirchen) ein. Doch jetzt wird es erst richtig ernst. Denn von den zwölf Finalisten werden nur die ersten acht gefördert.

Bis Donnerstag, 10. September, um Mitternacht kann jede Person nun noch einmal abstimmen. Diesmal muss die Stimme per E-Mail bestätigt werden. Hier geht es direkt zur Stimmabgabe:

https://vrk-gemeindegruen.de/projekte/5f31ccf57df6440cc773cd68

In den vergangenen drei Wochen haben die Initiative „PFF – Paulus For Future“ und Umweltbeauftragte Annette Unkelbach sich ihren 12. Platz hart erkämpft. Insgesamt hatten sich 56 Projekte beworben. „Es kommt also noch einmal auf uns alle an! Bitte motiviert und mobilisiert Familie, Freunde, Bekannte – auch die Tante in Amerika oder der Cousin in Neuseeland dürfen ihre Stimme für uns abgeben!“, bittet Unkelbach.

Mit einer Steckersolaranlage will die Thomas-Kirchengemeinde Strom erzeugen und die Energie unmittelbar allen in der Gemeinde zur Verfügung stellen. Daher beteiligt sie dich an einem Wettbewerb, bei dem bis zu 3.000 Euro zu gewinnen sind. Die kleine Solaranlage soll auf dem Dach des Gemeindezentrums Pauluskirche installiert werden. Der Wettbewerb „Gemeindegrün“ wird vom VRK (Versicherer im Raum der Kirchen) ausgerichtet und fördert Umweltprojekte. Am 11. September werden dann die Gewinnerprojekte bekanntgegeben.

Von der Carnegie Hall zum Kulturabendsegen

Neues Soloprogramm in der Pauluskirche: Leon Gurvitch. Foto: Veranstalter

Der Hamburger Komponist und Pianist Leon Gurvitch steht am 11. September mit seinem Soloprogramm „I got Rhythm“ im Zentrum des nächsten Kultur.Abend.Segens in der Pauluskirche in Friesdorf.  Gurvitch hat schon in der Carnegie Hall und in der Elbphilharmonie gespielt und stellt nun sein neues Programm in der Pauluskirche vor. Seine mitreißende Musik verleiht jedem Zuhörer das Gefühl, selbst Rhythmus zu haben und kombiniert Jazz mit Klezmer-Elementen, russischer Folklore und lateinamerikanischen Klängen.

In kleinen Texten fragen die Bonner Rezitatorin Anja Martin und Pfarrer Dr. Jochen Flebbe nach dem Rhythmus des Lebens zwischen Hektik und Stille. Auch für Leon Gurvitch ist dieses besondere Konzert in der Reihe Kultur.Abend.Segen mit seinem Mix aus viel Musik und einigen nachdenklichen und heiteren Worten und dem Ausklang mit einem beschwingten Abendsegen eine echte Premiere. Einmal mehr unterstützt die Pauluskirche einen großen Künstler, der in Corona-Zeiten in seinen Auftrittsmöglichkeiten stark beschränkt war.

Der Kultur.Abend.Segen mit Leon Gurvitchs „I got Rhythm“ beginnt am Freitag, 11. Sepember 2020, um 18 Uhr, in der Pauluskirche der Thomas-Kirchengemeinde in Bonn-Friesdorf, In der Maar 7. Eintritt frei, Spenden erbeten.

EB/gar

Mit Musik und Segen ins Wochenende

Multiflötistin Cordelia Loosen-Sarr in Aktion. Foto: © Laurence Chataigne

Jeden Freitag im September um 18 Uhr „läutet“ die Pauluskirche in Friesdorf das Wochenende ein: mit viel Musik und einigen nachdenklichen Worten. In der zweiten Staffel der Reihe „Kultur.Abend.Segen“ möchte Pfarrer Jochen Flebbe in der Corona-Zeit, in der Veranstaltungen immer noch nur eingeschränkt stattfinden können und Künstler weiter ums Überleben kämpfen, Künstlern die Möglichkeit zum Auftritt und der Publikumsgemeinde eine Gelegenheit zu Genuss, Besinnung und Musikerleben geben.

Jazz, Klassik und Weltmusik laden zum Entspannen, Lauschen, Nachdenken und Mitschwingen ein. Kleine Texte der Godesberger Rezitatorin Anja Martin und der Abendsegen nehmen die Musik thematisch auf und wollen gedanken- und gefühlvoll ins Wochenende überleiten. Die Reihe startet am 4. September mit „Music for Life“. Die Wachtberger Multiflötistin Cordelia Loosen-Sarr wird begleitet von Urs Fuchs (Gitarre, Percussion, Vocals), der schon mit Deep Purple, Charlie Mariano oder Wolfgang Niedecken spielte. Beide bauen mit ihrer Musik Brücken zwischen Jazz, orientalischen, spanischen, afrikanischen Klängen und wollen über Grenzen hinweg ein Band zwischen Menschen knüpfen. Eine Woche später ist Leon Gurvitch mit seinem Solopiano unter dem Motto „I got Rhythm“ zu hören. Am 18. September singen und spielen in der Rubrik „Singer, Songwriter und Cello“ Anja Lerch und Anja Schröder in ihrer einmalig bezaubernden Kombination: „I am what I am“. Zum Schluss der Reihe wird’s dann klassisch mit der Sopranistin Karola Pavone, begleitet von Boris Radulovic am Klavier, und dem Liederabend: „Schöne Welt – wo bist Du?“

Immer freitags: Der Kultur.Abend.Segen in der Pauluskirche. Foto: Archiv

Der Eintritt ist frei, um Spenden zur Unterstützung der Künstlerinnen Künstler wird gebeten. Wegen eines reduzierten Platzangebotes aufgrund der Coronabestimmungen wird um ein frühes Erscheinen gebeten, eine Anmeldung ist nicht nötig. Weitere Informationen auch im Internet auf der Homepage der Kirchengemeine: www.thomas-kirchengemeinde.de.

Kultur.Abend.Segen SEPTEMBER in der Pauluskirche, In der Maar 7, 53175 Bonn, jeweils Freitag 18 Uhr:

04.09.: Cordelia Loosen-Sarr & Urs Fuchs: MUSIC FOR LIFE (Flöte, Gitarre, Percussion)

11.09.: Leon Gurvitch: I GOT RHYTHM (Solopiano)

18.09.: Anja Lerch & Anja Schröder: I AM WHAT I AM (Singer, Songwriter, Cello)

25.09.: Karola Pavone & Boris Radulovic: SCHÖNE WELT, WO BIST DU (Schubert, Wolf u.a.)

EB

Für Himmelsenergie abstimmen

Mit Solarstrom das E-Bike laden? Paulus For Future will dafür sorgen. Foto: Kirchengemeinde.

Mit einer Steckersolaranlage will die Thomas-Kirchengemeinde Strom erzeugen und die Energie unmittelbar allen in der Gemeinde zur Verfügung stellen. Daher beteiligt sie dich an einem Wettbewerb, bei dem bis zu 3.000 Euro zu gewinnen sind. Dafür kann jeder und jede seine Stimme abgeben. Deshalb bittet die im Februar gegründete Initiative „PFF – Paulus For Future“ um Unterstützung und möglichst viele Voten. „Jede Stimme zählt!“, so die Umweltbeauftragte Annette Unkelbach, die sich für eine klimagerechte Gemeinde einsetzt.

Die kleine Solaranlage soll auf dem Dach des Gemeindezentrums Pauluskirche installiert werden. Der Wettbewerb „Gemeindegrün“ wird vom VRK (Versicherer im Raum der Kirchen) ausgerichtet und fördert Umweltprojekte.

Abgestimmt werden kann vom 18. August bis zum 8. September 2020 für den Einzug ins Finale, und zwar einmal täglich pro Endgerät (ohne Registrierung).

Hier geht’s direkt zur Stimmabgabe für die „Himmelsenergie“:

https://vrk-gemeindegruen.de/projekte/5f31ccf57df6440cc773cd68

Im Finale vom 8. bis 10. September kann dann nur noch einmal pro E-Mail-Adresse abgestimmt werden.

 

Alarmstufe Rot

Rot illuminiert in der #nightoflight2020: die Pauluskirche. Foto: Daniel Müller

Montagabend in Friesdorf: Die Pauluskirche ist rot angestrahlt. Die Thomas-Kirchengemeinde In Bad Godesberg zeigte so Solidarität mit der Veranstaltungsbranche. In vielen Städten in ganz Deutschland waren rot angestrahlte Gebäude zu sehen. Mit den leuchtenden Mahnmalen wollte die Veranstaltungsbranche auf ihre prekäre Lage in der Corona-Krise hinweisen.

Die  Initiatoren der Aktion „Night of Light“ hatten dazu aufgerufen, bundesweit Bauwerke in rotes Licht zu tauchen.

Die Verantwortlichen in der Pauluskirche bieten mit der Reihe Kultur.Abend.Segen bereits seit Anfang Juni wieder Live-Erlebnisse, die zugleich Künstler*innen, denen das Corona-Virus Auftrittsmöglichkeiten und Lebensgrundlage entzogen hat, wieder eine Möglichkeit.

Nächster Termin:

UNTER DEN WORTEN. André Krengel: Sologitarre
Freitag, 26. Juni 2020, 18 Uhr, Ev. Pauluskirche, In der Maar 7, 53175 Bonn
Eintritt frei – Spenden zur Unterstützung der Künstler erbeten.
Begrenzte Platzzahl, um frühzeitiges Erscheinen wird gebeten.

 

Küster Daniel Müller hat fotografiert:

Fly to Alhambra

FLY TO ALHAMBRA. Foto: www.syntopia.net

Weltmusik und ein Hauch islamischer Mystik beim Kultur.Abend.Segen am 19. Juni: Fly to Alhambra ist eine Komposition von Albrecht Maurer und im besten Sinne Weltmusik. Sie ist Ausgangspunkt für eine Reise durch Zeit und Raum. Flamenco, balkaneske Folklore und Klangfarben der Seidenstraße verbinden sich in Maurers Notenvorgaben virtuos zu einer einheitlichen Tonsprache.

Das Kölner Duo aus Fidel (Albrecht Maurer) und Flöte (Kerstin de Witt) liefert sich heiße musikalische Duelle und schwingt dann wieder gemeinsam im Takt. Anja Martin (Stimme) und Pfarrer Dr. Jochen Flebbe (Liturgie) fragen in kleinen Texten, wie sich Verschiedenes zu einer Einheit verbinden lässt und wie Unterschiede zusammenhalten können. Sie greifen dabei den inneren Bezug der Musik zum arabischen Spanien des Mittelalters auf und bringen die sanfte Stimme islamischer Mystik zu Gehör.

Die Veranstalter möchten mit dieser Reihe Menschen wieder Live-Erlebnisse gewähren, die zum Mitfühlen und Nachdenken anregen und zugleich Künstlern, denen das Corona-Virus Auftrittsmöglichkeiten und Lebensgrundlage entzogen hat, wieder eine Möglichkeit zu einem Auftritt bieten. Deshalb gehen die Spenden des Abends komplett an die Künstler*innen.

Das Konzert beginnt am Freitag, 19. Juni 2020, um 18 Uhr, in der Pauluskirche der Thomas-Kirchengemeinde, In der Maar 7, 53175 Bonn.
Eintritt frei – Spenden zur Unterstützung der Künstler erbeten. Begrenzte Platzzahl, um frühzeitiges Erscheinen wird gebeten.

EB/gar

URLICHT – ein musikalisches Ringen

Marie Seiler singt beim Kultur.Abend.Segen. Foto: www.marie-seidler.de

Das Ringen um ein menschliches Miteinander, nach Leben, Glauben und Liebe steht am 12. Juni im Mittelpunkt eines Liederabends mit Liedern von Gustav Mahler, Franz Schubert, Hugo Wolf und Johannes Brahms in der Pauluskirche in Bonn-Friesdorf. Mit Marie Seidler, Mezzosopran, kehrt eine gebürtige Bonnerin in ihre Heimat zurück, die inzwischen an vielen Bühnen und Festivals zu Haus ist. Seidler darf als Spezialistin in der Liedinterpretation gelten. Mit dem Kölner Toni Ming Geiger hat sie einen kongenialen Partner am Klavier gefunden. Die Friesdorfer Sprecherin und Wortkünstlerin Anja Martin wird die Lieder durch Texte zu Ringen um Licht und Hoffnung ergänzen.

Pfarrer Dr. Jochen beschließt den Abend, der in der Reihe Kultur.Abend.Segen stattfindet, mit einem Segen. Die Ev. Pauluskirche möchte mit dieser Reihe Menschen wieder Live-Erlebnisse ermöglichen, die zum Mitfühlen und Nachdenken anregen und zugleich Künstlern, denen das Corona-Virus Auftrittsmöglichkeiten und Lebensgrundlage entzogen hat, wieder eine Möglichkeit zu einem Auftritt bieten.

Der Liederabend „URLICHT“ beginnt am Freitag, 12. Juni 2020, um 18 Uhr, in der Pauluskirche der Thomas-Kirchengemeinde, In der Maar 7, 53175 Bonn.
Eintritt frei – Spenden zur Unterstützung der Künstler erbeten.

EB/gar

Zuspruch pflücken

Für Paula und alle anderen: Grüße im Apfelbaum. Foto: Kirchengemeinde

Sonnenblumen-Samen, eine Kette am Kreuz und der persönliche Konfirmationsspruch: Weil ihre Konfirmation am Sonntag Corona-bedingt nicht stattfinden konnte, haben die Konfirmandinnen und Konfirmanden einen ganz persönlichen Gruß erhalten. Am Sonntagvormittag konnten die Jugendlichen ihr persönliches Tütchen aus dem Luther-Apfelbaum im Kirchhof der Pauluskirche in Friesdorf „pflücken“.  Jugenddiakon Daniel Schöneweiß, Konstanze Ebel als im Bereich Kinder und Jugendliche engagiertes Gemeindemitglied und Pfarrer Dr. Jochen Flebbe haben sich die kleine Aktion ausgedacht. Fast alle der 26 Mädchen und Jungen kamen vorbei. „Es gab eine ganz tolle Resonanz und viele glückliche Rückmeldungen“, berichtet Schöneweiß.

Geistliche und andere Nahrung. Foto: Kirchengemeinde

Das Team wollte diesen besonderen Tag nicht einfach so verstreichen lassen, so Flebbe. Das persönliche Bibelwort für jeden und jede sei ein „ermutigender Zuspruch in dieser Krisenzeit und als Motto für das ganze Leben“. Die kleine Aktion könne natürlich den auf den Herbst verschobenen großen Konfirmationsgottesdienst nicht ersetzen. Aber so solle die Verbundenheit der Konfirmandinnen und Konfirmanden auch in der Krisenzeit aufrechterhalten und gestärkt werden.

EB/gar

Wie Karfreitag feiern?

Sendet an Karfreitag aus Bad Godesberg: der WDR-Ü-Wagen. Foto: Petra Schulze (Symbolbild)

WDR-Radiogottesdienst kommt aus Bad Godesberg: „O Haupt voll Blut und Wunden“, das wohl bekannteste Passionslied des Protestantismus, steht im Mittelpunkt des Radio-Gottesdienstes am Karfreitag auf WDR 5. „Gott und Mensch kommen sich Karfreitag am Kreuz näher als zu Weihnachten in einer Krippe“, meint Pfarrer Siegfried Eckert in seiner Predigt über diesen alten Choral. Gesendet wird ab 10 Uhr an Karfreitag aus der Pauluskirche in Bonn-Friesdorf.

Paul Gerhardts Lied entstand zur Zeit des 30-jährigen Krieges. Die Pest ging um. Er musste seine Frau und vier von fünf Kindern zu Grabe tragen. Siegfried Eckert verbindet die Interpretation des Chorals und das Leid seines Dichters mit der Frage, was es heißt, heute Karfreitag zu feiern. In Zeiten von Corona, wo Flüchtlinge vor abgeschotteten EU-Außengrenzen lagern. Wie kann man im Angesicht von Leid und Tod unter dem Kreuz Trost finden?

Schließlich werden Zeugnisse von Menschen gelesen, die von ihren persönlichen Passionszeiten erzählen. Das sind das Ehepaar Bleck, die auf immer noch ungeklärte Weise ihren Sohn verloren. Farhad Mosavi, der 2014 mit seiner Familie aus Afghanistan floh und diese Odyssee als Drittklässler in einem Brief beschrieb. Oder Luca Samlidis. Der Fridays-for-future-Aktivist erinnert daran, dass der Klimawandel auf der Krisen-Liste weiter ganz oben bleibt.

Aufgrund der Corona-Pandemie findet der Gottesdienst ohne vor Ort versammelte Gemeinde statt – nur mit denen, die für diese Stunde etwas vorbereitet und mitgebracht haben: besondere Musik, persönliche Zeugnisse, Gedanken und Gebete.

Musikalisch wird der Gottesdienst besonders gestaltet von Esther Kaiser und dem Jazz-Duo Waves mit Daniel Stickhan an Orgel und Klavier und Uwe Steinmetz am Saxophon. Sie haben ihre Musik schon vorab für diesen Gottesdienst eingespielt. Angelika Buch spielt Flügel und ersetzt mit Jule Eckert den Gemeindegesang. Als Sprecherin und Sprecher wirken unter anderem Jochen Flebbe und Anja Martin mit. Für diesen Rundfunk-Gottesdienst unter besonderen Bedingungen hat das Bonner Ordnungsamt eine Ausnahmegenehmigung erteilt.