Synodale diskutierten das Thema „Bestattung“

Das Thema „Bestattung“ stand im Zentrum der Beratungen der Sommersynode 2002 des Kirchenkreises.

Die Frage der „anonymen Bestattung“, den Umgang mit gewaltsamem Tod und die Musik bei Bestattungsfeiern erörterten die Synodalen des Evangelischen Kirchenkreises Bad Godesberg-Voreifel in Rheinbach. Das Thema „Bestattung“ stand im Zentrum der Beratungen der Sommersynode des Kirchenkreises. In sieben Arbeitsgruppen beschäftigten sich die knapp 60 Delegierten der Kirchengemeinden und zahlreiche Gäste mit ganz unterschiedlichen Aspekten des Themas. Sie regten an, kirchliche Räume zu schaffen, in denen Trauernde von ihren Angehörigen Abschied nehmen können. Nach glücklosen Schwangerschaften sollen neben den Eltern auch Geschwisterkinder seelsorgerlich begleitet werden.

„Viele Traditionen, die getröstet haben, sind abgebrochen“, stellte Superintendent Eberhard Kenntner fest. Er wünscht sich daher, zeit- und sachgemäße Reaktionen auf diese Verände-rungen zu finden. Hintergrund ist der Entwurf einer neuen Bestattungsagende, die die Evangelische Kirche der Union (EKU), ein Zusammenschluss von reformierten und lutherischen Gemeinden, vorgelegt hat. Die Agende regelt die Ordnung eines Gottesdienstes und dient zugleich als Werkbuch.

Die Agende setzt auf „Interpretation statt Konfrontation“, wenn Trauernde Pop-Songs wie „Time to say Goodbye“ oder das „Ostpreußenlied“ bei einer Beerdigung hören möchten. Hier ist es wichtig, frühzeitig mit den Kirchenmusikern Kontakt aufzunehmen, um zu klären, was möglich ist. Wenn Menschen eine anonyme Bestattung wünschen, stehen bisweilen finanzielle Aspekte oder das Problem der Grabpflege im Hintergrund. Als Alternative regten die Synodalen an, auf den Friedhöfen Rasenfelder einzurichten, wo eine Stele mit Namen an die Toten erinnert. Beim Umgang mit gewaltsamem Tod nach Unfall, Suizid oder gar Mord, befinden sich die Angehörigen zumeist in einer chaotischen Situation. Damit sie Ruhe finden und trauern können, wollen ihnen die Seelsorgerinnen und Seelsorger als „roter Faden“ zur Seite stehen. Rituale für sterbende oder verstorbene Kinder fehlen bislang in der Agende. Hier hält Frauenbeauftragte Sabine Cornelissen Texte mit unterschiedlichen Formen rituellen Handelns wie Salbung und Segnung sowie Literaturempfehlungen für Betroffene bereit.

Weitere Themen waren die Umlagen an die Landeskirche, Nachwahlen für den Kreissynodalvorstand (KSV) und die Berufung von Synodalbeauftragten. Die Delegierten verabschiedeten einen Antrag an die Landessynode. Er sieht vor, dass Umlagen für die rheinische Landeskirche und gesamtkirchliche Aufgaben nicht mehr erhöht werden sollen. Harald Krehl aus der Kirchengemeinde Weilerswist wurde als neues Mitglied in den KSV gewählt. Er war bislang stellvertretendes Mitglied. Der Lehrer für Religion, Mathematik und Sport löst Klaus Resimius ab, der das Gremium auf eigenen Wunsch verlässt. Neue Stellvertreter sind Dr. Hans Koban sowie für die gleichfalls ausscheidende Gisela Brech Helmut Schneider aus Euskirchen.
Für den neu geschaffenen Arbeitsbereich Notfallseelsorge beriefen die Synodalen Pfarrerin Renate Schäfer aus Weilerswist und Pfarrer z.A. Stephan Kern/Zülpich zu Synodalbeauftragten.

Weitere neue Synodalbeauftragungen:
Erwachsenenbildung: Petra Hassinger.Maß, Leiterin des Hauses der Familie in Bad Godesberg
Innerdeutsche Ökumene: Pfarrer Klaus Merkes und Pfarrer z.A. Jan Reintjes
Behindertenarbeit. Ingrid König (Meckenheim)
Kirchlicher Unterricht: Pfarrer Ulrich Zumbusch und Pfarrerin Karin Zumbusch
Der Bereich Besuchsdienst entfällt.

 

 

 
 

 

Rheinbach / Pressereferat BGV / 29.06.2002

 

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Geschrieben von Pressereferat BGV am 29. Juni 2002