„Positiv und einmalig“

Seit Anfang März visitiert der Kreissynodalvorstand die Kirchengemeinde Swisttal. Das bedeutet für die Vorstands-Mitglieder und die Verantwortlichen in Swisttal etwa 30 Termine rund um Gottesdienste, Veranstaltungen, Kindertagesstätten und Ökumene.

„Ich war unglaublich überrascht, was hier an Leben ist“, berichtet Superintendent Dr. Eberhard Kenntner in einer ersten Zwischenbilanz. Denn in der Gemeinde mit zwei Bezirken, zwei Pfarrern  und drei Gemeindezentren in Buschhoven, Heimerzheim und Odendorf „gibt es überall vielfältige Angebote“, so Kenntner. Etwa den Vor-Konfirmandenkurs, der sich an Kinder im vierten Schuljahr richtet. „Ein echtes Vorzeigeprojekt“, unterstreicht der Superintendent. Oder der alle zwei Wochen stattfindende Kindergartengottesdienst der evangelischen Kindertagesstätte Odendorf.
Die Visitation ist „keine Kontrollfahrt“, betont Kenntner. Vielmehr will der Kreissynodalvorstand der Gemeinde helfen „sich zu sortieren“. Als „Kunstgebilde ohne gewachsene Struktur“ leiste sie einen Spagat. Denn einerseits müsse „Kirche im Dorf bleiben“, andererseits wollen die Verantwortlichen wirklich zu einer Gemeinde finden. Kenntner: „Dann kann es auch nicht mehr überall alles geben.“
Als „unheimlich positiv und einmalig“ bezeichnete der Superintendent die ökumenische Zusammenarbeit in Swisttal. Zum vielfältigen gemeinsamen Programm zählen ein Trauer-Café, Taizéfahrten für Jugendliche und Erwachsene, Gottesdienste und regelmäßige Treffen der Pfarrer und Priester. Nicht zuletzt haben die Katholiken den Protestanten ihre Kirche in Buschhoven verkauft. In Zukunft soll Jugendarbeit gemeinsam verantwortet werden. Dieses Profil sei mit keiner anderen Gemeinde im Kirchenkreis vergleichbar. „Eine absolute Bereicherung, weil hier Dinge passieren, die es sonst nicht gibt“, lobt Eberhard Kenntner. Dazu passt denn auch, dass die Visitation am Sonntag, 18. März, um 17 Uhr mit einem ökumenischen Passionsgottesdienst in der Versöhnungskirche Buschhoven, Vogtstraße, endet. 
 
Stichwort Visitation: Offizieller Besuch des Kreissynodalvorstandes und sachkundiger Beauftragter in einer Kirchengemeinde. Die Visitation soll mindestens alle acht Jahre stattfinden. Sie ist nicht als Kontrolle oder Inspektion zu verstehen, sondern dient dazu, die Mitglieder des Kreissynodalvorstandes über das Leben der Gemeinde zu unterrichten. Zugleich bietet sie der Gemeinde eine besondere Möglichkeit, sich beraten zu lassen.

 

 

 
 

 

Uta Garbisch /

 

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Geschrieben von Pressereferat BGV am 15. Februar 2007