Novemberpogrom vor 81 Jahren

Am Vormittag des 10. November 1938 brannte die Bonner Synagoge in der ehemaligen Tempelstraße am Rheinufer. Sie war eine von insgesamt fünf jüdischen Gotteshäusern, die in Bonn, Poppelsdorf, Beuel, Bad Godesberg und Mehlem in Brand gesteckt wurden. Mit Gedenkveranstaltungen in Beuel, Bad Godesberg und Bonn von Donnerstag bis Sonntag, 7. bis 10. November, wollen die Initiative zum Gedenken an die Bonner Opfer des Nationalsozialismus und die Stadt Bonn 81 Jahre nach dem Pogrom an die jüdische Bevölkerung in Bonn erinnern.

Bonn-Mehlem: Gedenken der Pogrom-Nacht am 7. November

Zur Erinnerung an die November-Pogrome 1938 findet auch in diesem Jahr wieder ökumenisch und in Zusammenarbeit der VHS Voreifel die Führung und das Gedenken mit Andacht in Mehlem statt. Diesmal bereits am 7. November. Die Veranstalter erinnern an jüdisches Leben in Mehlem, an die Zerstörung der Synagoge und an tragische Lebenswege der Opfer. Das Gedenken beginnt hier mit einer Veranstaltung der VHS Wachtberg, einem geführten Besuch des Jüdischen Friedhofes. Dieser liegt zwischen der Oberau- und Rodderbergstraße und ist über den Levyweg erreichbar.
Die Historikerin Dr. Barbara Hausmanns (Leiterin der VHS Voreifel) wird die Geschichte dieses Gedenk-Ortes erläutern. Danach treffen sich alle am Ort der ehemaligen Synagoge auf der Meckenheimer Straße (gegenüber der Feuerwehr), eventuell und je nach Wetterlage auch auf dem Hof der dortigen Schule. Die ökumenische Andacht werden Pfarrer Daniel Post (evangelisch) und Pfarrer Wolfgang Biedaßek (katholisch) halten.

ABLAUF:
16.00 Uhr Treffen auf dem Jüdischen Friedhof (Ort s.o.). Männliche Teilnehmer bitte mit Kopfbedeckung!
17.00 Uhr Andacht vor der Gedenktafel Meckenheimer Straße
Veranstalter: Volkshochschule Voreifel und die beiden Kirchengemeinden in Bonn-Mehlem

Flyer mit allen Veranstaltungen:

GD-Pogrom2019-Flyer-web (1)

Geschrieben von Dr. Uta Garbisch am 28. Oktober 2019