Glockengeläut und Gebet fürs Klima

Bewahrung der Schöpfung ist ein zentrales Anliegen der Kirchen immer schon, wie hier Bonner Jugendliche auf dem Kirchentag in Stuttgart (Foto: J. Gerhardt)

Evangelische Kirche in Bonn und der Voreifel unterstützt weltweiten Klima-Aktionstag am 20. September: Superintendent Eckart Wüster bittet die Gemeinden, von fünf vor zwölf bis zwölf Uhr die auch in Bonn zahlreichen Aktionen mit Glockengeläut und Gebet „hörbar zu stärken“. Neben dem Kirchenkreis Bonn hat sich auch der Kirchenkreis Bad Godesberg-Voreifel dem Appell angeschlossen.

Dabei erinnert Superintendent Eckart Wüster daran, „dass die evangelische Kirche seit vielen Jahren die Bewahrung der Schöpfung als eine urchristliche Aufgabe ansieht, auch schon zu Zeiten, als der Klimaschutz noch nicht so deutlich auf der Agenda stand wie heute“. Viele Christinnen und Christen aller Generationen engagierten sich aktuell auch bei den Demonstrationen „Fridays for Future“. Auch beim Erntedankfest am 6. Oktober werden wieder viele Kirchengemeinden „den Zusammenhang von Dankbarkeit für unsere Lebensmöglichkeiten und Verantwortung für alles Leben auf dieser Erde bedenken“, erwartet der Bonner Superintendent.

Das Glockengeläut am Freitagmittag könnte laut Wüster auch in Bonn und der Region einen Beitrag leisten, „um den Protest weithin hörbar zu machen“. Zu dieser Zeit beginnt auch die für Bonn zentrale Kundgebung auf  der Hofgartenwiese. Die Geschäfte sind aufgerufen, sich symbolisch fünf Minuten an dem „Klimastreik“ zu beteiligen und den Verkauf zu unterbrechen. Auch die hannoversche Landeskirche, die größte evangelische Landeskirche in Deutschland, hat ihre Kirchengemeinden aufgerufen, sich mit Aktionen und Glockengeläut zu beteiligen.

Joachim Gerhardt

Geschrieben von Dr. Uta Garbisch am 12. September 2019