Bescherung zu Wasser

Als die „WSP 5“, das Boot der Wasserschutzpolizei, längs geht, wird es wackelig. Gegenüber auf dem 40 Meter langen Binnenschiff „Marco Polo“ warten zwei Kinder, ihre Eltern und ein Hund.

Zum neunzehnten Mal überbringen Pfarrer Robert Wachowsky und Bläser des Bad Godesberger Posaunenchores unter Leitung von Richard Grebert Grüße zu Advent und Weihnachten. Geschmückte Weihnachtsbäume und Fische aus Ton, die ein Licht tragen. Auch an den Hund ist gedacht. Für Vierbeiner gibt es etwas zu beißen.

 

Zur Bad Godesberger Heilandkirchengemeinde von Robert Wachowsky „gehören“ gut drei Kilometer Rhein. Und so entstand vor fast 20 Jahren die Idee, für die oftmals sehr isoliert lebenden Binnenschiffer und ihre Familien Weihnachtsgrüße direkt auf dem Rhein zu überreichen. Immer am Samstag vor dem vierten Advent. So kurz vor Weihnachten haben viele Binnenschiffer Frau und Kinder dabei. Diesmal spielt Wachowsky sogar Postbote: Ein Brief von der belgischen „Houtland“ gelangt auf direkten Weg zur „Marco Polo“. Per Eimer werden die Geschenke über die ein Meter breite Spalte zwischen den Booten gereicht. Dazwischen der reißende Strom.

 

Im Verlauf des Samstags erwarten die Protestanten aus Mehlem etwa 20 Schiffe. „Wir finden das gut“, sagen die Männer der Wasserschutzpolizei, die selbst zum wiederholten Mal dabei sind. Daher unterstützt auch Hans-Peter König, Erster Hauptkommissar und Leiter der Wasserschutzpolizei, die Aktion. Er ermöglicht den Einsatz seiner Beamten und des Bootes mit fast 1000 PS.

 
 

 

Uta Garbisch /

 

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Geschrieben von Pressereferat BGV am 15. Februar 2004