Festival der Reformatorinnen

Uraufführung in Bonn

Gleich 13 Frauen schlüpfen am 11. März in die Rollen von historischen Geschlechtsgenossinnen, die die reformatorische Bewegung auf sehr unterschiedliche Weise in ihrer Ausbreitung vorangetrieben haben: als Regentin, Theologin, Pädagogin, Pfarrfrau, Liederdichterin oder Schriftstellerin. Dabei sind Katharina Schütz, eine frühe feministische Theologin, gespielt von Dagmar Gruß. Sabine Cornelissen übernimmt die Rolle von Katharina von Bora, die als entflohene Nonne großes ökonomisches Geschick und die Pfarrhauskultur entwickelte. An mehreren Abenden in Bonn und Umgebung möchten sie die historischen Personen lebendig werden lassen. „Ihre Hoffnungen, Ängste und das Ringen um ihren Glauben und die Kirche werden sichtbar“, sagt Cornelissen. „Die Reformation war eine Bewegung, zu der viele einfache und einflussreiche Menschen jeden Geschlechts und unterschiedlichster Herkunft gehörten.“

Alle Gruppenmitglieder haben die Darbietung gemeinsam entwickelt, professionell unterstützt durch die Kölner Theaterregisseurin Heike Werntgen. Die beteiligten Frauen kommen alle aus den drei Bonner Kirchenkreisen. Seit mehr als einem Jahr haben sie sich mit „ihrer“ Reformatorin intensiv auseinandergesetzt, Quellenstudien betrieben und beim Schreiben des Textbuches historische Fakten berücksichtigt. „Für die Geschichtsbücher der Zukunft wollen wir uns mehr als einen Namen merken“, hofft Dagmar Gruß.

Beim Festival treten alle in historischen Kostümen auf, begleitet von Renaissancemusik und unterbrochen von einem mittelalterlichen Büffet.

Die Uraufführung am Samstag, 11. März 2017, von 18 bis 21 Uhr, im Haus der Evangelischen Kirche Bonn, Adenauerallee 37, ist bereits ausverkauft.

Für die weiteren Aufführungstermine können Karten erworben werden. Die Kosten betragen 25 Euro (Vorstellung und Teilnahme am mittelalterlichen Speisentisch); ermäßigt 12,50 Euro. Für Kartenbestellung nutzen Sie das Bestellformular. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an: Sabine Cornelissen, Telefon: 0228 / 3078714; frauenbeauftragte-bgv@ekir.de

Weitere Aufführungstermine, jeweils 18 – 21 Uhr

Samstag, 24. Juni: Maria-Magdalena-Kirche, Sebastianusweg 5-7, 53913 Swisttal-Heimerzheim

Samstag, 2. September: Emmauskirche, Dollendorfer Straße 399, 53639 Königswinter – Heisterbacherrott

Samstag, 16. September: Johanneskirche Troisdorf, Viktoriastraße 1, 53840 Troisdorf

Samstag, 14. Oktober: Ev. Kirche Euskirchen, Kölner Straße 41, 53879 Euskirchen

EB/gar

„UnterFremden“

(c) Kölner Künstler Theater

Evangelische Beratungsstelle zeigt Stück über Flüchtlinge und Fremdenfeindlichkeit

Zu einer besonderen Theateraufführung hat die Evangelische Beratungsstelle Bonn Schülerinnen und Schüler aus drei Bonner Schulen eingeladen. „UnterFremden“ konfrontiert fremdenfeindliche Positionen mit echten Menschen, bietet Informationen und eine packende, sogar mit Humor gespickte Geschichte, die sich an Herz wie Verstand richtet, so die Saarbrücker Zeitung zur Premiere.

Die Produktion des Kölner Künstler Theater spielt in einer Flüchtlingsunterkunft, in der der Neonazi Stefan den Flüchtlingen Alkofa aus Togo und Karim aus Syrien begegnet. Dabei verbindet das Stück wahre Geschichten von Flüchtlingen mit dem aktuellen Thema fremdenfeindlicher Hetze und Gewalt. Es konfrontiert mit den fremdenfeindlichen Positionen in unserer Gesellschaft, sowie dem Alltag in Flüchtlingsunterkünften und den Geschichten ihrer Bewohner.

„Es geht darum, mit dem Thema Fremdenfeindlichkeit auf eine etwas andere Art umzugehen“, erklärt Diplom-Psychologe Thomas Dobbek. Der Leiter der Beratungsstelle und sein Team erwarten 300 Schülerinnen und Schüler von der Bonner Marie-Kahle-Gesamtschule, der Gesamtschule Bonn`s Fünfte und dem Helmholtz-Gymnasium. Im Anschluss an die Vorstellung stehen die Schauspieler und Schauerspielerinnen den Jugendlichen zum Gespräch zur Verfügung.

Die Aufführung „UnterFremden“ beginnt am Montag, 21. November 2016, um 14 Uhr, im Haus der Evangelischen Kirche Bonn, Adenauerallee 37.

Der Inhalt: Alkofa, aus Togo, Kharim, aus Syrien, lernen sich in einem Flüchtlingsheim kennen. Stefan macht dort Sozialstunden. Er ist mit Leuten aus der rechten Szene befreundet. Stefan kommt aber Alkofa und Kharim näher, die ihm ihre Geschichte erzählen – so dass die Zuschauer diese miterleben. Dann passiert ein Anschlag …

Die Evangelische Beratungsstelle ist eine Einrichtung für die Region und macht Angebote zu Erziehungs-, Jugend-, Ehe- und Lebensfragen in Bonn, Euskirchen, Siegburg und an weiteren Orten. Sie wird von den drei evangelischen Kirchenkreisen An Sieg und Rhein, Bad Godesberg-Voreifel und Bonn getragen und finanziert.

Die Beratung ist für Ratsuchende kostenfrei. Eine teilweise Refinanzierung erfolgt über Zuschüsse der zuständigen Jugendämter und des Landes Nordrhein-Westfalen. Zudem sind Spenden von Klientinnen und Klienten zu einem wichtigen Baustein in der Finanzierung des Angebots geworden.