„Stolpersteine NRW“

Foto: WDR/Jan-Philipp Behr

Die rund 15.000 Stolpersteine in Nordrhein-Westfalen des Künstlers Gunter Demnig stehen im Mittelpunkt des innovativen digitalen WDR-Angebots „Stolpersteine NRW – Gegen das Vergessen“.

Der WDR macht die Geschichte der Menschen hinter den Steinen digital zugänglich: mit Texten, Fotos, Audios, Illustrationen und Augmented-Reality-Elementen. „Stolpersteine NRW” ist ab als App auf dem Smartphone nutzbar. Am PC und Laptop ist es im Browser abrufbar – die Adresse: stolpersteine.wdr.de.

WDR-Intendant Tom Buhrow: „Wir dürfen die Menschen, an deren furchtbares Leid mit den Stolpersteinen erinnert wird, niemals vergessen. ,Stolpersteine NRW‘ regt zu einer intensiven Auseinandersetzung mit den Opfern des Nationalsozialismus vor der eigenen Haustür und im ganzen Land an. Mit unserem einzigartigen Angebot ist es erstmals digital möglich, jeden einzelnen Stein in Nordrhein-Westfalen anzusteuern und mehr über die Menschen dahinter zu erfahren. Damit wollen wir vor allem Jüngeren auf ganz neue Art ermöglichen, sich mit dem Lebens- und Leidensweg dieser Menschen auseinanderzusetzen.“

Mit der App erfahren Smartphone-Nutzer*innen zu jedem Stein, vor dem sie stehen, welcher Mensch sich dahinter verbirgt. Auf Basis von Namen oder Adressen lassen sich die Stolpersteine gezielt finden.

Auf der Internetseite kann man auch zuhause am PC auf einem größeren Bildschirm ortsunabhängig in der Datenbank recherchieren. Interaktiv nutzbare Filter machen es möglich, die mehr als 15.000 Biografien komfortabel zu durchsuchen.

Neben biografischen Texten, die teilweise auch als Audios zur Verfügung stehen, dienen historische Fotos, Mini-Hörspiele und Videos aus dem WDR-Archiv dazu, die Geschichte der Opfer, ihrer Wohnorte und ihrer Zeit so gut wie möglich nachvollziehbar zu machen.

An ausgewählten Orten werden mit Hilfe von „Augmented Reality“ alte Aufnahmen in die heutige Umgebung eingebettet.

Zudem lassen sich zum Gedenken virtuelle Kerzen an den Steinen entzünden.

Das digitale WDR-Angebot enthält auch mehr als 200 gezeichnete Kurzgeschichten, die sich mit den Biografien der Menschen auseinandersetzen. Diese wurden in Zusammenarbeit mit jungen Illustrator*innen der Kunsthochschule Kassel produziert.

Text: WDR

Die App heißt „Stolpersteine NRW“

Zum Webprojekt stolpersteine.wdr.de und zur Themenseite Stolpersteine:

Am 27. Januar 1945 wurde das KZ Auschwitz-Birkenau befreit, das nationalsozialistische Konzentrationslager, in dem mehr als eine Million Menschen ermordet wurden. Der Tag der Befreiung ist mittlerweile internationaler Holocaust-Gedenktag. Auschwitz ist das Synonym für den Massenmord der Nazis an Jüdinnen und Juden, Sinti und Roma und anderen Verfolgten.