Gedenken an Pogrome

Foto: Heiland-Kirchengemeinde

Am 7. und 9. November erinnern Godesberger Kirchengemeinden an die Reichspogromnacht 1938, als die Synagogen brannten:

In Mehlem beginnt dies am Sonntag, 7. November 2021, mit einem geführten Besuch des Jüdischen Friedhofes. Die Historikerin Dr. Barbara Hausmanns, Leiterin der Volkshochschule Voreifel, wird die Geschichte dieses Gedenk-Ortes erläutern. Dessen Stifter stammten aus dem Drachenfelser Ländchen (heute Gemeinde Wachtberg). Der im 19. Jahrhundert angelegte Friedhof spiegelt das Leben der jüdischen Gemeinde in Mehlem wider. Während des Rundgangs erläutert Barbara Hausmanns die Geschichte des Ortes, zeichnet Lebenswege jüdischer Bürgerinnen und Bürger nach und erinnert an die Opfer des nationalsozialistischen Terrors sowie die Zerstörung der Mehlemer Synagoge.

Der Friedhof liegt zwischen der Oberau- und Rodderbergstraße und ist über den Levyweg erreichbar. Beginn ist um 14 Uhr. Männliche Teilnehmer tragen dabei bitte eine Kopfbedeckung. Um 15.30 Uhr hält Pfarrer Daniel Post von der Heiland-Kirchengemeinde eine Andacht am Ort der ehemaligen Synagoge auf der Meckenheimer Straße (gegenüber der Feuerwehr). Dort ist eine Gedenktafel angebracht.

Am Dienstag, 9. November, findet eine weitere Andacht in der Godesberger Innenstadt statt. In der Oststraße stand dort bis 1938 die Synagoge. Daran erinnert nur noch eine Informations- und Gedenktafel. Beginn ist um 19 Uhr in der Ostraße 8 in der Nähe des Moltkeplatzes. Pfarrer Tobias Mölleken von der Johannes-Kirchengemeinde sorgt für die Liturgie. Jazz-Saxophonist Jürgen Dietz übernimmt die musikalische Gestaltung.
Die Andacht will erinnern und so ein Zeichen gegen den immer noch vorhandenen Antisemitismus setzen.

 

EB/gar