Kann ich vergeben?

Aktuelle Ausgabe des PROtestant erschienen: Können Menschen vergeben? Wo sind die Grenzen? Wo sind die Chancen? Das fragt die aktuelle Ausgabe der Zeitung PROtestant im Blick auf Ostern nach zwei Jahren Pandemie und den Krieg in der Ukraine vor Augen.

Therapeuten, Pfarrerinnen und Pfarrer, Menschen mit bedrückenden Erfahrungen kommen zu Wort und zeigen: Vergebung lässt sich nicht erzwingen. Vergebung ist immer ein Geschenk. Sie kann dem, der vergibt, Freiheit und lebenswichtigen Abstand schenken, sie kann aber nie eingefordert werden. Und manchmal ist sie gar nicht möglich. Zum Beispiel nach sexuellem Missbrauch.

PROtestant zeigt auch: Vergebung ist nicht nur ein privates Thema. Die Gesellschaft, die politische Kultur braucht neue Räume für Vergebung. Denn keiner ist perfekt und viele Entscheidungen sind zunehmend komplexer. Voraussetzung sind aber „schonungslose Aufklärung und dass wir Tat und Täter klar benennen“, erklärt Superintendent Mathias Mölleken und warnt: „Es darf nicht um billige Vertröstung gehen.“ Wie vielschichtig das Thema ist, zeigt auch ein Besuch im Gefängnis und das Gespräch mit dem Pfarrer in der Rheinbacher JVA Hans-Christian Heine über ein Leben ohne die Aussicht auf Vergebung und Täter, die sich selbst auch als Opfer fühlen.

Bonner Astronautin Insa Thiele-Eich im Prominenten-Fragebogen: Meine Mission

Neben dem Schwerpunktthema gibt die angehende Astronautin, die Bonnerin Insa Thiele-Eich, im PROtestant-Fragebogen sehr persönlich Einblick in ihre Vorstellungen von Gott und der Welt und ihre „Weltraummission“ – und sie ist überzeigt, dass Jesus heute Klimaaktivist wäre. Auch sehr berührend erzählt PROtestant neun Monate nach der Hochwasserkatastrophe die Geschichte eines Helfers über Leben und Tod und wie sie bis heute nachwirkt.

Die Zeitung PROtestant erscheint drei Mal im Jahr mit einer Auflage von 6.300 Exemplaren und richtet sich an Multiplikatoren vor allem in Bonn und der Region. Sie kann kostenlos bezogen werden: Evangelischer Kirchenkreis Bonn, Adenauerallee 37, 53113 Bonn (Tel.: 0228 / 6880 300, presse@bonn-evangelisch.de). Herausgeber sind die Kirchenkreise An Sieg und Rhein, Bonn sowie Bad Godesberg-Voreifel.

Die Printausgabe erscheint in der Woche ab dem 4. April 2022.

PROtestant online zum Nachlesen hier: PRO_74_Layout_klein

und immer auf: www.protestant-bonn.de

Text: J. Gerhardt

Kirche setzt aufs Digital

„Kirche und Digitalisierung": Schwerpunktthema der Pfingstausgabe der Kirchenzeitung PROtestant aus Bonn und der Region

Die Digitalisierung hat angeschoben durch die Pandemie Fuß gefasst in der evangelischen Kirche. „Wir lernen digital und das nicht als Not-Ersatz, sondern weil sich unser Lebensalltag – nicht erst seit Corona – verändert hat“, schreibt Superintendent und Mitherausgeber Mathias Mölleken vom Kirchenkreis Bad Godesberg-Voreifel in der aktuellen Pfingstausgabe der Kirchenzeitung PROtestant.

Es sei „wohltuend zu erleben, wie sich neue Formen der Begegnung einüben und praktiziert werden.“ Auch wenn digitale Angebote „sicher nicht die unmittelbare und leibhaftige Begegnung und Gemeinschaft ersetzen“, betont Superintendent Mölleken.

Beispielhaft zeigt PROtestant, wie digitale Formate bei der Diakonie, in der Flüchtlingshilfe bis zum Konfirmationsunterricht gelingen. Junge evangelische Influenzer aus Bonn und Region stellen sich und ihre Botschaft vor. Pfarrer Knut Dahl-Ruddies, Gefängnisseelsorger in Euskirchen und ein Pionier im Bereich Soziale Medien in der rheinischen Kirche, mahnt aber auch zur Demut: „Wenn Kirche klug ist, stellt sie fest, dass sie bisher zu zögerlich war.“ Die Pandemie wirke wie eine Lupe, unter der die gesellschaftlichen Veränderungen der letzten 20 Jahre in aller Deutlichkeit zutage träten. „Wenn Kirche weiterhin darauf setzt, dass Bewährtes fortgesetzt und Neues gewagt werden muss, wird die Kraft für beides nicht reichen“, so Pfarrer Dahl-Ruddies.

Der rheinische Präses Thorsten Latzel im Prominenten-Fragebogen

Sehr persönlich stellt sich der neue Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland, Thorsten Latzel, im PROtestant-Fragebogen vor mit seinen Wünschen an seine Kirche und einem Aufruf zu mehr „protestantischem Wagemut, trotzig und getrost, frei und leidenschaftlich“ und für eine Welt, die „ökologischer, solidarischer, gerechter“ werden müsse.

Die Zeitung PROtestant erscheint drei Mal im Jahr mit einer Auflage von 6.300 Exemplaren und richtet sich an Multiplikator:innen vor allem in Bonn und der Region. Sie kann kostenlos bezogen werden: Evangelischer Kirchenkreis Bonn, Adenauerallee 37, 53113 Bonn (Tel.: 0228 / 6880 300, presse@bonn-evangelisch.de). Herausgeber sind die Kirchenkreise An Sieg und Rhein, Bonn sowie Bad Godesberg-Voreifel. Die Printausgabe erscheint ab 8. Mai.

PROtestant auch online zum Nachlesen: www.protestant-bonn.de

„PROtestant“ – Jüdisches Leben: Grund zu feiern

Jüdisches Leben stärken und schützen: PROtestant zum Festjahr „1700 Jahren jüdisches Leben in Deutschland“

Die Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde Bonn Margaret Traub will „die Hoffnung nicht aufgeben, dass eines Tages die Juden fest zu unserer Gesellschaft dazugehören werden“. Mehr dazu in der aktuellen Ausgabe der Zeitung PROtestant.

Zugleich warnt Traub davor, „dass der Antisemitismus in den letzten Jahren wieder im Begriff ist, Tendenzen einer gesellschaftsfähigen Grundhaltung zu entwickeln“. Jüdisches Leben sei „weit entfernt von einer Normalität, die ich mir wünsche“.

Bonns OB Katja Dörner: „Unmissverständlich gegen Antisemitismus“

Für die neue Bonner Oberbürgermeisterin Katja Dörner muss noch viel Informations- und Aufklärungsarbeit geleistet werden, damit jüdisches Leben sichtbarer und jüdische Kinder, Jugendliche und Erwachsene selbstverständlicher wahrgenommen werden, sagte sie und fordert: „Angesichts des zunehmenden Antisemitismus müssen wir uns immer wieder entschieden und unmissverständlich an die Seite der Jüdinnen und Juden stellen.“

Außerdem stellt die Ausgabe die Initiative „Meet A Jew“ vor: Eine junge Studentin erzählt vor ihrem Engagement in diesem Begegnungsprojekt. In einem Weg-Gespräch mit dem Bonner Opern- und Theaterregisseur Brian Michaels berichtet dieser von seiner Arbeit.  Der Shakespeare-Spezialist aus Bad Godesberg beschäftigt sich zunehmend mit dem – und mit seinem – Judentum.

Superintendent Dietmar Pistorius: „Türen zu einem neuen Miteinander öffnen“

Die Osterausgabe der Kirchenzeitung PROtestant erscheint zum bundesweiten Festjahrs „1700 Jahren jüdisches Leben in Deutschland“. Junge Juden erzählen, wie sie ihre Religion leben und vermitteln. Der Bonner Superintendent Dietmar Pistorius erhofft sich von dem Festjahr viele Begegnungen mit Jüdinnen und Juden, „die Vorbehalte abbauen und die Tür zu einem neuen, vertrauensvollen, wertschätzenden und vielfältigen Miteinander eröffnen“.

Margot Käßmann im Prominenten-Fragebogen

Sehr persönlich und berührend formuliert die bekannte Theologin Margot Käßmann im Prominentenfragebogen ihre ganz persönlichen Erwartungen an ihre Kirche und wünscht sich fröhlichere Gottesdienste und „keine Angst vor Veränderungen“.

Die Zeitung PROtestant erscheint drei Mal im Jahr mit einer Auflage von 6.300 Exemplaren (die aktuelle Ausgabe am 18. März) und richtet sich an Multiplikatoren vor allem in Bonn und der Region. Sie kann kostenlos bezogen werden: Evangelischer Kirchenkreis Bonn, Adenauerallee 37, 53113 Bonn (Tel.: 0228 / 6880 300, presse@bonn-evangelisch.de). Herausgeber sind die Kirchenkreise An Sieg und Rhein, Bonn sowie Bad Godesberg-Voreifel.

PROtestant auch online zum Nachlesen: www.protestant-bonn.de.

und PROtestant Nr. 71 zum kostenlosen Nachlesen und Download

ger/gar

PROtestant zu Advent und Weihnachten

Lesen mit Sinn und Verstand: PROtestant, die evangelische Kirchenzeitung für Bonn und die Region, mit der Ausgabe zur Advents- und Weihnachtszeit 2020.

Wie feiern wir Weihnachten, fragt die neue Ausgabe der Kirchenzeitung PROtestant. Almut van Niekerk, Superintendentin des Evangelischen Kirchenkreises An Sieg und Rhein und eine der Herausgeberinnen der Zeitung, macht auf sehr persönliche Weise deutlich, „dass die Geburt Jesu grundsätzlich nicht in diese Welt passt“. Weder in den „Event-Zyklus der Jahre vor Corona“ noch zu den „Kontaktbeschränkungen und Abstandsregeln 2020“.

Und die leitende Theologin kommt zu dem Schluss: „Gott kommt ja gerade deshalb, weil er nicht passt.“ Sie ruft dazu auf, „trotzig, unverzagt und hoffentlich mit innerem und äußerem Frieden“ dieses Jahr ganz bewusst Weihnachten zu feiern. Die Kirchengemeinden würden „mit analogen wie digitalen Überraschungen dafür sorgen, dass Christi Geburt fröhlich und getröstet gefeiert werden kann“.

Pfarrerin Almut van Niekerk, neben zwei anderen Kandidaten nominiert als Präses-Kandidatin der Evangelischen Kirche im Rheinland für die Wahl im Januar, beklagt im PROtestant Kinderarmut und ungleiche Chancenverteilung in der Gesellschaft. Die Kirche werde gerade jetzt „ein Augenmerk auf die Menschen in der Gesellschaft richten, die Unterstützung brauchen“, betont sie und macht sich stark für eine Kindergrundsicherung, diakonische Angebote und offene Jugendarbeit.

Advent und Weihnachten im Hospiz  

PROtestant lässt eine sterbenskranke Frau erzählen, wie sie sich im Hospiz auf Advent und Weihnachten vorbereitet. Die Ausgabe bietet zudem neben einer Übersicht über beispielhafte Planungen der Gottesdienste zu Heiligabend unter Coronabedingungen eine Übersicht über aktuelle Beratungsangebote der evangelischen Kirche in Bonn und der Region.

Berührend schreibt die Bonner Journalistin Ebba Hagenberg-Miliu über Dietrich Bonhoeffers Gebet zum Jahreswechsel „Von guten Mächten wunderbar geborgen“. Die WDR-Moderatorin Sonja Fuhrmann formuliert im Prominentenfragebogen ihre ganz persönlichen Erwartungen an ihre Kirche und wünscht sich unter anderem „zeitgemäßere Gottesdienstgestaltungen“ und mehr „Stille und Geist“.

Die Zeitung PROtestant erscheint drei Mal im Jahr mit einer Auflage von 6.300 Exemplaren. Sie richtet sich an Multiplikatoren vor allem in Bonn und der Region. Sie kann kostenlos bezogen werden: Evangelischer Kirchenkreis Bonn, Adenauerallee 37, 53113 Bonn, Telefon 0228 / 6880 300, presse@bonn-evangelisch.de. Herausgeber sind die Kirchenkreise An Sieg und Rhein, Bonn sowie Bad Godesberg-Voreifel.

PROtestant auch online zum Nachlesen: www.protestant-bonn.de.

Wir bleiben zusammen

Lesen mit Sinn und Verstand: die PROtestant-Ausgabe mitten in der Corona-Zeit gibt viele Anstöße, die Welt mit anderen Augen zu sehen

Von Bonn und der Region gibt es viele Verbindungen in die ganze Welt. Die PROtestant-Ausgabe zu Pfingsten 2020 lässt Freunde und Partnerkirchen weltweit, aus Mailand, Indien, dem Iran oder Namibia, berichten über ihre Herausforderungen in Corona-Zeiten. Ein Blick über den eigenen Kirchturm, der gut tut in diesen Tagen, so nah – so fern.

Eindrucksvoll auch ein Gespräch mit dem Gefängnisseelsorger Knut Dahl-Ruddies aus der JVA Euskirchen über das Gefühl von Freiheitsentzug, von „drinnen“ und „draußen“ angesichts von Corona im Knast und was dort gerade zu kurz kommt. Zudem berichtet der PROtestant, wie die Diakonie sich in vielen Bereichen völlig umstellt, um der Not vieler Menschen gerecht zu werden.

Dirk Kaftan, Generalmusikdirektor und Dirigent des Beethovenorchesters in Bonn, führt in einem sehr persönlichen Gastbeitrag aus, warum ihm der Glaube in diesen Tagen „Kraft zu neuer Aktivität“ gibt. „Wir brauchen die Kraft aber auch um unter Beweis zu stellen, dass die Menschlichkeit wegen der wir auf viel verzichten so wahrhaftig ist, auch nach Corona für den Schutz von Leben einzustehen: Im Umgang mit Geflüchteten oder anderen Menschen in Not, in der Sicht auf Todesopfer durch teuer verkaufte deutsche Waffen oder die Bewahrung unseres Planeten.“

Gerd Landsberg, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städte- und Gemeindebundes, macht im Hinblick auf den Umgang mit der Krise bei uns deutlich: „Ich hätte mir die Öffnung der Kirchen früher gewünscht.“ Er erwarte zugleich, dass die Kirchen gestärkt aus der Krise hervorgehen, sagt Landsberg, der auch berufenes Mitglied der Synode der Rheinischen Landeskirche ist und in Bonn wohnt.

Die Zeitung PROtestant (www.protestant-bonn.de) erscheint drei Mal im Jahr mit einer Auflage von 6.300 Exemplaren, die aktuelle Ausgabe ab dem 25. März und richtet sich an Multiplikatoren vor allem in Bonn und der Region. Sie kann kostenlos bezogen werden: Evangelischer Kirchenkreis Bonn, Adenauerallee 37, 53113 Bonn (Tel.: 0228 / 6880 300, presse@bonn-evangelisch.de). Herausgeber sind die Kirchenkreise An Sieg und Rhein, Bonn sowie Bad Godesberg-Voreifel.

SERVICE: Hier die aktuelle Ausgabe PROtestant Juni/Juli 2020 zum Nachlesen und Download

Über die Gunst der Massen und den Auftrag der Kirche

Wie umgehen mit dem Populismus? PROtestant, die Kirchenzeitung für Bonn und die Region,sucht nach Antworten und Wegen.

Den Kirchen kommt nach Ansicht des Bonner Politologen Dr. Manuel Becker eine besondere Aufgabe zu bei der Auseinandersetzung mit populistischen Positionen und Parteien.

„Christliche Nächstenliebe und Vergebung sind die stärkste Botschaft, um insbesondere den Rechtspopulisten das Wasser abzugraben“, erklärt der Geschäftsführer des Instituts für Politische Wissenschaft und Soziologie an der Bonner Universität in der aktuellen Weihnachts- und Neujahrsausgabe der Kirchenzeitung PROtestant.

Populisten setzten auf Angst, Hass und Wut. Becker rät anderen Parteien, gesellschaftlichen Gruppen und Kirchen daher, nicht nur die rationale, sondern „vermehrt auch die emotionale Ebene bei den Menschen ansprechen, das aber eben dezidiert mit positiven Emotionen“. Im Streit über den Umgang mit Populisten werben die beiden Bonner Pfarrer Siegfried Eckert aus Friesdorf und Michael Pues von der Studierendengemeinde dafür, „klare Haltung zu zeigen“, sich aber auch dem Gespräch zu stellen. Pfarrer Pues berichtet davon, wie es gelingt, eine Veranstaltung auch mit einem Vertreter der AfD zu gestalten. „Es muss aber klare Spielregeln geben“, fordert der Geschäftsführer der Diakonie An Sieg und Rhein, Patrick Ehmann, in einem Kommentar zum Thema.

Große Worte an „alles Volk“: Der Geist der christlichen Weihnachtsbotschaft

Pfarrer Martin Engels, neuer Leiter des Evangelischen Forum Bonn, denkt kritisch darüber nach, welche Bildungsangebote bei der Auseinandersetzung mit dem Populismus helfen, dass Menschen „nicht pauschal und abwertend übereinander, sondern kontrovers miteinander sprechen“. Der Bonner Pfarrer Georg Schwikart schlägt die Brücke zur Weihnachtsbotschaft, die ja auch an „alles Volk“ gerichtet sei. Der bekannte Buchautor und Theologe macht deutlich, dass „das Volk“ aus christlicher Sicht ein „sehr differenziertes Gebilde ist“ und „das Evangelium der Menschenwerdung Gottes allen Erdenbürgern gilt“.

Superintendent Mathias Mölleken widerspricht deutlich der Kritik, Kirche spiele durch eigene Maßnahmen wie jüngst die Seenotrettung für Flüchtlinge im Mittelmeer kriminellen Handlangern zu und ließe sich instrumentalisieren. „Christen lassen sich zur Nächstenliebe und zur Rettung und Hilfe ohne Rücksicht auf politische und populistische Einwände instrumentalisieren“, betont der Superintendent des Kirchenkreises Bad Godesberg-Voreifel und Mitherausgeber des PROtestanten Mathias Mölleken.

Die Zeitung PROtestant erscheint drei Mal im Jahr mit einer Auflage von 6.300 Exemplaren, die aktuelle Ausgabe ab dem 14. Dezember und richtet sich an Multiplikatoren vor allem in Bonn und der Region. Sie kann kostenlos bezogen werden: Evangelischer Kirchenkreis Bonn, Adenauerallee 37, 53113 Bonn (Tel.: 0228 / 6880 300, presse@bonn-evangelisch.de). Herausgeber sind die Kirchenkreise An Sieg und Rhein, Bonn sowie Bad Godesberg-Voreifel.

Mehr kirchlicher Einsatz für Klimaschutz

PROtestant: die evangelische Zeitung für Bonn, die Region und darüber hinaus für alle an Glauben und Gesellschaft, Kultur und Wissen Interessierten

Eckart von Hirschhausen ruft in der aktuellen Ausgabe des PROtestant die Kirchen dazu auf, sich noch deutlicher für die Bewahrung der Schöpfung einzusetzen und den Klimaschutz zum zentralen Thema des Ökumenischen Kirchentags 2021 in Frankfurter zu machen.

„Wenn der Kern des Christentums die Nächstenliebe ist, was ist dann mit der kommenden Generation, den `Übernächsten´“, fragt der bekannte Comedian, Arzt und Reformationsbotschafter in der Sommerausgabe der Bonner Kirchenzeitung. In der Bibel gehe es doch um eine „Abkehr von materialistischen Werten hin zu innerem Wachstum, Verbundenheit und gemeinsamer Verantwortung“. Jüngste Klimaberichte zeigten dramatisch, dass nur noch wenige Jahre blieben, um menschliches Leben in zivilisierter Form langfristig zu retten.

Die „Idee von der Bewahrung der Schöpfung“ könnte mit der Ökumene in Frankfurt zum Leitmotiv werden, schreibt Hirschhausen, der auch Mitinitiator der „Scientists for Future“ ist, im Leitartikel der PROtestant-Ausgabe zum Thema Nachhaltigkeit. Christen könnten beim Klimaschutz ökumenisch verbunden dort damit auch zeigen, dass sie als „Salz der Erde einen wesentlichen Beitrag zur Gesellschaft bringen zu können“.

Vom imkernden Pfarrerehepaar in Zülpich bis zum Fairen Jugendhaus in Duisdorf

Die Sommerausgabe der Kirchenzeitung PROtestant zeigt viele Beispiele von Kirchengemeinden aus Bonn und der Region, die sich zum Teil seit Jahren schon für die Umwelt und Nachhaltigkeit engagieren. Von dem imkernden Pfarrehepaar Zumbusch aus Zülpich über Jugendliche in Duisdorf, die sich in der evangelischen Kampagne „Faires Jugendhaus“ engagieren bis zu einer Christin, die erzählt, warum sie so überzeugt im Klimasekretariat der Vereinten Nationen in Bonn arbeitet.

Der Troisdorfer Schüler und Aktivist bei „Fridays for Future“ in Köln, Konrad Pistorius (14) sieht in den Kirchen „eigentlich einen geborenen Partner für unser Anliegen“, andererseits aber auch noch „einige Luft nach oben im Engagement“. Der Bonner Superintendent Eckart Wüster macht deutlch, dass für ihn die Bewahrung der Schöpfung vor allem einen Bewusstseinswandel jedes einzelnen Menschen braucht, um wirklich etwas nachhaltig zu verändern.

„Hier sitze ich und kann nicht anders“. Der Arzt, Comedien und Protestant Eckart von Hirschhausen versteht seinen Einsatz Klimaschutz auch als christliches Engagement (Foto: Steffen Jänicke)

PROtestant lesen

PROtestant erscheint drei Mal im Jahr mit einer Auflage von 6.300 Exemplaren, die aktuelle Ausgabe ab dem 16. Juli. Die Zeitung kann kostenlos bezogen werden: Evangelischer Kirchenkreis Bonn, Adenauerallee 37, 53113 Bonn (Tel.: 0228 / 6880 300, presse@bonn-evangelisch.de). Herausgeber sind die Kirchenkreise An Sieg und Rhein, Bonn sowie Bad Godesberg-Voreifel.

Weitere Infos: www.protestant-bonn.de

 

SERVICE: Zur kostenlosen Ansicht und zum Download: PROtestant Nr. 66 – Ausgabe Sommer 2019

 

Kirchenkreis Bonn/12.07.2019

 

Was hat Weihnachten mit Essen zu tun?

PROtestant: die evangelische Kirchenzeitung für Bonn und die Region

Warum ist das richtige Essen an Weihnachten so wichtig? Die Kirchenzeitung PROtestant nähert sich dieses Mal der Weihnachtsbotschaft von der kulinarischen Seite.

Ein Sternekoch (Oliver Röder) und ein Kulturwissenschaftler (Gunther Hirschfelder) – beide evangelisch und aus unserer Region – denken nach, was Weihnachten mit Essen zu tun hat, obwohl klassische Heiligabendgerichte wie Gänsebraten mit Rotkohl oder Bockwürstchen in der Bibel doch gar nicht vorkommen.

PROtestant erinnert zudem daran, dass der Advent ursprünglich mal eine Fastenzeit war und dass das Weihnachtsessen etwas mit Gemeinschaft und Verantwortung zu tun hat. Alle evangelischen Kirchengemeinden sammeln Heiligabend für „Brot für die Welt“. Dazu wirft PROtestant darauf, was Heiligabend im Pfarrhaus auf den Tisch kommt, spricht mit der Bonns bekanntester Foodbloggerin Karin Krubeck und besucht soziale Projekte wie das Kulturcafé „Kulti“ in Siegburg, wo Wolfgang Schmitz mit großem Zuspruch drei Mal die Woche mit Jugendlichen kocht.

Die Zeitung PROtestant erscheint drei Mal im Jahr mit einer Auflage von 6.500 Exemplaren, die aktuelle Advents- und Weihnachtsausgabe 2018 ab dem 17. November. PROtestant kann kostenlos bezogen werden: Evangelischer Kirchenkreis Bonn, Adenauerallee 37, 53113 Bonn (Tel.: 0228 / 6880 300, presse@bonn-evangelisch.de). Herausgeber sind die Kirchenkreise An Sieg und Rhein, Bonn sowie Bad Godesberg-Voreifel.

SERVICE: PROtestant-Ausgabe Nr. 64 zum Nachlesen und kostenlosen Download

 

Joachim Gerhardt / 12.11.2018

PROtestant-Ausgabe 62 erschienen

Bedeutung des Religionsunterrichts ist das aktuelle Schwerpunktthema der Kirchenzeitung PROtestant

Religionsunterricht: Fach für „Toleranz, Offenheit und Neugierde“

 

„Der Glaube ist privat, Religion ist es nicht“, betont die Bonner Gesamtschullehrerin Esther Ospelkaus die Bedeutung des Religionsunterrichts an Schulen und für die Bildung des Menschen. Die Zukunft des Religionsunterrichts ist Thema im PROtestant.

Schülerinnen und Schüler aus Bonn und der Region erzählen in der Kirchenzeitung, was sie an dem Fach schätzen und was eher nicht. Die neue Schulreferentin Hiltrud Stärk-Lemaire ist der RU „ein ganz wichtiger Teil der Schulkultur“. Sie erwarte, dass die Kirchen bei der Unterrichtung noch näher zusammenrücken. Leider komme derzeit zu kurz, welchen positiven Beitrag Religion in der Gesellschaft leiste. In der Schule sei zum Beispiel der Bereich „Schulseelsorge“ sehr gefragt und solle ausgebaut werden.

Für die fernsehbekannte Poetry-Slammerin Sandra Da Vina verrät einem die Beschäftigung mit Religion „viel über die Menschheit an sich sowie über die eigene Identität“. Sie habe ihren Reli-Unterricht positiv in Erinnerung und daraus vor allem „Toleranz, Offenheit und Neugierde“ mitgenommen.

Die Zeitung PROtestant erscheint drei Mal im Jahr mit einer Auflage von 6.500 Exemplaren. Sie kann kostenlos bezogen werden: Evangelischer Kirchenkreis Bonn, Adenauerallee 37, 53113 Bonn (Tel.: 0228 / 6880 300, presse@bonn-evangelisch.de). Herausgeber sind die Kirchenkreise An Sieg und Rhein, Bonn sowie Bad Godesberg-Voreifel.

Hier können Sie den aktuellen PROtestant herunterladen.

Geburt und Leben

Weihnachtsausgabe: Kirchenzeitung PROtestant über Erfahrungen mit dem neuen Angebot einer „vertraulichen Geburt“

Die „vertrauliche Geburt“ ist Schwerpunkt der Weihnachtsausgabe des PROtestant. Ein Angebot, das Leben rettet, das aber noch viel zu wenig bekannt ist.

In Siegburg bietet das Diakonische Werk eine Anlaufstelle. Elke Hörmann berät dort, eigens dafür ausgebildet, Frauen in ihrer Notlage sowie rheinlandweit Kolleginnen in der Beratungsarbeit. Seit drei Jahren ist es in Deutschland möglich, dass Schwangere ihr Kind im Krankenhaus oder bei einer Hebamme medizinisch sicher auf die Welt bringen können und trotzdem vorerst anonym bleiben. Nach Sicht von Fachleuten eine gute Alternative auch zur Babyklappe. Mit 16 Jahren kann das Kind dann die eigene Herkunft erfahren. „Das Angebot muss noch viel mehr Frauen bekannt werden“, sagt Elke Hörmann.

40 Jahre „EVA“: Schwangerenberatung und mehr der Diakonie in Bonn und Region

Die Kirchenzeitung für Bonn und die Region widmet sich auch dem Jubiläum „40 Jahre Eva“, der Beratungsstelle des Diakonischen Werks Bonn und Region für Schwangerschaft, Sexualität und Pränataldiagnostik. In politisch aufgeheizten Zeiten begann die Arbeit vor 40 Jahren als Schwangerenkonfliktberatung mit evangelischem Profil nach dem Motto „Immer mit der Frau – nicht gegen sie“. Inzwischen ist viel Bedarf an Beratung dazugekommen, auch durch die immer differenziertere Diagnostik vor der Geburt. „Doch immer mehr Wissen führt auch zu immer neuen Fragen“, wissen die Beraterinnen der Diakonie in der Uniklinik auf dem Bonner Venusberg.

PROtestant fragt zudem nach den wichtigsten Gestalten und Details in der Weihnachtsgeschichte und macht Vorschläge. Sie reichen von Josef über den Esel bis zur Windel und der Frage: Wo bleibt eigentlich der Hund an der Krippe?

Die Zeitung PROtestant erscheint drei Mal im Jahr mit einer Auflage von 6.300 Exemplaren. Sie kann kostenlos bezogen werden: Evangelischer Kirchenkreis Bonn, Adenauerallee 37, 53113 Bonn (Tel.: 0228 / 6880 300, presse@bonn-evangelisch.de). Herausgeber sind die Kirchenkreise An Sieg und Rhein, Bonn sowie Bad Godesberg-Voreifel.

SERVICE: Hier die aktuelle Ausgabe Nr. 61 zum Nachlesen und kostenlosen Download

Reformationsjubiläum – ein Erfolg

500 Jahre Reformation bewegen auch die Menschen in Bonn und der Region. PROtestant fragt nach.

Eckart von Hirschhausen, Anselm Grün und Präses Manfred Rekowski erklären, was Reformation bedeutet. Zugleich bietet PROtestant Hintergründe zum Reformationsjubiläum mit zwei großen Festen in St. Augustin und Bonn.

„Autoritäten hinterfragen, selber denken und sich öffentlich trauen, für etwas einzustehen. Das ist heute so aktuell wie vor 500 Jahren“ sagt Eckart von Hirschhausen, Reformationsbotschafter der Evangelischen Kirche in Deutschland und Moderator der Reformationsgala am 31.Oktober im Telekom Dome. Für den rheinischen Präses Manfred Rekowski ist der „gnädige Gott die zentrale Botschaft der Reformation“ und die sei lebenswichtig in einer heute so sehr von Konkurrenz geprägten Gesellschaft, die viele Menschen gnadenlos auf Hochleistung trimme. Der Benediktinerpater Anselm Grün sieht in der Reformation „die Herausforderung, einen persönlichen Weg des Glaubens zu gehen“ und der sollte von Luther angestoßen immer auch „ein Weg der inneren Freiheit“ sein.

Pater Grün wie Präses Rekowski wirken beide ebenfalls mit bei der vom WDR-Fernsehen übertragenen Reformationsgala „Luther – Teuflisch gut.“ am Abend des 500. Reformationstags im Telekom Dome. Veranstalter sind die Evangelischen Kirchenkreise Bad Godesberg-Voreifel und Bonn.

Ökumenischer Geist in Sankt Augustin

Der Kirchenkreis An Sieg und Rhein lädt bereits nachmittags unter dem Motto „AUFMACHEN“ zu einem Reformationsfest auf dem Gelände der Steyler Missionare in St. Augustin. Der dortige Leiter, Pater Piotr Adamek, erläutert, warum die Steyler gerne ökumenischer Gastgeber der evangelischen Feier sind. Beide Großveranstaltungen sind festlich geprägt von viel Musik. PROtestant bietet letzte Hintergrundinfos zum Programm und den vielen prominenten wie engagierten Mitwirkenden aus Kirche und Gesellschaft und erklärt, warum das Reformationsjubiläum trotz aller Bedenken auch in der Kirche selbst schon jetzt ein Erfolg ist.

Die Zeitung PROtestant erscheint drei Mal im Jahr mit einer Auflage von 6.500 Exemplaren. Sie kann kostenlos bezogen werden: Evangelischer Kirchenkreis Bonn, Adenauerallee 37, 53113 Bonn (Tel.: 0228 / 6880 300, presse@bonn-evangelisch.de). Herausgeber sind die Kirchenkreise An Sieg und Rhein, Bonn sowie Bad Godesberg-Voreifel.

Hier die PROtestant-Ausgabe 60 zur Ansicht und zum kostenlosen Download.

Joachim Gerhardt / 29.09.2017

Angst vor einer Gesellschaft ohne Empathie

PROtestant vermittelt evangelische Einblicke und lässt auch immer wieder bewegende Menschen aus unserer Gesellschaft zu Wort kommen

Die gemeinsamen Herausforderungen von Theater und Kirche sind Schwerpunktthema der Passions- und Osterausgabe der Kirchenzeitung PROtestant. Lesen Sie erstaunliche Stimmen und ein evangelisches Plädoyer für das Theater. Lupe

Sie habe „Angst vor einer Gesellschaft ohne Empathie“, erklärt die Direktorin des Bonner Schauspiels Nicola Bramkamp und ruft Kirche und Theater auf, „gemeinsam Orte der Toleranz und der Gemeinschaft zu stiften und zu stärken“. Auch in Bonn und der Region prallten die Kulturen aufeinander. „Nicht trennen und spalten, sondern die Menschen miteinander ins Gespräch bringen, das ist die Herausforderung unserer Zeit“, betont Bramkamp im großen PROtestant-Gespräch mit Axel von Dobbeler, Leiter des Evangelischen Forums Bonn. Toleranz setze aber die Fähigkeit zur Empathie voraus, so Bramkamp. „Ich muss mich auf Menschen und Gefühle einlassen können. Das lerne ich in der Kirche und auch von Jesus, das lerne ich im Theater.“ Ihre Lieblingsgeschichte sei der Barmherzige Samariter als der „großen Geschichte der Mitmenschlichkeit“, seine Augen zu schärfen für Menschen, die Hilfe brauchen.  „Wir müssen immer wieder neu lernen, dass Menschen, die nicht so leistungsfähig scheinen, genauso lebenswert sind.“

Protestantisches Plädoyer für das Theater

Was verbindet Theater und Kirche, Schauspiel und Theologie? Schauspielprofis wie Moritz Seibert, Intendant vom Jungen Theater Bonn, sowie Elisa Hempel, Dramaturgin an Schauspiel Bonn, berichten, was sie an religiösem Stoff so fasziniert und warum er so wichtig ist für das Theater.

Der bekannte Radiopfarrer Max Koranyi hält ein „protestantisches Plädoyer für das Theater“ und der Pfarrer und Publizist Georg Schwikart bedenkt die Kraft der Inszenierung in einem evangelischen Gottesdienst. Kirchenmusikdirektorin Karin Freist-Wissing, Kantorin an der Bonner Kreuzkirche, gibt einen Einblick in die höchst ambitionierte szenische Aufführung der Matthäuspassion im April in der Kreuzkirche: „Wir haben den Anspruch, Johann Sebastian Bach neu in unsere Zeit zu holen.“

Regisseur Lajos Wenzel: „Kein hoppe hoppe Reiter mit dem Jesusbaby“

Wie es gelingt, sperrige Theologie in unsere Zeit zu übersetzen, zeigt auch das bemerkenswert professionelle Schülertheater am evangelischen AMOS-Gymnasium in Bad Godesberg. PROtestant war zu Besuch. Zudem erzählt der bekannte Regisseur Lajos Wenzel, wie sehr er von den ersten Gehversuchen im Musicalprojekt seiner Heimatgemeinde in Wahlscheid profitiert hat. Dort habe er früh gelernt: „Christliche Inhalte sind anspruchsvoll und kein hoppe hoppe Reiter mit dem Jesusbaby.“ Um diesen Anspruch, Menschen zu bewegen, geht es auch im Reformationsfestjahr, betont die neue Superintendentin im Kirchenkreis An Sieg und Rhein Almut van Niekerk: „Das Jubiläum bietet die große Chance, neu zu fragen, was uns als Christen trägt.“

Die Zeitung PROtestant erscheint drei Mal im Jahr mit einer Auflage von 6.500 Exemplaren. Sie kann kostenlos bezogen werden: Evangelischer Kirchenkreis Bonn, Adenauerallee 37, 53113 Bonn (Tel.: 0228 / 6880 300, presse@bonn-evangelisch.de). Herausgeber sind die drei Kirchenkreise  An Sieg und Rhein, Bonn sowie Bad Godesberg-Voreifel.

 

Joachim Gerhardt / 08.03.2017