Superintendentenwahl, Schutzkonzept und Klimaschutz

Viel Platz und Abstand: die Synode traf sich bereits im Herbst in der Jungholzhalle in Meckenheim. Foto: Uta Garbisch

Mit Claudia Müller-Bück und Knut Dahl-Ruddies bewerben sich eine Kandidatin und ein Kandidat um das Superintendentenamt. Die Wahl erfolgt am Samstag, 2. April 2022, auf der Kreissynode des Evangelischen Kirchenkreises Bad Godesberg-Voreifel. Sie ist nötig, weil Superintendent Mathias Mölleken am 31. Mai in Ruhestand geht. Claudia Müller-Bück ist Pfarrerin in Swisttal und gehört dem Kreissynodalvorstand (KSV) bereits als Skriba an, ist also zweite Stellvertreterin des Superintendenten. Im Fall ihrer Wahl wäre auch diese Position neu zu besetzen. Knut Dahl-Ruddies ist Gefängnisseelsorger in Euskirchen und Landessynodaler.

Mathias Mölleken leitet den Kirchenkreis seit 2015 und wurde 2020 wiedergewählt. Seine Nachfolgerin beziehungsweise sein Nachfolger übernimmt die Leitung des Kirchenkreises bis zur nächsten turnusmäßigen Wahl im Jahr 2028. Außerdem ist mit dem baldigen Ruhestand von Pfarrer Edgar Hoffmann die Position der zweiten Stellvertretung der Skriba im KSV für die verbliebenen Jahre bis 2024 neu zu wählen. Hierfür kandidieren Pfarrerin Kathrin Müller aus Wachtberg und Pfarrer Gregor Weichsel aus Euskirchen. Die Wahlen sind nach der Mittagspause ab 13.15 Uhr vorgesehen.

Neues Konzept gegen sexualisierte Gewalt

Am Vormittag stehen die Vorstellung eines neuen Schutzkonzeptes gegen sexualisierte Gewalt und das Thema Klimagerechtigkeit im Vordergrund. Kirchenkreise, Gemeinden und Einrichtungen sind verpflichtet, Schutzkonzepte zu erstellen und Mitarbeitende flächendeckend zu schulen. Ein seit 2021 geltendes Kirchengesetz erweitert die bisherigen Bemühungen, sexualisierter Gewalt präventiv konzeptionell entgegenzuwirken. Hierzu hatte die Kreissynode bereits 2014 das Präventionskonzept „Klarer sehen“ für den Kinder- und Jugendbereich beschlossen. Das neue Konzept schafft eine Grundlage für das Erkennen dieser Gewaltform und eine systematische Prävention, die Kinder und Jugendliche, aber auch alle anderen Menschen innerhalb der Kirche vor der Verletzung ihrer sexuellen Selbstbestimmung schützen soll. Landeskirchenrätin Iris Döring wird in das Thema einführen. Als Vertrauenspersonen im Sinne des Konzeptes schlägt der KSV die Frauenbeauftragte und den Jugendreferenten des Kirchenkreises, Sabine Cornelissen und Rainer Steinbrecher, vor.

Viel weniger Treibhausgase

Die rheinische Landessynode 2022 hat mit großer Mehrheit beschlossen, dass Kirchengemeinden, Kirchenkreise und die Landeskirche bis spätestens 2027 entscheiden sollen, welche ihrer Gebäude sie langfristig noch benötigen. Diese Gebäude sollen bis 2035 „treibhausgasneutral“ ertüchtigt werden. Um Treibhausgasemissionen kurzfristig zu senken, sind alle kirchlichen Ebenen verpflichtet, ihre Heizungen zu optimieren und auf zertifizierten Öko-Strom umzustellen. Dr. Reinhard Loch, Physiker und langjähriger Energieberater, und der landeskirchliche Klimaschutzmanager Waldemar Schutzki werden dazu einen Impulsvorträge halten. Ihr gemeinsames Thema: Was machen wir mit den Liegenschaften im Hinblick auf Stromverbrauch und Wärmeverbrauch?

Die Synode ist öffentlich und beginnt am Samstag, 2. April 2022, um 9 Uhr mit einer Andacht. Das Ende ist gegen 16.30 Uhr geplant. Tagungsort ist die Jungholzhalle in Meckenheim, Siebengebirgsring 4. Es gilt die 3G-Regel. Zugang erhält nur, wer vollständig geimpft, genesen oder getestet ist. Alle müssen zusätzlich einen aktuellen, maximal 24 Stunden alten Testnachweis vorlegen. Alle Nachweise werden beim Einlass zusammen mit einem Ausweis kontrolliert.