Ein Erfolgsrezept

Gab es auch beim Start vor fünf Jahren: Weiße Bohnensuppe. Foto: Uta Garbisch

Fünf Jahre Suppenkirche in Euskirchen: Das sind mehr als 20.300 Mahlzeiten und 45 Ehrenamtliche in fünf Teams. „Eine stolze Zahl“, freut sich Diakon Jens Schramm. Wie damals vor fünf Jahren gibt es zum Geburtstag weiße Bohnensuppe. „Wir wussten ja nicht, wie viele Leute kommen. Fünf oder Fünfhundert?“, erinnert sich Pfarrer Gregor Weichsel. Da war Suppe am praktischsten.

Ob Feiertag oder Ferien, die SuppenKirche öffnet seit Januar 2015 immer donnerstags. Dann kommen 60 bis 100 Menschen in das Euskirchener Gemeindezentrum, um eine warme Mahlzeit zu essen. Viele regelmäßig, andere sporadisch. Rund 300 Personen nutzen das Angebot immer wieder. Weil sie bedürftig sind oder einsam.

Andere schätzen den Kontakt, wie der „Stammtisch“ in der Mitte mit Besucherinnen der ersten Stunde. So entstehen Netzwerke und Gemeinschaft. „Ich nutze das Angebot auch ab und zu und habe hier viele kennen gelernt“, berichtet Geburtstagsgratulant Johannes Winckler, erster Beigeordneter der Stadt Euskirchen.

Ein Seelsorger wie Pfarrer Weichsel steht für Gespräche bereit, Diakon Jens Schramm und Koordinatorin Iris Hoffmann ebenfalls. So kann manches Problem schnell gelöst werden. Heute berichtet jemand, dass sein Ausweis gestohlen wurde. Weichsel erklärt die Schritte, wie der Mann einen neuen bekommt.

Die SuppenKirche wird ausschließlich durch Spenden finanziert. Die fünf Teams mit jeweils acht Frauen und Männern sorgen ehrenamtlich für gedeckte Tische, Kochen und den Abwasch. Jens Schramm: „Die Ehrenamtlichen sind der Schatz, der das alles trägt.“

Öffnungszeiten SuppenKirche, Kölner Straße 41: jeden Donnerstag von 11.00 bis 13.30 Uhr, Essenausgabe ab 12 Uhr.