LUTHER FLASHS

Eine fotografische Entdeckungsreise jenseits traditioneller Gedenk- und Erinnerungsgewohnheiten zeigt das PTI bis 30. Juni

Luther und die Reformation im Alltag unserer Gesellschaft und Kultur ist ein Projekt des KOLLEGTIV17 – Jürgen Jaissle und Gotthard Fermor.

Luther. Der Mann aus Eisleben mit dem unvergänglichen Charisma: Theologe und Reformator, Christ und Mensch, Rebell und Reaktionär. Ein Popstar, wie manche sagen. Stete Projektions- und Reibungsfläche. Was bleibt jenseits von Projektion und Reibung? Was von diesem Menschen, was von seinem Programm blitzt heute noch so auf, dass es Menschen in unserer Gesellschaft erfasst?

Das Projekt LUTHER FLASHS zeigt in Buch und Ausstellung Aspekte von Leben und Wirken des Reformators in der aktuellen Alltagswirklichkeit und -ästhetik unserer Gesellschaft und Kultur, erfasst sie flanierend in unverstellten Bildern und arrangiert sie mit harten Schnitten für Entdeckungen zwischen Alltagswahrnehmung und historischer Tiefendimension. Flashs, die nicht alles erfassen, doch manches erhellen.

Wie und wo präsent sind Luther und die Folgen für Gesellschaft und Kirche in einer postsäkularen Öffentlichkeit, die ihre Botschaften tweetet, streamt oder tätowiert? In der religiöse Existenzialien im Spektrum weitläufiger Individualität und Pluralität schon lange von vielen nicht mehr in reformatorischer Sprache gesprochen und verstanden werden, von manchen nicht einmal mehr in religiöser Sprache?

LUTHER FLASHS suchen bewusst nicht nach den großen Gesten. Und schaffen trotzdem Nähe. Womöglich haben gerade derart die Tiefendimensionen im Sound des Alltags eine Chance, ihr reformatorisches Potenzial zu bewahren oder gar zu entfalten – je nach Perspektive.

(aus: Jürgen Jaissle/Gotthard Fermor [Hg.], LUTHER FLASHS, Bielefeld 2017, S.11)

KOLLEGTIV17
Jürgen Jaissle, langjähriger Leiter des Film-Funk-Fernseh-Zentrums (FFFZ) der Ev. Kirche im Rheinland, lebt nun als Fotograf und Autor in Solingen. Er beschäftigt sich mit dem Verhältnis von Kirche, Kultur, Medien und Moderne.

Homepage: www.jjaissle.de/index.html

Prof. Dr. Gotthard Fermor ist Direktor des PTI Bonn und Lehrbeauftragter der Ev. Hochschule Rheinland-Westfalen-Lippe in Bochum. Seine Forschungsschwerpunkte sind der interdisziplinäre Transfer von Bildung, Religion und Kirche, spirituelle und ästhetische Bildung sowie die Beziehung von Religion und Popularkultur.

 

Ausstellungsdauer
März 2017 – 30. Juni 2017

Öffnungszeiten
Mo. – Do. 9.00 – 16.30 Uhr
Fr. 9.00 – 13.30 Uhr

Weitere Termine, auch am Wochenende, nach Absprache. Führungen auf Anfrage.

Der Eintritt ist frei.

Vernissage

Donnerstag, 16. März 2017, 19:00 Uhr

Begrüßung
Dozent Kai Steffen, PTI Bonn
Markus Besserer, CJD Rheinland-Süd

Einführung
Prof. Dr. Harald Schroeter-Wittke, Universität Paderborn

Musik
Markus Schinkel, Bonn (Flügel)
Improvisationen über Luther-Choräle

 

Buch zur Ausstellung
Bei der Vernissage ist das Buch zur Ausstellung zum Vorzugspreis erhältlich.
Bestellung beim Verlag: www.lutherverlag.de/Geschenkideen/LUTHER-FLASHS::905.html

Ort
Pädagogisch-Theologisches Institut der Evangelischen Kirche im Rheinland
Christliches Jugenddorfwerk Deutschlands e.V.
Mandelbaumweg 2
53177 Bonn

www.pti-bonn.de

Luthers Bibel

Warum eine 500 Jahre alte Übersetzung noch das Maß aller Dinge ist, klärt ein Themenabend in Wachtberg.

Die neue Lutherbibel 2017 ist ein Bestseller. Seit ihrer Vorstellung am 31. Oktober 2016 wurden mehr als 300.000 Exemplare verkauft. Wie kommt das? Was macht sie so besonders?
Wolfgang Thielmann, ZEIT-Autor und Theologe aus Godesberg, erklärt die neue Ausgabe und liest besonders schöne Texte vor.

Der Abend findet am Mittwoch, 22. Februar 2017, im Evangelischen Gemeindehaus Wachtberg-Niederbachem, Bondorfer Straße 18, statt. Beginn ist 19.30 Uhr.

Luther-Transport

Großartig: Susanna und Ernst Edelmann (links) versorgten den Kirchenkreis mit "Luthers". Mitarbeitende der Superintendentur nahmen sie entgegen. Foto: Uta Garbisch

Wenn eine blaue Lutherbüste auf dem Beifahrerplatz sitzt, ist das schon ungewöhnlich. Susanna und Ernst Edelmann hatten gleich 13 Stück davon im Gepäck. Denn der Swisttaler Pfarrer holte zusammen mit seiner Frau die Büsten vom Niederrhein ab, bevor sie im Kirchenkreis weiter verteilt wurden. Herzlichen Dank dafür!

gar