RIO ist nun „Regionaler Dienst der VEM“

Mit Beginn des Monats April hat in der Vereinten Evangelischen Mission (VEM) das neue Team „Regionaler Dienst der VEM“ seine Arbeit aufgenommen, der bisherige „RIO“.

Zum Team gehört Pfarrer Helmut Müller. Der Pfarrer für Internationale Ökumene bleibt, seine Region Köln-Bonn bleibt, somit bleibt Helmut Müller weiterhin unter anderem für den Evangelischen Kirchenkreis Bad Godesberg-Voreifel zuständig. Sein Dienstsitz bleibt Siegburg. Und, um das Wichtigste zu sagen: Die Themen bleiben: internationale Verbindungen fördern, Verbundenheit von Christ:innen weltweit unterstützen, ökumenische Partnerschaften pflegen sowie der Einsatz für Gerechtigkeit, Frieden und die Bewahrung der Schöpfung.

Organisatorisch aber ist er nun bei der VEM angedockt. Die VEM versichert, die Impulse der internationalen Partnerschaftsarbeit und die zivilgesellschaftlichen Verbindungen in den Kirchenkreisen und Gemeinden der Evangelischen Kirche im Rheinland aufzunehmen und diese mit ihrer weltweiten Ausrichtung zu verknüpfen. Dafür nutzt sie sowohl ihre zahlreichen Netzwerke wie das der „Jungen Erwachsenen“ als auch ihre umfassende Erfahrung des globalen Lernens in ökumenischer Perspektive.

„Wir freuen uns, dass fünf der bisherigen Pfarrer:innen, die zuvor vergleichbare Aufgaben innerhalb der rheinischen Kirche ausgeübt haben, in den Dienst der VEM übernommen werden können. Somit bleiben wichtige Erfahrungen erhalten. Außerdem planen wir bereits im Mai eine Kick-off-Veranstaltung mit allen Menschen, die sich hier gerne engagieren wollen“, so Timo Pauler, Geschäftsführer der VEM.

Spannende Aufgabe

Angelika Veddeler, Leiterin der Abteilung Deutschland der VEM, wird das Team zunächst kommissarisch leiten. Sie sieht der Zusammenarbeit mit den Kolleginnen und Kollegen des Regionalen Dienstes ebenfalls mit Freude entgegen. Veddeler: „Die weltweite Ökumene im Leben und im Alltag von Gemeinden und Kirchenkreisen wirken zu lassen und daran gemeinsam mit Engagierten und Ehrenamtlichen vor Ort zu arbeiten, das ist eine spannende Aufgabe, der wir uns gern stellen.“

Der „Rheinische Dienst für internationale Ökumene“ (RIO) ist Geschichte. Mit dem Start bei der VEM ist ein entsprechender Beschluss der Landessynode, dem obersten Entscheidungsgremium der Evangelischen Kirche im Rheinland, umgesetzt.

Neue Kontaktdaten

Was sich praktisch ändert, ist die eMail-Adresse von Pfarrer Müller, er ist jetzt erreichbar unter mueller-h@vemission.org. Seine Telefonnummer lautet 0202 89004 532.

vemission.org

Anna Neumann/ekasur.de

Ein Jahr weg und anders zurück

Miriam Albrecht (Deutschland), Confiance Iraduha (Ruanda), Jonas Thomas (Deutschland). Foto: VEM / Martina Pauly

Die Vereinte Evangelische Mission (VEM) bietet jungen Erwachsenen über das Programm „weltwärts“ der Bundesregierung einen einjährigen entwicklungspolitischen Freiwilligendienst in Afrika oder Asien.

Für das Auslandsjahr 2022/23 können sich Interessierte zwischen 18 und 28 Jahren noch jetzt bis zum 15. Oktober bewerben. Die Ausreise erfolgt dann im September 2022. Insgesamt werden 22 Plätze angeboten, vorwiegend in diakonischen Arbeitsbereichen der VEM-Mitgliedskirchen in Afrika und Asien. Dazu gehören beispielsweise Einsatzstellen in Straßenkinderprojekten, Waisenhäusern, in Schulen – auch für Kinder mit geistigen und/oder körperlichen Einschränkungen – sowie in Kindergärten. Darüber hinaus werden Einsatzstellen in Musikprojekten, in Frauenprojekten sowie in Gesundheits- und Umweltprojekten angeboten.

Im Mittelpunkt des Freiwilligendienstes stehen das gemeinsame Arbeiten, der kulturelle Austausch und das alltägliche Miteinanderlernen. Eine Vorstellung der VEM-Einsatzstellen ist auch auf der Website von weltwärts finden. Es gibt eine Vorbereitung, sie umfasst 25 Seminartage.

In jeder Einsatzstelle stehen Mentor*innen als Ansprechpartner*innen bei Fragen oder Problemen bereit. Nach dem Einsatz können die jungen Erwachsenen ihre persönlichen Erfahrungen im Rückkehrendenkurs austauschen und sich anschließend im Netzwerk Junge Erwachsene bei der VEM weiter engagieren.

Kostenfreies Auslandsjahr mit Spendenbitte für Süd-Süd-Freiwillige

Die Kosten für den Auslandseinsatz, d.h. für Flüge, Versicherungen, Unterkunft, Verpflegung, Taschengeld und Seminare, übernimmt die VEM. Es wird jedoch erwartet, dass die jungen Menschen Spenden aus ihrem Umfeld sammeln.

Diese Spenden dienen der Finanzierung des Süd-Süd-Freiwilligenprogramms der VEM, mit dem junge Leute aus Afrika und Asien einen Freiwilligendienst in einem anderen Land in Afrika oder Asien absolvieren können. Für derartige Programme gibt es in den Ländern des globalen Südens keine staatliche Unterstützung und „weltwärts“ übernimmt nur einen Teil der Kosten.

Infos: vemission.org/freiwilligenprogramm

Martina Pauly / VEM

BIPcC – Gottesdienst

Zu einem digitalen Gottesdienst am Internationalen Tag gegen Rassismus, 21. März, laden „Black, Indigenous und People of Color“ (BIPcC). Beginn ist um 10 Uhr.

Die Evangelische Kirche im Rheinland (EKiR), die Stiftung Himmelsfels in Spangenberg der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck (EKKW), die Evangelische Kirche von Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO) und die Vereinte Evangelische Mission (VEM) veranstalten am 21. März, dem internationalen Tag gegen Rassismus, um 10 Uhr einen digitalen Gottesdienst mit BIPoC (Black, Indigenous, People of Color) auf YouTube.

Hier der Trailer:

Innerhalb der Kirchen in Deutschland gibt es unterschiedliche People of Color, die sich über ihre Erfahrungen in der Kirche austauschen und miteinander vernetzt sind. Am internationalen Tag gegen Rassismus soll ihre kirchliche Lebenswirklichkeit in den Blick genommen werden. „Wir laden Gemeinden ein, sich an diesem Sonntag ganz bewusst unseren Gottesdienst anzuschauen. So besteht die Möglichkeit, die Perspektive Schwarzer Menschen in Deutschland und in der Kirche einzunehmen und zu sehen, wie wir die weiße Kirche wahrnehmen, wo wir Rassismus erleben und wie wir die Bibel lesen und verstehen. Gibt es einen besseren Zeitpunkt für solch einen Gottesdienst als den internationalen Tag gegen Rassismus, der auf einen Sonntag fällt?“, meint Sarah Vecera, BIPoC und stellvertretende Leiterin der Region Deutschland der VEM.

Für die musikalischen Beiträge sind Njeri Weth und Steve Ogedegbe (beide Stiftung Himmelsfels), Yotin Tiewtrakul (Nordkirche, Hamburg) und Alexan Walid (Weigle-Haus, Essen) zuständig. Ein Poetry Slam wird vorgetragen von Sarah Vecera (VEM). Die Predigten werden gehalten von Lusungu Mbilinyi (VEM) und Lý-Elisabeth Dang (EKBO). Die Fürbittengebete werden gesprochen von Alena Höfer (EKiR), Baraka Lwakatare (VEM) und Bich Nhi Myo Dang (EKiR).

Die Gemeinden in Deutschland haben somit die Möglichkeit, den Gottesdienst auf ihren digitalen Kanälen zu übertragen, gern auch anstelle eines eigenen Online-Gottesdienstes. Der Gottesdienst der BIPoC wird auch nach dem internationalen Tag gegen Rassismus auf dem YouTube-Kanal weiterhin zur Verfügung stehen.

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Ruandas Zukunft braucht Versöhnung

Grafik: EKiR/Silke Salzmann-Bruhn

„Meine Kinder sollen nicht erleben, was ich erlebt habe. Dafür werde ich kämpfen, aber ohne Faust und Fußtritte.“ Das sagt Beatrice. Vor 25 Jahren, damals war sie Studentin, war sie eines der Opfer brutaler Gewalt im Grenzgebiet von Kongo und Ruanda. 25 Jahre nach dem Völkermord gilt: „Ruandas Zukunft braucht Versöhnung“

Ruanda 1994. Brutal ermorden Angehörige der Bevölkerungsgruppe der Hutu ihre Landsleute, also vor allem der Tutsi-Minderheit. Innerhalb von hundert Tagen sterben mehr als 800.000 Menschen. Was am Abend des 6. April 1994 begann, wirkt bis heute nach. „Ruandas Zukunft braucht Versöhnung, auch heute noch, 25 Jahre nach dem Völkermord“, betont Präses Manfred Rekowski.

„Ruandas Zukunft braucht Versöhnung“ – so heißt die gemeinsame Aktion von Brot für die Welt, der Vereinten Evangelischen Mission (VEM), der Kindernothilfe und der Evangelischen Kirche im Rheinland. In den kommenden hundert Tagen machen sie auf kirchliche Versöhnungsarbeit im ostafrikanischen Land Ruanda und der Region der Großen Seen aufmerksam und sammeln Spenden. Die Website story.ekir.de/ruanda erzählt davon, wie Versöhnungsarbeit konkret aussieht. Und sie bietet die Möglichkeit zum Onlinespenden.

Rheinische Kirchengemeinden werden in den Gottesdiensten am kommenden Sonntag, 7. April 2019, des Völkermords in Ruanda zu gedenken. Denn rheinische Kirchenkreise sind durch Partnerschaften mit der anglikanischen und der presbyterianischen Kirche in Ruanda verbunden.

Der Hashtag zur Aktion „Ruandas Zukunft braucht Versöhnung“: #RuandasZukunft

Website mit Link zum Onlinespenden: story.ekir.de/ruanda

ekir.de / 02.04.2019

11.800 Euro für Kinder in Not

Bei der Kollekte im Festgottesdienst konnten über 10.700 Euro für Hilfsprojekte der VEM gesammelt werden. (Foto: Meike Böschemeyer)

Mit der Kollekte in Höhe von insgesamt 11.817 Euro, die beim Festgottesdienst und beim Festakt anlässlich von „200 Jahre evangelische Kirche in Bonn“ gesammelt wurde, werden Straßenkinder in Asien und Afrika und das Bonner Projekt „Robin Good“ unterstützt.

Die Kollekte vom großen Open-Air-Festgottesdienst am 5. Juni 2016 auf dem Marktplatz ist ausgezählt: Sie ergab beeindruckende 10.713,47 Euro. Dank allen Geberinnen und Gebern. Mit der Sammlung werden Projekte der Partnerkirchen der VEM (Vereinte Evangelische Mission) gegen Kinderarmut und für die Bildung von Kindern und Jugendlichen in Afrika und Asien unterstützt.

Über 1.100 Euro wurden für das Hilfsprojekt „Robin Good“ gesammelt

Abends beim Festakt in der Schlosskirche freute sich das ökumenische Hilfsprojekt „Robin Good“ von Caritas Bonn und Diakonie Bonn und Region über eine Spende am Ausgang in Höhe von 1.103,46 Euro.
Der Familienfond „Robin Good“ hilft schnell und unbürokratisch Familien in Bonn und der Region, die in eine Notlage geraten sind.

Weitere Eindrücke des großen Tages finden Sie bonn-evangelisch.de und außerdem zahlreiche Bilder auf der Facebookseite des Kirchenkreises Bonn.

 

Johanna Nolte/Kirchenkreis Bonn