Zuversichtlicher Predigttext trotz schlechter Nachrichten

„Sind die rheinischen Küster Träumer?“, fragte Superintendent Dr. Eberhard Kenntner im Eröffnungsgottesdienst des 107. Rheinischen Küstertags in Euskirchen. Mit der biblischen Aufforderung „Freue dich im Herrn“ gab es einen zuversichtlichen Predigttext.

Sehr wohl stellten sich die rund 170 Tagungsteilnehmerinnen und -teilnehmer am Nachmittag den Veränderungen im Küsterdienst. „Fast täglich erreichen mich Nachrichten über Kündigungen oder Stellenkürzungen“, berichtete der Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft rheinischer Küsterinnen und Küster (arkk), Norbert Koch, in seinem Jahresbericht. Dies sei ein Grund, weshalb ein Positionspapier zur Zukunft des Küster-Berufs entstanden sei. Aus Sicht des Vorstands müssen neue Modelle für veränderte Formen des Küsterdienstes entstehen.

Auch dem Vertreter der Evangelischen Kirche im Rheinland (EKiR), Kirchenrat Jürgen Sohn, war die Problematik bewusst. „Erst wenn der Küster in einer Gemeinde nicht mehr da ist, wird leider oft gemerkt, was fehlt.“ Doch in seinem Grußwort an die Küsterinnen und Küstern aus den rheinischen Gemeinde betonte er: „Natürlich hat der Küster-Beruf eine Zukunft, er ist ein wichtiger Bestandteil.“

Dass die „Freude des Glaubens“ die Zukunftsüberlegungen prägen möge, wünschte Kenntner den Küsterinnen und Küstern. Der Superintendent des Kirchenkreises Bad Godesberg-Voreifel verdeutlichte, dass der Predigttext ein Alternativangebot mache zu den Zeitansagen, „wie sie von Allensbach, Mc Kinsey, Sat1 oder RTL gemacht werden“. Hinter der Zusage „Freuet euch, der Herr ist nahe“ stehe das Versprechen, dass „alle Mächte in der Welt seit Ostern nur noch vorläufig sind und deren Entmachtung bereits begonnen hat“.

 

 

 
Stichwort Küsterinnen und Küster
 

 

wsk / 19.05.2008

 

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Geschrieben von Pressereferat BGV am 19. Mai 2008