Was Windeln wechseln und Klo putzen mit Wirtschaft zu tun haben

Feline Tecklenburg ermutigt, die Perspektive zu wechseln. Foto: Philip Wilson

19. Mai: Der tägliche Balanceakt zwischen privater Sorgearbeit und Erwerbsarbeit stellt viele Menschen vor enorme Herausforderungen. Oft haben sie das Gefühl, es sei ihr eigenes Versagen und sie müssten alleine eine Lösung finden. Doch die Gründe für die Überforderungen sind strukturell. Sie liegen im wirtschaftlichen System und der abgewerteten Rolle, die Sorgearbeit darin einnimmt.  Wer […]

19. Mai: Der tägliche Balanceakt zwischen privater Sorgearbeit und Erwerbsarbeit stellt viele Menschen vor enorme Herausforderungen. Oft haben sie das Gefühl, es sei ihr eigenes Versagen und sie müssten alleine eine Lösung finden. Doch die Gründe für die Überforderungen sind strukturell. Sie liegen im wirtschaftlichen System und der abgewerteten Rolle, die Sorgearbeit darin einnimmt. 

Wer erkennt, wie zentral die eigene Sorgearbeit für die Wirtschaft ist, kann erst Veränderungen in der Sozial- und Wirtschaftspolitik einfordern und für Gleichberechtigung einstehen. Denn Wirtschaft geht uns alle an – und bedeutet so viel mehr als die Zahlen im Wirtschaftsteil von Zeitungen vermuten lassen. Denn Wirtschaft bedeutet auch Klo putzen, Windeln wechseln, bei den Hausaufgaben helfen …

Referentin ist Politökonomin Feline Tecklenburg von Wirtschaft ist Care e. V. Sie setzt auf einen ermutigenden, wirtschaftlichen Perspektivenwechsel. 

Der Vortrags- und Diskussionsabend anlässlich des Equal Care Days findet am Montag, 19. Mai 2025, von 19 bis 20.30 Uhr, online statt. Die Teilnahme ist kostenlos.
Anmeldung ist unter: http://eair.info/ky.

Eine Veranstaltung in Kooperation mit: 
Evangelische Akademie Rheinland, Familienbildungsstätte Haus der Familie, Frauenbeauftragte des Evangelischen Kirchenkreises Bad Godesberg-Voreifel, eeb an Sieg und Rhein, Gleichstellungsstelle Stadt Bonn und Gleichstellungsstelle Rhein-Sieg-Kreis