„Bzgl. der Abfrage möchte ich mitteilen …“

Es gibt Lebensbereiche, die geordnet laufen müssen. Und es gibt technische Entwicklungen, für die die Menschen je zur gegebenen Zeit ordentliche Lösungen schaffen müssen. Also schreibt der Mensch einen Brief, genauer: der Mensch im Amt. Und dann kommt’s: Wer fragt, bekommt auch Antwort. Geordnet.

Beim Ecclesia Versicherungsdienst GmbH sind zuletzt öfter Anfragen zum Versicherungsschutz bei der Nutzung von Drohnen gelandet. Um einen Sammelvertrag zu organisieren, hat das Landeskirchenamt – fürsorglich und ordentlich – alle Kirchengemeinden angeschrieben und um Rückmeldung gebeten. Gefragt wurde, wer wie viele Multi- oder Quadrocopter im Einsatz hat und ob diese das Gewicht von 5 Kilo nicht übersteigen – denn daran hängt die Prämienfreiheit. Diese Abfrage zu den kleinen unbemannten Flugzeugen ist aktuell: Die Rückmeldefrist lautet 14. September.

Solange braucht der Gemeindepfarrer in Zülpich nicht. Ulrich Zumbusch mailt prompt und beginnt mit ordentlicher Bezugnahme: „bzgl. der landeskirchlichen Abfrage hinsichtlich des Besitzes von Drohnen möchte ich mitteilen, dass unsere Kirchengemeinde ca. 13.241 Drohnen besitzt“.

Allerdings, teilt der Pfarrer mit, werde sich die Zahl zum Winter hin deutlich reduzieren. Und weiter informiert er, wie gewünscht detailliert: „Es handelt sich um sog. Duokopter mit zwei Flügeln. Das Gewicht der einzelnen Drohne übersteigt nicht 5 kg, sondern liegt bei ca. 2 g, so dass keine separate Luftfahrt-Haftpflicht-Versicherung in Frage kommt.“

Selektive Wahrnehmung

Die Vertragskonditionen im Blick, schreibt er weiter: „Beitragsmindernd könnte sich bei der Versicherung auswirken, dass unsere Drohnen aufgrund ihres geringen Gewichts beim Absturz relativ wenig Schaden anrichten. Ich bitte dahingehend mit der Versicherung günstige Bedingungen zu verhandeln.“

Datenschutzrechtlich – greift er einen bis dato völlig übersehenen Aspekt auf – „entstehen m. E. keine Probleme, da die Drohnen beim Überfliegen fremder Grundstücke die Umgebung nur sehr selektiv wahrnehmen“. Laut Information von Pfarrer Ulrich Zumbusch leben die Zülpicher Drohnen verteilt auf sechs Bienenvölker.

ekir.de / neu, je, Foto Martin Magunia / 10.08.2018

„Fürchtet Euch nicht!“

An ihren Pflichten erinnert: Norbert Waschk, Edgar Hoffmann, Andrea Hewig und Ulrich Zubusch (v.l.n.r.) sowie Superintendent Mathias Mölleken und Skriba Claudia Möller-Bück in der Meckenheimer Friedenskirche. Foto: Uta Garbisch

Vorstandsmitglieder wurden wiederverpflichtet:

Die große Vielfalt der sich stets erneuernden Kirche, das spiegeln für Superintendent Mathias Mölleken auch die 13 Gemeinden des Kirchenkreises Bad Godesberg-Voreifel. Sie unterstützen sich gegenseitig, sind füreinander da und brauchen einander. Gleiches gilt für die Mitglieder im Kreissynodalvorstand, die Mölleken am Freitagabend im Gottesdienst in Meckenheim wiederverpflichtete. Insgesamt fünf waren auf der Kreissynode am 5. November 2016 einstimmig gewählt worden.

Der Bad Godesberger Pfarrer Norbert Waschk übernimmt nun für weitere acht Jahre die Stellvertretung des Superintendenten. Die Pfarrer Ulrich Zumbusch aus Zülpich und Edgar Hoffmann aus Euskirchen bleiben für die gleiche Zeit erster und zweiter Stellvertreter der Skriba, Pfarrerin Claudia Müller-Bück aus Swisttal. Wie bisher gehört Andrea Hewig (Weilerswist) dem Kreissynodalvorstand als Synodalälteste an. Frank Bartholomeyczik (Meckenheim), bislang stellvertretender Ältester, war verhindert. Seine Einführung wird zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt. Gleichzeitig entpflichtete Mölleken Markus Lochte (Bad Godesberg) als stellvertretenden Synodalältesten.

Markus Lorche schied aus dem Kreissynodalvorstand aus. Superintendent Mathias Mölleken dankte für sein vielfältiges Engagement, unter anderem als Vorsitzender des Finanzausschusses, Landessynodaler und im Aufsichtsrat des Diakonischen Werkes Bonn und Region.

In seiner Predigt in der Friedenskirche bekannte Superintendent Mölleken, dass er nach dem furchtbaren Anschlag in Berlin zunächst eine Art Sperre gegenüber dem Weihnachtsfest empfunden habe. Was sollte er seiner Gemeinde sagen, wenn Terror, Gewalt und Angst die Welt erschüttern und die Gesellschaft spalten. Da druckte die Berliner Morgenpost auf der Titelseite zusammen mit einem Bild vom Brandenburger Tor den Satz „Fürchtet Euch nicht!“ aus dem Lukasevangelium. Die alte Botschaft an die verängstigten Hirten der Weihnachtsgeschichte habe „Potential zum Dennoch“. Gerade jetzt sei der Zusammenhang der Menschen wichtig. „Und Gott wird wirksam auch in einer dunklen Welt“, so Mölleken.

Der Kreissynodalvorstandes (KSV) ist außerhalb der Synodentagungen das wichtigste Entscheidungsgremium im Kirchenkreis. Die Amtszeit der Mitglieder beträgt acht Jahre, alle vier Jahre wählt die Kreissynode die Hälfte der Mitglieder neu. Der KSV hat die Aufsichtsfunktion gegenüber den Gemeinden und tagt monatlich. Die Leitung hat der Superintendent. Ihm zur Seite stehen Assessor und Skriba (Protokoll). Ferner gehören dem Gremium vier Synodalälteste an, Frauen und Männer aus den Presbyterien des Kirchenkreises. Sie haben jeweils eine/n gewählten Stellvertreter/in.