Geschwisterliches Zeichen

Spender/-innen aus dem Kollegium der Krankenpflegeschule Ndolage, zusammen mit Sabin Hekmat. Foto: privat

Bischof Dr. Abednego Keshomshahara aus Tansania, North-Western Diocese der ELCT, Bukoba, hat Pfarrerin Sabine Hekmat vor einigen Tagen per WhatsApp kontaktiert. Als Zeichen der Verbundenheit und Unterstützung möchte er im Namen seiner Diözese und des Krankenhaus Ndolage eine Kollekte für die vom Hochwasser betroffenen Menschen und Kirchengemeinden im Evangelischen Kirchenkreis Bad Godesberg-Voreifel überweisen. Der Betrag soll Anfang August durch den Beauftragten für Partnerschaft (Partnership Officer) erfolgen.

„Ich finde diese Nachricht aus Tansania ein sehr herzliches und geschwisterliches Zeichen der Hoffnung unter Christen“, so die Euskirchener Krankenhausseelsorgerin. „Ein herzliches Dankeschön an alle Spender aus ihrer Diocese und dem Krankenhaus Ndolage.“

1.800 Masken für die Bonner Jugendhilfe

Die Übergabe der Masken fand vor dem Marie-Baum-Haus des Diakonischen Werkes in Bonn statt. (Bildquelle: Vigilux/Meike Böschemeyer).

Deutsche Telekom Stiftung spendet Gesichtsmasken: Wir sind alle angehalten, Abstand zu halten, um einen Beitrag zur Eindämmung des Corona-Virus zu leisten. Wir halten uns daran, wann immer es möglich ist. Doch manchmal ist persönlicher Kontakt unverzichtbar wie etwa bei der Betreuung von Kindern und Jugendlichen in stationären Einrichtungen oder in vielen anderen Einsatzbereichen der Jugendhilfe.

Um sowohl Mitarbeitende aus diesem Bereich zu schützen als auch die Kinder und Jugendlichen, die hier betreut und begleitet werden, hat die Deutsche Telekom Stiftung der Arbeitsgemeinschaft Erziehungshilfe (kurz AG§78 HzE) in Bonn 1.800 hochwertige Stoffmasken gespendet.

Andrea Elsmann, Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft, nahm die Spende in Empfang: „Die Pandemie stellt vor allem Kinder und Jugendliche in schwierigen Lebenslagen vor existentielle Probleme. Es freut uns sehr, dass wir für unsere Arbeit mit diesen Kindern so praktische Unterstützung bekommen.“ Johannes Schlarb von der Telekom-Stiftung zeigte sich erfreut, dass die Masken einen Beitrag dazu leisten, damit Kinder und Jugendliche die Unterstützung bekommen können, die sie dringend benötigen.

In Bonn werden über 1400 Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene durch Hilfen zur Erziehung (HzE) begleitet und betreut.

Gemeinsam mit dem Amt für Kinder, Jugend und Familie der Bundesstadt Bonn gestalten rund 35 freie Jugendhilfeträger gemeinsam mit den Familien individuelle Hilfen zur Erziehung, um eine gesunde Entwicklung von Kinder und Jugendlichen gewährleisten zu können.

Auf Grundlage des §78 SGB VIII arbeiten freie und öffentliche Träger im Rahmen einer Arbeitsgemeinschaft zusammen, um eine möglichst bedarfsgerechte Hilfelandschaft zu entwickeln.

EB

Hospizverein Bonn spendet 100.000 Euro

Eine Spende, die ankommt: Peter Schneemelcher, Marita Haupt, Pflegerin Doreen Ohlendorf und ein ungenannter Patient in einem der frisch renovierten Zimmer (Foto: Ham)

Der Hospizverein Bonn hat dem Johanniter-Hospiz am evangelischen Waldkrankenhaus im Bad Godesberg eine Spende über 100.000 Euro übergeben. „Wir freuen uns, damit die weiteren Renovierungsarbeiten in Bonns stationärem Hospiz einleiten zu können“, erklärte Dr. Peter Schneemelcher. Der Vorsitzender des Hospizvereins Bonn übergab den Scheck „mit Gottes Segen“ an Hospizleiterin Marita Haupt. Schneemelcher ist evangelischer Pfarrer im Ruhestand.

Aktuell ist durch eine 25.000 Spende aus einem Golfturnier der Orthopädie des Krankenhauses schon das erste der insgesamt zehn Patientenzimmer des Hauses für Schwerstkranke und Sterbende generalüberholt worden. Mit den 100.000 Euro des Hopsizvereins werde man nun die nächsten vier Gästezimmer renovieren können, und das bei laufendem Betrieb innerhalb eines Monats pro Zimmer, erläuterte Haupt. Das Hospiz könne dabei jeweils ein Angehörigenzimmer als Ausweichraum nutzen.

Die wichtigsten Verbesserungen im Rahmen der Generalüberholung seien die je nach Bedarf steuerbare Beleuchtung der Räume mit neuen LED-Lampen und vor allem die Anschaffung von Niedrigflurbetten, sagte die Hospizleiterin. Die Betten seien sehr praktisch verstellbar und erleichterten den Kranken das Liegen und Sitzen erheblich. „Außerdem helfen die Betten wirkungsvoll, Stürze zu vermeiden“, sagte Haupt. „Wir sind also sehr dankbar für die äußerst konstruktive Zusammenarbeit mit dem Hospizverein.“

Schneemelcher, der den Scheck mit seinen Vorstandkolleginnen Brigitte Engels und Klara Graf übergab, betonte die Verbundenheit seines Vereins mit der Arbeit des Johanniter-Hospizes. „Wir schicken derzeit 15 unserer über 60 ehrenamtlichen Fachkräfte als Begleiter der Kranken ins Hospiz“, so der Vereinsvorsitzende. Wofür ihm die Hospizleiterin ebenfalls dankte. „Wir haben sehr hohen Bedarf an ihren Ehrenamtlichen in unserem Haus. Die Zusammenarbeit klappt über Ihre Koordinatorin Birgit Pledl hervorragend“, meinte Haupt, was auch Hospiz-Kuratoriumsmitglied Axel von Blomberg bestätigte.

Krankenhausdirektor Daniel Siepmann dröselte bei der Scheckübergabe noch einmal das Finanzierungsmodell für Hospize in Deutschland auf. Die Kranken- und Pflegekassen übernähmen generell 95 Prozent der Betriebskosten. Fünf Prozent müssten in jedem Fall separat durch Spenden hereingeholt werden. „Deshalb sind wir auch hier auf starke Partner wie den Hospizverein Bonn angewiesen“, so Siepmann. Johanniter-Verwaltungsleiter Philipp Schäfer ergänzte, dass der Träger nun noch weitere Spender für die Renovierung der übrigen fünf Gästezimmer des Hospizes suche: Es stünden 125.000 Euro an Kosten an.

Bonns stationäres Hospiz wurde 2005 am vormals von den evangelischen Gemeinden Bad Godesbergs und danach von den Johannitern getragenen Waldkrankenhaus eröffnet. Die zehn kostenlosen Plätze sind permanent belegt. Wer nicht aufgenommen werden kann, muss an Palliativstationen verwiesen werden. Ein interdisziplinäres Team von 19 Mitarbeitern engagiert sich für die schwer erkrankten Menschen und ihre Angehörigen. Unterstützt wird das Team dabei von ehrenamtlichen Helfern des Hospizvereins Bonn. (ham)

Kontakt unter: www.hospizverein-bonn.de und www.johanniter.de

Ebba Hagenberg-Miliu