Schöpfung und Klimaschutz

Klimaschutz heißt für Christ:innen Schöpfung bewahren. Foto: Uta Garbisch

Neue Arbeitsgruppe der Frauenbeauftragten startet am 29. April: Den Klimawandel begrenzen und gute Lebensbedingungen für alle auf der Erde schaffen, das ist die Herausforderung des 21. Jahrhunderts. Verantwortung gegenüber der Schöpfung ist nicht nur ein Thema von gesamtgesellschaftlicher Relevanz, sondern stellt für Christinnen und Christen eine Verpflichtung dar, die sich aus dem Glauben an Gott als den Schöpfer dieser Welt ergibt.

Die Dringlichkeit, in Fragen des Umweltschutzes und der Nachhaltigkeit aktiv zu werden, hat sich in den letzten Jahren verstärkt. Schöpfungsverantwortung und Nachhaltigkeit nehmen auch für die Kirche eine zentrale Stellung ein.

Die Frauenbeauftragte des Evangelischen Kirchenkreises Bad Godesberg-Voreifel fragt daher: Was können wir als Einzelne tun? Welche Projekte können wir in den Kirchengemeinden anregen?

Wer hier mitdenken und mitarbeiten will, ist zum ersten digitalen Planungstreffen am Donnerstag, 29. April 2021, von 19.30 bis 21 Uhr eingeladen. Die Leitung hat Frauenbeauftragte Sabine Cornelissen. Anmeldung per Mail bitte an: sabine.cornelissen@ekir.de oder sabine.cornelissen@ekbgv.de. Nach der Anmeldung folgt zeitnah einen Link-Zugang.

EB/gar

„ÖkofairEKIRche“

Nachhaltig agieren: (hintere Reihe v.l.) Janine Dietsch (GMÖ Niederrhein), Helmut Müller (GMÖ Köln Bonn), Klimaschutzmanagerin Dr. Konstanze Ameskamp, Kirsten Troost-Ashour (Landeskirchenamt, EKiR) sowie Klimaschutzbeauftragter Robert Schlief (vorn v. l.) und Claudio Gnypek (GMÖ Westliches Ruhrgebiet).

Die Schöpfung bewahren und Menschenrechte beachten – im Blick auf Einkäufe von Kirchengemeinden, Kirchenkreisen und kirchlichen Einrichtungen. Darum geht es beim Projekt „ökofairEKIRche“, das nun bei einem Fachseminar in Altenkirchen gestartet wurde. Ein Name, der zusammenbringt, was das Ziel ist: eine ökofaire Evangelische Kirche im Rheinland (EKiR). Die Initiative kommt vom Gemeindedienst für Mission und Ökumene (GMÖ), dem Nachhaltigkeitsmanagement im Landeskirchenamt der EKiR und der Evangelischen Landjugendakademie Altenkirchen.

Den Hintergrund der Initiative bildet die öffentliche Diskussion um einen nachhaltigen und zukunftsfähigen Lebenswandel. Das betrifft die menschliche Beziehung zur Natur, Produktionsbedingungen, die Energieerzeugung und das Konsumverhalten. Die beiden Klimaschutzmanager der Landeskirche, angesiedelt in der Landjugendakademie in Altenkirchen, erklären unisono: „Um diesen Lebenswandel zu erreichen, ist es nötig umzusteuern.“

Von dem Fachseminar in Altenkirchen gingen dazu zahlreiche praktische Anleitungen und Tipps für Gemeinden und Kommunen, Kirchenkreise und Initiativen der EKiR aus. Hingewiesen wurde unter anderem auf das kirchliche Einkaufsportal „wir kaufen anders“. Rund dreißig Teilnehmende waren in Altenkirchen zusammen, darunter Verwaltungsmitarbeitende, Küster, Pfarrer, Erzieher, Presbyteriumsmitglieder und Jugendmitarbeiter.

Deutlich wurde auch, dass die gesamte kirchliche Kaufkraft durch bewusste Kaufentscheidungen den Klimaschutz stärken und faire Arbeitsbedingungen unterstützen kann. Ganz konkret bei der Beschaffung von Lebensmitteln, insbesondere Kaffee, außerdem beim Einkauf von Büromaterialien, Reinigungsmitteln und bei der Mobilität könne Kirche noch besser werden.

Kirsten Troost-Ashour (Landeskirchenamt) gab in Altenkirchen Tipps zum Handling der kirchlichen Einkaufsplattform „Wir kaufen anders“ mit Produkten, die komplett öko-fair produziert wurden. Das erspart im Alltag von Gemeindebüro oder Kindergarten die mühsame eigene Suche. Claudio Gnypek (GMÖ Westliches Ruhrgebiet) stellte einzelne kirchliche und kooperative Klima-Schutzaktionen sowie die Initiative für ein „Lieferketten-Gesetz“ vor.