Einstimmung auf die Gala

Volle Kraft zum Kreide-Sprayen: die Superintendenten Eckart Wüster (rechts) und Mathias Mölleken (links) sowie Pfarrer Siegfried Eckert, Gerlinde Habenicht und Friederike Heiwolt (v.l.) in Aktion (Foto: Matthias Kehrein)

500 Jahre Reformation. Am Abend des 31. Oktober  steigt in Bonn eine der bundesweit größten Veranstaltungen für die es nur noch wenige hundert Karten gibt. Die heiße Phase der Einstimmung hat jetzt mit einer einzigartigen „Stencil-Aktion“ begonnen.

Die Superintendenten Mathias Mölleken (Kirchenkreis Bad Godesberg-Voreifel) und Eckart Wüster (Bonn) sprühten das Lutherzitat „Hier stehe ich und kann nicht anders!“ sowie das Motto der Gala „Luther – teuflisch gut.“ auf das Pflaster unserer Stadt. Die Sprühschablonen sind künstlerische Unikate, die Luthers Tintenfleck abbilden, und eigens für diesen Anlass hergestellt worden. Die „Stencil-Aktion“ soll in den nächsten Wochen in der Region an vielen Stellen zwischen Bonn, Meckenheim und Euskirchen wiederholt werden.

Vorfreude auf ein großartiges Fest: Protestanten aus den Kirchenkreisen Bonn und Bad Godesberg-Voreifel werben für die Reformations-Gala am 31. Oktober im Teleom Dome (Foto: Matthias Kehrein)

Eckart von Hirschhausen und Sabine Scholt moderieren – WDR überträgt

Beim Auftakt Mitte September vor der Bonner Kreuzkirche am Kaiserplatz waren auch mit dabei Pfarrer Siegfried Eckert, Gerline Habenicht vom zentralen Vorbereitungskreis der großen Reformations-Gala, die Kreiskantorin aus dem Kirchenkreis Bad Godesberg.Voreifel Friederike Heiwolt und weitere Mitstreiterinnen und Mitstreiter vom Vorbereitungsteam der Gala aus den 25 Kirchengemeinden in Bonn und Region. Sie gaben am Rande der Aktion Auskunft, was sie zu „500 Jahre Reformation“ besonders beseelt sowie weitere aktuelle Hintergründe zu der Großveranstaltung: Die Reformations-Gala am Abend des Reformationstags 2017 im Telekom Dome wird vom WDR-Fernsehen übertragen. Dabei sind unter anderem Präses Manfred Rekowski, Pater Anselm Grün, Ministerpräsident Armin Laschet und viele Prominente und Aktiven aus Kultur und Gesellschaft, dazu 500 Chorsängerinnen und -sänger, Posaunen und das Beethoven Orchester Bonn, alles moderiert von Reformationsbotschafter Eckart von Hirschhausen und Sabine Scholt.

Im Telekom Dome werden insgesamt 5.000 Menschen erwartet. Noch etwa 500 Karten sind über Bonn-Ticket oder bei vielen Kirchengemeinden in Bonn, Bad-Godesberg und der Voreifel erhältlich. Die Reformations-Gala ist eine gemeinsame Veranstaltung der Kirchenkreise Bad Godesberg-Voreifel und Bonn mit Unterstützung unter anderem der Evangelischen Kirche im Rheinland.

Joachim Gerhardt / 21.09.2017

2017: Jetzt Karten sichern

Suchen Sie noch ein schönes Geschenk? Ab sofort gibt es die Karten für die große Bonner Reformationsgala am Abend des 31. Oktober 2017 im Telekom Dome. Augenzwinkerndes Motto: „Luther -teuflisch gut“.

Einladung zur großen Bonner Reformationsgala ganz im rheinischen Motto "Vergnügt, erlöst, befreit" Lupe

Die beiden Kirchenkreise Bad Godesberg-Voreifel und Bonn laden ein, mit Gästen aus der gesamten Gesellschaft den 500. Geburtstag der Reformation mit viel Musik, Comedy, Talk und Kanzelrede zu feiern. Die bundesweit an diesem Abend größte Reformationsfeier will die kulturelle, gesellschaftliche und religiöse Relevanz der Reformation zeigen und feiern: niederschwellig, informativ, weltoffen und unterhaltsam mit Sabine Scholt, Eckart von Hirschhausen, Präses Manfred Rekowski, Anselm Grün, Judy Bailey & Band, dem Bonner Beethoven Orchester und vielen mehr. Ab 18.30 Uhr.

Feiern Sie mit!

Karten zu beziehen: Bonnticket

Eintritt: 19,70 Euro / 15,30 Euro inklusive Gebühren (Ermäßigung gelten für Schülerinnen, Schüler, Studierende (bis 30 Jahre), Auszubildende, Bundesfreiwilligendienstleistende, Erwerbsgeminderte ab 50% GdB, Arbeitslose und Empfänger von Sozialhilfe)

Außerdem haben viele Kirchengemeinden Eintrittskarten im Angebot. Fragen Sie dort nach.

ger/gar

Sprachschule für die Freiheit

Heute ein ganz wichtiger Teil der Bildung ist die religiöse Bildung, eine lebenslange Aufgabe. Foto: Meike Böschemeyer

„Sprachschule für die Freiheit“ ist das Motto eines Bildungstags des Evangelischen Kirchenkreises Bonn im 500. Jubiläumsjahr der Reformation mit hochkarätigen Gästen und Kabarett, Donnerstag, 7. September, 13.30 – 18.00 Uhr im Lukasforum in Bonn-Castell.

Der Tag richtet sich an eine interessierte Öffentlichkeit wie an alle Mitarbeitenden im Bildungsbereich der Kirche von der Kindertagesstätte über die Kinder-, Jugend- und Konfirmandenarbeit, der Erwachsenenbildung bis zur Schule. „Die Reformation war immer schon eine Bildungsbewegung und bis heute gehört das Engagement für Bildung zum Selbstverständnis der Evangelischen Kirche“, erklärt der Bonner Superintendent Eckart Wüster. Bildung ziele auf die „Mündigkeit von Menschen, ermutigt und befähigt sie zur Teilhabe an Kirche und Gesellschaft“ und  sei „Voraussetzung für Gerechtigkeit und Demokratie“.

Den Auftakt zum evangelischen Bildungstag macht der bekannte Religionspädagoge und Theologe Prof. Dr. Michael Meyer-Blanck (Universität Bonn) mit seinem Impulsvortrag „Evangelisch und gebildet – was heißt das?“ In Workshops sollen brennende Probleme und Forderungen an Politik, Kirche und Gesellschaft aus den drei konkreten Bereichen Kindertagesstäte, Jugendarbeit und OGS sowie Religionsunterricht diskutiert und formuliert werden.

Die Workshops sind mit folgenden Experten besetzt:

1. „Demokratiebildung in der Kita“
mit Claudia Freitag, Landesjugendamt Westfalen-Lippe

2. Jugendarbeit/OGS:
„Jugend braucht Chancen- und Bildungsgerechtigkeit – Jugend braucht Jugendarbeit“
mit Dr. Wilfried Drews, Jugendbildungseinrichtung Hackhauser Hof

3. Religionsunterricht:
„Religionsunterricht als essentieller Bildungsbeitrag der Kirche“
mit Prof. Dr. Gotthard Fermor, Pädagogisch-theologisches Institut Bonn

Kabarett zum Thema von und mit Gregor Pallast

Der Tag wird mit einem Augenzwinkern begleitet mit kabarettistischen Einlagen durch Gregor Pallast, dem scharfzüngigen politischen Kabrettisten,der als studierter Pädagoge zu dem Thema auch aus eigener Erfahrung schöpfen kann.

Für Pfarrer Michael Schäfer von der gastgebenden Lukaskirchengemeinde steht der Bildungstag für ein „Kernanliegen der Reformation, das wir in eine breite Öffentlichkeit bringen und zugleich deutlich machen wollen, wie umfassend evangelische Kirche im Bildungsbereich für die Gesellschaft im Einsatz ist“. Das Motto von der „Sprachschule für die Freiheit“, ein Zitat des Theologen Ernst Lange, stehe für den 500-jährigen Anspruch der Reformation als Bildungsbewegung.

Der Bildungstag wird moderiert von Pfarrerin Dr. Wibke Janssen (Liebfrauenschule Bonn) und dem Bonner Studierendenpfarrer Michael Pues.

Die Teilnahme ist kostenlos.

Ort: Evang. Lukaskirche, Kaiser-Karl-Ring 25a, 53111 Bonn

Um eine Anmeldung zur besseren Planung wird gebeten: Evang. Kirchenkreis Bonn, E-Mail: info[q]bonn-evangelisch.de / Tel. 0228 6880 300 / www.bonn-evangelisch.de

 

bonn-evangelisch.de/ger

„Alles in Butter …

mit Martin Luther?“ Am 7. Juli wirft Manfred Lang einen Blick auf die Reformation. Die Kirchengemeinde Zülpich freut sich auf die humorvolle und liebevoll-kritische Sicht, die der katholische Diakon auf Martin Luther und die Reformation entfaltet. Der Autor und Herausgeber zahlreicher Eifel-Bücher und Kriminalromane ist gelernter Zeitungsredakteur und heute Ständiger Diakon mit Zivilberuf.

Beginn des heiter-entspannten Abends mit einem Glas Wein oder Kölsch ist am Freitag, 7. Juli 2017, um 19 Uhr, im Garten des Gemeindezentrums Zülpich, Frankengraben 41.

EB/gar

„Luther lebt“

Fotoausstellung: Bis 7. Juni 2017 lädt die Evangelische Kirchengemeinde Weilerswist im Rahmen des Reformationsjubiläums „500 Jahre Reformation“ zu einer Fotoausstellung unter dem Motto „Luther lebt“ ein. Gestaltet wird die Fotoausstellung von der Fotowerkstatt der VHS Rhein-Erft unter Leitung von Norbert Liebertz.

Die Ausstellung in der Martin-Luther-Kirche Weilerswist,Martin-Luther-Straße 27 – 29, ist wie folgt geöffnet: dienstags, 16 Uhr bis 18 Uhr; mittwochs und freitags, 10 Uhr bis 12 Uhr und sonntags, 11.30 Uhr bis 12.30 Uhr.

Festival der Reformatorinnen

Elisabeth Cruciger (ganz vorne, gespielt von Judith Weichsel) beim "Festival der Reformatorinnen". Foto: Meike Böschemeyer

Gefeierte Uraufführung in Bonn

Die eine war Rebellin, die andere Kirchenmutter. Eine träumt davon, selbst zu predigen. Die  vierte heiratet einen Reformator nach dem anderen. In einer Schankwirtschaft gehen sie alle ein und aus.  Hier wird die weibliche Seite der reformatorischen Bewegung lebendig.

Festival der Reformatorinnen heißt das Theaterstück, das am Samstag im Bonner Haus der Kirche Uraufführung hatte. Dreh- und Angelpunkt aber ist die dortige Wirtin im heiratsfähigen Alter. Sie belauscht, kommentiert und missbilligt bisweilen das Gesagte: „Ich will nicht ins Fegefeuer. Da könnte ihr schön allein hingegen.“ Insgesamt 13 Frauen unterschiedlichen Alters, ungleicher Herkunft und Bildung stehen in dem Stück im Rampenlicht.  Sie zeigen deutlich, dass sie viel mehr sind, als die Frau an der Seite eines Reformators.

Gehen oder bleiben ?

Viel Energie und noch mehr Ideen: Festival der Reformatorinnen. Foto: Meike Böschemeyer
Foto: Meike Böschemeyer

Wie Elisabeth Cruciger, gespielt von Judith Weichsel. Die frühere Nonne gilt erste Liederdichterin des Protestantismus und war eine enge Freundin Katherina von Boras. Ihr Epiphaniaslied (eg 67) steht noch heute im Gesangbuch, schwungvoll vorgetragen von Weichsel. Sie ist es auch, die selbst predigen möchte. Oder Katharina Schütz Zell, eine frühe feministische Theologin, dargestellt von Dagmar Gruß. Sie schrieb die Rechtfertigung für den Zölibatsbruch ihres Mannes, kannte die wichtigen Bibelstellen der feministischen Theologie schon vor 450 Jahren. Wiederholt hielt sie Leichenreden. Selbst der linke Flügel der Reformation war ihr nicht fremd. Oder Caritas Pirckheimer (Wibke Janssen), humanistisch geprägte Äbtissin in Nürnberg. Als die Stadt sich der Reformation anschließt, hält Caritas dagegen:  „Weil es im Kloster mehr Bildung, mehr Freiheit und mehr Gemeinschaft gibt, als außerhalb.“ Gehen oder bleiben? Das Ringen um den rechten Weg ist nicht nur für die seinerzeit entflohenen Nonnen ein wiederkehrendes Thema.

Hexenverfolgung und der schwarze Tod

Zu spüren bekommt das natürlich Katharina von Bora (Sabine Cornelissen), deren Verbindung mit Luther vielen Zeitgenossen als Teufelswerk gilt. Sie wählt den Ehemann selbst, ist als Geschäftsfrau und Bierbrauerin erfolgreich. Entsprechend müde und erschöpft besucht sie bisweilen die Wirtschaft. So blendet die Inszenierung auch negative Facetten der Protagonistinnen nicht aus. Etwa wenn Elisabeth Fürstin von Calenberg die Geliebte ihres Mannes als Hexe verfolgen lässt. Eine Sorge, die auch die Wirtin umreibt. Der schwarze Tod, die Pest sucht die Frauen und ihre Familien heim. Sollte man für das Seelenheil des toten Kindes vielleicht doch einen Ablass erkaufen, um es vor der Hölle zu bewahren?

Das reformatorische Kammerspiel unter der Regie von Heike Wertgen besticht durch wohl dosierten Witz, viele Einblicke, tolle Kostüme und Live-Musik der Renaissance, gespielt und gesungen vom Ensemble Anderersaits. Stehender Applaus des Premierenpublikums! Die Idee hatten Sabine Cornelissen, Frauenbeauftragte des Kirchenkreises Bad Godesberg-Voreifel, und Pfarrerin Dagmar Gruß, Synodalbeauftragte für Frauenfragen im Kirchenkreis Bonn. Alle Kirchenkreise der Region und die Landeskirche haben die Inszenierung unterstützt.

Weitere Aufführungen

Nie um einen Kommentar verlegen: die Wirtin (Simone Silberzahn), rechts. Foto: Meike Böschemeyer
Foto: Meike Böschemeyer

Wer es verpasst hat, das Stück ist jeweils von 18 – 21 Uhr zu sehen:

Samstag, 24. Juni: Maria-Magdalena-Kirche, Sebastianusweg 5-7, 53913 Swisttal-Heimerzheim

Samstag, 2. September: Emmauskirche, Dollendorfer Straße 399, 53639 Königswinter – Heisterbacherrott

Samstag, 16. September: Johanneskirche Troisdorf, Viktoriastraße 1, 53840 Troisdorf

Samstag, 14. Oktober: Evangelische Kirche Euskirchen, Kölner Straße 41, 53879 Euskirchen

Außerdem ist das Ensemble auf dem Evangelischen Kirchentag zu Gast.

Hier das Anmeldeformular: Anmeldung_Reformatorinnen_ausfüllbar

Festival der Reformatorinnen – Ein Projekt der Kirchenkreise Bonn, Bad Godesberg-Voreifel und An Sieg und Rhein zum Reformationsjubiläum 2017 mit freundlicher Unterstützung der Evangelischen Landeskirche im Rheinland

Es spielen: Christine Hammer (Elisabeth Hecklerin), Wibke Janssen (Caritas Pirckheimer), Ursula Bihler (Herzogin Ursula von Münsterberg), Stefanie Graner (Argula von Grumbach), Dagmar Gruß (Katherina Schütz Zell), Sabine Cornelissen (Katharina von Bora), Judith Weichsel (Elisabeth Cruciger), Gudrun Schlösser (Widbrandis Rosenblatt, Ol y mpia Fulvia Morata), Sonja Muth (Gräfin Anna II. Stolberg), Claudia Curtius (Ursula Weyda), Helga Boese (Elisabeth Fürstin von Calenberg-Göttingen), Maria Wilmink (Magdalena Heymair) und  Simone Silberzahn (Wirtin).
Regie: Heike Werntgen
Kostüme: Heidi Axler und Bärbel Goddon
Kulisse: Sabine Gosebruch

Festival der Reformatorinnen

Uraufführung in Bonn

Gleich 13 Frauen schlüpfen am 11. März in die Rollen von historischen Geschlechtsgenossinnen, die die reformatorische Bewegung auf sehr unterschiedliche Weise in ihrer Ausbreitung vorangetrieben haben: als Regentin, Theologin, Pädagogin, Pfarrfrau, Liederdichterin oder Schriftstellerin. Dabei sind Katharina Schütz, eine frühe feministische Theologin, gespielt von Dagmar Gruß. Sabine Cornelissen übernimmt die Rolle von Katharina von Bora, die als entflohene Nonne großes ökonomisches Geschick und die Pfarrhauskultur entwickelte. An mehreren Abenden in Bonn und Umgebung möchten sie die historischen Personen lebendig werden lassen. „Ihre Hoffnungen, Ängste und das Ringen um ihren Glauben und die Kirche werden sichtbar“, sagt Cornelissen. „Die Reformation war eine Bewegung, zu der viele einfache und einflussreiche Menschen jeden Geschlechts und unterschiedlichster Herkunft gehörten.“

Alle Gruppenmitglieder haben die Darbietung gemeinsam entwickelt, professionell unterstützt durch die Kölner Theaterregisseurin Heike Werntgen. Die beteiligten Frauen kommen alle aus den drei Bonner Kirchenkreisen. Seit mehr als einem Jahr haben sie sich mit „ihrer“ Reformatorin intensiv auseinandergesetzt, Quellenstudien betrieben und beim Schreiben des Textbuches historische Fakten berücksichtigt. „Für die Geschichtsbücher der Zukunft wollen wir uns mehr als einen Namen merken“, hofft Dagmar Gruß.

Beim Festival treten alle in historischen Kostümen auf, begleitet von Renaissancemusik und unterbrochen von einem mittelalterlichen Büffet.

Die Uraufführung am Samstag, 11. März 2017, von 18 bis 21 Uhr, im Haus der Evangelischen Kirche Bonn, Adenauerallee 37, ist bereits ausverkauft.

Für die weiteren Aufführungstermine können Karten erworben werden. Die Kosten betragen 25 Euro (Vorstellung und Teilnahme am mittelalterlichen Speisentisch); ermäßigt 12,50 Euro. Für Kartenbestellung nutzen Sie das Bestellformular. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an: Sabine Cornelissen, Telefon: 0228 / 3078714; frauenbeauftragte-bgv@ekir.de

Weitere Aufführungstermine, jeweils 18 – 21 Uhr

Samstag, 24. Juni: Maria-Magdalena-Kirche, Sebastianusweg 5-7, 53913 Swisttal-Heimerzheim

Samstag, 2. September: Emmauskirche, Dollendorfer Straße 399, 53639 Königswinter – Heisterbacherrott

Samstag, 16. September: Johanneskirche Troisdorf, Viktoriastraße 1, 53840 Troisdorf

Samstag, 14. Oktober: Ev. Kirche Euskirchen, Kölner Straße 41, 53879 Euskirchen

EB/gar

Luthers Bibel

Warum eine 500 Jahre alte Übersetzung noch das Maß aller Dinge ist, klärt ein Themenabend in Wachtberg.

Die neue Lutherbibel 2017 ist ein Bestseller. Seit ihrer Vorstellung am 31. Oktober 2016 wurden mehr als 300.000 Exemplare verkauft. Wie kommt das? Was macht sie so besonders?
Wolfgang Thielmann, ZEIT-Autor und Theologe aus Godesberg, erklärt die neue Ausgabe und liest besonders schöne Texte vor.

Der Abend findet am Mittwoch, 22. Februar 2017, im Evangelischen Gemeindehaus Wachtberg-Niederbachem, Bondorfer Straße 18, statt. Beginn ist 19.30 Uhr.

Start ins Festjahr: 500 Jahre Reformation

Festgottesdienst, Kabarett, Bibellese-Aktion, Jazzvesper – am 31. Oktober 2016 starten die evangelischen Gemeinden mit vielfältigem Programm in das 500. Jubiläumsjahr zur Reformation. Hier eine Auswahl der Veranstaltungen, weitere Informationen finden sich auf den Internetseiten der jeweiligen Gemeinde.

Festgottesdienst und Kabarett in Bad Godesberg

„Ich bin vergnügt, erlöst, befreit“ – In der Stadthalle Bad Godesberg eröffnet der Godesberger Konvent das Jubiläumsjahr mit Festgottesdienst und Kabarett. Der gemeinsame Gottesdienst der vier evangelischen Bad Godesberger Kirchengemeinden beginnt am 31. Oktober 2016 um 19 Uhr. Beteiligt sind die Big Band des Amos-Comenius-Gymnasiums und der Posaunenchor. Ab 18 Uhr (Einlass) zeigen Schülerinnen und Schüler des Amos Ergebnisse ihres Projekttages „Reformation“. Nach einem Empfang (20.30 Uhr) präsentiert Okko Herlyn sein Programm „Hier stehe ich und kann auch anders“ (ab 21 Uhr). Eintritt frei. Die Adresse: Koblenzer Straße 80, 53177 Bonn.

„Gespräch im Himmel“: Zentraler Gottesdienst der Oberlandgemeinden in Euskirchen

Alle evangelischen „Oberland“-Gemeinden feiern am Reformationstag einen gemeinsamen Gottesdienst zur Eröffnung des Jubiläums. Die Pfarrerinnen und Pfarrer aus Euskirchen, Flamersheim, Bad Münstereifel, Weilerswist und Zülpich halten eine Dialogpredigt. Dabei lassen sie Luther, Calvin und andere Protagonisten der Reformation beim „Gespräch im Himmel“ zu Wort kommen. Zudem sind alle dortigen Chöre beteiligt. Im Anschluss folgen persönliche Begegnung und ein Kölsch-Imbiss. Beginn ist am Montag, 31. Oktober 2016, um 19.30, in der Evangelischen Kirche Euskirchen, Kölner Straße 41.

„Vergnügt, erlöst, befreit. 500 Jahre Reformation“ ist das Thema der anschließenden November-Gespräche in Euskirchen, jeweils 19.30 Uhr: „Luther reloaded – Impuls und Diskussion“ (Montag, 7. November), Talkshow „500 Jahre Reformation – was gibt’s da zu feiern“ (Dienstag, 8. November), Film „Martin Luther“ (Mittwoch, 9. November) sowie „Deftig-nahrhaft-Gnade: Luthers Tischreden“ (Donnerstag, 10. November).

Nächtliche ökumenische Bibellese-Aktion in Wachtberg

Mit einer ökumenischen Bibellesenacht startet die Evangelische Kirchengemeinde Wachtberg gemeinsam mit der Katholischen Pfarrgemeinde St. Marien ins Reformationsjubiläumsjahr. Beginn ist mit einem Abendmahlsgottesdienst zum Reformationstag um 19 Uhr im Gemeindehaus Niederbachem, Bondorfer Straße. Im Anschluss lesen Menschen aus beiden Kirchengemeinden die ganze Nacht hindurch fortlaufend aus der Bibel (Teile des Pentateuch und Psalmen). Das Gemeindehaus ist die ganze Nacht geöffnet. Zuhörerinnen und Zuhörer sind jederzeit willkommen. In den Nebenräumen ist ein Austausch miteinander möglich. Die Bibellesenacht schließt am 1. November mit der Allerheiligenmesse um 9.45 Uhr in St. Gereon Niederbachem.

Der zentrale Reformationsgottesdienst in Swisttal beginnt um 19 Uhr in der Versöhnungskirche in Buschhoven, Vogtstraße. Ebenfalls ab 19 Uhr feiert die Kirchengemeinde Rheinbach in der Gnadenkirche, Ramershovener Straße 6, einen Gottesdienst mit Abendmahl. Die Kirchengemeinde Meckenheim feiert ihren Reformationsgottesdienst um 19 Uhr in der Friedenskirche, Markeeweg 7.

12. Jazzvesper Bonn mit dem Marcus Schinkel Trio: „FREE“

Am Vorabend des beginnenden Reformationsjubiläums, Sonntag, 30. Oktober, um 18.00 Uhr, feiert die Pauluskirche in Bad Godesberg-Friesdorf ihre beliebte „Jazzvesper“, es ist inzwischen die zwölfte, unter dem reformatorisch passenden Motto „FREE“ mit dem Marcus Schinkel Trio. Pfarrer Siegfried Eckert sorgt für eine reformatorische Predigt, Prof. Dr. Gotthard Fermor hält eine lyrische Liturgie und wird mit dem Saxophonisten Jürgen Hiekel den Gemeindegesang anheizen.

Protest als Ausgangspunkt

Ob Luther seine Thesen tatsächlich eigenhändig an das Portal der Wittenberger Schlosskirche schlug, ist historisch nicht gesichert. Nageleinschläge im Tor zeugen aber bis heute von dem legendären Ereignis. Unbestritten ist aber, dass mit der Veröffentlichung der Thesen eine Erneuerungsbewegung der Kirche begann, die grundlegend von Martin Luther geprägt wurde.

EB/gar