Staat Israel und christlicher Glaube
Der Tempelberg in Jerusalem ist einer der umstrittensten heiligen Orte der Welt. Foto: © Dr. Joachim Schmidt / fundus-medien.de
12. Mai: Der Staat Israel macht zurzeit keinen geglückten Eindruck. Eine nationalistische Regierung radikalisiert nicht nur Palästinenser. Auch Israelis gehen in großen Scharen für ihre Demokratie auf die Straße. In der Sicht religiöser Jüdinnen und Juden ist dem Volk Israel das Land von Gott zugedacht. Sie erheben Anspruch auf das ganze Land. Seit dem letzten Krieg ist das Westjordanland von israelischem Militär besetzt; mehr und mehr nehmen israelische Siedlerinnen und Siedler Land im Westjordanland in Besitz und rücken weiter an die palästinensischen Orte und Grundstücke heran.
Welche Haltung können Christ:innen dabei einnehmen? Hat die Erwählung Israels durch Gott für Christinnen und Christen Bedeutung? Welches Gewicht hat das für die Sicht auf den modernen Staat Israel? Die Evangelische Kirche im Rheinland bekennt in ihrer Kirchenordnung: „Sie (die EKiR) bezeugt die Treue Gottes, der an der Erwählung seines Volkes Israel festhält Mit Israel hofft sie auf einen neuen Himmel und eine neue Erde.“ Schließt „Volk Israel“ auch den modernen Staat Israel ein?
Pfarrer Ernst-Ulrich Thomas hat im Arbeitskreis Israel-Palästina schon einmal mit einem hilfreichen Vortrag zur Frage, wem das Land gehört, neue Perspektiven aufgezeigt. Er hat sich bereit erklärt, auch zu diesem Thema mit einem Vortrag die Grundlage zur Diskussion und zur Meinungsbildung zu geben. Sein Thema diesmal: „Staat Israel und christlicher Glaube – Beschlüsse und Diskussion insbesondere in der Evangelischen Kirche im Rheinland.“.
Der Vortrag beginnt am Freitag, 12. Mai 2023, um 19 Uhr, im Matthias-Claudius-Gemeindehaus der Johannes-Kirchengemeinde Bad Godesberg, Zanderstraße 51.
EB/gar