Seebrücke Bonn

Sichere Häfen schaffen:

Am Samstag, 8. September, wird wieder ein breiter Zusammenschluss der Bonner Zivilgesellschaft ein Zeichen gegen das Sterben von Geflüchteten im Mittelmeer setzen. Für die geplante Demonstration vom Marktplatz bis zum Münsterplatz werden mehrere Hundert Personen erwartet. Auf der Demonstration werden Vertreter*innen von NGOs, die auf dem Mittelmeer Seenotrettung betreiben, sowie Geflüchtete und ihre Unterstützer*innen sprechen.  Auch das Diakonische Werk Bonn und Region unterstützt die Aktion aktiv und bittet um rege Teilnahme.

Im Juni 2018 starben über 600 Menschen auf ihrer Flucht im Mittelmeer. Zahlreichte Hilfsorganisationen werden in ihrer Arbeit behindert. So darf das Rettungsschiff Lifeline derzeit keine Häfen anfahren und die Crew war gezwungen, mit hunderten teils schwer Erkrankten tagelang auf offener See zu verweilen. Der Kapitän des Schiffes steht für seinen Einsatz für Menschenleben seither vor Gericht.
Die Hilfsorganisation Sea-Watch meldet außerdem, dass nicht nur ihre Rettungsschiffe, sondern auch ihr Erkundungsflugzeug festgesetzt ist.

Die SEEBRÜCKE ist eine internationale Bewegung, die von verschiedenen Bündnissen und Akteur*innen der Zivilgesellschaft getragen wird. In den letzten beiden Monaten demonstrierten bundesweit mehr als 70.000 Menschen für sichere Fluchtwege und eine Entkriminalisierung der Seenotrettung.

Die Demonstration beginnt am Samstag um 15 Uhr auf dem Marktplatz und führt über den Bertha-von-Suttner-Platz (Gedenkminute vor der EU-Vertretung) über den Friedensplatz zum Münsterplatz.

Weitere, tagesaktuelle Informationen zur Demonstration unter:
https://www.facebook.com/events/474387246308117/

EB

Geschrieben von Dr. Uta Garbisch am 06. September 2018