Abgesagt: Pogrom-Gedenken

Ein Ort zum Gedenken: der jüdische Friedhof in Bonn Mehlem. Foto: KG Wachtberg

Nach Angeben der Kirchengenmeinde Wachtberg muss das Gedenken an die Reichspogromnacht in diesem Jahr Pandemie-bedingt leider ausfallen.

Am 10. November 1938 wurden die Synagogen in Godesberg und Mehlem zerstört.
Am 8. und 10. November 2020 wird zu Gedankfeiern eingeladen:

Am Sonntag, 8. November in Bonn-Mehlem

Ablauf:
14 Uhr Treffen auf dem Jüdischen Friedhof (Levyweg), männliche Teilnehmer bitte mit Kopfbedeckung!
15 Uhr Andacht vor der Gedenktafel Meckenheimer Straße

Das Gedenken beginnt hier mit einer Veranstaltung der VHS Wachtberg, einem geführten Besuch des Jüdischen Friedhofes. Dieser liegt zwischen der Oberau- und Rodderbergstraße und ist über den Levyweg erreichbar. Die Historikerin Dr. Barbara Hausmanns (Leiterin der VHS Voreifel) wird die Geschichte dieses Gedenk-Ortes erläutern.

Danach findet die Andacht bzw. Gedenkfeier am Ort der ehemaligen Synagoge auf der Meckenheimer Straße (gegenüber der Feuerwehr), eventuell und je nach Wetterlage auch auf dem Hof der dortigen Schule. Sie wird gestaltet von Pfarrer Günter Schmitz-Valadier aus Wachtberg.

Am Dienstag, 10. November, um 18 Uhr, Oststraße, Bad Godesberg-Zentrum

Die schrecklichen Ereignisse der Judenverfolgung und Zerstörung von Synagogen und Geschäften, auch in Bad Godesberg, mahnen uns zu Zusammenhalt und Zivilcourage. Mitten in der Godesberger City, vor der ehemaligen Synagoge in der Oststraße 7, nähe Moltkeplatz, gedenken wir der Vergangenheit, um der Gegenwart gerecht zu werden. Die Andacht unter freiem Himmel, musikalisch umrahmt, wird in diesem Jahr von Pfarrer Daniel Post (Erlöser-Kirchengemeinde Bad Godesberg) in Zusammenarbeit mit der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit gestaltet.

EB

Geschrieben von Dr. Uta Garbisch am 03. November 2020