Neue Orgel zieht ein

Ein ziemliches Puzzle: Der Aufbau der neuen Orgel in der Heilandkirche. Foto: Julian Hollung

Es ist so weit: Die Königin der Instrumente hält Einzug in die Heilandkirche. Mitte Oktober kam die neue Orgel – in ihre Einzelteile zerlegt –  in Bonn an. Unter dem Einsatz zahlreicher Helfer und Helferinnen aus den Chorgruppen der Gemeinde wurde die Orgel aus dem LKW in die Kirche gebracht. Dort ist der Orgelaufbau nun in vollem Gange. Der Aufbau der Orgel mit ihren über acht Tonnen Gewicht und unzähligen Teilen, von der Windversorgung über die Spieltraktur bis hin zu Pfeifen und Gehäuse, wird etwa noch drei Wochen in Anspruch nehmen. Danach ist dann für weitere vier Woche die Intonation der Orgel und das Einstimmen jeder einzelnen der rund 1.400 Pfeifen auf den Raum vorgesehen.

Elf von 1.400: Orgelpfeifen warten auf ihren Einbau. Foto: Julian Hollung

Vor fünf Jahren entschied sich das Presbyterium der Heiland-Kirchengemeinde im Zuge der Renovierungs- und Umgestaltungsarbeiten in der Heilandkirche, die technisch und klanglich stark sanierungsbedürftige Orgel durch ein neues Instrument zu ersetzen. Es folgte eine lange und sorgfältige Planungs- und Vorbereitungszeit, bis als erster Meilenstein im Jahr 2018 feststand: Die neue Orgel für die Heilandkirche wird von der Werkstatt Freiburger Orgelbau gefertigt werden. Nach einer weiteren Phase der intensiven Detailplanung konnte gegen Ende des letzten Jahres mit dem Bau der Orgel in der Freiburger Werkstatt begonnen werden.

Für den 2. Adventssonntag, 6. Dezember 2020, ist dann die feierliche Einweihung der neuen Späth-Orgel im Gottesdienst geplant. Am Abend findet das Einweihungskonzert – wegen der durch Corona bedingt reduzierten Platzzahl – um 16.00 Uhr und nochmals um 18.00 Uhr statt, bei dem Kreiskantor Julian Hollung die neue Orgel mit Werken von J. S. Bach, M. Dupré, J. G. Rheinberger und anderen zu ersten Mal im Konzert vorstellen wird.

EB/gar

Geschrieben von Dr. Uta Garbisch am 22. Oktober 2020