Mit Spaß in die Tiefe gehen

Klartext reden und den christlichen Glauben feiern – mit diesen Stichworten umreißt Cordula Siebert ihre Pläne als neue Pfarrerin in Meckenheim. Die 51-jährige Theologin wird am Sonntag, 23. August, von Superintendent Mathias Mölleken eingeführt. Nach 15 Jahren als Pfarrerin an einem Berufskolleg weiß Cordula Siebert gut, „wie junge Leute ticken“. Ihre pädagogischen und Zeitgeist-Erfahrungen möchte […]

Klartext reden und den christlichen Glauben feiern – mit diesen Stichworten umreißt Cordula Siebert ihre Pläne als neue Pfarrerin in Meckenheim. Die 51-jährige Theologin wird am Sonntag, 23. August, von Superintendent Mathias Mölleken eingeführt.

Nach 15 Jahren als Pfarrerin an einem Berufskolleg weiß Cordula Siebert gut, „wie junge Leute ticken“. Ihre pädagogischen und Zeitgeist-Erfahrungen möchte sie nun ins Gemeindepfarramt einbringen. Das bedeute, Alltagssprache zu sprechen und gleichzeitig Berührungspunkte aufzuzeigen zwischen den Lebensthemen der Menschen und der christlichen Botschaft. „Ich möchte bei meinen Angeboten das Zeitbudget der Menschen ernst nehmen.“ Denn zwischen Beruf und Familie, Fragen von Gesundheit und Ernährung käme Kirche noch „on top“ dazu. Deren Formate sollten dazu passen. Ein monatlicher Spielfilmabend mit religiösem Motiv, geschmacklich passendem Imbiss und natürlich Gespräch ist daher schon in Planung. Familienfreizeiten und Taizé-Fahrten sind weitere zukünftige Projekte.

„Spaß haben und gleichzeitig in die Tiefe gehen“, beschreibt Siebert ihr Konzept. In Meckenheim freut sich die neue Pfarrerin auf starke, kompetente Ehrenamtliche, die Arbeit im Team, die inklusive Arbeit und den diakonischen Schwerpunkt. Diakonie bedeute für sie, „Kirche durch Taten sprechen zulassen“. Da ist sie zudem froh, in der Arche Profis vom Diakonischen Werk vor Ort zu haben, die in der Gemeindearbeit verortet sind.

Cordula Siebert, geboren in Berlin, ist mit einem Pfarrer verheiratet und hat zwei erwachsene Kinder. Als Jugendliche lebte sie bereits in Meckenheim, eine Zeit, die ihren Glauben sehr geprägt hat. Das Studium absolvierte sie in Bethel, Heidelberg, Paris und Bonn, wo auch ihr Probedienst folgte. Am Berliner Dom hatte sie ab 1994 wie ihr Mann eine Dompredigerstelle für Citykirchen-Arbeit inne. Zuletzt war Siebert ab 1999 Schulpfarrerin an einem Berufskolleg in Simmern/Hunsrück, wo sie sich auch in der Kirchenkreis-Leitung engagierte. Der Pfarrstellenwechsel „beflügelt, und es ist belebend, sich noch einmal neu aufzumachen“, bekennt Siebert. Ihre freie Zeit gehört der Familie, sie wandert gern oder reist mit dem Wohnwagen in die Eifel oder nach Südfrankreich. Gitarre, Querflöte und Gesang zählen außerdem zu ihren Hobbies.

Der Gottesdienst zur Einführung von Cordula Siebert beginnt am Sonntag, 23. August, um 10 Uhr im Gemeinzentrum „Die Arche“ in Meckenheim, Akazienstraße 3. Im Anschluss findet ein Empfang statt.

 
 

 

Text und Foto: Uta Garbisch / 20.08.2015

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