Menschen neugierig machen

Er kann plattdeutsch sprechen und war zwischenzeitlich auch schon einmal „Bonner“: Mit Rainer Fincke kommt ein kommunikationserfahrener Theologe als neuer Pfarrer in die Johannes-Kirchengemeinde Bad Godesberg. Er wurde am 2. Februar in sein Amt eingeführt. Menschen in der Lebensmitte und Senioren anzusprechen, so könnte man Finckes neue Aufgabe zusammenfassen. Ihm ist es wichtig, Körperlichkeit und […]

Er kann plattdeutsch sprechen und war zwischenzeitlich auch schon einmal „Bonner“: Mit Rainer Fincke kommt ein kommunikationserfahrener Theologe als neuer Pfarrer in die Johannes-Kirchengemeinde Bad Godesberg. Er wurde am 2. Februar in sein Amt eingeführt.

Menschen in der Lebensmitte und Senioren anzusprechen, so könnte man Finckes neue Aufgabe zusammenfassen.

Ihm ist es wichtig, Körperlichkeit und Spiritualität zusammen zu bringen: Gut essen, trinken, Wanderungen im Gebirge, biblischen Texten nachspüren und Gemeinschaft erleben – dies sind seiner Erfahrungen nach wichtige Elemente. Ebenso bieten kulturelle Angebote Anknüpfungspunkte, den Glauben (neu) zu entdecken. Insgesamt gilt es für Fincke, „nahe bei den Menschen“ zu sein.

„Beziehungen und Begegnungen machen Menschen neugierig“, so seine Erfahrung. Das bedeutet, mit Multiplikatoren ins Gespräch zu kommen, sich auf unterschiedliche Milieus in der Kirchengemeinde einzustellen und den Kontakt zu den Institutionen im Stadtteil zu suchen. Auch die multikulturelle Seite Godesbergs sieht er als spannende Herausforderung. Es gelte, „kommunikative Orte zu erhalten, zu schaffen und mit Leben zu füllen“.

Geboren in Neumünster bei Kiel, studierte Rainer Fincke dort und in Göttingen Theologie und Diplompädagogik. Er arbeitete als Gemeindepastor in Hamburg und zuletzt Lübeck. Dazwischen war er als Jugendpastor in Nordelbien und Programm-Manager eines Jugendprojekts bei der Expo 2000 in Hannover tätig, mit Wohnort Bonner Südstadt. Kurse zur spirituellen Persönlichkeitsentwicklung in verschiedenen Klöstern zählen gleichfalls zu seinem Repertoire.

Rainer Fincke (59) ist verheiratet und hat eine erwachsene Tochter. Seine Frau stammt aus Köln und das Paar hatte die Absprache, spätestens mit dem Ruhestand wieder ins Rheinland zu ziehen. Dieses Projekt hat Fincke nun vorgezogen. Er reist gern, lernt gerne andere Kulturen kennen, etwa in Indien, Tibet oder den USA. Zur Entspannung liest er historische Romane. Beim Joggen und Fahrradfahren schätzt er den meditativen Aspekt.

Der Gottesdienst zur Einführung von Pfarrer Rainer Fincke beginnt am Sonntag, 2. Februar, um 15 Uhr in der Johanneskirche Bad Godesberg, Zanderstraße. Im Anschluss findet ein Empfang im Matthias-Claudius-Gemeindehaus nebenan statt.

 
 

 

Uta Garbisch / 28.01.2014

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