Meditativer Spaziergang der Heilandkirche
Die meditativen Spaziergänger vor dem Drachenfels. In der Mitte der Gruppe unter der Ruine der Burg Drachenfels Prädikantin Dr. Ute Umbach und rechts von ihr Pfarrerin Bärbel Bressler.
Foto: privat
Worin besteht mein Lebensdurst?“
Ein meditativer Spaziergang verbindet die Bibel mit dem Rheinufer
„Worin besteht mein Lebensdurst?“ fragt Pfarrerin Bärbel Bressler. Die Frage gibt sie den sieben Menschen aus der Heilandkirche in Bonn-Mehlem mit, die sich am 29. Juli zu einem meditativen Spaziergang an der Rheinseite des Mehlemer Drachensteinparks eingefunden haben. Im Anblick des Flusses erinnert sie an einen Satz aus Johannes 4. Darin spricht Jesus vom lebendigen Wasser, das den Durst auf ewig stillt. Wasser, sagt Bärbel Bressler, „ist Zugang zum Leben.“ Einzeln machen sich die Teilnehmer auf den Weg und hängen ihren Gedanken nach. Später tun sie sich jeweils zu zweit zusammen und tauschen sich über weitere Fragen, die sich an Versen der Bibel orientieren. Bärbel Bressler hatte mit Prädikantin Dr. Ute Umbach den Spaziergang vorbereitet, die Stationen ausgesucht und mit biblischen Impulsen verbunden: Die Flächen der Genienau südlich von Mehlem in Richtung Rolandseck erinnern an den Psalm 23 und die grüne Aue, auf der Gott Menschen zur Ruhe kommen lässt. Der am gegenüberliegenden Rheinufer aufragende Drachenfels wird zum Hinweis auf Psalm 34, der Gott mit Fels und Burg vergleicht. „Es geht darum, Gott, uns selbst und denen zu begegnen, die sich mit uns auf den Weg machen“, hatte es in der Einladung geheißen. Mit einem Segen am Rhein endet der Gang nach einer Stunde. An jeder Station haben die beiden Initiatorinnen eine Karte mit dem biblischen Satz und am Schluss mit dem Segen ausgeteilt. So kann man sie wieder ins Gedächtnis rufen. Und einige folgen der Einladung der beiden, sich im Café noch ein bisschen länger über Gott und die Welt zu unterhalten.
Wolfgang Thielmann