Kreissynode wählt
Das historische Gemeindehaus in Bad Godesberg: Immer wieder tagt dort auch die Kreissynode. Foto: Meike Böschemeyer
Wahlen für den Kreissynodalvorstand stehen bei der diesjährigen Herbstsynode des Evangelischen Kirchenkreises Bad Godesberg-Voreifel im Mittelpunkt. Für das Amt des stellvertretenden Superintendenten kandidieren gleich drei Pfarrer: Knut Dahl-Ruddies, Gefängnisseelsorger in Euskirchen, Tobias Mölleken aus Bad Godesberg und Gregor Weichsel aus Euskirchen. Der langjährige bisherige Assessor, Pfarrer Norbert Waschk, tritt nicht mehr an.
Die beiden Stellvertretungen des Skriba, Pfarrer Ulrich Zumbusch (Zülpich) und Pfarrerin Kathrin Müller (Wachtberg) stellen sich zur Wiederwahl, ebenso wie die Synodalältesten Magdalena Winchenbach-Georgi (Bad Godesberg) und Andrea Hewig (Weilerswist). Für einen weiteren Platz als Synodalältester bewerben sich Karl-Heinz Carle (Rheinbach) und Mario Mezger (Swisttal).
Los geht es aber am Vormittag mit dem Bericht von Superintendentin Claudia Müller-Bück. Sie informiert die 77 Abgeordneten aus den 13 Kirchengemeinden in Bad Godesberg und der Voreifel über ihre Tätigkeit, die Arbeit des Kreissynodalvorstandes und was im kirchlichen Leben wichtig war. Außerdem haben Gemeinden und kreiskirchliche Arbeitsfelder ihre Berichte schriftlich vorgelegt. Die Synodalen haben Gelegenheit zu Rückfragen und Anmerkungen.
Nach der Mittagspause geht es um Zukunftsfragen. Die Synode wird über den aktuellen Sachstand des Beratungsprozesses und der Arbeit der Arbeitsgruppe „Zukunft der Jugendbildungsstätte Merzbach“ unterrichtet. Ziel ist, eine Beschlussfassung zur kommenden Frühjahrssynode 2025 vorzubereiten.
Zweites Zukunftsthema sind mögliche Strukturveränderungen im Kirchenkreis. Der weitreichendste Vorschlag ist der des Kreissynodalvorstandes, dass die aktuell 13 Gemeinden in den drei Regionen des Kirchenkreises fusionieren. Das Ziel wäre jeweils eine Kirchengemeinde in Bad Godesberg, im Rhein-Sieg-Kreis und im Kreis Euskirchen. Dazu hatte im August eine Zukunftswerkstatt stattgefunden. „Dabei gilt es, die evangelische Präsenz vor Ort möglichst zu erhalten und das kirchliche Leben zu unterstützen“, betont Superintendentin Claudia Müller-Bück. Die Vertreterinnen aus den Kirchengemeinden haben nun Gelegenheit, sich weiter auszutauschen.
Weitere Themen sind ein Rückblick auf das große Tauffest im Sommer 2024, die nun geschlossene Partnerschaft mit der Rheinischen Kirche in Südafrika und kreiskirchliche Kollekten.
Die Kreissynode beginnt am Samstag, 16. November 2024, um 9 Uhr mit einem Gottesdienst im Historischen Gemeindesaal der Erlöser-Kirchengemeinde Bad Godesberg, Kronprinzenstraße 3. Die Synode ist wie immer öffentlich und wird gegen 18 Uhr enden.