Klima schützen – so viel du kannst

Foto: JokMedia, Noluma/iStock; Gestaltung: Adrienne Busch - dieprojektoren.de

Instagram-Angebot zur Aktion Klimafasten: Die Benutzung von Lastenfahrrädern ist eine sehr praktische Möglichkeit, im Alltag das Klima zu schonen, weil Autoabgase vermieden werden. Dafür engagieren sich Menschen. Andere Christinnen und Christen schränken ihren Fleischkonsum ein – eben auch unter dem Aspekt des Klimaschutzes.  Bei Flug- und Fernreisen umweltbewusst agieren oder auch Plastikverpackungen vermeiden – wie Menschen ganz persönlich Gewohnheiten ändern im Blick auf den Klimawandel, das erfahren Instagram-Nutzer*innen in einer Reihe in der Passionszeit. Ab Aschermittwoch, 26. Februar, gibt es zwei Mal die Woche persönliche Stories zum Thema „Klimafasten“.

Damit wird die gleichnamige Aktion mehrerer Landeskirchen und Bistümer aufgegriffen, die unter dem biblischen Motto „So viel du brauchst“ steht. Die Kirchenkreise in der Region Bonn – An Sieg und Rhein, Bad Godesberg-Voreifel und Bonn – sowie die Evangelische Frauenhilfe im Rheinland kooperieren für das Instagram-Projekt. Nach dem #Adventskalender ist es das zweite Gemeinschaftswerk.

Biblischen Appell und alte Tradition heute global denken

Superintendent Mathias Mölleken (Bad Godesberg-Voreifel) erinnert: „Es gilt die Zeit vor Ostern bewusst zu gestalten – eine alte Tradition, die um die effektive Form des Fastens und Bewusstwerdens weiß: Von allem (etwas) weniger.“ Längst seien wir aber weiter, als nur an Essen, Alkohol oder Süßigkeiten zu denken. „Vielmehr erkennen wir auch globale Zusammenhänge, wie zum Beispiel das Eintreten für Klimaschutz und -gerechtigkeit, das in der Passions- und Fastenzeit unsere besondere Aufmerksamkeit braucht.“

Klimafasten sei eine persönliche Herausforderung, CO2 belastende Gewohnheiten einzuschränken oder ganz abzustellen. „Best practice-Beispiele, die wir teilen, sind Anregung und Ansporn zugleich. Wir alle finden Gelegenheiten, darauf zu achten und unser Verhalten zu ändern.“

Auf jede Ermüdungserscheinung in diesem Engagement helfe auch das Motto der bundesweiten Fastenaktion der Evangelischen Kirche in Deutschland 2020: „Zuversicht – 7 Wochen ohne Pessimismus“. Mölleken: „Als Christ trägt mich die Zuversicht des Glaubens – daran will ich mich erinnern und dazu auch andere ermutigen.“

Superintendentin Pfarrerin Almut van Niekerk (An Sieg und Rhein) betont den biblischen Appell, die Schöpfung zu bewahren: „Die Begeisterung für die wunderschöne Natur drückt die Bibel gleich zu Beginn so aus: ,Und Gott sah an alles, was er gemacht hat, und siehe, es war sehr gut!‘ (Genesis 1,31). Zuletzt wird der Mensch geschaffen. Aber seine Aufgabe ist es, die Welt ,zu bebauen und zu bewahren‘. Was ist daran falsch zu verstehen?“

„Wer fastet, öffnet sein Herz für das Wesentliche und gewinnt daraus Kraft, etwas Neues auszuprobieren“, unterstreicht Dagmar Müller, Leitende Pfarrerin der Evangelischen Frauenhilfe im Rheinland. „Und aus dieser Erfahrung wächst Zuversicht und Hoffnung, dass die Zukunft von uns gestaltet werden kann. Die Veränderung sind wir!“

Der designierte Bonner Superintendent Dietmar Pistorius erklärt: „Klar sind wir mit dem Thema auf Instagram unterwegs: Instagram prägt die Lebenswelt der jüngeren Menschen… wie die Sorge ums Klima auch.  Da bietet es sich doch an, die Sorge zu teilen, aber auch die Hoffnung auf Veränderung! Wir sind neugierig darauf, was passieren wird und freuen uns auf Resonanz und Vernetzung.“

Die Aktion „Klimafasten“ ist wochenweise ausgearbeitet. Sie sieben Wochen bis Ostern sind in sieben thematische Kapitel unterteilt. Den Auftakt bildet der eigene „ökologische Fußabdruck“. Weitere Themen sind: Energie, Lebensmittelretten, faire Informations- und Kommunikationstechnologien, Fragen der Mobilität und plastikfreies Leben. Die Karwoche soll als Zeit für „gemeinsame Veränderungen“ gestaltet werden.

Für Klimaschutz: konkret, praktisch und aus der Region

Auf dem Kanal Instagram werden nun verschiedene Menschen aus evangelischen Kirchengemeinden davon berichten, wie sie sich konkret und praktisch für Klimaschutz engagieren. Das darf gern als Einladung verstanden werden, Ideen aufzugreifen und auch selbst umzusetzen.

Mit Aschermittwoch beginnt die Passionszeit, in der sich Christinnen und Christen an das Leiden und Sterben von Jesus Christus erinnern. Viele nutzen die Fastenzeit als Möglichkeit, eine spirituelle Zeit zu gestalten, um diese sieben Wochen vor Ostern ganz bewusst als Zeit der Einkehr und Umkehr, der Besinnung und Begegnung mit Gott zu leben.

Instagram:

@godesberg_voreifel_evangelisch
@ekasur_siegburg
@bonn_evangelisch
@frauenhilfe_rheinland

Hashtag: #Klimafasten

Aktion: www.klimafasten.de

Geschrieben von Dr. Uta Garbisch am 20. Februar 2020