Heimat im Fokus

Interreligiöses Treffen im Haus der Familie. Miyesser Ildem referierte. Foto: Sabine Cornelissen

Christlich-muslimischer Frauentag

Der Duden kennt diesen Plural nicht. Aber Menschen können durchaus mehrere „Heimate“ haben. So Miyesser Ildem, die beim interreligiösen Frauentag in Bad Godesberg in die Thematik „Heimat“ einführte.

Heimat, so die Vorsitzende des Zentrums für islamische Frauenforschung und Frauenförderung in Köln, vermittle ein Gefühl der Sicherheit, der Verlässlichkeit und emotionalen Verbundenheit. Bei der emotionalen Dimension von Heimat spielten soziale, kulturelle und religiöse Aspekte eine Rolle. Heimat sei fest mit positiven Erlebnissen verbunden. Vergangenen Samstag waren deutsche, ausländische, christliche und muslimische Frauen zu einem Frauentag im Haus der Familie in Bad Godesberg zusammen gekommen.

Im Anschluss tauschten sich die Anwesenden in einem munteren Gespräch über eigene Erfahrungen aus: „Was ist Heimat für mich?“ „Wie gestalte ich Heimat?“In drei Arbeitsgruppen konnten die angesprochenen Themen vertieft werden. De Islamwissenschaftlerin Rabeya Müller brachte in ihre Arbeitsgruppe „Religiöse Heimat“ zum Abschluss das Statement eines jungen Muslimen ein: „Heimat hat etwas mit Sprache zu tun. Meine Muttersprache ist deutsch und wenn ich über meine Religion in meiner Muttersprache erzählen und diskutieren kann, fühle ich mich darin beheimatet – ich meine in der Religion und in meinem Land.“

Sabine Cornelissen / 19.11.2015

Geschrieben von Dr. Uta Garbisch am 23. November 2015