Geliebte Fremde

Alle Erfahrung lehrt, dass der „kleine Unterschied“ so klein nicht ist. In der Weise, wie sie einander und die Welt wahrnehmen, bleiben Männer und Frauen sich oft fremd. Am Samstag, 18. März, ist dies Thema eines Studientages.

Eine der beliebtesten Sackgassen in der Diskussion um das Geschlechterverhältnis ist der Versuch, diese Fremdheit zu überwinden. Dabei ist es müßig zu ergründen, welche Form der Welterschließung und der menschlichen Begegnung die „sachgerechtere“ oder „lebensdienlichere“ sei – die männliche oder die weibliche. Denn Männer und Frauen können hier zwar voneinander lernen, aber doch wohl nicht einfach die fremde Perspektive zur eigenen machen. Die Fremdheit bleibt. Das ist nicht so tragisch, wie es zunächst klingen mag. Denn gerade das Fremde ist es ja, was wir lieben.

Der Studientag will in zwei sehr unterschiedlichen Zugängen die unterschiedlichen Wahrnehmungsformen von Männern und Frauen beleuchten und Wege aufzeigen, wie das Fremde nicht als Bedrohung, sondern als Bereicherung erfahren werden kann. Am Vormittag werden die Pastoren Wiebke Naumann und Dirk Wolter den unterschiedlichen Umgang von Frauen und Männern mit biblischer Tradition und religiöser Praxis thematisieren. Am Nachmittag wird Dr. Bernd Weber, der als Neurowissenschaftler am Department of NeuroCognition des Bonner Life & Brain Center arbeitet, die unterschiedlichen Wahrnehmungsformen aus Sicht der neueren Hirnforschung beleuchten. Im Anschluss Diskussion.

Der Studientag findet am Samstag, 18. März, von 11 bis 16.30 im Haus der Familie, Friesenstraße 6, Bad Godesberg, statt. Kosten inklusive Imbiss 15 Euro. Anmeldung unter 0228 – 6 88 03 20 oder EvangelischesForum@bonn.ekir.de .

Veranstalter sind die Frauenbeauftragten der Kirchenkreise Bad Godesberg-Voreifel und Bonn, Evangelische Erwachsenenbildung im Kirchenkreis An Sieg und Rhein, Evangelisches Forum Bonn und das Haus der Familie.

 

 

 

 
 

 

 

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Geschrieben von Pressereferat BGV am 15. Februar 2006