Fremde willkommen heißen!

Am 1. März feiern Menschen weltweit den Gottesdienst „Ich war fremd – ihr habt mich aufgenommen“ – auch in Bad Godesberg und der Voreifel.

Was heißt es, die Heimat verlassen zu müssen und plötzlich „fremd“ zu sein? Diese Frage stellen sich Frauen aus Frankreich, die den Gottesdienst zum Weltgebetstag 2013 mit dem Titel „Ich war fremd – ihr habt mich aufgenommen“ vorbereitet haben.

Fast alle evangelischen Kirchengemeinden in der Region beteiligen sich am Weltgebetstag. Traditionell feiern viele katholische und evangelische Christinnen und Christen gemeinsam einen ökumenischen Gottesdienst.

Hier die Termine am Freitag, 1. März:

in Bad Godesberg und Wachtberg:
16 Uhr: katholische Pfarrkirche St. Gereon, Wachtberg-Niederbachem, 16 Uhr: Christuskirche, Bad Godesberg, Wurzerstraße, 17 Uhr: Gnadenkirche, Wachtberg-Pech, Am Langenacker, 18 Uhr: Pauluskirche, Bad Godesberg-Friesdorf, In der Maar

im Rhein-Sieg-Kreis:
15 Uhr: katholische Kirche St. Katharina, Swisttal-Buschhoven, 16 Uhr: Dietrich-Bonhoeffer-Haus, Swisttal-Odendorf, Bendenweg, 16.30 Uhr: katholische Kirche St. Nikolaus, Swisttal-Morenhoven, 16.30 Uhr: katholische Kirche St. Kunibert, Swisttal-Heimerzheim, 18 Uhr: Friedenskirche Meckenheim-Neue Mitte, Kurt-Schumacher-Straße, 18 Uhr: katholische Kirche St. Martin, Rheinbach

im Kreis Euskirchen:
15 Uhr: Martin-Luther-Kirche, Weilerswist, Martin-Luther-Straße, 15 Uhr: Christuskirche Zülpich, Frankengraben, 15 Uhr: katholische Stiftskirche, Bad Münstereifel, 16 Uhr: evangelische Kirche Euskirchen, Kölner Straße, 17 Uhr: Hubertuskapelle, Bad Münstereifel-Arloff, 18.00 Uhr: katholische Kirche St. Petrus, Bad Münstereifel-Rupperath, 19 Uhr: katholische Kirche, Euskirchen-Flamersheim

Kultur des Willkommens

Mit Gebeten, Liedern und kreativer Gestaltung lädt der Weltgebetstag alle zu einer Kultur des Willkommens ein. Mutig zeigen die Französinnen aber auch, wo die europäische Gesellschaft keine Willkommensgesellschaft ist. Alltäglicher Rassismus und rigide Asylgesetze stehen im krassen Gegensatz zu den Worten Jesu Christi: „Ich war fremd und ihr habt mich aufgenommen“ (Mt. 25,35).

 

Glaube in Frankreich lebendig

In Frankreich, wo über 50 Prozent der Bevölkerung römisch-katholisch sind, ist die strikte Trennung von Staat und Religion in der Verfassung verankert. Es gibt weder Kirchensteuer noch Religionsunterricht an staatlichen Schulen, dennoch ist der Glaube vieler Französinnen und Franzosen lebendig. Die Weltgebetstagsbewegung verbreitete sich in den 1980er Jahren vom Elsass aus in ganz Frankreich und ist ein sichtbares Zeichen der christlichen Ökumene.

Kollekte für Flüchtlinge

Die zwölf Mitglieder des französischen Weltgebetstagskomitees aus sechs christlichen Konfessionen hoffen, dass Menschen in der ganzen Welt bei ihrem Gottesdienst zum Weltgebetstag 2013 aufgerüttelt werden, solidarisch zu sein und „Fremde“ willkommen zu heißen. Ein spürbares Zeichen dafür wird auch mit der Gottesdienstkollekte gesetzt, die Frauen- und Mädchenprojekte auf der ganzen Welt unterstützt. In Frankreich und Deutschland werden so zum Beispiel Projekte für Flüchtlinge und Asylbewerberinnen gefördert.

Frauen, Männer und Kinder feiern

Der Weltgebetstag ist eine große, weltweite Basisbewegung christlicher Frauen. Der Gottesdienst zum Weltgebetstag wird jedes Jahr von Frauen unterschiedlicher christlicher Konfessionen aus einem anderen Land vorbereitet – aus Malaysia, Frankreich, Ägypten oder von den Bahamas. Jedes Jahr, immer am ersten Freitag im März, feiern diesen Gottesdienst dann Frauen, Männer und Kinder in rund 170 Ländern der Erde. So auch in den Kirchengemeinden des Evangelischen Kirchenverbandes Köln und Region, meistens als ökumenischer Gottesdienst.

 
www.weltgebetstag.de
 

 

Text: Weltgebetstag/kirche-koeln.de/gar / 14.02.2013

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Geschrieben von Pressereferat BGV am 14. Februar 2013