Frauen und Mädchen sind immer mehr betroffen

„Frauen, Mädchen, HIV und Aids“ – unter diesem Motto steht der diesjährige Welt-Aids-Tag am Mittwoch, 1. Dezember. Das Thema HIV und Aids beschäftigt auch die evangelische Kirche. Das zeigt sich in Veranstaltungen an diesem Tag.

„Jede Menge Leben“ heißt eine Ausstellung im Haus der Kirche in Düsseldorf, Bastionstraße 6. Gezeigt werden Bilder von HIV-infizierten Frauen von der Berliner Fotografin Andrea Fiedler. Die Ausstellung aus Anlass des Welt-Aids-Tags wird am 26. November, 19 Uhr, eröffnet und läuft dann bis 10. Dezember. Die Öffnungszeiten: montags bis freitags, 9 bis 21.30 Uhr.

„Ich will die Finsternis vor Dir her zum Licht machen“, diesen Titel trägt der ökumenische Gottesdienst zum Welt-Aids-Tag am 1. Dezember, 20 Uhr. Der von der Evangelischen Gemeinde Köln mit vorbereitete Gottesdienst findet in der Kirche des Dominikanerklosters Heilig Kreuz, Lindenstraße 45, statt.

In Wuppertal gibt es am Sonntag, 5. Dezember, in der Kirche in der City in Elberfeld einen Gottesdienst zum Welt-Aids-Tag und seinem Motto „Frauen, Mädchen, HIV und Aids“. Der Gottesdienst beginnt um 18 Uhr. Bereits zuvor, 17.15 Uhr, sind Interessierte eingeladen zur Kundgebung an der Installation „Namen und Steine“ am Willy-Brandt-Platz. Vor dort aus geht es dann in einem Fackelzug zum Kirchplatz.

Gezielte Stärkung von Frauen

Auf diesen Wuppertaler Gottesdienst macht auch die Vereinte Evangelische Mission (VEM) aufmerksam, die eine umfangreiche Aids-Arbeit betreibt. Schwerpunkt der VEM-Aids-Arbeit sei die „gezielte Stärkung von Frauen durch Bildung, Förderung von Selbstbestimmung und Selbstständigkeit“, sagte VEM-Sprecher Thomas Sandner im Vorfeld des Welt-Aids-Tags.

Das alles geschieht vor dem Hintergrund der dramatischen Ausbreitung von HIV und Aids weltweit. Dem neuen Aids-Bericht 2004 des UN-Aidsprogramms (UNAIDS) und der Weltgesundheitsorganisation zufolge leben rund 40 Millionen Menschen mit HIV. Allein in diesem Jahr haben sich fast fünf Millionen Menschen neu infiziert. Mehr als drei Millionen Menschen sind allein in diesem Jahr an Aids gestorben.

Der Bericht „Aids epidemic update 2004“ zeigt außerdem, dass die Zahl der mit HIV angesteckten Frauen in den vergangenen zwei Jahren überall auf der Welt gestiegen ist. Unter den HIV-positiven Erwachsenen zwischen 15 und 49 Jahren sind die Frauen mittlerweile fast die Hälfte der Betroffenen. Im südlichen Afrika, der am schlimmsten betroffenen Region der Erde, sind rund 60 Prozent der HIV-Infizierten weiblich.

 

 

 
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evangelische Kirche in Düsseldorf
evangelische Kirche in Köln
Aids-Arbeit der VEM
Die Ausbreitung stoppen: VEM-Mitarbeiterin berichtete im Kirchenkreis Bad Godesberg-Voreifel
Bericht „Aids epidemic update 2004“
Aktionsbündnis gegen Aids
Kirchen und Wirtschaft gegen Aids
Aids-Arbeit von „Brot für die Welt“
Aids-Arbeit der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung
 

 

neu; Foto: UNAIDS/G. Pirozzi /

 

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Geschrieben von Pressereferat BGV am 15. Februar 2004