Events, Service und Teamarbeit sind ihr Ding

Vom Tourismus in die Kirche: Elisabeth Berg ist Vikarin in Swisttal. Foto: Uta Garbisch

Vom Tourismus in die Kirche: Elisabeth Berg ist Vikarin in Swisttal. Foto: Uta Garbisch

Möglicherweise lag es ein bisschen am Schulpraktikum. Das hat Elisabeth Berg nämlich mit 17 bei einem katholischen Priester absolviert. Jetzt ist sie Vikarin in der evangelischen Kirchengemeinde Swisttal und wird bald Pfarrerin. Und das sind nicht die einzigen Stationen der jungen Theologin. Zunächst studierte sie Geschichte, katholische Theologie und Politikwissenschaften und machte das Magisterexamen. In […]

Möglicherweise lag es ein bisschen am Schulpraktikum. Das hat Elisabeth Berg nämlich mit 17 bei einem katholischen Priester absolviert. Jetzt ist sie Vikarin in der evangelischen Kirchengemeinde Swisttal und wird bald Pfarrerin. Und das sind nicht die einzigen Stationen der jungen Theologin. Zunächst studierte sie Geschichte, katholische Theologie und Politikwissenschaften und machte das Magisterexamen. In dieser Zeit jobbte sie als Reiseleiterin. So war ihr im Anschluss eine Stelle in der Tourismus-Branche sicher. Sie organisierte hauptberuflich Wander- und Fahrradreisen ins europäische Ausland und arbeitete im Hotelmanagement eines großen Konzerns. Doch irgendwann stellte Elisabeth Berg fest, „das hat nicht so viel mit mir zu tun“. Ihr Spezialgebiet Reformationsgeschichte habe sie zusätzlich beeinflusst. Und so kam es zum Zweitstudium der Evangelischen Theologie in Bonn und vor allem Mainz.

Seit Januar dieses Jahres ist sie Vikarin in Swisttal, nach einer zweijährigen Station in Düren. „Ich möchte vor allem das Gesicht vor Ort sein“, sagt Elisabeth Berg. Konkret liegen ihr Event-Gottesdienste, Konfi-Samstage und das neu gegründete Kindergottesdienst-Team am Herzen. Und die vielen Taufen, über die sie sich sehr freut. Pfarrerin und Superintendentin Claudia Müller-Bück ist ihre Mentorin. Für Juli wird Berg mit einem Team einen Outdoor-Sommer-Gottesdienst planen. Vielleicht auf einem Spielplatz. „Aber das entscheidet das Team“, betont sie. Im September steht ihr zweites Examen an und damit auch Prüfungsvorbereitungen.

Die Zeit in Tourismus und freier Wirtschaft wirkt sich durchaus auf Bergs Arbeit aus. Service-Orientierung ist ihr wichtig. „Was wünschen sich die Menschen vor mir? Wie kann ich ihnen helfen oder sie weitervermitteln?“ Und sie spricht ohne Scheu von Wirtschaftlichkeit. „Wenn etwas nicht funktioniert, bin ich bereit, es zu lassen.“

Elisabeth Berg ist 35 Jahre alt und lebt in der Nähe von Zülpich. Privat reist sie gerne mit dem selbstausgebauten VW-Bulli durch Europa, wandert und betreibt Kraftsport, zum Beispiel mit Hanteln.

Wer Elisabeth Berg erleben möchte, hat dazu unter anderem am Muttertag Gelegenheit. Im Gottesdienst am Sonntag, 14. Mai 2023, werden vor allem Mütter, aber auch andere Menschen gesegnet.