Eine gute Nachricht: Wahlbeteiligung stieg

Natürlich gibt es keinen Wettbewerb um die höchste Wahlbeteiligungsquote. Jedenfalls nicht offiziell. Anspruch auf das Siegertreppchen erheben die evangelischen Kirchengemeinden Haldern, Wertherbruch, Veldenz, Mehren, Irmenach, Oberndorf und Tannenhof.

Zwei evangelische Kirchengemeinden im Kirchenkreis Wesel haben nach Stand der Dinge die Nase vorn: 55,6 Prozent der Wahlberechtigten der Gemeinde Haldern gaben ihre Stimme ab. In der Gemeinde Wertherbruch betrug die Wahlbeteiligung 54,9 Prozent.  

Den dritten Platz im Blick auf die Wahlbeteiligung (soweit ausgezählt und die Ergebnisse weiter geleitet wurden) belegt die Evangelische Kirchengemeinde Veldenz im Kirchenkreis Trier. Dort gingen 52 Prozent der Wahlberechtigten zur Urne bzw. wählten per Briefwahl.

Aus dem Kirchenkreis Altenkirchen kommt der Anspruch auf den vierten Platz: In der dortigen Evangelischen Kirchengemeinde Mehren machten 48,4 Prozent der Gemeindeglieder von ihrem Wahlrecht Gebrauch.

In der Evangelischen Kirchengemeinde Irmenach im Kirchenkreis Simmern-Trarbach gaben 44 Prozent der Gemeindemitglieder ihre Stimme ab.

In der Evangelischen Kirchengemeinde Oberndorf im Kirchenkreis Braunfels gingen 43,9 Prozent der wahlberechtigten Gemeindeglieder zur Wahl.

Danach folgt mit 41,9 Prozent die Evangelische Kirchengemeinde bei der Stiftung Tannenhof-Lüttringhausen in Remscheid.

41,3 Prozent Wahlbeteiligung verzeichnet die Evangelische Kirchengemeinde Dill-Sohrschied im Kirchenkreis Simmern-Trarbach.

Im Kirchenkreis Wetzlar – wie Braunfels ein in Hesssen gelegener Kirchenkreis – in der Evangelischen Kirchengemeinde Dutenhofen lag die Beteiligungsquote bei 40,07 Prozent.

Genau 40,1 Prozent der Gemeindeglieder gingen in der Evangelischen Anstaltskirchengemeinde Düsselthal bei der Graf-Recke-Stiftung zur Presbyteriumswahl 2008. Die Gemeinde ist die kleinste Gemeinde im Kirchenkreis Düsseldorf-Mettmann.

12,6 Prozent Wahlbeteiligung

Landeskirchenweit liegt die Wahlbeteiligung bei 12,6 Prozent, so die Hochrechnung des Statistischen Dienstes, Stand Sonntagabend, 22.45 Uhr. Damit ist die Quote im Vergleich zur Wahl vor vier Jahren gestiegen. Damals gingen 10,4 Prozent zur Presbyteriumswahl. Das ist die gute Nachricht des 24. Februar 2008: Mehr Kirchenmitglieder wählten.

Der Anstieg der Wahlbeteiligung hat mit Geografie nichts zu tun, folgt man der Hochrechnung. Er findet sich in Großstädten genauso wie im ländlichen Raum. Leicht gestiegen – im Vergleich zur vorigen Presbyteriumswahl – ist die Wahlbeteiligung bei den jüngeren Wählerinnen und Wählern.

Die Hochrechnung ergibt auch: Der Anteil der Presbyterinnen beträgt etwas mehr als die Hälfte. Mit nunmehr 50,6 Prozent ist er nicht mehr weiter gestiegen (2004: 50,9 Prozent). Addiert man die so genannten Mitarbeiterpresbyterinnen und -presbyter sowie die Pfarrerinnen und Pfarrer hinzu, so liegt der Frauenanteil hochgerechnet bei 48,4 Prozent – und das ist ebenfalls quasi wie gehabt.

Die Zusammensetzung der Presbyterien im Blick auf das Alter scheint sich im landeskirchlichen Durchschnitt wenig zu ändern. Es gibt ein klitzekleines bisschen mehr jüngere Presbyteriumsmitglieder (bis 29 Jahre) – und auch einen Anstieg bei den 60- bis 74-Jährigen.

Um 0 Uhr das Wahllokal geöffnet

Aus dem Kirchenkreis Trier kommt die schönste Kuriosität zur Presbyteriumswahl 2008: Die Evangelische Kirchengemeinde Konz-Karthaus hat am Wahlsonntag als allererste Gemeinde im Rheinland ihr Wahllokal geöffnet: schon um Mitternacht. Pfarrer Martin Jordan: „Wir sind die Ersten am Wahlsonntag. Um Punkt 0 Uhr ist es soweit: Nach einer Andacht wird unser Wahllokal geöffnet.“

Stichwort Presbyterium

Sie entscheiden über geistliche Fragen, über finanzielle, über soziale. Die Aufgaben der Mitglieder der Presbyterien, der Gemeindeleitungen, sind vielfältig. Alle vier Jahre werden die Presbyterinnen und Presbyter gewählt. Wahlberechtigt zur Presbyteriumswahl 2008 waren rund 2,5 Millionen Kirchenmitglieder.

Rund 9.300 Presbyterinnen und Presbyter übernehmen in den Kirchengemeinden zwischen Emmerich und Saarbrücken, Aachen und Wuppertal ehrenamtlich Verantwortung. Als geborene Mitglieder entscheiden auch die Pfarrerinnen und Pfarrer in den Presbyterien mit.

Wählbar sind Frauen und Männer ab 18 Jahren. Mit 19 Jahren ist Vanessa Eichler aus der Evangelischen Kirchengemeinde Essen-Stoppenberg möglicherweise die Jüngste neue Presbyterin in der rheinischen Kirche. Oder jedenfalls eine der Jüngsten.

 

 

 

 

 
Video: Presbyteriumswahl 2008
Wahlergebnisse aus den Kirchenkreisen
 

 

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Geschrieben von Pressereferat BGV am 15. Februar 2008