Ein großes Segensfest

Foto: Meike Böschemeyer

Die Freude der Paare über „Einfach heiraten“ war deutlich spürbar. 65 Paare haben sich am 28. Juni 2026 bei der ersten Pop-up-Hochzeit in Flamersheim segnen bzw. trauen lassen. Eine gelungene Premiere: Viele, genau 24 Paare, ließen sich kirchlich trauen, andere ihre Partnerschaft segnen, auch aus Anlass ihres Ehejubiläums. Manche kamen zu zweit, andere brachten Kinder […]

Die Freude der Paare über „Einfach heiraten“ war deutlich spürbar. 65 Paare haben sich am 28. Juni 2026 bei der ersten Pop-up-Hochzeit in Flamersheim segnen bzw. trauen lassen. Eine gelungene Premiere: Viele, genau 24 Paare, ließen sich kirchlich trauen, andere ihre Partnerschaft segnen, auch aus Anlass ihres Ehejubiläums.

Manche kamen zu zweit, andere brachten Kinder mit, wieder andere ihre Eltern, Freundinnen und Freunde. Ein Paar hatte den Hund dabei, ein anderes einen ganzen Gospelchor. Schließlich singt er dort mit. In der Flamersheimer Dorfkirche, nebenan auf dem Sofa, am See, im Garten oder Strandkorb: 51 Paare hatten schon im Vorfeld ihren Lieblingsort ausgewählt. Nur ein Paar sagte krankheitsgedingt kurzfristig ab, dann kamen 15 Paare ganz spontan. Dorothee Lindenbaum, Pfarrerin in Flamersheim: „Ich bin dankbar dafür, dass die Menschen unsere Kirche erleben durften, wie ich sie so schätze: bunt, fröhlich, herzlich! Wir haben uns von unserer besten Feier-Seite gezeigt – was für ein Geschenk auch für uns selbst.“

„Ein Fest mit so vielen fröhlichen Menschen, mit so viel Segen und mit so viel positiver Stimmung. Wie schön, dass wir auch all die spontanen Paare gestern gut versorgen und segnen konnten“, freut sich Elke Smidt-Kulla, Pfarrerin aus Bad Münstereifel und Mitglied im Vorbereitungsteam. Für die spontanen Paare stand auf dem Marktplatz eine antike Kutsche bereit. Als es mal ganz eng wurde, fand eine Trauung auf der Treppe des alten Pfarrhauses statt. Über 20 Pfarrerinnen, Pfarrer und Prädikant:innen aus dem gesamten Kirchenkreis und darüber hinaus waren im segnenden Einsatz.

„Mich persönlich berührt besonders, wie Paare mich in ihre Lebens- und Liebesgeschichten hineingenommen haben. Mit ganz viel Tiefe und dem Wunsch gesegnet zu sein, also Gott an ihrer Seite zu spüren, in allem Schönen und Schweren, was das Leben mit sich bringt“, sagt Pfarrerin und Superintendentin Claudia Müller-Bück. 

Ob elegantes weißes Brautkleid oder sommerlich luftig, Highheels oder Flipflops, Shorts und oder schicker Anzug: Die Paare kamen, wie sie wollten. Denn genau so war es gedacht: Einfach heiraten ohne viel Stress und Vorbereitung im Vorfeld. Und kommen, mit wem und wie man mag. Brautsträuße und Fotobox spendierte die Kirche, die natürlich auch die Segensstationen und den ganzen Markplatz feierlich dekoriert hatte. Ein großes ehrenamtliches Team sorgte für Organisation, gab Currywurst, Fritten und Getränke aus. Über 50 Musiker:innen haben das Fest und die kleinen Segensfeiern musikalisch bereichert. Solistisch, als Band, kleines Ensemble oder ganzer Chor.

Superintendentin Claudia Müller-Bück: „All das war nur möglich, weil so viele Menschen aus dem ganzen Kirchenkreis mitgewirkt haben. Dafür bin ich dankbar und das macht viel Mut, auch für die Zukunft.“

Fotos: Kirchenkreis / Meike Böschemeyer

Uta Garbisch