Drei Fragen an …

War bislang stellvertrtende Synodaläteste: Gerlinde Habenicht. Foto: privat

…  Gerlinde Habenicht und Hendrik Reinfeld. Die beiden sind die neuen Synodalältesten im Kreissynodalvorstand und werden am Samstag, 12. Dezember 2020, eingeführt. bgv.ekir.de fragt Sie nach ihren Motiven, im Leitungsgremium mitzuwirken.

Vom Besuchsdienst bis zum großen Reformationsjubiläum 2017: Sie haben in den letzten 25 Jahren schon fast alles bei Kirche gemacht. Woher kommt die Energie dafür?

Gerlinde Habenicht: Mein Glaube und mein Vertrauen auf Jesus tragen mich und spenden Kraft und Energie. Zudem habe ich das große Glück, mit einer wunderbaren Familie gesegnet zu sein und eine Beschäftigung gefunden zu haben, die mir viel Spaß macht und die mir kreativen Freiraum bietet. Dieser Rückhalt ist unerschöpflich.

Beruflich sind Sie als Gesprächstherapeutin unterwegs. Wie sieht es eigentlich mit der Gesprächskultur bei uns aus?

Diese Gesprächskultur in kirchlichen Gremien ist auch ein wesentlicher Treiber meines Engagements. Bei Menschen, die den Rückhalt der Kirche und des Glaubens pflegen, finde ich eine Augenhöhe, die ein entspanntes Miteinander und einen achtbaren Umgang praktizieren. Auch in kontroversen Auseinandersetzungen, die durchaus vorkommen, erlebe ich ein aktives Zuhören und eine würdige Akzeptanz der Argumente.

Was reizt Sie, weiter in der Leitung des Kirchenkreises mitzuwirken?

Viele Jahre habe ich den Kirchenkreis aus der Perspektive einer Presbyterin beobachten können. Inzwischen traue ich mir zu, Strukturen des Kirchenkreises zu kennen und ihn unterstützend mitgestalten zu können.
Es treffen hier unterschiedliche Menschen aufeinander, die ein gemeinsames Fundament haben und für es eintreten. Den Glauben zu schützen und den Geist bei allen kirchlichen Entscheidungen zu bewahren, ist eine lebenslange Aufgabe, die ich gerne annehme.

Gerlinde Habenicht (65) arbeitet als Sport- und Gesprächstherapeutin. Seit über 25 Jahren hat sie sich in Wachtberg für ihre Gemeinde und darüber hinaus engagiert, als Presbyterin, Kreissynodale und Vorsitzende der Arbeitsgruppe Reformationsjubiläum.

Neu in den KSV gewählt: Hendrik Reinfeld. Foto: Kirchengemeinde

“ … hoffe, dass es reizvoll wird“

Herr Reinfeld, wenn man Sie googelt, stößt man schnell auf Ihren Vorschlag, den Zülpicher Karnevalsumzug klimaneutral zu machen. Welche Rolle spielt das Thema für Sie?

Hendrik Reinfeld: Das war eine Idee von meiner Frau und mir, wo wir eigentlich drei Dinge zusammengebracht haben: Belebung des Zülpicher Karnevalumzugs, Klimaschutz und demokratische Beteiligung – als Einwohnerantrag an den Stadtrat. Wir hatten dabei überhaupt nicht auf Öffentlichkeit abgezielt, in Presse, Rundfunk oder irgendwo.

Und bei Kirche, gibt es da auch Handlungsbedarf?

Ohne Handlungsbedarf wären unsere Presbyterien und Synoden eigentlich arbeitslos. Wenn man in die Gemeinden fragt, hört man bestimmt von sehr vielen Ideen und Wünschen. Dazu kommen noch Fragen zwischen den Gemeinden, ein Beispiel hierfür ist die künftige Verteilung der Pfarrstellen bei gleichzeitiger Reduzierung der Stellenzahl.

Was reizt Sie, in der Leitung des Kirchenkreises mitzuwirken?

Das hoffe ich, dass es reizvoll wird. Gemäß meinen bisherigen Erfahrungen wird in den Gremien, Vertretungen, Synoden etc. anspruchsvolle Arbeit geleistet, und ich glaube, für die Kreissynode dazu beitragen zu können.

Hendrik Reinfeld (51) ist Mathematiker. Der Zülpicher arbeitet bei einem Kölner Telekommunikationsanbieter. Sein Herz gehört der Musik: Saxophon und Chor zählen zu seinen Leidenschaften.

 

Geschrieben von Dr. Uta Garbisch am 08. Dezember 2020