Die schöne Magelone

Am Klavier: Nika Afazel. Foto: EB

26. Februar: Das zweite Konzert in diesem Jahr im Rahmen der Weilerwister Kammerkonzerte bietet den Liederzyklus „Die schöne Magelone“ von Johannes Brahms zu Gehör gebracht, ergänzt durch einige Lieder von Hugo Wolf. „Die schöne Magelone“ – das ist eigentlich eine alte provenzalische Liebesgeschichte, aus dem 15. Jahrhundert. Sie handelt vom Grafen Peter und der neapolitanischen […]

26. Februar: Das zweite Konzert in diesem Jahr im Rahmen der Weilerwister Kammerkonzerte bietet den Liederzyklus „Die schöne Magelone“ von Johannes Brahms zu Gehör gebracht, ergänzt durch einige Lieder von Hugo Wolf.

„Die schöne Magelone“ – das ist eigentlich eine alte provenzalische Liebesgeschichte, aus dem 15. Jahrhundert. Sie handelt vom Grafen Peter und der neapolitanischen Königstochter Magelone: Sie verlieben sich ineinander, doch Magelone ist schon einem anderen versprochen. Daher fliehen sie gemeinsam, doch Peter gerät in türkische Sklaverei. Der romantische Dichter Ludwig Tieck „modernisierte“ diese Geschichte zwei Jahrhunderte später und veröffentlichte sie in seinen Volksmärchen. Diese Fassung verwendete dann Johannes Brahms als Grundlage für seinen einzigen Liederzyklus. Er vertonte sie aber nicht in einfachen Strophenliedern. Er schuf vielmehr Romanzen, die als lyrische Stimmungsbilder fungieren: Sie bringen uns den Gefühlszustand der Charaktere ganz nahe. Das Klavier hat dabei eine sehr eingeständige Rolle. (BR-klassik, Julika Jahnke )

Der Bariton Joel Urch arbeitete im Rahmen seiner regen Konzerttätigkeit u.a. mit dem Gürzenich Orchester, der Neuen Philharmonie Westfalen, den Bo-chumer Symphonikern, dem philharmonischen Orchester Hagen und dem Studioorchester Duisburg zusammenzuarbeiten. Des Weiteren macht er bei Uraufführungen zeitgenössischer Werke auf sich aufmerksam.

Nach langjähriger Aktivität in der Literaturoper Köln führte es ihn in der Spielzeit 2017/2018 mit der Kinderoper „Kannst du Pfeifen, Johanna?“ von Gordon Kampe in der Rolle des Ulf ans Theater Hagen und in der laufenden Spielzeit als Munchkin Mann, Teekanne und Torwächter in der Oper „Der Zauberer von Oz“ von Anno Schreier ans Theater Aachen. Er ist stets auf der Suche nach künstlerischer Optimierung, sei es in Meisterkursen u.a. bei Roger Vignoles und Christoph Prégardien im Liedgesang, bei Marcus Creed im Zusammenspiel zwischen Orchester und Solist oder auf gesangstechnischer Ebene im privaten Unterricht. Er studierte Gesang an der HfMT Köln bei Henner Leyhe und Christoph Prégardien, ist Stipendiat der Richard-Wagner-Stiftung,Ortsverband Dortmund und zusammen mit dem Pianisten Lorenzo Soules Preisträger des Lions-Club Liedwettbewerbes 2015.

Die Pianistin Nika Afazel wurde 1994 in Teheran geboren. Mit 18 Jahren kam sie nach Deutschland und wurde an der Hochschule für Musik und Tanz in der Klasse von Prof. Jacob Leuschner aufgenommen. Meisterkurse bei Alexander Lonquich, Claudio Martinez Mehner, Alan Weiss, John Perry, Robert Levin, Felix Gottlieb ergänzten ihre Klavierausbildung. Weiterhin trat sie sowohl als Solistin als auch im kammermusikalischen Rahmen auf. Zum Wintersemester 2015 hin wechselte sie in die Klasse von Prof. Sheila Arnold. Seit 2016 nimmt sie Liedgestaltungsunterricht bei Prof. Stefan Irmer und tritt zum Wintersemester 2017 ihr Liedgestaltungsstudium bei Prof. Ulrich Eisenlohr an. Seit Wintersemester 2018 studiert sie weiter als Erasmusstipendiatin an der Conservatoire national supérieur de musique et de danse in Paris. Des Weiteren ist sie Sonderpreisträgerin des Rhein‐Ruhr‐Liedduowettbewerb 2017, Preisträgerin des Chance Festival in München 2018, Baldowski Preis in Baldham 2018 und Gourani-Akademie Preis in München 2018.

Das Konzert beginnt am Sonntag, 26. Februar 2023, um 17 Uhr in der Martin-Luther-Kirche in Weilerswist, Martin-Luther-Straße 27-29.

Der Eintritt zum Konzert ist frei. Um eine großzügige Spende für die Musiker:innen wird gebeten.

EB/gar