Die nächsten Weichen sind gestellt

Der Arbeitskreis für Mission und Ökumene vor einem Bild vom Besuch in Südafrika. In der Mitte Pfarrer Helmut Müller.
Foto: Gregor Weichsel/Wolfgang Thielmann

Die Partnerschaft des Kirchenkreises mit der Rheinischen Kirche in Südafrika ist auf einem guten Weg. Die nächsten Projekte sollen bald vorbereitet werden. Das berichteten Synodalassessor Pfarrer Gregor Weichsel und Prädikantin Edna Li nach einem Aufenthalt in mehreren Gemeinden am Kap vor dem Arbeitskreis für Mission und Ökumene in Euskirchen. Gemeinsam hatten sie eine in Südafrika […]

Die Partnerschaft des Kirchenkreises mit der Rheinischen Kirche in Südafrika ist auf einem guten Weg. Die nächsten Projekte sollen bald vorbereitet werden. Das berichteten Synodalassessor Pfarrer Gregor Weichsel und Prädikantin Edna Li nach einem Aufenthalt in mehreren Gemeinden am Kap vor dem Arbeitskreis für Mission und Ökumene in Euskirchen. Gemeinsam hatten sie eine in Südafrika stattfindende Fortbildung zum Thema Rassismus genutzt, um anschließend der Partnerkirche einen Besuch abzustatten. Zum Programm gehörten ein Treffen mit der Leitung der Partnerkirche, Gottesdienste und ein Besuch zweier Gemeinden in der Westkap-Region 200 Kilometer nördlich von Kapstadt. Im nächsten Jahr will die Partnerkirche eins ihrer regelmäßigen Begegnungscamps für Besucher aus Deutschland öffnen und ihnen die Möglichkeit geben, die Region tiefer als über touristische Programme kennen zu lernen. Schon jetzt sind Gemeindemitglieder im Kirchenkreis eingeladen, von zuhause aus an Online-Treffen der Partnerschaft teilzunehmen und die Verantwortlichen in Südafrika kennen zu lernen.

Demnächst werden Besuche in beide Richtungen erleichtert

Zudem möchte eine Gruppe aus Südafrika den Evangelischen Kirchentag in Düsseldorf und den Kirchenkreis besuchen. Nach wie vor läuft ein Projekt zur Erkennung und Behandlung von Traumata. Es soll durch Online-Treffen für Interessierte in beiden Kirchen weitergeführt werden. Zudem haben Weichsel und Li Gespräche geführt zum Ausbau der „Partnerschaft auf Augenhöhe“. So soll der gemeinsame Partnerschaftsfonds nach Möglichkeit im Afrika-Büro der Vereinten Evangelischen Mission in Tansania verwaltet werden und auf dessen Erfahrung mit internationalen Transaktionen zurückgreifen. Zudem verabschiedete der Arbeitskreis einen seiner wichtigsten Begleiter, Pfarrer Helmut Müller. Müller ist beim Regionalen Dienst der Vereinten evangelischen Mission für die Region Köln-Bonn zuständig. Er geht im Mai in den Ruhestand. Weichsel würdigte Müllers Engagement: „Wie wertvoll Du für den Ausbau der Partnerschaft warst, weil Du die Situation in Südafrika schon ein Theologenleben lang begleitet hast, welche wichtigen Impulse Du eingebracht hast, das hat alle, die dabei sind, bewegt und erfreut.“ Neben der Partnerschaft hat sich Müller in Friedensthemen engagiert, bei der „Alle-Kinder-Bibel“ und in Entwicklungsprojekten wie der Kampagne „Erlassjahr“, die einen Schuldenschnitt für Länder des globalen Südens fordert. Zudem hat er in den letzten beiden Jahren in wechselnden Godesberger Kirchen viel besuchte Weihnachtskonzerte veranstaltet mit einem Marimba-Chor aus Oberhausen, wo er lange Gemeindepfarrer war. „Vielleicht können wir daraus ja eine Tradition im Kirchenkreis machen“, schlug er vor. Der Arbeitskreis für Mission und Ökumene wird gemeinsam geleitet von Pfarrerin Judith Weichsel (Euskirchen) und Juliane Wächter (Bad Godesberg).

Wolfgang Thielmann