Die Gemeinde im Übergang begleiten

Neu in Swisttal: Pfarrerin Anke Kreutz. Foto: privat

Bildungsarbeit, Supervision und Organisationsentwicklung gehören zu ihren Schwerpunkten. Schon immer. Ab 1. Mai arbeitet Pfarrerin Anke Kreutz in der Kirchengemeinde Swisttal. Zu diesem Zeitpunkt geht Ernst Edelmann, Pfarrer im Bezirk Buschhoven/Odendorf, in den Ruhestand. Anke Kreutz übernimmt für maximal zwei Jahre als Pfarrerin im pastoralen Dienst im Übergang (PDÜ). Das 2017 im Rheinland eingeführte Pilotprojekt bietet Presbyterien die Möglichkeit, bei Freiwerden einer Pfarrstelle zunächst Perspektiven für die Zukunft zu entwickeln und dabei zugleich die pfarramtliche Versorgung in einer Zwischenzeit sicherzustellen.

Mit diesem Auftrag begleitet Pfarrerin Anke Kreutz die Kirchengemeinde darin, gute Perspektiven für die Zukunft zu entwickeln. Im Kirchenkreis Bad Godesberg-Voreifel, zu dem Swisttal gehört, werden in Zukunft weniger Pfarrstellen als bisher besetzt werden können. Deshalb gilt es Prioritäten zu setzen und engere verbindliche Zusammenarbeit mit den Nachbargemeinden in der Region zu verabreden. „Gemeinsam werden wir herausfinden, welche Strukturen und Aufgaben für die Evangelische Kirchengemeinde Swisttal förderlich sind, um spätestens in zwei Jahren die Pfarrstelle im zweiten Bezirk mit verändertem Profil neu besetzten zu können“, so Kreutz. Dann endet ihr Dienst dort.

Gleichzeitig wird sie in dieser Übergangszeit als Pfarrerin Gottesdienste feiern, taufen und beerdigen, mit den Konfirmandinnen und Konfirmanden den Glauben erkundet und den Gemeindealltag mitgestalten.

Anke Kreutz (58) ist mit dem Rheinbacher Pfarrer Diethard Römheld verheiratet. Dort leben sie auch. Das Paar hat zwei erwachsene Kinder. Beruflich war sie in unterschiedlichen Funktionen tätig: In Oberhausen und Xanten als Vikarin und Gemeindepfarrerin, am Predigerseminar in Essen als Inspektorin, in der Evangelischen Frauenhilfe im Rheinland in Bonn als Leitende Pfarrerin und an der Evangelischen Landjugendakademie in Altenkirchen als Direktorin. Verbindend waren in allen Aufgaben Bildungsarbeit, Supervision und Organisationsentwicklung. Entsprechende Zusatzausbildungen hat sie mit Lust und großem Gewinn absolviert. Und sie freut sich sehr, dass diese Fähigkeiten auch in ihrer neuen Aufgabe gefragt sind.

Geschrieben von Dr. Uta Garbisch am 27. April 2021