Der weite Weg zur Hilfe – Hartz IV

Über 70 Gäste konnte Superintendent Dr. Eberhard Kenntner bei der 4. Diakonischen Konferenz am Aschermittwoch begrüßen, die in der Rheinbacher Gnadenkirche stattfand.

Kenntner betonte, dass die Diakonischen Konferenzen, die von den Kirchengemeinden Rheinbach, Meckenheim und Swisttal sowie dem Diakonischen Werk der Kirchenkreise Bonn und Bad Godesberg-Voreifel organisiert werden, mittlerweile zu einem Markenartikel geworden sind. Denn während Parteien und Politiker auf Bundesebene beim politischen Aschermittwoch mit Vorwürfen an die politischen Gegner nicht sparen, gehen die Organisatoren seit 2002 mit dem „sozialen Aschermittwoch“ neue Wege.

 

VertreterInnen aus Politik, Verwaltung, Kirchen und Wohlfahrtsverbänden treffen sich zu einem gemeinsamen Gedankenaustausch zu brennenden sozialen Fragen in der Region. Ziel ist es, gemeinsame Lösungsansätze zum Wohle der Betroffenen zu entwickeln. So stand in diesem Jahr die Reform des Sozialstaats im Mittelpunkt der Diskussion.

 

Thematische Schwerpunkte waren:

Welche Leistungen erhalten Empfänger des Arbeitslosengeldes II? Wie ist der Stand der Diskussion zwischen dem Rhein-Sieg-Kreis und der Agentur für Arbeit?

Unter welchen Bedingungen und Voraussetzungen können Hilfesuchende in so genannte 1- Euro-Jobs vermittelt werden? Welche Einsatzmöglichkeiten sind im Rhein-Sieg-Kreis vorgesehen, welche Träger sind beteiligt?

Wie wirken sich die gesetzlichen Änderungen auf die Situation von Alleinerziehenden aus?

Angesichts einer Arbeitslosenzahl von über 5 Millionen Menschen betonte Ulrich Hamacher, Geschäftsführer des Diakonischen Werkes, dass es tatsächlich ein weiter Weg zur Hilfe werden wird.

 
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Gisela Hein /

 

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Geschrieben von Pressereferat BGV am 15. Februar 2005