Demenz geht alle an

Fachfrau in Demenzfragen: Dr. Ursula Becker. Foto: privat

Thematischer „Gottesdienst mit Gast“ am 16. September:

Viele Menschen haben mit dem Thema Demenz zu tun, sei es als Betroffene, als Angehörige oder als Nachbarn, Freunde und Gemeindeglieder. Daher hat die Evangelische Kirchengemeinde Meckenheim die Erkrankung in den kommenden Wochen zu einem Schwerpunktthema gemacht. Beim „Gottesdienst mit Gast“ am 16. September stellt sich die Ärztin Dr. Ursula Becker den Fragen von Pfarrerin Susanne Back-Bauer. Ursula Becker aus Alfter ist nach langjähriger hausärztlicher Tätigkeit heute selbstständig als Dozentin, systemische Familientherapeutin, Coach und Organisationsberaterin tätig. Sie berät bundesweit Einrichtungen und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Altenpflege in Demenzfragen und Palliativpflege.

Da immer mehr Menschen immer älter werden, nimmt auch die Zahl derer zu, die an Demenz erkranken. Viele empfinden Hilflosigkeit. Sie wissen nicht, wie sie Menschen mit einer Demenzerkrankung begegnen sollen. Betroffene sind unsicher, ob sie mit ihrer Erkrankung als Gesprächspartner oder Mitglied einer Gemeinschaft angenommen werden. Vor diesem Hintergrund möchte die Kirchengemeinde informieren und sensibilisieren sowie Hilfsangebote vorstellen.

Der „Gottesdienst mit einem Gesprächsgast“ ist dort ein neues Konzept. Mit dieser Gottesdienstform sollen Kirche und Leben, Alltag und Sonntag, Glaube und Gesellschaft miteinander verknüpft und die Themen und Fragen, die Menschen bewegen, noch stärker in den Fokus genommen werden. Das Interview ersetzt hierbei nicht die Predigt, sondern vertieft sie.

Der erste „Gottesdienst mit Gast“ zum Thema Demenz findet am Sonntag, 16. September 2018, um 10 Uhr, in der Christuskirche Meckenheim, Dechant-Kreiten-Straße, statt. Im Anschluss an den Gottesdienst können Interessierte beim Kirchenkaffee das Gespräch mit Ursula Becker und untereinander fortsetzen.

Zwei Vortragsabende schließen sich an:

Donnerstag, 11. Oktober 2018, 19 Uhr, im Gemeindehaus Christuskirche
„Wenn nichts zu machen ist, ist noch viel zu tun …“
Begleitung von Menschen in der letzten Lebensphase

Donnerstag, 25. Oktober 2018, 19 Uhr, im Gemeindehaus Christuskirche
Einfach nur da sein – reicht das?
Menschen mit Demenz erreichen – Möglichkeiten der Kontaktaufnahme
Sicherheit und Vertrauen im Umgang mit Menschen mit Demenz

Zu den Abenden sind insbesondere pflegende Angehörige, in Seniorenarbeit, Besuchsdienst, Seniorenheimen ehrenamtlich Engagierte, aber auch alle Interessierten herzlich eingeladen. Die Teilnahme ist kostenfrei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Geschrieben von Dr. Uta Garbisch am 06. September 2018